Welche Backplates für welche Mainboards?

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Welche Backplates für welche Mainboards?

Mit den passenden Backplates das Mainboard absichern und verschönern

Backplates sind kleine Verbindungsstücke, die zwischen dem Mainboard und einem Gerät befestigt werden, das auf dem Mainboard platziert werden soll. Hierbei übernehmen Backplates unterschiedliche Aufgaben. Sie schirmen das Computerinnere nach außen hin ab, erhöhen die Kühlleistung für das Mainboard oder sorgen für Stabilisierung. Ebenso sind Backplates häufig verwendete Komponenten beim sogenannten Modding (vom Englischen "Modifying"), durch das das Aussehen eines Rechners aufgewertet werden soll. Dieser Ratgeber dient dazu, Sie über die Welt der Backplates zu informieren. Sie erfahren, welche Besonderheiten die einzelnen Modelle haben und für welche Einsatzgebiete sich diese eignen. Zudem bekommen Sie nützliche Kaufempfehlungen, mit denen Sie die für Sie am besten geeigneten Backplates bei den diversen Herstellern ohne Umwege und zum kleinen Preis bekommen.

Verschiedene Arten und Aufgaben von Backplates

Es gibt verschiedene Arten von Backplates, die jeweils eigene Aufgaben erfüllen. Im Folgenden sind die gängigsten Arten übersichtlich aufgeführt.

I/O-Shields

Eine bestimmte Art von Backplates sind sogenannte I/O-Shields (Input/Output Shields). Diese befinden sich meist an der Rückseite eines Computers und dienen als Verbindungsbrücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Rechners. Ein solches Backplate ist sehr dünn, rechteckig und schmal und besitzt eine Vielzahl an Öffnungen für diverse Anschlüsse. Hinter dem Backplate befinden sich im Inneren des Computers das Mainboard oder die darauf gesteckten Karten. Durch die Öffnungen des Backplates werden nun Kabel gesteckt und somit zum Beispiel eine Verbindung zwischen Maus und Mainboard oder zwischen Mainboard und Bildschirm hergestellt. Die Hauptaufgabe solcher Backplates ist es, das Mainboard und die daran befestigten Teile vor Beschädigungen und Verschmutzungen zu schützen. Üblicherweise wird ein solches Backplate mit Pins am Motherboard befestigt oder verschraubt.

Wichtig ist, dass die Verbindung sicher und fest ist, damit es zu keinen Störungen beim Anschließen von Geräten an das Mainboard kommt. Zudem müssen Sie beim Kauf darauf achten, dass das jeweilige Modell Öffnungen für genau die Anschlüsse bietet, die Sie benötigen. Denn es gibt zum Beispiel Versionen, bei denen keine Öffnung für einen USB-Anschluss vorhanden ist.

Backplates als Verbindungsstecker

Sehr häufig werden Backplates als Verbindungsstecker zwischen zwei Geräten befestigt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein zusätzlicher Kühler auf eine CPU gesetzt werden soll. Ebenso ist es möglich, ein Backplate zwischen das Mainboard und einen Sockel zu montieren, den Sie auf dem Board anbringen wollen. Das Ziel ist immer, für eine möglichst stabile Verbindung zu sorgen und zu gewährleisten, dass verschiedene Komponenten sicher und fest miteinander verbunden sind. In den meisten Fällen liefert der Hersteller eines Computers oder Mainboards das dazu passende Backplate mit. Hierdurch ist sichergestellt, dass das Plate zu dem jeweiligen Rechner beziehungsweise Gerät passt. Gelegentlich ist das Backplate jedoch beschädigt oder nicht mehr vorhanden und muss ersetzt werden. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, dass das von Ihnen ausgewählte Ersatzmodell mit Ihrem Rechner und Board kompatibel ist.

Backplates zur Kühlung

In gewissem Umfang sorgen Backplates für eine erhöhte Kühlleistung innerhalb eines Computers. Das liegt daran, dass eine vergrößerte Fläche automatisch mit einer besseren Aufnahme und Ableitung von Wärme einhergeht. Wichtig ist, dass zwischen Backplate und Mainboard oder zwischen Backplate und Kühler keine Freiräume mit Luft sind. Diese Luft ist nämlich ein denkbar schlechter Wärmeleiter. Sollte das Backplate nicht perfekt mit dem jeweiligen Gerät abschließen, kann es sinnvoll sein, auf Wärmeleitpads zu setzen, die eine verbesserte Wärmeleitung ermöglichen. Zudem sorgt das Backplate allein schon durch die zusätzliche Fläche dafür, dass Wärme aufgenommen und verteilt wird, sodass sich das Gehäuse nicht so leicht aufheizt. Allerdings kann es durch ein ungünstig montiertes Backplate auch zu einer Behinderung des Luftstroms kommen, der das Gehäuseinnere eigentlich kühlen soll. Achten Sie also darauf, dass das Backplate eine für Ihre Zwecke geeignete Größe besitzt und an einer Stelle montiert wird, an der es förderlich und nicht hinderlich ist.

