Welche Auflagen gibt es zum Verkauf von Filmen ab 18 Jahren?

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Welche Auflagen gibt es zum Verkauf von Filmen ab 18 Jahren?

Der Gesetzgeber regelt mit der sogenannten Altersfreigabe den Verkauf von Filmen an Jugendliche und die zugehörigen Altersgrenzen. Hinsichtlich der Filme ohne Jugendfreigabe greifen Auflagen, die es für Sie als Verkäufer zu beachten gilt. Der nachfolgende Ratgeber informiert sie über die rechtlichen Hintergründe und erläutert den Verkauf von Filmen ab 18 Jahren.

 

Filme ab 18 Jahren: Einstufung durch die FSK

In Deutschland prüft die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (kurz FSK) die Altersfreigabe von Filmen auf DVDs und Blu-Rays. Es existiert keine Vorgabe, die eine Kontrolle durch die FSK zwingend vorsieht. Die Mitglieder der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft verpflichteten sich selbst, ausschließlich überprüfte Filme zu veröffentlichen.

Die rechtliche Basis der Arbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft bildet Paragraf 14 des Jugendschutzgesetzes. Der Paragraf sieht eine Unterteilung der veröffentlichten Filme vor. Die Bandbreite reicht von

  • "freigegeben ohne Altersbeschränkung" über
  • die Freigabe ab sechs, zwölf oder 16 Jahren bis zu
  • "keine Jugendfreigabe".

Eine Videoproduktion ohne Jugendfreigabe kennzeichnet die FSK mit einem roten Siegel und dem Zusatz "FSK ab 18". Folglich existiert keine Freigabe für Personen unter 18 Jahren. Deswegen gelten hinsichtlich des Verkaufs von Filmen ohne Jugendfreigabe besondere Auflagen.

 

Auflage: kein Verkauf von FSK-18-Filmen an Minderjährige

Das Jugendschutzgesetz untersagt Händlern den Verkauf von Filmen ohne Jugendfreigabe an Kinder oder jugendliche Personen. Das verpflichtet Sie als Verkäufer von FSK-18-Filmen, sich über die Volljährigkeit Ihrer Kunden zu vergewissern. Eine Option stellt das Ident-Verfahren der Deutschen Post dar. Hierbei nimmt ein Mitarbeiter der Post die Identifikation einer Person anhand des Personalausweises vor. Er bestätigt Ihnen anschließend das Mindestalter von 18 Jahren.

 

Spezialversand von Filmen ohne Jugendfreigabe – Postwurfsendung reicht nicht aus

Eine Alternative bietet der Spezialversand inklusive Identitäts- und Altersprüfung von FSK-18-Filmen, den DHL und Hermes anbieten. Besagte Versandart setzt zwingend die persönliche Anwesenheit des Empfängers bei der Übergabe der bestellten Ware voraus. Zwischenzeitlich überprüft der Postbote die Identität des Adressaten und die Volljährigkeit. Die Identifikation erfolgt gegen Vorlage eines gültigen Reisepasses oder Personalausweises. Ein Führerschein reicht nicht aus.

Die Auflagen des Jugendschutzes schließen den herkömmlichen Versand von Filmen ab 18 Jahren mit der Postwurfsendung aus. Das Gesetz untersagt den Postversand ohne Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer beziehungsweise ohne eine Volljährigkeitsprüfung durch den Postboten.

 

Verstoß gegen die Auflagen: Abmahnungen und Bußgelder drohen

Verschicken Sie FSK-18-Filme als normale Wurfsendung, verstoßen Sie gegen die Vorgaben des Jugendschutzes. In diesem Fall gehen Sie die Gefahr eines Versands der Filme ohne Jugendfreigabe an Minderjährige ein. Das stellt eine Verletzung des Wettbewerbsrechts dar. Daher drohen kostenpflichtige Abmahnungen durch Ihre Wettbewerber. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz gelten als Ordnungswidrigkeit, welche die Behörden mit einem Bußgeld ahnden.

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