Weichen, Prellböcke & Co – nützliches Gleismaterial für Ihre Spur-N-Modelleisenbahn

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Weichen, Prellböcke & Co – nützliches Gleismaterial für Ihre Spur-N-Modelleisenbahn

Modelleisenbahnen sind ein beliebtes Hobby bei Jung und Alt. Sei es die Freude am Bahnfahren oder der Spaß an der Detailverliebtheit – der Trend der Modelleisenbahn ist seit Generationen ungebrochen erfolgreich. Die Faszination der kleinen Modelle ist gut verständlich. Es geht um Technik und Elektrik ebenso wie um eine künstlerisch-kreative Gestaltung der Strecken. Auch Hobby-Historiker kommen bei Modelleisenbahnen auf ihre Kosten, denn historische Korrektheit spielt hier eine wichtige Rolle.

Es gibt jedoch einige Dinge, die man bei dem schönen Hobby wissen und beachten muss. Dazu gehören die relevanten Größen, die bei der Wahl der Schienen, der Waggons, der Lokomotiven und bei der Wahl des gesamten Modell-Systems eine Rolle spielen. Eine wichtige Größe ist die Spurbreite, die den Abstand der Gleise zueinander angibt. Die Spurweite N, die sogenannte Normalweite, ist dabei besonders weit verbreitet und soll daher auch in diesem Ratgeber im Zentrum des Interesses stehen. Genauer: Es geht um die Gleise und das notwendige Zubehör. Sie bilden die Basis für ein gutes Modellbahn-Gelingen und bedürfen daher großer Aufmerksamkeit.

Zunächst soll es jedoch um die wichtigsten Maßeinheiten im Bereich der Modelleisenbahnen gehen. Hier erfahren Sie, welche Nenngrößen eine Rolle spielen und was diese bedeuten.

Der Maßstab ist die wichtigste Größe bei Modelleisenbahnen

Es gibt viele verschiedene Maßstäbe, in denen Modelleisenbahnen hergestellt werden. Denn verschiedene Einsatzbereiche und Vorlieben erfordern einfach eine andere Größe der Bahn. Wer viel Platz zur Verfügung hat, kann auf eine Bahn mit relativ großem Maßstab zurückgreifen. Die Vorteile: Die Bahnen können sehr detailliert gestaltet werden, außerdem sind sie so robust, dass sie auch für Kinderhände geeignet sind. Wer der Modelleisenbahn hingegen kein komplettes Zimmer widmen mag, der sollte auf einen kleineren Maßstab zurückgreifen. Zu beachten ist dabei, dass das Größenverhältnis einmal numerisch, einmal mit Abkürzungen angegeben werden kann. Bei der numerischen Angabe wird die Größe des Modells mit der des Originals verglichen. Bei einem Maßstab von 1:87 ist das Modell 87 mal kleiner als die Vorlage.

Bei Modelleisenbahnen haben sich jedoch Abkürzungen durchgesetzt, die verschiedene, standardisierte Maßstäbe beschreiben. Die Bezeichnungen der Maßstäbe werden auch Nenngrößen genannt. Die gebräuchlichsten Nenngrößen sind 2, 1, 0, S, H0, TT, N und Z. Nach der Nenngröße wird die Bezeichnung der Spurbreite angefügt. Diese wird ebenfalls in Abkürzungen wiedergegeben. Die Ausnahme bildet die Normalspur, die keines Zeichens bedarf. Sehen Sie die Bezeichnung H0 ohne weiteren Zusatz, wissen Sie automatisch, dass es sich um die Normalspur handelt. Steht dort hingegen die Abkürzung H0e, wissen Sie, dass es sich um die Schmalspur handelt, da der Buchstabenzusatz „e" für ebendiese steht.

