Wasser-Aufbereitung zuhause: Wissenswertes über Wassersprudler und Filtergeräte

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Wasser-Aufbereitung zuhause: Wissenswertes über Wassersprudler und Filtergeräte

Wasser ist nicht nur ein teures Gut, sondern auch unverzichtbar für unseren Alltag. Das gilt vor allem für Trinkwasser. Gerade das mit Kohlensäure versetzte, im Volksmund auch gern einfach als Sprudel bezeichnet, gehört dabei zu den beliebtesten Varianten. Kein Wunder, es prickelt, erfrischt und ist obendrein natürlich auch gesünder als alle zuckerhaltigen Getränke. Doch die Wenigsten lieben dabei das mühsame Schleppen der Kisten oder Sixpacks aus dem heimischen Supermarkt. Die recht schweren Pakete sind gleichermaßen unflexibel wie mühselig zu schleppen. Zumindest wenn man kein Auto vor der Tür hat hat oder wenn man in einem oberen Stockwerk wohnt.

Seit Jahren bieten daher die sogenannten Trinkwassersprudler eine weniger kraftaufwendige und auch finanziell viel günstigere Variante zum industriell gefertigten Sprudel. Diese Variante spart nicht nur Nerven und Kräfte, sie macht auch das platzeinnehmende Einlagern der Wasserkästen überflüssig. Stattdessen wird ganz bequem Wasser aus der Leitung aufbereitet und so zu bekömmlichem Trinkwasser umfunktioniert. Auf der anderen Seite sind solche Filtergeräte auch dazu da, das Trinkwasser an sich zu reinigen. Dies ist gerade bei Regionen mit weniger gutem Trinkwasser wichtig. Alles, was Sie über die praktischen kleinen Anlagen wissen müssen, finden Sie in diesem Ratgeber.

Aus Leitungswasser wird Sprudel - Trinkwassersprudler für den Hausgebrauch

Ende der 90er kamen die ersten Trinkwassersprudler auf den Markt und schrieben relativ schnell ihre ganz eigene Erfolgsgeschichte. Das Prinzip ist dabei gleichermaßen einfach wie effektiv. Mittels Zusatz von CO² wird aus herkömmlichem Leitungswasser relativ schnell prickelndes Sprudelwasser mit Kohlensäure. Der Aufbau und auch die Funktionsweise der Geräte sind dabei grundsätzlich ähnlich. Das Trinkwasser wird in ein spezielles Gefäß gefüllt, das dann an den Sprudler angeschlossen wird. Mittels einfachen Knopfdrucks geschieht dann die Aufbereitung mit Kohlensäure.

Die Sprudler besitzen dabei, abhängig vom Modell, eine mit 300 bis 500 g Kohlenstoffdioxid gefüllte Gaskartusche, welche nach Verbrauch ausgetauscht werden muss. Die speziellen Flaschen, welche an die Halterung des Sprudlers angebracht werden, sind dabei druckbeständig und werden auch druckdicht angeschraubt. Je nachdem, wie lange Sie das Gas in das Wasser einführen, desto höher wird der Kohlensäuregehalt am Ende im Behälter sein. Entstehender Überdruck wird dabei abgelassen.

Sinnvoll oder Spielerei? Zum Nutzen der Trinkwassersprudler

Die grundsätzliche Funktionsweise der Geräte ähnelt dabei bei so gut wie allen Modellen. Den Hauptunterschied der auf dem Markt erhältlichen Modelle markiert die Beschaffenheit der integrierten Behälter. Die PET-Variante aus Kunststoff kann zwar in der Regel mehr Wasser fassen, ist aber nicht in der Spülmaschine abwaschbar. Die Gefahr, dass Kalkeinlagen entstehen, ist wesentlich größer und auch das Schimmelrisiko ist bei den Kunststoffflaschen erhöht. Moderne Varianten mit Glasflaschen werden daher immer beliebter. Sie lassen sich nicht nur besser pflegen, sondern sind auch dankbarer für die Wasserqualität. Allerdings sind diese Varianten meist kleiner im Volumen.

