Waschmaschine als Toplader – worauf Sie beim Kauf achten sollten

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Waschmaschine als Toplader – worauf Sie beim Kauf achten sollten

Moderne Geräte erleichtern das Wäschewaschen im Haushalt sehr

Das Waschen von Wäsche war schon immer mit einem erheblichen Zeitaufwand und mit großen Anstrengungen verbunden. Dies war vor allem zu Zeiten der Fall, in denen es nur wenige technische Hilfsmittel für diese Tätigkeit gab. Noch vor nicht allzu langer Zeit mussten die Frauen die Wäsche mühsam mit dem Waschbrett vom Schmutz befreien. So zu arbeiten wäre heutzutage kaum mehr denkbar. Schließlich haben die Menschen in der Zwischenzeit gestiegene Anforderungen in punkto Sauberkeit und Hygiene. Das Wechseln der Kleidung findet im Vergleich zu früheren Zeiten viel häufiger statt. Demzufolge sind auch die Mengen an regelmäßig zu waschender Kleidung deutlich gestiegen. Diese großen Mengen wären per Handwäsche gar nicht mehr zu bewerkstelligen. Zu den modernen Geräten rund um das Thema Wäsche zählen Waschmaschinen, Wäscheschleudern, Wäschetrockner, moderne kabellose Bügeleisen und Bügelstationen. Vor allem die Waschmaschine kann als das Gerät bezeichnet werden, welches der modernen Hausfrau oder dem modernen Hausmann enormen Nutzen bringt.

Eine kurze Geschichte der Waschmaschine

Die ersten Waschmaschinen entstanden im 17. Jahrhundert. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die sogenannte Rührflügelmaschine erfunden. Dieses Gerät eignete sich auch für kleinere Haushalte. Doch auch andere Konzepte setzten sich teilweise durch. So gab es zum Beispiel auch Maschinen, die einem Waschbrett noch sehr ähnelten. Mittels einer Kurbel und Holzwalzen wurde der Schmutz aus der Wäsche gepresst. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein Maschinentyp konzipiert, der den heutigen Gerätetypen sehr ähnlich ist. Diese Maschine basierte auf einer Wäschetrommelkonstruktion, die in vergleichbarer Form noch heute in modernen Waschmaschinen verwendet wird. Die erste Maschine mit einem elektrischen Antrieb entstand jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts.
Für weitere Erleichterungen bei der Arbeit sorgten vollautomatische Waschmaschinen, die Mitte des 20. Jahrhunderts hergestellt wurden. Diese Geräte setzten sich im Laufe der Zeit in den meisten Haushalten durch. Durch die Massenanfertigung ab den Sechziger- und Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wurden auch die Preise für viele Familien erschwinglich. Trotz vieler Erleichterungen in den letzten Jahrzehnten nimmt auch in kleineren Haushalten das Waschen der Wäsche im Vergleich zu anderen Tätigkeiten im Haushalt immer noch sehr viel Zeit in Anspruch. Aus diesem Grund ist es ausgesprochen wichtig, Geräte im Einsatz zu haben, die voll und ganz Ihren Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen.

In diesen Fällen ist der Kauf einer neuen Waschmaschine sinnvoll

Waschmaschinen gelten im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten als langlebig. Die Lebensdauer einer Waschmaschine beträgt im Durchschnitt um die zwölf Jahre. Trotzdem lohnt sich eine Neuanschaffung nicht nur bei einem Defekt des alten Gerätes. Moderne Geräte bieten oftmals ein Mehrwert in puncto Bedienkomfort, Lärmentwicklung, Energieeffizienz und Wasserverbrauch. Des Weiteren können neue Rahmenbedingungen ausschlaggebend für die Neuanschaffung einer Waschmaschine sein. Dazu zählt zu Beispiel der Familiennachwuchs. In manchen Fällen wird aber auch die große und alte Maschine nicht mehr benötigt, da beispielsweise die erwachsenen Kinder aus dem Haus ausgezogen sind. Ein Umzug in eine größere oder kleinere Wohnung kann ebenfalls neue Anforderungen an eine Waschmaschine stellen. Auch in diesen Fällen kann der Kauf einer neuen Waschmaschine durchaus sinnvoll sein.

