Welche Lok, welcher Wagen, welche K u r z kupplung?(44)

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Themeninfo N-Spur (I): Wie man bei der Minitrix E-Lok BR E 52 der DB aus der Epoche 3 (Art.-Nr. 12410) die Pufferlücke schließen kann 

Frage von einem netten MoBa-Freund aus dem goldenen (sprich: 'goldischen') Prag: "He, MoBa-Freund HaHe, du machst ja richtisch Dampf, aber kannst du auch mal unter Strom steh'n?" -  Ebenso nette Antwort von MoBa-Freund HaHe: "Lieber 'goldischer' N-Spurer, habbe verstanden und habbe gleich fertisch, E 52 12  hooooch die Pantos, soäben aus BäWä ausjefahrn!"  (B(ä)W(ä) auf Hochdeutsch 'Bahnbetriebswerk'/ 'Pantos' = Kurzform für Pantografen (Stromabnehmer)) ---  Wo gibt es sonst noch über Grenzen hinweg so eine nette nachbarschaftliche Verbundenheit? Und war da nicht auch noch ganz von fern und ganz, ganz leise die Stimme des braven Soldaten Schweijk zu hören?

*****Also special thanks to Lars in S-68292 Filipstad, Sverige/Schweden   Best regards from Germany*****

Liebe MoBa-Freunde!  Ja, ja, die gute alte E 52. Ein echtes Schwergewicht, was die 01 bei den Dampfloks, das war die 52 bei der Stromfraktion! Dank Trix/Märklin dürfen wir dieses hübsche Minitrix-Schwergwicht auf unseren N-Anlagen lange und schwere Reisezüge ziehen lassen! Wer sie schon einmal in den Händen halten und nah betrachten konnte, weiß um welches 'Pfund' es sich hier handelt. Jetzt aber: 'Genug der Worte, lasst nun die Bilder sprechen!'

Bild 1: Die E 52 mit der üblichen werkseitigen Normkupplung - Hervorzuheben ist eine wesentliche Neuerung: Nicht nur der D-Zug Wagen verfügt über eine Kinematik, sondern jetzt auch die E-Lok. Die Kinematik (auch als Kulissenmechanik bekannt) ist vom Drehgestell der beiden Vorlaufachsen separiert, wird aber mit ihr bei Kurvenfahrten parallel geführt.

                                                                                           

Die Pufferlücke beträgt tatsächlich stolze 5 mm!  Eigentlich aus ästhetischen Gründen nicht tolerabel, wenn man bedenkt, dass auch im N-Maßstab von 1 : 160 z.B. 'Alle Nieten am Loktender' gezählt werden dürfen!

Bild 2: Ist denn überhaupt eine Alternative zur Normkupplung denkbar? Die gleiche Situation nach Umrüstung auf die "Erbse" (Fleischmann Profikupplung) - Lok und Waggon kommen sich im Vergleich zu Bild 1 deutlich näher, aber befriedigend ist diese Situation immer noch nicht:  Pufferabstand fast 2 mm.

                                                                                             

Es ließe sich jetzt argumentieren, dass u.a. aus funktionstechnischen Gründen auf eine Pufferlücke nicht verzichtet werden könne, da die Gefahr des Puffer-Hakelns oder Überschneidens bestünde. Ist aber überhaupt nicht zwingend, da in dieser Situation  b e i d e  Partner über eine opulente Kulissenmechanik verfügen, also d i e  ideale Konstellation für eine problemlose 'Puffer an Puffer-Fahrsituation'!

Bild 3 : 'Landauf, landab, so klingt es fein, da muss doch jetzt 'ne HEKU rein' - Liebe MoBa-Freunde, verzeiht mir diesen Kalauer! Aber zum hundersten Male: So wird's und so muss es sein, es muss ganz schlicht nur die passend gekürzte Normkupplung rein! - Es kommen vom Gefühl her nur die HEKU 50 oder HEKU 75 in Frage. Also starten wir Versuch 1 mit der HEKU75 lokseitig und belassen die Standardkupplung am Wagen.

                                                                                             

Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach im Vergleich zu den vorherigen Bildern durchaus sehen lassen. Aber die gewünschte 'Puffer an Puffer-Fahrsituation' ist das eigentlich noch immer nicht, weil wir wie bei der "Erbse" immer noch ein Lücke von ca. 1 mm zwischen den Puffern haben.  Warum sollen wir uns damit zufrieden geben, verfügen doch  b e i d e  Zugpartner über eine opulente Kulissenmechanik!  Also probieren wir jetzt weiter!

Bild 4: Versuch 2 bringt eine weitere HEKU ins Spiel!  Lokseitig bleibt die HEKU75 gesteckt, aber am D-Zug Waggon tauschen wir auch noch die übliche Standardkupplung gegen eine HEKU75 aus:

                                                                                             

Wir sind am Ziel! Ich glaube, dass der Mehraufwand mit dem doppelten Kupplungstausch sich gelohnt hat. Wer gerne ganze Zuggarnituren fährt, dürfte mit dem zusätzlichen wagenseitigen Kupplungstausch sich ohnehin nur optische und fahrtechnische Vorteile verschafft haben. -  Wer häufig die E 52 als Vorspannlok wechseln möchte, müsste dann wegen der Kombi 'HEKU75/Standardkupplung' die kleine Millimeterlücke tolerieren.

Liebe MoBa-Freunde, das war es wieder für dieses Mal. Ich wünsche Euch aber noch alles Gute und bis zum nächsten Mal!  Möge der 'Geist des Dampfrosses' mit Euch sein'!

Euer MoBa-Freund HaHe oder ganz einfach  - der HEKU-Mann

 

 

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