Die Glaskaraffen sind auch deutlich beständiger als die PET-Flaschen. Letztere sollten Sie nach zwei bis drei Jahren austauschen, um die Qualität des Wassers weiterhin zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Herstellern in diesem Sektor zählen:

  •  Soda Stream
  •   Wassermaxx
  •   DS Produkte
  •   Brita Soda

Grundvoraussetzung für die richtige Nutzung ist eine ordnungsgemäße und regelmäßige Reinigung des Gerätes. Sparen Sie bei der Investition in einen Wassersprudler auch nicht am Geld. Günstige Modelle haben dabei meist Probleme im Bereich der Hygiene und die Wasserqualität leitet drunter. Ansonsten können Sie aber bedenkenlos zugreifen und Ihrem Leitungswasser die gewünschte Portion Sprudel gönnen.

Tischfilter reinigen das Wasser vor Schadstoffen

Ganz anders verhält es sich mit professionellen Wasserfiltern für den Hausgebrauch. Hauptaufgabe der Wasserfilter ist dabei eine Optimierung des Trinkwassers. Meist geht es darum, die Wasserhärte zu verhindern, also den Kalkgehalt des Trinkwassers. Zusätzlich soll das Wasser dadurch in Sachen Qualität aufgewertet werden und für den Menschen zwar unschädliche, aber teils optisch störende Stoffe entfernt werden. Während diese Filteranlagen früher in erster Linie auf industrieller Ebene sehr gefragt waren, erfreuen sich immer mehr private Haushalte an handlichen Geräten für den einfachen Gebrauch in der Küche.

Allerdings gehen die Meinungen, inwiefern die Wasserfilter wirklich Sinn machen, hierzulande auseinander. Das deutsche Trinkwasser unterliegt strengen Kontrollmaßnahmen und wird entsprechend regelmäßig geprüft. Grundsätzlich gibt es keine Veranlassung, das zu verbessern, da es nicht gesundheitsschädigend ist. Dennoch gibt es einige Regionen in Deutschland, wo der Kalkgehalt des Wassers deutlich höher ist. Wenngleich dies nach Meinung von Experten keinen gesundheitlichen Einfluss hat, so kann zumindest eine geschmackliche Verbesserung eintreten.

Wie bereits erwähnt, liegt der Hauptgrund der Anwendung eines Wasserfilters in der Reduktion der Wasserhärte. Besonders in Süddeutschland sowie in vielen Regionen im Osten der Republik ist der Härtegrad des Wassers außerordentlich hoch. Unter „Härte" versteht man in diesem Fall den Gesamtgehalt an gelösten und ungelösten Erdkalisalzen im Wasser. Meist sind das Magnesium und Kalk. Die Härte setzt sich dabei aus Karbonhärte und Permanenthärte zusammen. Erstere ist jene, welche von den Trinkwasserfiltern vorwiegend bearbeitet wird. Sie können diese innerhalb eines Bereiches von 85  und 30% reduzieren, was auch ein Absenken der Gesamthärte zur Folge hat.

Vorteil dieses Verfahrens ist, dass sich Aromastoffe in gefiltertem Wasser besser lösen können. Dies ist vor allem beim Kochen sehr interessant. Kaffee, Tee und Speisen können sich wesentlich besser entfalten. Zusätzlich werden störende Inhaltsstoffe im Wasser entfernt, beispielsweise Spuren von Chlor. Dem Laien dürfte dies freilich wenig auffallen. Leitungswasser wird im Allgemeinen als effektiver Durstlöscher deklariert, der keine gesundheitlichen Risiken beinhaltet. So ist das Filtern in erster Linie wichtig für Feinschmecker und diejenigen, die ihrem Wasser eine gewisse Note geben wollen.

