Welche Lok, welcher Wagen, welche K u r z kupplung?(21)

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~~~HEKU-VARIANT~~~HEKU-VARIANT~~~HEKU-VARIANT~~~

"Warum in die Ferne schweifen? Sieh' das Gute liegt so nah!" (Goethe)

 

Hallo, liebe MoBa-Freunde!

Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Ich habe von Euch so viel Anregungen und Vorschläge bekommen, dass ich mit der Realisation nur mit Mühe nachkommen kann! Denn nach wie vor gilt auch und besonders in unserem Handwerk: "Gut Ding will Weile haben!"

Da sich aber der neue Vorschlag einer "gleitenden" Vario-Hakenkupplung aufgrund der bisherigen Erfahrungen sehr schnell umsetzen ließ, lasse ich Euch direkt mit diesem Ratgeber (Nr.18) an dem Ergebnis teilhaben! Fast kommt mir diese Neuschöpfung schon wie das "Ei des Kolumbus"  vor!

Ich stelle  Euch nun nach Fertigung einiger Prototypen die neue HEKU-VARIANT vor, die gleichzeitig alle Vorzüge des HEKU-Systems in sich vereint und im Preis-Leistungs-Verhältnis bei den einzelnen HEKUs sogar am günstigsten abschneidet!

Lasst mich zunächst anhand einiger Detailaufnahmen auf die zwei  "F" F(ertigung) & F(unktion) der HEKU-VARIANT eingehen:

Bild 1: F&F von HEKU-Variant  - Der vierteilige "HEKU-Stern" zeigt aus verschiedenen Blickwinkeln das ausgefräste Langloch im Haken und davor den bereits leicht gekürzten Schaft der originalen Normkupplung!

                                          

Bild 2: F&F von HEKU - Variant - Der vierteilige "HEKU-Stern" zeigt aus verschiedenen Blickwinkeln den durch das Langloch des Hakens gesteckten Schaft, der jetzt auf seine endgültige Länge gekürzt werden kannn!  

                                            

Das mit einem 0,8 mm HSS-Bohrer in den Haken gefräste Langloch  ist so bemessen, dass sich der Schaft unter kräftigem Druck einschieben lässt und stramm im Haken sitzt! Das ist wichtig, weil nur so die "Kupplungs-Geometrie" garantiert wird, leichte Korrekturen in der vertikalen und horizontalen Ausrichtung aber immer noch möglich sind!  Denn im Prinzip muss ja der abgelängte Schaft genauso fluchten wie bei der unbearbeiteten Originalkupplung!

Bild 3: F&F von HEKU -  Variant  - Die beiden um ca. 0,5 mm gekürzten Schäfte der originalen Haken-Steckkupplungen  sind in den NEM-Aufnahmeschacht der beiden Güterwagen eingeclipst! 

                                           

Vorsicht ist geboten, denn die Kinematik oder Kulissenmechanik, die mit dem Aufnahmeschacht eine Einheit bildet,  reagiert sehr empfindlich auf zu große seitliche und vertikale Drücke!!!    

Bild 4: F&F von HEKU - Variant - Jetzt können die mit Langlöchern versehenen Haken auf die Schäfte geschoben  und die 'Puffer an Puffer'-Fahrsituation exakt hergestellt werden! Mit einem hellen Markierungsstift den Überstand des Schaftes im Hakeninneren anzeichnen und nach der Demontage des Kupplungs-Arrangements mit einer Zugabe von 0,1 - 0,2 mm abtrennen!

                                           

Diese Zugabe ist wichtig, denn etwas "Futter" muss vorhanden sein, wenn mit einer sehr feinen und etwa 200° Grad heißen Lötspitze der Kunststoff von Kupplungs-Haken und Kupplungs-Schaft zu einer festen und dauerhaften Verbindung wiedervereinigt wird! Der Kontakt sollte wirklich nur ca.1 Sek. dauern, denn sonst schmilzt der Kunststoff wie Eis in der Sonne und die Kupplung ist nur noch Plastikmüll!   Kleiner Geheimtipp! Nach Entfernung der Laufachse lässt sich mit dem Zeigefinger die Kinematik samt Aufnahmeschacht durch gezieltes Anpressen auf dem Wagenboden sicher fixieren! Das Stecken und Clipsen von Schaft und Haken als Einzelteile ist dann ein leichtes Spiel!

Fazit: Das bisherige Varioset mit seinem 25-er, 50-er und 75-er Längenmaß in Normal- und Plusausführung hat durch die neue HEKU-VARIANT keineswegs seine Berechtigung verloren! Denn nach wie vor schlägt einzig der Zeitfaktor zu Buche, wenn es bei der Suche nach dem idealen Pufferabstand die passende HEKU-Kombination zu finden gilt!

Wer aber über etwas bastlerisches Geschick verfügt und das kann man wohl  bei der Mehrzahl der Modellbahner vorraussetzten, wird den "direkten" Weg über die HEKU-VARIANT versuchen wollen!

Denn die Hauptarbeit des punktgenauen Anbohrens und Ausfräsens des Kupplungshakens wurde ihm abgenommen, so dass einzig das Vermessen und Verschweißen des Kupplungsschaftes  ihm überlassen bleibt!

Das hat natürlich auch eine deutliche Preissenkung gegenüber dem dreiteiligen Varioset zur Folge, so dass jetzt bei einem regulären Stückpreis von 1,50 Euro pro neuer steckbarer Normkupplung nur 50 Cent als fairer Aufpreis  für meine Bearbeitungskosten (Cutten, Bohren und Fräsen) zu veranschlagen sind!    

Liebe MoBa-Freunde, für heute verabschiede ich mich nun und hoffe, dass die neueste Kreation aus der HEKU-Werkstatt Euer Interesse finden wird, und freue mich schon auf Eure Reaktionen!

Es verbleibt mit vielen guten Wünschen

Euer MoBa-Freund HaHe

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