Welche Lötlampe / Kartuschenlötgerät ist das Richtige?

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Dem  Heimwerker und Profi  stellt sich immer wieder diese Frage.

Leider ist die auch nicht so leicht zu beantworten.

Es gibt die unterschiedlichsten Modelle, von Gaskartuschenbetrieb bis zur Benzinlötlampe.

Benzin ist im Prinzip für den die Lösung, der in Sibirien seinen Traktor damit starten möchte. Benzin gibt es dort, Gaskartuschen eher nicht.

Gaskartuchen als Energiequelle sind in unseren Breiten immer verfügbar somit 1.Wahl.

Bei den Modellen gibt es eine Unmenge, die sich im Brenner und der Art der Kartuschenaufnahme unterscheiden.

Als Brenner gibt es den Punktbrenner, die einfachste und am häufigsten anzutreffende Variante mit einer Flamme um 1700°C und erreichbaren 650°C Arbeitstemperatur.

Der flammengestützte Hartlötbrenner ist schon besser, sehr stabile Flamme mit 1750°C Flammentemperatur und je nach Gas ca. 730°C Arbeitstemperatur.

Der Turbobrenner ist bei Lötlampen seltener, aber der heißeste Brenner. Flammentemperatur 1950 -2000°C und Arbeitstemperaturen bis 800°C sind erreichbar.

Bei den Kartuschensystemen gibt es im Prinzip 3 Sorten.

1. die verbreiteste die Anstechkartusche.

Hier sticht ein Dorn beim Zusammenschrauben der Lötlampe ein Loch in die Kartusche, das Gas kann somit entnommen werden. Die Kartusche muß im Gerät verbleiben bis sie leer ist. Der Inhalt ist meist reines Butan mit guten Heizeigenschaften, bei Temperaturen ab 5°C aber unbrauchbar, da Butan dann nicht mehr richtig verdampft.

2. die Schraubkartusche/Ventilkartusche

Hier gibt es viele Anbieter, das Gewinde ist im Prinzip eine Euronorm, an die sich die Hersteller halten. Diese Kartuschen besitzen meist ein Gasgemisch aus Propan 30% und 70% Butan. Dadurch auch bei niedrigeren Temperaturen zu gebrauchen. Das Ventil sorgt dafür, das die Kartusche jederzeit vom Gerät getrennt werden kann.

3. die Kartuschen mit Klemmsystem von CampinGaz

Meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, da nicht überall erhältlich, es gibt diese nur von CampinGaz zu Monopolpreisen

Alle diese Kartuschen haben als Inhalt Propan oder Butan als Flüssiggas.

Hier liegt auch ein Problem begründet das die meisten Lötlampen beim Betrieb haben.

Dreht man diese beim Brennen auf den Rücken, so wird das flüssige Gas durch die Düse austreten und erst nach der Düse vergasen.

Da der Volumenunterschied zwischen flüssig und Gasförmig bei ca. dem273fachen liegt wird die  eben noch kleine Flamme das 273 fache an Größe einnehmen.

Die Hersteller versuchen mit mehr oder weniger Erfolg dem durch technische Maßnahmen zu begegnen. Ein Rohr, dass das Gas vor der Düse durch die Flamme führt und somit vorvergast oder ein besonders gestalteter Brenner.

Kein Hersteller schreibt auf sein Gerät, "Achtung nicht umdrehen, es kann Stichflamme geben", aber einige werben mit Überkopfbetrieb möglich oder 360° Einsatzbereich usw.     Eine Lötlampe für 10 Euro wird das nicht können.

Deshalb achten Sie auf diese Aussagen oder nutzen Sie die Lötlampen nur relativ waagerecht.

Unsere Firma hat sich auf den Vertrieb von Gas-Lötgeräten spezialisiert,  wir achten darauf, wo die Geräte hergestellt werden, für welche Anwendung sie optimal sind, und ob Ersatzteile zur Verfügung stehen. Nur so können wir gewährleisten, das Sie gefahrlos und mit Freude mit den Lötgeräten arbeiten können. 

Nehmen Sie uns beim Wort, Ihr Bert Schanner Hausundwerkstatt24.

 

 

 

 

 

 

 

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