Backplates als Stabilisierung

Eine weitere Eigenschaft von Backplates ist, dass sie das PCB stabilisieren. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ein besonders großer, schwerer Kühler auf das Mainboard gesetzt werden soll oder wenn eine voluminöse Wasserkühlung zum Einsatz kommt. In all diesen Fällen stabilisiert das Backplate das Mainboard und verhindert, dass dieses sich durchbiegt oder gar bricht. In gewissen Grenzen ist dies auch bei Grafik-, Video- und Soundkarten möglich, die mit einem eigenen Kühler ausgestattet werden. Das ist zum Beispiel dann häufig der Fall, wenn viele Spiele auf dem Rechner gespielt oder Filme darauf angesehen werden. Dann bietet die Karte eine eigene Rechenleistung und erzeugt entsprechend viel Wärme. Hier sind ein eigener Lüfter und ein dazu passendes Backplate sehr nützlich, wohingegen bei der vornehmlichen Verwendung des Rechners für Aufgaben mit wenigen bewegten Bildern auf beides weitestgehend verzichtet werden kann.

Modding

Eine weitere wichtige Eigenschaft von Backplates betrifft den Bereich Modding. Denn die Plates sorgen auf dem Motherboard oder an den anderen Stellen, an denen sie angebracht werden, für eine optische Aufwertung. Im Bereich der I/O-Shields kommen hierbei vor allem Backplates in den Farben Schwarz oder Silber zum Einsatz. Die Farbauswahl und die Designs für Modelle im Innenbereich sind deutlich weiter gefasst. So sind die einzelnen Öffnungen innerhalb des Backplates gelegentlich bunt eingefasst oder verziert. Außerdem sind Modelle in strahlendem Gold zu haben, die schön leuchten und gerade bei durchsichtigem Gehäuse attraktive Effekte erzielen. Wenn Sie planen, mit dem Backplate das Aussehen Ihres Computers zu verbessern, sollten Sie sich überlegen, wo genau Sie das Plate anbringen wollen und ob es an dieser Stelle wirklich sichtbar ist. Ansonsten erzielen Sie keinen optischen Effekt und können auf eine ganz schlichte, unscheinbare Variante setzen.

Standards und Sonderformen

Vor dem Kauf von Backplates muss bedacht werden, dass es unterschiedliche Modelle mit einer jeweils anderen Bauart gibt. Das ist vor allem bei I/O-Shields der Fall. Hier gibt es sogenannte Universal-Backplates, die für nahezu jedes Modell von den meisten Herstellern geeignet sind. Wichtig ist, dass die Öffnungen des Plates mit den Anschlüssen des Mainboards und der darauf befindlichen Platten kompatibel sind. Es gibt jedoch auch eine große Anzahl an Modellen, bei denen eine abweichende Art von Anschlussöffnungen gewählt wurde. Bei diesen sind die Löcher dann anders angeordnet oder es fehlen bestimmte Öffnungen, wie zum Beispiel für USB-Kabel.

Außerdem hängt die Wahl des geeigneten Backplates auch davon ab, wo dieses befestigt werden soll. Hier seien Videokarten als Beispiel genannt. Es gibt einige Modelle mit einem kurzen und andere mit einem langen PCB. Es ist wichtig, dass das Backplate auf diese unterschiedlichen Modelle zugeschnitten ist, damit es auch wirklich passt.

In der Regel liefert ein Hersteller mit seinem Produkt ein dazu passendes Backplate mit. Hierdurch ist sichergestellt, dass dieses mit den jeweiligen Komponenten des Rechners kompatibel ist. Gerade bei gebrauchten Rechnern ist das Backplate aber oftmals nicht mehr vorhanden oder kaputt. Wenn Sie sich dann ein neues Modell kaufen, ist es ungemein wichtig, dass Sie überprüfen, ob Sie ein Standardmodell oder eine Sonderform benötigen.

Markenartikel und Billigprodukte im Vergleich

Backplates werden von einer Vielzahl von Herstellern angeboten. Besondere Markenqualität wird hierbei von bekannten Herstellern wie ASUS, ASRock, MSI und Gigabyte geboten. Billiganbieter setzen hingegen weniger auf eine innovative Technik und hervorragende Materialien, sondern konzentrieren sich vielmehr darauf, ihre Modelle zu einem möglichst kleinen Preis abzugeben. Zu beachten ist, dass die einzelnen Hersteller untereinander oftmals nicht kompatibel sind. Das bedeutet, dass die Backplates eines Anbieters nicht immer problemlos mit dem Mainboard eines anderen verbunden werden können und umgekehrt. Achten Sie beim Kauf daher darauf, dass Sie sich für ein Modell entscheiden, das für Ihren Rechner und Ihre Zwecke geeignet ist. Von welcher Qualität Ihr Backplate sein soll, ist Ihrem persönlichen Empfinden überlassen. Einige Nutzer setzen allein auf die optische Aufwertung des PCs durch das Backplate und können somit Einschränkungen in Sachen Qualität hinnehmen. Wenn jedoch die Vorteile, die ein Backplate bietet, möglichst groß sein sollen, ist es empfehlenswert, auf ein Markenprodukt eines namhaften Anbieters zu setzen. Diese sind dann in der Lage, die Gehäusetemperatur in gewissen Grenzen zu senken, das PCB zu stabilisieren und für eine zuverlässige Verbindung zwischen Board und Kühler zu sorgen.

Grundlegende Kriterien beim Kauf von Backplates

Wichtigstes Kaufkriterium bei Backplates ist deren Kompatibilität. Direkt im Anschluss folgt jedoch schon das Aussehen. Backplates werden nämlich vor allem im Modding-Bereich eingesetzt uns müssen in Farbe und Design daher zu Ihrem Gerät passen. Zudem ist es wichtig, dass Sie immer das passende Modell für Ihre Zwecke finden. So kommen zum Beispiel I/O-Shields an ganz anderen Stellen zum Einsatz als Backplates, die der Stabilisierung des PCBs dienen.

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