Welche Kombinationen von Audio-Geräten sind möglich und sinnvoll?

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Welche Kombinationen von Audio-Geräten sind möglich und sinnvoll?

Einst die erste Gelegenheit zum ausgiebigen Musikkonsum fristet sie heutzutage immer öfter einem Schattendasein: die Stereoanlage. Zwar gehört sie als wichtiges Accessoire zu nahezu jeder Wohnzimmereinrichtung, hat durch ihre stationäre Eigenart aber erheblich an praktischem Nutzen eingebüßt. Das hat vor allem mit der rasant gestiegenen Klangqualität der tragbaren Alternativen zu tun, kleine Lautsprecher sind ohnehin kein Thema mehr, da der Kopfhörer wie selbstverständlich zum Smartphone-Standard gehört.

Dabei hat die Anlage in den heimischen vier Wänden keinesfalls ausgedient, sie bringt tatsächlich noch Vorteile in der Handhabung und braucht sich – dem geänderten Hörverhalten gerade von jungen Menschen zum Trotz – nicht hinter Wohnungstüren zu verstecken. Ob als komplexe Zusammenstellung mit allen nur erdenklichen Feinheiten des Tunings bis zum puristischen CD-Spieler mit solider Lautsprecheinheit, die Palette an Möglichkeiten weiß stets zu überzeugen, gerade durch technische Brillanz und Aktualität im Blick auf die modernen Nutzerprofile.

Verschaffen Sie sich mithilfe des vorliegenden Textes einen ersten Überblick und steigen Sie hinter die Kulissen der Audiogeräte. Erlangen Sie wichtige Informationen über die verschiedenen Kombinationen und die dazu benötigten Anschlüsse. Für den gelungenen Auf- und Zusammenbau der einzelnen Komponenten steht Ihnen das reichhaltige Sortiment an entsprechenden HiFi-Produkten auf eBay zur Seite.

Mehr als nur Verkabeln: Die richtige Anlage braucht ein System

Das Herzstück einer durchschnittlichen Musikanlage bildet nach wie vor der CD-Spieler. Was nicht bedeutet, dass der gute alte Plattenspieler gänzlich aus dem Rennen ist. Längst hat sich eine kleine, aber feine Branche auf die Herstellung zeitgemäßer Modelle spezialisiert. Mittels Schnittstelle ist zudem der Anschluss an die digitale Ära problemlos möglich. Gleiches gilt für fast alle Audiogeräte, ob einige Jahre alt oder brandneu. Trotz des schnellen Fortschritts und dem Auftauchen immer neuer Stecker und Speicherformate verfügt der HiFi-Bereich dennoch über eine große Kompatibilität.

Um CDs anständig abspielen zu können, braucht es zwingend die Verbindung zu einem AV-Receiver (Audio Video) oder Verstärker. Grundsätzlich findet auch heute der Anschluss noch mit einem der Klassiker unter den Steckern statt, dem Cinch-Anschluss. Er ist dank seiner dochtähnlichen Form auch dem weniger versierten Anwender vertraut und lässt sich vielseitig einsetzen. Nicht zu verwechseln ist er allerdings mit dem ebenfalls seit Jahren bekannten Klinkenstecker, der sich vor allem zum Einsatz von Mikrofonen oder Kopfhörern in Gebrauch befindet. Im Gegensatz zur Variante des Cinch greifen selbst Smartphone und Tablets auf den Klinkenanschluss zurück.

Die Datenübertragung unter den stationären Komponenten macht den Cinch-Stecker im Grunde alternativlos, trotz oder gerade wegen seiner analogen Robustheit. Als besonders geeignet erweisen sich hier Versionen mit Edelmetall, da dieser noch besser leitet und zusätzlich einen sicheren Schutz vor Verschleiß darstellt. Im direkten Vergleich zum digitalen Weg sind die Einbußen an Klangqualität dermaßen gering, dass selbst modernste Receiver und CD-Spieler kaum auf die souveräne Cinch-Technik verzichten.