Waschmaschinen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen

Waschmaschinen für private Haushalte gibt es in der Zwischenzeit in verschiedenen Ausführungen, mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen und in verschiedenen Größen- beziehungsweise Leistungsklassen. Waschmaschinen können in Frontlader und Toplader aufgeteilt werden. Bei einem sogenannten Frontlader wird die Maschine vorderseitig befüllt. Erkennbar sind diese Modelle meist durch die runde Öffnung mit Glaseinsatz an der Vorderseite. Toplader können oberseitig befüllt und bedient werden. Diese Variante ist in der Regel durch einen aufklappbaren Rechteckdeckel am oberen Gehäuseanschluss zu erkennen. Die Größe einer Waschmaschine ist im Normalfall durch das Fassungsvermögen gekennzeichnet. Die kleineren Waschmaschinen haben ein Fassungsvermögen von etwa vier Kilogramm. Größere Modelle für Privathaushalte verfügen hingegen über ein Fassungsvermögen bis zu zehn Kilogramm oder sogar zwölf Kilogramm.

Waschmaschinen vom Typ Toplader haben viele Vorteile

Toplader-Waschmaschinen sind etwas seltener anzutreffen als Modelle, die über die Front beladen werden können. Das liegt vielleicht an dem geringfügig höheren Preis dieser Modelle. Toplader verfügen jedoch über jede Menge Vorteile. So ist mit einem solchen Gerät zum Beispiel das Beladen etwas einfacher und komfortabler. Schließlich müssen Sie sich nicht so tief bücken, um die Trommelöffnung zu erreichen. Darüber hinaus gelten Waschmaschinen vom Typ Toplader als besonders platzsparend. Viele sehr kompakte Modelle sind dementsprechend als Toplader konzipiert. Dazu zählen zum Beispiel etliche Geräte mit einer Breite von 40 Zentimetern. Diese Geräte können auch in kleinen Nischen oder Ecken untergebracht werden. Vor allem das Befüllen von oben gilt bei beengten Platzverhältnissen als wesentlich einfacher. Toplader-Waschmaschinen sind zu großen Teilen als frei stehende Geräte konzipiert.

Das Fassungsvermögen einer Toplader-Waschmaschine

Das Fassungsvermögen der Waschmaschine gibt Aufschluss über den Verbrauch an Strom und Wasser und damit auch über das Verhältnis zum Umweltschutz. Aus diesem Grund ist die richtige Dimensionierung ein Punkt, den Sie ordentlich planen sollten. Die Maschine sollte nämlich möglichst mit der angegebenen maximalen Füllmenge betrieben werden, um effizient arbeiten zu können und dabei Energie und Wasser zu sparen. Es ist letzten Endes nicht sinnvoll, die Maschine mit halber Füllung laufen zu lassen.
Für einen kleinen Haushalt mit einer Person bis drei Personen kann im Durchschnitt ein Fassungsvermögen von etwa drei Kilogramm bis fünf Kilogramm veranschlagt werden. Ein mittlerer Haushalt mit vier oder fünf Personen benötigt im Normalfall ein Fassungsvermögen von sechs Kilogramm bis acht Kilogramm und ein großer Haushalt mit sechs oder acht Personen braucht ein Fassungsvermögen zwischen acht Kilogramm und zwölf Kilogramm. Die Mengen können jedoch von Haushalt zu Haushalt stark abweichen. Schließlich ist der Grad der Verschmutzung von Person zu Person sehr verschieden. Die regelmäßige Wäschemenge hängt zum Beispiel auch davon ab, welche Berufe oder welche Sportarten von den Personen im Haushalt ausgeübt werden. Darüber hinaus haben Haushalte mit mehreren kleinen Kindern generell etwas mehr Wäsche zu bewältigen.

Der Energie- und Wasserverbrauch von Toplader-Waschmaschinen

Der Energie- und Wasserverbrauch von Toplader-Waschmaschinen hängt nicht nur vom Fassungsvermögen ab, sondern auch von den technischen Spezifikationen des Gerätes. Generell kann gesagt werden, dass die modernen Maschinen wesentlich weniger Strom und Wasser benötigen als noch vor 15 oder 20 Jahren. Trotzdem gibt es auch bei modernen Geräten große Unterschiede in puncto Strom- und Wasserverbrauch. Um die Geräte untereinander besser vergleichen zu können, wurde das sogenannte EU-Label für Waschmaschinen eingeführt. Auf diese Weise können die energieeffizienten Maschinen schnell und einfach ausfindig gemacht werden. Günstige Geräte weisen oftmals einen höheren Strom- und Wasserverbrauch auf. Dieser Umstand sollte auf jeden Fall in einer Gesamtkostenkalkulation Berücksichtigung finden.

