Weichmacher in Sonderposten - kein Gift im Kinderzimmer

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Ab Herbst 2006 verbietet die EU die Verwendung von besonders gefährlichen Weichmachern (Phthalaten) in Kunststoffspielzeug.

Dies ist besonders für kleine Kinder wichtig!   Warum?
Mit Begeisterung erforschen Kleinkinder die Welt. Und wo sie Neues entdecken,
heißt es nach Möglichkeit erst einmal: Ab damit in den Mund! In den ersten Monaten
des Lebens ist der Tastsinn – vor allem der von Lippen und Zunge – besonders
gut ausgeprägt, während die anderen Sinne sich erst nach und nach entwickeln.
Auch ihre Spielsachen haben Kinder deshalb buchstäblich zum Fressen gern: Mit
Wonne kauen sie auf Tierfiguren herum und nuckeln an Gummienten. Diese bestehen
häufig aus Polyvinylchlorid (PVC), einem vielseitigen Kunststoff, der aus der
Welt der Spielwaren heute nicht mehr wegzudenken ist.
Um die Sicherheit von Spielzeug aus Weich-PVC zu garantieren, hat die EU Ende
vergangenen Jahres eine Verordnung erlassen, die ab 2006 den Einsatz bestimmter
Zusatzstoffe aus der Gruppe der Weichmacher in Spielzeug für Kinder unter drei
Jahren verbietet.


Warum Weichmacher ?
Ganz ohne Weichmacher geht es nicht. Ohne sie ist PVC spröde und
brüchig wie eine trockene Nudel. Vergleichbar mit dem Kochwasser, das die Pasta
aufweicht, wirken die chemischen Zusatzstoffe im PVC wie ein Schmiermittel
zwischen den Molekülketten des Polymers und machen den Kunststoff gerade so
weich und geschmeidig, wie es die jeweilige Anwendung verlangt.
Die neuen „Weichmacher „ zeichnet sich dabei unter anderem durch seine
äußerst niedrige Migrationsrate aus, also der Menge der Weichmacher-Moleküle,
die der Kunststoff abgibt.

In den letzten Wochen werden die Restbestände "günstig" verkauft. (z.B. Babyborn Puppen für unter 30 Euro) 

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