Die Nenngröße N und ihre Spurweiten

In diesem Ratgeber soll es nun um Zubehör für Modellbahnen der Größe N gehen. Die Nenngröße N steht für einen relativ kleinen Maßstab von 1:160. Dieser Maßstab ist in Europa, Japan und in Nordamerika weit verbreitet und besonders bei Sammlern und erwachsenen Liebhabern von Modelleisenbahnen beliebt. Der Vorteil liegt in der platzsparenden Größe, die dennoch ein gewisses Maß an Detaillierungen erlaubt. Anders als bei den größeren Maßstäben gibt es hier anstelle von fünf nur drei Spurweiten. Diese lauten wie folgt:

N

Normalspur

9 mm

Nm

Meterspur

6,5 mm

Ne

Schmalspur

4,5 mm

Die Normalspur der Nenngröße N wird umgangssprachlich auch als „Spur N" bezeichnet. Bahnen und Schienen dieses Systems sind nur etwa halb so groß wie die heutzutage am weitesten verbreitete Modelleisenbahngröße H0, die einen Maßstab von 1:87 besitzt. Der Maßstab der Nenngröße N von 1:160 wurde im Jahre 1962 von der Firma Arnold festgelegt. Zuvor hatte es Bahnsysteme in ähnlicher Größe von den Herstellern Kersting Modellwerkstätten GmbH (1:180 aus dem Jahre 1948), Trix (Schiebetrix im Maßstab 1:180 aus dem Jahr 1959), Arnold (Arnold Rapido 200 im Maßstab 1:200 aus 1960. Kurz darauf wurde der neue Standard 1:160 festgelegt und seither von verschiedenen Firmen produziert.

Achtung: Es gibt Abweichungen von dieser Norm, die vornehmlich aus Großbritannien und Japan stammen. Denn im Gegensatz zur internationalen Norm beträgt der Maßstab der Nenngröße N in Großbritannien 1:148, in Japan hingegen 1:150. Die Spurenweite wird jedoch auch hier mit einer Modellspurweite von 9 mm nachgebildet.

Schienen der Spur N – das sollten Sie beim Kauf beachten

Wie bereits erwähnt, beträgt die Größe der Spur N 9 mm, als Meterspur 6,5 und als Schmalspur genau die Hälfte der Normalspur, nämlich 4,5 mm. Beim Kauf der jeweiligen Schienen ist es also wichtig, darauf zu achten, dass etwaige bereits vorhandene Gleise und Waggons die gleiche Größe aufweisen. Wichtige Hersteller von Gleisen und Wagen der Spur N sind

Bei Schienen haben Sie die Auswahl zwischen Geraden Gleisstücken, leicht gebogenen Schienen und richtigen Kurven, die einen kompletten Richtungswechsel bewirken. Sollten Sie Ihre Bahn erweitern wollen, schauen Sie genau nach, welche Elemente Sie für Ihre gewünschte Strecke benötigen. Planen Sie eine gänzlich neue Eisenbahnroute, können Computerprogramme bei der Planung helfen. Hier können Sie einzeichnen, welchen Streckenverlauf Sie sich wünschen. Mit diesen Programmen lassen sich auch sehr komplexe Gleisanlagen realisieren. Wer sich am Anfang seiner Modellbaukarriere befindet, sollte sich über den Erwerb von fertigen Gleis-Sets Gedanken machen. Mit einem Set aus verschieden geformten Gleisen und Weichen lassen sich bereits viele Streckenformen realisieren. Die beliebteste Form für Anfänger ist dabei ein Oval, das mit einem Überholgleis an einer langen Seite ausgestattet ist.

Vorsicht beim Kauf: Gleichstrom oder Wechselstrom? Digital oder analog?

Generell gibt es verschiedene Varianten, die Modelleisenbahnen auf elektrische Art und Weise in Bewegung zu setzen. Bei den beiden analogen Varianten werden die Wagen über die Gleise betrieben und gesteuert. Das hat zur Folge, dass man pro Gleis nur eine Bahn unabhängig bewegen kann. Eine etwaige weitere Bahn auf der Strecke würde hingegen genau so fahren, wie die erste, da sie über die Gleise die gleichen Signale erhält.

Im Gegensatz dazu sind in der digitalen Option die einzelnen Wagen mit einem Decoder ausgestattet, der direkt angesteuert werden kann. So ist man in der Lage, alle Lokomotiven unabhängig voneinander zu steuern. Aus diesem Grunde haben sich digitale Steuerungen weitestgehend durchgesetzt, doch gerade bei der Größe N gibt es auch noch treue Fans der analogen Steuerung.