Die Ausstattungsvarianten der Waschmaschinen als Toplader

Moderne Waschmaschinen sind in der Regel mit einem Schleuderprogramm ausgestattet. Mit einer Schleuder kann durch die mechanische Einwirkung ein großer Teil der Feuchtigkeit aus den Wäschestücken beseitigt werden. Je höher die Schleuderleistung einer Maschine ist, desto mehr Wasser wird durch den Vorgang aus der Wäsche entfernt. Diese Schleuderleistung wird im Regelfall in Umdrehungen pro Minute gemessen. Leistungsstarke Schleudern habe eine Drehzahl ab 1200 Umdrehungen pro Minute. Eine hohe Schleuderleistung ist vor allem sinnvoll, wenn die Wäsche im Anschluss in einem Wäschetrockner getrocknet werden soll. Durch die bereits vorgetrocknete Wäsche benötigt dieser dann etwas weniger Strom. Einige zeitgemäße Toplader-Waschmaschinen verfügen darüber hinaus über komfortable Steuerungseinheiten. Mit diesen Steuerungen können Sie die Wasch- und Schleuderprogramme speziell an Ihre Anforderungen und Bedürfnisse anpassen. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass trotz der Funktionsvielfalt die Maschine leicht und schnell zu bedienen ist. Dies kann im Alltag enorme Zeitvorteile bieten. Die Knöpfe und Schalter sollten leicht zu erreichen und gut zu bedienen sein.

Energiesparfunktion, Schnellwaschgang und Co

Zum Standard einer guten Waschmaschine zählen Energieeinsparfunktionen, Schnellwaschgänge und Waschprogramme für geringe Füllmengen. Geräte mit einem sogenannten Warmwasseranschluss können die Betriebskosten senken, wenn Sie bestimmte Geräte zur Warmwasseraufbereitung wie etwa solare Anlagen besitzen. Als besonders sinnvoll hat sich eine effiziente Geräuschdämmung erwiesen. Schließlich zählt die Waschmaschine zu den Geräten im Haushalt, die am meisten Lärm produzieren. Aus diesem Grund ist auch die Nutzung von Waschmaschinen in der Nacht in manchen Wohnanlagen nicht erwünscht. Zudem kann die Maschine nicht immer in einem separaten Raum aufgestellt werden. In kleinen Wohnungen kann eine Waschmaschine deshalb zu einer echten Lärmbelästigung werden. Besonders während des Schleudervorgangs produziert die Maschine sehr viel Lärm. Mit einer hochwertigen Schalldämmung kann dieser Lärmentwicklung entgegengewirkt werden.
Manche Waschmaschinen verfügen über eine integrierte Wäschetrocknerfunktion. Ein solches Kombinationsgerät kann zum Beispiel sehr sinnvoll sein, wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht. So bleibt der Platz für den Trockner frei und kann für andere Zwecke genutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis, die ein derartiges Gerät mit sich bringt. Schließlich muss nach dem Schleudervorgang nicht extra zwischen Waschmaschine und Wäschetrockner umgefüllt werden.

Gebrauchte Toplader-Waschmaschinen als Alternative zu einem Neugerät

Waschmaschinen vom Typ Toplader können nicht nur neu, sondern auch gebraucht erstanden werden. Besonders generalüberholte Geräte können als echte Alternative zu einem Neugerät angesehen werden. Auch mit sogenannter B-Ware sind Einsparungen möglich. Bei gebrauchten Geräten sollten Sie dennoch darauf achten, dass diese wenig Strom und Wasser verbrauchen. Auch hier sollten Sie die Betriebskosten in die Gesamtkostenkalkulation miteinbeziehen. Des Weiteren sollten neben dem Motor vor allem die mechanisch belasteten Teile wie Scharniere in einem technisch einwandfreien und korrosionsfreien Zustand sein, um einen störungsfreien und komfortablen Betrieb gewährleisten zu können.

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