Wasserpumpen für das Aquarium finden

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Wasserpumpen für das Aquarium finden

Einsatzgebiete von Wasserpumpen in der Aquaristik

Es gibt viele verschiedene Bereiche der Aquaristik, in denen Wasserpumpen zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich allerdings, abgesehen vom Thema der Filterung, eher um Spezialgebiete, die für einen nicht allzu ambitionierten Aquarianer selten zur Diskussion stehen.

Wasserpumpen zum Betrieb eines Filters

Die meisten Aquarienfilter benötigen natürlich eine Wasserpumpe zum Transport des zu filternden Wassers. Eine Ausnahme stellen hier nur die sogenannten Luftfilter dar, die mit Hilfe aufsteigender Luft das Wasser durch den Filter ziehen und aufgrund ihrer geringen Leistungsfähigkeit nur in kleinen Aquarien Verwendung finden. Allerdings muss man sich bei der Anschaffung eines Filters normalerweise keine Gedanken über die Pumpe machen, da diese bei einem, auf die Aquariengröße abgestimmten Filter, in passender Leistung bereits integriert ist. Anders sieht es aus, wenn man sich selbst einen Filter bauen will. Die Gründe dafür können in der Größe des zu versorgenden Aquariums oder in speziellen Anforderungen an den Filter liegen. Um einen solchen zu betreiben, benötigt man natürlich eine Wasserpumpe, egal ob es sich um einen etwas größer dimensionierten Außenfilter oder um einen ins Aquarium eingebauten „Hamburger Mattenfilter“ handelt.

Wasserpumpen zur Strömungserzeugung und Sauerstoffversorgung

Manche Fische, die in freier Wildbahn in Flüssen und Bächen vorkommen, benötigen für ihr Wohlbefinden und für ihre artgerechte Haltung eine gewisse Wasserströmung im Aquarium. Um diese herzustellen, kann man entweder den Filterauslauf benützen oder, da dessen Effekt meist zu gering ist, man setzt dafür noch ein oder zwei zusätzliche Strömungspumpen ein. In der Meerwasseraquaristik und hier vor allem beim Riffaquarium ist eine starke Strömung sogar absolut essenziell, um den Korallen ein Überleben in Gefangenschaft zu ermöglichen. Um die wechselnde Gezeitenströmung oder den Wellengang zu imitieren, setzt man oft auch komplizierte Systeme mit mehreren Pumpen ein, die von einem externen Steuergerät koordiniert werden. Die Pumpenleistung sollte also gerade in der Meerwasseraquaristik nicht zu klein gewählt werden. Man geht davon aus, dass das gesamte Wasser des Aquariums pro Stunde ca. fünf bis zehn Mal umgewälzt werden sollte.

Auf die Sauerstoffsättigung achten

Auch zur Sauerstoffversorgung des Aquarienwassers kann eine Pumpe entscheidend beitragen. Wie viel Sauerstoff im Wasser gelöst ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits produzieren die Pflanzen bei gutem Wachstum Sauerstoff und geben ihn an das Wasser ab und andererseits kann man vermittels einer Luftpumpe und eines Ausströmersteins eine Sauerstoffsättigung des Wassers erreichen. Wasserpumpen spielen dabei eine Rolle, wenn sie eine mehr oder weniger starke Oberflächenbewegung des Wassers verursachen, wodurch das strömende Wasser den aus der Luft aufgenommenen Sauerstoff auch in tiefere Regionen transportiert. Durch optionale Diffusoren, die das ausströmende Wasser mit Luft vermischen, kann man mit dem strömenden Wasser auch gleich noch Luft in das Aquarium blasen.
Man sollte bei all diesen Punkten aber nie außer Acht lassen, dass durch diese Maßnahmen leider das für einen gesunden Pflanzenwuchs benötigte Kohlendioxid ausgetrieben wird. Deshalb gilt es hier immer abzuwägen, ob die Strömung und der zusätzliche Sauerstoffeintrag wirklich benötigt werden.

