Welche Lok, welcher Wagen, welche K u r z kupplung?(22)

Aufrufe 776 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

"Dem Alltagsgaul reitet man am schönsten auf dem Steckenpferd davon"! (R.W.Lingsenfelser)

Hallo, liebe Moba-Freunde!

Ich möchte heute in diesem Ratgeber  gleichsam als Schnellkurs auf immer wiederkehrende Fragen gerade von Neueinsteigern antworten, die sich auf den bestmöglichen Einsatz von HEKU25, HEKU50 und HEKU75  und dem Parallel -Set von HEKU25+, HEKU50+ und HEKU75+ bei den gängigsten Lokmodellen mit genormter Steckkupplungsaufnahme beziehen! Neu hinzu gekommen ist seit kurzem die HEKU-Variant!

Grundsätzlich gilt, dass ohne Ausnahme im N-Bahnbetrieb bei allen heute auf dem Modellbahnsektor vertretenen  Lok- Herstellern ein immer wiederkehrendes lokseitiges "Lücken"-Problem mit einer völlig überdimensionierten -weil viel zu langen- Steckkupplung existiert!

Die meisten zugbildenden Waggons, unabhängig vom Güter- oder Personenverkehr,  fahren untereinander bereits seit über 15 Jahren dank einer Kulissenmechanik oder Kinematik kurzgekuppelt  und vorbildgerecht  "Puffer an Puffer", aber alle Dampf-, Diesel- und E-Loks gleich welcher Fabrikation  halten den an sie angekuppelten  Zug künstlich auf eine völlig unrealistische Distanz nach dem Motto: "Komm mir ja nicht zu nahe!"

Wäre dieses Problem einer völlig überdimensionierten -weil  viel zu langen-  Steckkupplung rein technischer Art, dürfte man wohl davon ausgehen, dass es hier längst im Zeitaler von Kinematik oder Kulissenmechanik zu einer allseits akzeptablen Lösung gekommen wäre.  Da es sich aber aufs Ganze gesehen doch nur um einen "kleinen optischen Schönheitsfehler" zu handeln scheint, verulken wir die N-Bahner einfach und tun so, als existiere dieses Problem gar nicht! -  Das darf und kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein!

Die folgende Bilddokumentation soll noch einmal  die "Lücken"-Problematik in ihrer ganzen Tragweite aufzeigen, denn interessanterweise ist auch noch von Hersteller zu Hersteller der "Mut zur Lücke" sehr unterschiedlich ausgeprägt, obwohl doch alle die gleiche standardisierte Normkupplung verwenden!

Bild 1 + 2 : Hobbytrain Ellok E 10.340 mit werkseitigem NEM-Aufnahmeschacht für die viel zu lange Normal- oder Standard-Steckkupplung! Die Folge ist ein völlig unrealistischer Pufferabstand!

                              

Die Hobbytrain-Lok verfügt zwar über keine Kulissenmechanik, aber die vorhandene wagenseitige Kinematik ließe fahrtechnisch völlig unbedenklich nicht nur einen wesentlich geringeren  Pufferabstand zu, wie die folgenden Bilder zeigen werden! Ziel sollte aber die perfekte 'Puffer an Puffer'-Fahrsituation sein!

Bild 3 + 4 : Hobbytrain Ellok E 10.340 wie oben jetzt aber auf die Fleischmann- Profikupplung umgerüstet! Der altbekannte "Mut zur Lücke" ist wohl etwas geringer geworden. Aber sind schon alle Möglichkeiten unter Einbeziehung der wagenseitigen Kinematik ausgeschöpft, um die ideale 'Puffer an Puffer'-Fahrsituation herbeizuführen?

                            

Wechseln wir doch einfach mal zu einem Lokmodell, das als Neukonstruktion seit kurzem auf dem Markt ist und wie alle Wagen der neueren Generation auch (endlich) über die richtungweisende Kulissenmechanik verfügt! Wie schaut es dort mit der vorbildgerechten 'Puffer an Puffer'-Fahrsituation aus? Was hat sich jetzt wesentlich verbessert?

Bild 5 + 6 : Minitrix Ellok E 10.345 mit vorbildlicher Kulissenmechanik und integrierter NEM - Steckkupplungsaufnahme für die allseits bekannte Standard-Kupplung!

                              

Die nunmehr lok - u n d  wagenseitige Kulissenmechanik ließe fahrtechnisch unbedenklich eine wunderschöne 'Puffer an Puffer' - Fahrsituation zu! Aber die völlig überdimensionierte - weil immer noch viel zu lange - Norm- oder Standardkupplung führt weiterhin zu einem durch nichts zu rechtfertigenden bahnbetrieblichen Stilbruch! -  Schauen wir uns noch der Vollständigkeit halber die Umrüstung dieser Lok-Neukonstruktion  m i t  Kinematik auf die Fleischmann-Profikupplung an!

Bild 7 + 8 : Minitrix Ellok E 10.345 mit vorbildlicher Kulissenmechanik und integrierter NEM-Schachtaufnahme jetzt mit steckbarer Fleischmann-Profikupplung bestückt!

                                

Halten wir uns nun nicht weiter mit Kommentaren über mehr oder weniger existente "Lücken"-Probleme bei der N-Spur auf, sondern schreiten frohgemut zur Problemlösung!

Bild 9 + 10 : Die Hobbytrain- und die Minitrix-Lok aus den obigen Beispielen nach blitzschnellem Austausch der unprofessionellen standardisierten Normkupplung gegen die passgenaue lokseitige HEKU25 und die passgenaue wagenseitige HEKU50!

                                 

Na endlich! Schön, wenn man auch mal den Kürzeren zieht und auf der Gewinnerstraße ist! Dann klappt es auch mit dem Reisen! Doch der Worte sind genug gewechselt ...

Bleibt mir am Schluss nur noch allen N-Bahnfreunden allzeit gute und kurzgekuppelte Fahrt zu wünschen und seid herzlichst gegrüßt von Euerem

MoBa-Freund  HaHe

 

 

 

 

 

 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden