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Wasserdichtigkeit von Armbanduhren

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Wichtige Hinweise zur Wasserdichtigkeit von Armbanduhren

1. Allgemeines

Wasser und Uhrenmechanik sind Todfeinde und vertragen sich nicht. Wenn tatsächlich einmal - gleichgültig aus welchem Grunde - Wasser in die Uhr eingedrungen sein sollte, hilft nur noch eins: So schnell wie möglich damit zum Uhrmacher, die Uhr öffnen und "trockenlegen" lassen. Hierbei spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle, da die meisten winzigen Teile im Uhrwerk wie: Zahnräder, Triebe, Zapfen usw. aus Stahl bestehen und binnen kürzester Zeit beginnen zu rosten. Die Folge ist klar: Die kleinen Teilchen rosten fest und nichts bewegt sich mehr, das Uhrwerk ist hinüber. Ausserdem werden Zeiger und Ziffernblatt arg in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus nimmt natürlich bei Quarzuhren unter Umständen der sogenannte "E-Block" - also derjenige, nicht mechanische Teil des Uhrwerks - zusätzlich Schaden. Schliesslich entlädt sich durch den Kurzschluß auch noch die Batterie.

Nun ist es aber manchmal unvermeidlich (Regenschauer) oder sogar erwünscht (z.B. bei einer Taucheruhr) dass eine Armbanduhr Wasser ausgesetzt wird. Grundsätzlich sollte sich jedoch jeder Uhrenbesitzer darüber im Klaren sein, ob überhaupt bzw. unter welchen Umständen er seine Uhr mit dem nassen Element in Berührung bringt. Durch Beachtung einiger Grundregeln bleibt man sicherlich vor unliebsamen Überraschungen geschützt. Grundsätzlich sollte man sich im Zweifelsfall niemals fragen, ob man unter bestimmten Bedingungen eine Uhr mit Wasser in Berührung bringen kann - sondern man sollte sich stets fragen, ob man unbedingt seine Uhr Wasser aussetzen muss.

2. Technik

Dichtungen an verschiedenen Stellen der Armbanduhr sorgen dafür dass kein Wasser eindringen kann: An Uhrenglas, Gehäuseboden, Krone und Drückern befinden sich O-Ringe aus - zumeist synthetischem - Kautschuk. Leider sorgen diese Dichtungen nur für eine bestimmte Zeit bei neuen Uhren für ausreichende Dichtigkeit, diese ist jedoch keine bleibende Eigenschaft. Die Dichtungsringe altern und werden mit der Zeit spröde. Hinzu kommen chemische Reaktionen durch Seife, Shampoo, Reinigungsmittel und Körperschweiß mit dem Dichtungsmaterial. Die Dichtigkeit der Uhr lässt also permanent nach, sodass nach einiger Zeit - am besten z.B. anlässlich eines Batteriewechsels oder einer Revision - die Dichtungen erneuert werden sollten, ggf. mit anschließender Druckprüfung.

3. Kennzeichnung

Die Wasserdichtigkeit einer Uhr wird mit "Water Resistant" und der Einheit "Atmosphäre" ATM angegeben. 1 ATM entspricht dabei in etwa - vernachlässigt man die Rundungsdifferenzen - einem Druck von 1 bar. Exakt lautet die Umrechnung: 1 bar = 0,980665 atm (Atmosphäre). ATM ist also der Druck, welcher in kg auf 1 cm² Fläche eines Körpers wirkt. An Land herrscht auf Meereshöhe ein Druck von 1 bar, beim Aufstieg auf einen Berg nimmt der Luftdruck ab, beim Eintauchen in Wasser nimmt er zu. Aufgrund der größeren spezifischen Dichte ist der Druckanstieg im Wassers deutlich steiler - pro 10 m Tiefe steigt der Druck um 1 bar. Somit herrscht in 10 m Wassertiefe bereits ein Druck von 2 bar !

Dies bedeutet allerdings keineswegs, dass man - z.B. mit einer 3 ATM wasserdichten Uhr - 20 Meter tief tauchen kann. Vielmehr entsprechen die Druckangaben in ATM auf einer Uhr, dass diese im Neuzustand - unter Laborbedingungen - die drucktechnische Prüfung nach DIN 8310 bestanden hat. Beim Prüfdruck entsprechen 10 Meter Wassersäule ca. 1 bar, wobei jedoch berücksichtigt werden muss dass es sich hierbei um eine gleichmäßige statische Kraft handelt, die auf das Uhrengehäuse einwirkt.

Beim Schwimmen wirken jedoch beispielsweise - durch die Bewegung unter Wasser - ganz andere, zusätzliche Seitenkräfte auf die Uhr ein, was die Belastung deutlich erhöht. Dies gilt auch beim Springen ins Wasser, wo durch den Aufprall auf die Wasseroberfläche erhebliche Druckspitzen zu verzeichnen sind, weshalb zum Schwimmen erst Uhren mit minimum 10 ATM geeignet sind. Gleiches gilt beim Duschen, wo punktuell durch einen harten Wasserstrahl durchaus Drücke von mehr als 5 ATM zu verzeichnen sind.

4. Praktische Hinweise

Die Wasserdichtigkeit regelmäßig prüfen, idealerweise einmal pro Jahr. Viele Uhrmacher bieten diesen Service für kleines Geld oder sogar kostenlos an, ggf. wird im Rahmen dieser Prüfung auch die Dichtung ersetzt

Vor Gebrauch der Uhr im Wasser prüfen, ob Krone und Drücker richtig verschlossen, ggf. verschraubt, sind

Unter Wasser Drücker und Krone nicht betätigen !

Nach außergewöhnlich starker Beanspruchung, bspw. Fall, Stoß, die Dichtigkeit zur Sicherheit prüfen lassen

Nach Kontakt mit Salzwasser die Uhr mit Süßwasser abspülen, um Korrosion zu vermeiden

Keine extremen Temperaturschwankungen ! Aus der Sauna ins Eiswasser, aus der Sonne direkt ins kühle Meer sind extreme Belastungen für die Dichtungssysteme der Uhr

Tritt der Fall der Fälle - nämlich Wasser - doch ein: sofort zum Uhrmacher !

Eine Tabelle mit Angaben zur Wasserdichtigkeit von Uhren finden Sie in unserem eBay-Shop auf der Seite:

http://stores.shop.ebay.de/watches-and-fashion/Wasserdichtigkeit-von-Uhren.html

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