Für das Optimum an Datentransfer: XLR-Anschluss und Toslink 

Bei Anlagen, deren Anspruch wiederum in Premiumsegment zu Hause ist, genügt selbst die sichere Bank der Cinch-Stecker nicht. In solchen Fällen kommen sogenannte XLR-Anschlüsse zum Einsatz, die Buchstaben stehen dabei für „Xternal", „Live" und „Return". Seinen Ursprung hat diese Technologie in der Musikbranche. Tonstudios und Bühnenequipment stellen das hautsächliche Anwendungsfeld dar. Durch die extrem hohe Abschirmung der einzelnen Signale gewinnt der Klang noch einmal an Intensität, ob diese Einrichtung im privaten Bereich und ohne echte Raumbeschallung wirklich nötig ist, sei dahingestellt.

Dass die Digitalisierung nicht spurlos an der HiFi-Welt vorbeigegangen ist, beweist der wohl populärste aller digitalen Audiostecker, nämlich Toslink. Dabei handelt es sich um eine Abwandlung des Herstellernamens „Toshiba"; derjenige Konzern, der den Anschluss bereits in den 80er-Jahren auf den Markt brachte. Eine alternative Bezeichnung lautet daher auch „Toshiba-Link". Neben diesem Pionier des Digitalen in Sachen Musikanlage findet sich noch eine ebenbürtige Schnittstelle, der etwas sperrig bezeichnete S/P-DIF-Anschluss. Dieser benötigt als Besonderheit ein Koaxialkabel, während Toslink auf eine optische Übertragung zurückgreift. Auch wenn diese Verbindungen durch ihren relativ aktuellen Stellenwert das Plus des digitalen Potenzials mit sich bringen, mit dem flexibel auf die kommenden Entwicklungen in der Branche reagiert werden kann, bedeuten sie keinen massiven Vorteil gegenüber der bewährten Cinch-Technik. Bis auf den Aufbau, der sich deutlich unterscheidet: Ein Cinch-Stecker ist immer zu je zwei Paaren (einmal CD-Player und einmal Receiver) erhältlich, die beiden digitalen Varianten stellen je ein Kabel dar.

Mehrere Geräte, einfache Steuerung: Remote-Funktion und Festplatte 

Zu einer Musikanlage gehören unweigerlich viele Komponenten, mindestens aber CD-Spieler, Verstärker und Lautsprechersystem. Nicht selten kommen noch weitere Bausteine hinzu, etwa zu Aufnahmezwecken angeschlossene externe Geräte oder ein Radio. Um zwischen sämtlichen Geräten hin und her zu schalten, verfügen viele Verstärker über sogenannte Remote-Ausgänge. Mit der richtigen Fernbedienung lassen sich so alle Elemente der Anlage steuern – gerade mit Blick auf sich überschneidende Anwendungen ein gewichtiger Vorteil.

In erster Linie trifft das auf die gängige Methode des Kopierens bzw. Ablegens von Dateien auf der Festplatte eines CD-Recorders zu. Ähnlich einer Computerfestplatte fungiert diese als riesiges Speichermedium, zum einen als Archiv und zum anderen als Zwischenstation während eines Kopiervorgangs. An diesem Punkt besteht auch die Möglichkeit, die in die Jahre gekommenen Formate des analogen Zeitalters – Kassette und LP – in ein digitales Format zu übertragen. Durch das Zwischenspeichern auf der Festplatte lassen sich ganz neue Zusammenstellungen kreieren, gerade Kompilationen aus LP- und Kassettenaufnahmen sind eine attraktive Option. Damit nicht genug: Selbst die bei analogen Aufnahmen unvermeidlichen Beeinträchtigungen akustischer Art, das charakteristische Knacken und Rauschen, wird deutlich reduziert.

Etwas anders gestaltet sich die Situation bei reinen Kopien von CDs ohne diesen Zwischenschritt. Hierbei ist auf eventuelle Kopierschutzmaßnahmen und das Ausweichen auf den analogen Vorgang zu achten. Dabei erfolgt die Umwandlung der CD in eine analoge Kopie, die wiederum vom Recorder mit dem Brennvorgang in eine digitale Version zurückverwandelt wird. Der Qualitätsverlust hierbei ist marginal und im Grunde kaum hörbar.

