Welche Lok, welcher Wagen, welche K u r z kupplung?(25)

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"Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück?" (Teil II)

 

Hallo, liebe MoBa-Freunde!

Kommen wir sofort ohne Umschweife zur Beantwortung unserer Kernfrage, die ich am Schluss des ersten Teils gestellt hatte, und die sich im Besonderen auf die Minitrix-Lok BR E 10 345 bezogen hatte:

"Welchen Gewinn können wir eigentlich verbuchen, wenn jetzt die Vorgängermodelle der Ellokbaureihe E 10 als überarbeitete oder neukonstruierte Modelle mit einer Kinematik oder Kulissenmechanik ausgestattet werden?" 

Zur Verdeutlichung der Ausgangssituation hier noch einmal  im Detail die unterschiedlichen Drehgestellversionen von alter und neuer Ellokbaureihe der E 10:

Bild 1:  Alte Ellok E 110 483-5 (ex E 10) mit der in den Drehgestellzapfen f e s t eingebauten Hakenkupplung        

Bild 2:  Neue Ellok E 10 345 mit Kulissenmechanik und integriertem Normschacht für die S t e c k kupplungsaufnahme

                               

Als ich nun beide Loks in den Händen hielt und direkte Vergleiche anstellen konnte, galt mein Augenmerk sofort dem Kupplungsmechanismus und hier speziell dem Einsatz der genormten Standard-Hakenkupplung.

Ständig genervt von der unrealistischen Lückenbildung zwischen den lok- und wagenseitigen Fahrzeugpuffern, wie sie uns noch einmal im Bild 3 + 4 mit der alten Version anschaulich vorgeführt wird,  hatte ich nun große Erwartungen an die vollmundig ankündigte Neukonstruktion der BR E 10.

Bild 3 + 4 :   Alte Ellok E 110 483-5 mit fest installierter (nicht steckbarer!) Standard-Hakenkupplung  - Pufferabstand zwischen Lok und D-Zugwagen  unglaubliche 5 mm!

                                    

Da weit und breit keinerlei Hinweise oder langfristige Ankündigungen auf neue jetzt passgenau zu steckende Lok-Kupplungen zu finden waren, ging ich von der irrigen Annahme aus, dass bei der Integration des NEM-Aufnahmeschachtes in die Kulissenmechanik das leidige Lückenproblem (sprich: der völlig überdimensionierte Pufferabstand) konstruktiv erkannt und gelöst worden sei! 

Wie groß war meine Enttäuschung, als ich mit der neuen Lok und Wagen die ersten Stellproben durchführte! Bis heute warte ich noch immer herstellerseits auf eine plausible Erklärung für eine nicht genutzte Chance, diesen stilistischen Fehlgriff 1. Klasse endlich zu beseitigen!

Bild 5 + 6 :   Neue Ellok E 10 345 mit Normschacht für Steckkupplungsaufnahme, der direkt in eine Kulissenmechanik integriert ist  - Pufferabstand zwischen Lok und D-Zugwagen immer noch völlig unrealistische 3 mm!

                                       

Wenn wir nun Bilanz ziehen und uns fragen, ob hier das klassische Blokademuster  "Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück" seine fröhliche Wiederbelebung erfahren hat, möchte ich vorschlagen, nicht ganz so streng zu urteilen und zur Gelassenheit zu raten. Vielleicht fällt ja die tausendfache konstruktive Kritik vieler engagierter Modellbahner in Richtung der Hersteller irgendwann auf fruchtbaren Boden! Und so weit ich weiß, gibt es keinen Bereich des menschlichen Lebens, für den nicht das Phänomen des "lebenslangen Lernens" oder neudeutsch des "longlife learning" zuträfe!

Ich möchte mich aber heute nicht von Euch verabschieden, ohne augenzwinkernd eine Problemlösung für diesen weiterbestehenden Misstand angeboten zu haben!

Die Insider wissen schon, dass jetzt "HEKU-Time" angesagt ist. Der 'Retter in der Not' ist diesmal eine lokseitige HEKU 25 im Verein mit einer wagenseitigen ganz normalen standardisierten steckbaren Haken-"Lang"kupplung! So ganz können wir wohl auf sie nicht verzichten?

Bild 7 + 8 : Neue Lok E 10 345 mit Kulissenmechanik und mithilfe einer  HEKU 25 im Tausch gegen die Standard-Steckkupplung jetzt in vorbildlicher 'Puffer an Puffer'-Fahrsituation

                                    

Alles Gute für Euch und allzeit auf allen Wegen gute k u r z gekuppelte Fahrt wünscht

Euer MoBa-Freund HaHe

Fortsetzung folgt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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