Wasserpumpen in der Eiweißabschäumung

Auch das ist ein Thema, welches praktisch ausschließlich mit der Meerwasseraquaristik zu tun hat. Einfache Eiweißabschäumer funktionieren mit einem Luftausströmer, an dessen nach oben steigenden Luftblasen sich die organischen Schadstoffe binden, welche an der Wasseroberfläche dann als Schaum automatisch abgeschieden werden. Die Effizienz eines solchen Gerätes lässt sich durch den Gegenstromeffekt noch erheblich verstärken. In diesem Fall wird das Wasser mithilfe einer Pumpe nach unten, entgegen den Luftbläschen gepumpt, wodurch sich die Verweildauer der Blasen im Wasser verlängert und mehr Schadstoffe gebunden werden können.

Welche Wasserpumpen gibt es auf dem Markt?

Es gibt viele verschiedene Bezeichnungen für einige unterschiedliche Pumpsysteme. Im Folgenden soll versucht werden, ein wenig Klarheit in die daraus entstehende Verwirrung zu bringen. Es ist klar, dass es bei einer Pumpe immer darum geht, ein Medium, in unserem Falle das Wasser, in Bewegung zu versetzen und von einem Ort zum anderen zu befördern. Die Methoden, wie das geschieht, unterscheiden sich bei den verschiedenen Pumpen ein wenig, was wiederum Auswirkungen auf ihre jeweiligen Eigenschaften hat.

Strömungspumpen (Powerhead-Pumpe, Umwälzpumpe)

Als Strömungspumpen kommen meist leistungsfähige, kompakt gebaute Pumpen zum Einsatz, welche überwiegend ohne zusätzliche Rohre oder Schläuche betrieben werden. Vereinfachend gesprochen saugen sie an einem Ende das Wasser an und stoßen es wie eine Turbine am anderen Ende wieder aus. Sie werden deshalb, wie der Name schon sagt, einzig zum Erzeugen einer Strömung im Aquarium und damit zu einer Umwälzung des Wassers verwendet. Sie verfügen oft auch über einen Diffusor, oder „Sauerstoffinjektor“, wodurch bei Bedarf zusammen mit dem ausströmenden Wasser auch Luft in das Aquarium geblasen werden kann. Wenn man mehrere dieser Pumpen mit einem Controller (Steuergerät) betreibt, lassen sich damit auch Gezeitenströmungen und der Wellengang simulieren. Man sollte bei dem Einsatz dieser Pumpen aber auch bedenken, dass sie einiges an Betriebswärme an das Wasser abgeben und deshalb das Aquarienwasser unter Umständen zu stark aufheizen können.

Tauchpumpen (Umwälzpumpe)

Tauchpumpen werden in der Aquaristik meist auch zur Umwälzung des Wassers eingesetzt. Sie stehen normalerweise auf dem Boden des Aquariums oder werden kurz über dem Boden an einer Wand befestigt und fördern dann in einem Steigrohr das Wasser von den tiefen Regionen an die Wasseroberfläche. Dadurch wird zum Einen eine gründliche Umwälzung des Wassers erreicht und zum Anderen kann man damit, je nach Leistung der Pumpe auch eine mehr oder weniger kräftige Strömung erzeugen. Die Pumpe wird vollständig untergetaucht, weshalb auch hier die gesamte Abwärme an das Wasser abgegeben wird.

Förderpumpen (Rücklaufpumpen)

Förderpumpen dienen in der Aquaristik vor allem dazu, das Wasser aus einem normalerweise unter Aquarienniveau stehenden Filter wieder in das Aquarium zu befördern. Bei entsprechender Platzierung des Ansaug- und des Ausströmrohres im Aquarium wird auch hier bis zu einem gewissen Grad eine Umwälzung des Wassers erzielt. Meist reicht aber die Leistung einer solchen Pumpe nicht aus, um auch eine kräftige Strömung zu erzeugen.