Hier gibt es zwei Varianten: der Betrieb mit Wechselstrom und die Steuerung mit Gleichstrom. Im Bereich des Maßstabes H0 werden die Bahnen mittels Wechselstrom angetrieben. Der Grund dafür besteht darin, dass der bekannteste Hersteller in diesem Maßstab, die Firma Märklin, mit diesem Gleisprinzip arbeitet. In allen anderen Maßstab-Standards hat sich das Gleichstrom-Prinzip gehalten. Hier arbeitet man mit einem Trafo, der beide voneinander isolierten Gleise mit dem Plus- oder Minuspol verbindet und so einen Stromkreis bildet. Die Steuerung erfolgt ganz einfach über einen Regler, dessen Ruhestellung sich in der Mitte befindet. Dreht man den Regler nach rechts, wird der Zug schneller, dreht man ihn nach links, fährt der Zug schließlich rückwärts.

Neben Gleisstücken benötigen Sie dabei jedoch auch andere nützliche Gleismaterialien, zum Beispiel Weichen. Weichen spielen bei der Planung einer Modelleisenbahnstrecke eine große Rolle und sollten sinnvoll und nicht zu zahlreich eingesetzt werden.

Weichen der Spur N – diese Varianten gibt es

Im Bereich der Weichen gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Für Anfänger sind Handweichen, die manuell umgeschaltet werden müssen, eine adäquate Wahl. Diese können jedoch auch auf Elektronik aufgerüstet werden. Dafür benötigt man einen sogenannten Weichenantrieb, der je nach Weichentyp rechts oder links angebracht wird. Bedenken Sie, dass es sich dabei um unterschiedliche Geräte handelt – ein Weichenantrieb für rechts kann also nicht auf der linken Seite einer Weiche verwendet werden.

Weichen dienen in der Regel dazu, einen Streckenverlauf voneinander zu trennen. Man hat mindestens zwei Wege zur Auswahl. Da es hier also um eine Richtungsänderung geht, sind die Weichen in eine Richtung geneigt. Geneigte Weichen gibt es in der Regel mit einer Neigung von 24 Grad oder 15 Grad für eine weniger steile Abzweigung.

Daneben gibt es auch noch normale Kreuzungen, die in der Regel einen Kreuzungswinkel der Gleise von 30 Grad haben. Soll sich die Strecke in drei weitere Wege aufteilen, gibt es sogenannte 3-Wege-Weichen. Dabei gehen von einer mittleren Schiene zwei Strecken je rechts und links ab. Zu erwähnen sind außerdem Drehscheiben, die das Rangieren von Zügen in viele verschiedene Richtungen ermöglichen. Diese sind meist elektronisch betrieben und lassen sich Als weiteres Zubehör, das den Eindruck noch realistischer wirken lässt, können Weichenbeleuchtungen hinzugefügt werden.

Prellböcke für Endbahnhöfe und Abstellgleise: Varianten zur Auswahl

Prellböcke bilden eine Sackgasse, die die Bahnen am Weiterfahren hindert. Sie werden als Endstücke von Schienenstrecken genutzt und können in verschiedenen Formen auftreten. Prellböcke kommen auf dem Abstellgleis ebenso zum Einsatz, wie in Kopfbahnhöfen. Das sind Bahnhöfe, in denen die Züge den Bahnhof auf gleichem Wege verlassen, auf dem sie angekommen sind. Prellblöcke für Modelleisenbahnen gibt es meist mit einem Gleissperr-Signal oder auch als Beton-Variante – je nachdem, welche Epoche der Prellbock repräsentieren soll. Es gibt Prellböcke auch aus Holz oder mit raffinierten Hydraulik-Systemen.

Bahnübergänge für ein realistisches Gesamtbild

Ein ebenso wichtiges Zubehör für Gleise sind Bahnübergänge, die die Szenerie noch naturgetreuer aussehen lassen. In eher ländlich geprägten Landschaften sollte man dabei naturgemäß auf offene Bahnübergänge setzen, während im innerstädtischen Bereich geschlossene Bahnübergänge mit Schlagbaum eingesetzt werden sollten.

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