Zusammenspiel zwischen Ionentauscher und Aktivkohle - so funktioniert der Wasserfilter

Tischfilter für den Hausgebrauch funktionieren auf unterschiedliche Art und Weise. Die Art der Filterung ist abhängig vom Hersteller und der Beschaffenheit des Gerätes. Der Aufbau ist dennoch meist ähnlich. Die Filterbehälter teilen sich dabei jeweils in zwei übereinander angeordnete Kammern auf. Sie werden durch eine Kartusche miteinander verbunden. Das Leitungswasser wird in die obere Kammer gefüllt, anschließend fließt es langsam unter Zuhilfenahme des Filters in die untere Kammer. Hier kann dann das gefilterte Wasser entnommen werden.

Der eigentliche Vorgang ist dann eher physikalischer und chemischer Natur. Das Gemisch in der Filterkartusche besteht dabei meist aus Ionentauschern und Aktivkohle, welche miteinander agieren und reagieren.

  •  Ionen sind winzige geladene Teilchen. Die Ionentauscher sind unlösliche, körnige Stoffe, welche die Eigenschaft besitzen, Ionen aufzunehmen und auch an das Wasser abzugeben. Der Filter nimmt quasi Kalzium- und Magnesiumionen aus dem Wasser auf und gibt dafür Wasserstoffionen ab.
  •  Aktivkohle hat sich seit Langem bei der Filterung von Trinkwasser bewährt. Sie absorbiert geschmacksstörende Stoffe wie Chlor und Chlorverbindungen und unterliegt dabei strengen Qualitätskontrollen.

Das Zusammenspiel beider Komponenten sorgt dann letztendlich dafür, dass das Wasser die Qualität erreicht, die Ihren Anforderungen entspricht.

Die regelmäßige Reinigung der Filter ist sehr wichtig

Der Hauptkritikpunkt, wenn es um die Tischfilter geht, liegt darin, dass sie die Qualität des Wassers gegebenenfalls auch verschlechtern können. Kein Hersteller übernimmt daher eine Garantie dafür. Denn sollten Sie den Filter nicht regelmäßig reinigen und fürsorglich pflegen, kann dies zu Schadstoffen im Wasser führen, was anschließend direkten Einfluss auf Ihre Gesundheit haben kann. Daher ist eine regelmäßige Reinigung das A und O beim Umgang mit den Geräten.

Die Filter sollten daher in bestimmten Abständen gewechselt werden, am besten alle vier Wochen. Moderne Geräte besitzen auch teilweise Anzeigen, die Ihnen signalisieren, wenn die Filterkartuschen gewechselt werden müssen. Meist liegt die Nutzungsdauer einer Kartusche bei 60 bis 100 Litern Frischwasser. Wenn Sie die Kartuschen wechseln, ist das gleichzeitige Reinigen des Gerätes ebenfalls angebracht. Nutzen Sie dafür allerdings keinen Geschirrspüler. Selbst bei entsprechend gekennzeichneter Eignung kann der Kunststoff der Außenhülle immer noch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Besser ist dabei das Säubern mit einer heißen Fleckensalzlösung. Ein Geheimtipp stellen dabei auch Gebissreiniger dar. Achten Sie auf die richtige Dosierung der Lösungsmittel. Es wird außerdem empfohlen, das Gerät nicht zu regelmäßig Wärme und Sonneneinstrahlung auszusetzen. Stellen Sie den Filter also nicht ans Fenster, sondern lagern Sie ihn durchaus auch im Kühlschrank. Wenn Sie sichergehen wollen, dann kochen Sie das Wasser zusätzlich ab. Dies ist unabdingbar, sollten Sie planen, dieses Kleinkindern zu verabreichen.

Der Filter macht's!

Wasserfilter sind in erster Linie dazu da, das Trinkwasser zu verfeinern und für die individuellen Geschmacksansprüche der Konsumenten anzupassen. Sie können dadurch mehr Geschmack erreichen und bestimmte Aromen besser entfalten lassen. Nicht automatisch führt dies aber zur Verbesserung der Wasserqualität. Hier besitzen alle erhältlichen Filter auch spezielle Eigenschaften. Informieren Sie sich im Vorfeld daher darüber, welcher Filter für Ihre Wünsche am ehesten geeignet ist.

 

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