Magnetkreiselpumpen

Hierbei handelt es sich eigentlich nicht um einen Pumpentyp im Sinne der hier vorgenommenen Klassifizierung, sondern um ein Prinzip der Kraftübertragung auf die Pumpeinheit. Diese ist vollkommen wasserdicht vom eigentlichen Motor der Pumpe abgekapselt, wobei die Kraftübertragung magnetisch erfolgt. Das heißt, dass durch dieses System die beweglichen mechanischen Teile weniger Verschleiß ausgesetzt sind und die längerfristige Funktionalität dadurch gesteigert werden kann. Aus diesem Grund ist ihr Einsatz auch in der Meerwasseraquaristik sinnvoll, weil kein Salzwasser an die empfindlichen mechanischen Teile gelangen kann. Ein weiterer Vorteil dieses Konstruktionsprinzips besteht darin, dass sich der Motor der Pumpe außerhalb des Wassers befindet, weshalb die im Betrieb der Pumpe entstehende Abwärme das Wasser nicht aufheizen kann.

Was Sie beim Kauf einer Pumpe beachten sollten

Natürlich sollten Sie sich unter anderem anhand der hier gegebenen Ratschläge erst einmal klar werden, welcher Pumpentyp der für Ihre Zwecke geeignete ist.

Wenn Sie ein Meerwasseraquarium betreiben, sollten Sie unbedingt auf den expliziten Hinweis Wert legen, dass die in die engere Wahl genommene Pumpe auch meerwassertauglich ist. Diese Geräte sind sowohl im Hinblick auf die Mechanik als auch auf das Material speziell ausgerüstet, damit ihnen das aggressive Salzwasser nicht schaden kann.
Ein weiterer Aspekt, den es zu beachten gilt, ist die weiter oben schon erwähnte, nicht zu unterschätzende Aufheizung des Wassers durch untergetauchte Pumpen. Gerade wenn das Aquarium in einem ohnehin schon gut beheizten Raum aufgestellt ist, kann das zu einem Problem werden.
Auch die Geräuschentwicklung im Betrieb kann von einem Pumpenmodell zum anderen unterschiedlich sein. Auf Dauer kann das Summen und Brummen der Pumpen für geräuschempfindliche Gemüter störend werden. In den Spezifikationen der jeweiligen Geräte sollte es vermerkt sein, wenn das Modell besonders geräuscharm läuft.

Wie stark muss die Pumpe sein?

Die benötigte Pumpleistung schätzen Sie am besten ab, indem Sie das Volumen Ihres Beckens mit der Pumpleistung, die meist in Liter pro Stunde angegeben wird, ins Verhältnis setzen. Einige Pumpen bieten auch die Möglichkeit einer echten Drosselung, sodass sie auch an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden können. Eine genaue Standardformel dafür anzugeben, ist hier sehr schwierig, da die benötigte Pumpleistung stark von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel dem Besatz des Beckens (welche Fischarten und wie viele) und der Bepflanzung abhängt. Dazu kommt noch, dass die Förderkapazität einer Pumpe bei Idealbedingungen gemessen wird, die in der Realität so gut wie nie anzutreffen sind.
Als grobe Faustregel lässt sich sagen, dass die nominale Leistung der Pumpe zum Betrieb eines Außenfilters ca. das zwei- bis dreifache des Beckenvolumens betragen sollte. Bei einem Innenfilter darf es auch etwas mehr sein. Mehr oder weniger dieselbe Pumpleistung ist anzusetzen, wenn es um eine reine Umwälzpumpe geht, die keinen Filter betreiben soll. Wenn Sie eine merkliche Strömung erzielen, oder im Meerwasseraquarium eine Wellenbewegung simulieren wollen, sollten Sie schon mit der fünf- bis zehnfachen Pumpleistung im Verhältnis zum Aquarienvolumen rechnen, wobei diese Leistung aber oft auf mehrere Pumpen aufgeteilt werden kann.

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