Als Alternative bieten sich die hochwertigen, aber eben auch teuren Audio-Rohlinge an. Deren Verkaufspreis beinhaltet eine GEMA-Gebühr, mit dem Ziel, das massenweise Kopieren von Original-Tonträgern wenn nicht zu unterbinden, so doch wenigstens auszugleichen. Durch die Auslagerung bzw. das Ineinanderübergehen von mobilen und stationären Abspieloptionen im Musikbereich hat diese Funktion stark an Einfluss verloren, auch wenn erstaunlich viele Hersteller von Audiogeräten ihr immer noch anhängen.

HiFi-Tuner mit Radiofunktion und als Verstärkerersatz

Die Verwendung von AV-Receivern bringt den großen Vorteil mit sich, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Verstärkern über eine ausgereiftere Technik verfügen. Dank einer aufwendigen Konzeption ist es mit einem AV-Receiver möglich, auf den HiFi-Tuner, die anlagenimmanente Radioeinheit, zu verzichten. Doch längst nicht jeder Nutzer nimmt einen dementsprechenden Aufwand in Kauf, der auch nicht zwingend nötig ist – schließlich wurden über einen langen Zeitraum Kompaktanlagen im Wesentlichen aus Verstärker, CD-Spieler und Boxen bestehend vertrieben.

Als sinnvolle Erweiterung bietet sich also nach wie vor das Einfügen einer Radioeinheit an. Der Empfang hat nichts mit dem eines Transistorradios zu tun, dank digitaler Übertragungswege ist zudem der volle Umfang der Stereo-Boxen auszukosten. Gleiches gilt für die Stabilität des Empfangs, er erfolgt nahezu störungsfrei – das Ausrichten einer Antenne entfällt gänzlich, da bei einem Kabel- oder Satellitenanschluss neben dem Fernseher auch das Radio bedient wird. Unausweichlich ist aber das Vorhandensein eines Verstärkers, mittels Cinchkabel lässt sich die Verbindung rasch herstellen.

Neben digitalen HiFi-Tunern sind ebenfalls noch reichlich analoge Varianten erhältlich, achten Sie bei einem Kauf auf den Unterschied. Allerdings besteht kaum das Problem der Unvereinbarkeit, aktuelle und auch noch nicht allzu alte Anlagen sind in der Regel mit beiden Varianten vereinbar. Radiohören über einen Fernsehanschluss bzw. Satelliten wird jeweils mit dem Kürzel DVB-C bzw. DVB-S gekennzeichnet. Was die Effizienz betrifft, liegt das Plus bei der harmonischeren Digitalübertragung. Mit ihr kann auch der mobile Sektor ins Spiel gebracht werden, Tuner mit Bluetooth verbinden ein in der Nähe befindliches Handy mit ein und verbreitern so den Empfangsradius. 

Ohne Lautsprecher geht es nicht

Zünglein an der Waage kann hier allerdings neben der entsprechenden Qualität und den eigenen Ansprüchen auch der passende Anschluss spielen, er entscheidet mitunter sogar über Wohl und Wehe der gesamten Anwendung. Grundsätzlich kennt die Industrie zwei Anschlüsse, den Klemm- und den Schraubanschluss. Da bei Kabeln die Länge eine durchaus starke Auswirkung auf die Qualität der Datenübertragung besitzt, ist – wenn es sich durch räumliche Gegebenheiten nicht vermeiden lässt – die potenzielle Störquelle des langen Kabels nicht auch noch durch einen Klemmanschluss zu verstärken. Hier bewirkt der Schraubanschluss wahre Wunder, einerseits wegen seiner Stabilität, andererseits wegen der nur so gewährleisteten Ausschöpfung des vollen Klangvolumens – das komplette Kabel gerät in Kontakt mit der Schnittstelle, was die Klemmmethode eben nur zum Teil leisten kann.

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