Was trägt die Nutzung von elektrischen Dampfsterilisatoren zur Gesundheit Ihres Babys bei?

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Was trägt die Nutzung von elektrischen Dampfsterilisatoren zur Gesundheit Ihres Babys bei?

So haben Keime, Bakterien und Viren keine Chance

Beim Thema Babyfläschchen und Hygiene gibt es die unterschiedlichsten Meinungen. In einem Punkt sind sich jedoch alle einig: In Babys' ersten Lebensmonaten sollte bei Schnuller, Flasche & Co. konsequent auf sterile Sauberkeit geachtet werden. In diesem Zeitraum ist das Immunsystem der Kleinen extrem anfällig für die verschiedensten Bakterien, Keime und Viren. Im schlimmsten Fall können die Krankheitserreger zu schweren Infektionen des Magen-Darm-Traktes führen. Dabei entspricht die Symptomatik der einer Lebensmittelvergiftung. Das Baby leidet unter Durchfall, Brechreiz oder sogar extremer Dehydrierung.

Bis vor wenigen Jahren starben viele Kleinkinder an diesen Infektionen. Heute neigen allerdings viele Eltern auch dazu, es mit der Hygiene zu übertreiben. Es ist nicht sinnvoll, eine absolut sterile Lebenswelt für das Baby zu schaffen. Ein gesundes Maß an Sterilität ist zu empfehlen. So wird verhindert, dass sich die Kinder einen dieser Infekte zuziehen.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Sterilisation

In der jüngsten Vergangenheit erfreuen sich insbesondere elektrische Dampfsterilisatoren und Vaporisatoren sowie spezielle Sterilisationsgeräte für die Mikrowelle zunehmender Beliebtheit. Es gibt Orte, an denen Mütter und Väter weder elektrische Anschlüsse noch Mikrowellen zur Verfügung stehen. Dann stellen das Auskochen der Babyausstattung oder die sogenannte Kaltwasser-Sterilisation eine gute Alternative dar.

Die Sterilisation im Kochtopf

Bei einer Sterilisation mit kochendem Wasser benötigen die Eltern einen großen Kochtopf. Dieses Küchenutensil sollte ausschließlich diesem Zweck dienen und nicht zum regulären Kochen verwendet werden. Hat das Wasser seinen Siedepunkt erreicht, legen die Eltern einfach die Babyflaschen, Sauger und Flaschenaufsätze für zehn Minuten hinein. Dabei ist zu beachten, dass das gesamte Equipment mit Wasser bedeckt ist. Zudem sollten sich keine Luftblasen in den Hohlräumen stauen.

Die Sterilisationsmethode Auskochen hat allerdings einen gravierenden Nachteil: Das Material der Sauger leidet optisch und fühlt sich zunehmend klebrig, schmierig an, was einen regelmäßigen Austausch erforderlich macht.

Die Sterilisation nach der Kaltwasser-Methode

Bei dieser Variante erfolgt die Sterilisation mit einer für den Menschen unbedenklichen Kaltwasser-Lösung. Die Sterilisationstabletten töten Bakterien und Keime zuverlässig ab. Die Reinigungsflüssigkeit muss immer mit frisch abgekochtem Wasser angesetzt und der Vorgang täglich wiederholt werden. Am besten eignen sich große Behälter wie Kochtöpfe oder Schüsseln, die mit einem entsprechenden Deckel verschlossen werden können. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, einen speziell dafür vorgesehenen Behälter zu erwerben.

Wie auch beim Auskochen müssen alle Teile vollkommen mit Wasser bedeckt sein und vollständig frei von Luftblasen sein. Die Einwirkzeit beträgt etwa eine halbe Stunde. Anschließend sind Fläschchen und Sauger absolut steril. Vor dem Herausnehmen der Babysachen aus der Lösung waschen sich Mama und Papa gründlich die Hände. Die Babyflaschen, Schnuller oder Sauger werden mit abgekochtem Wasser abgespült und sollten möglichst schnell zum Einsatz kommen. Wenn die sterilisierten Teile zu lange in der Umgebung herumstehen, kommt es zur erneuten Verunreinigung. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Anschaffung speziell dafür vorgesehener Behälter zur Aufbewahrung des nach dieser Methode sterilisierten Babyzubehörs.

Die Sterilisation in der Mikrowelle

Bei der Mikrowellensterilisation handelt es sich wohl um die beliebteste Variante unter Müttern und Väter, um Babyflaschen und Sauger keim- und bakterienfrei zu halten. Mittlerweile gibt es sogar besondere Babyflaschen, die sich innerhalb von 90 Sekunden in der Mikrowelle eigenständig sterilisieren. Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis. Damit können alternative Methoden wie Auskochen oder Kaltwasser-Sterilisation nicht mithalten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Babyflaschen nicht in geschlossenem Zustand in die Mikrowelle gestellt werden. Durch das Einwirken der Mikrowellenwärme entsteht ein Druck, was zu einer Schädigung der Flasche oder im schlimmsten Fall zur Beschädigung des Mikrowellengerätes führen kann.

Der Mikrowellen-Dampfsterilisator

Die meisten nutzen zur Mikrowellensterilisation einen speziellen Mikrowellen-Dampfsterilisator. Vor dessen Einsatz wird Wasser in einen dafür vorgesehenen Behälter des Gerätes eingefüllt. Anschließend werden die Babyfläschchen, Sauger oder Schnuller in das Körbchen gelegt. Dabei ist es wichtig zu wissen, ob sich die Teile auch für diese Sterilisationsmethode eignen. In der Mikrowelle wird das Wasser zu Wasserdampf, der die Keime, Bakterien und Viren abtötet.

Der Mikrowellen-Dampfsterilisator kann auch zur Sterilisation von kleineren Babyspielsachen dienen. Aufgrund seiner Größe ist er unkompliziert zu transportieren. Somit können Eltern das Gerät auch im Urlaub nutzen. Außerdem eignet sich ein Mikrowellen-Dampfsterilisator hervorragend als Aufbewahrungsbehälter. Hierfür muss darauf geachtet werden, dass er luftdicht verschlossen ist. So bleiben die Babysachen bis zu 24 Stunden steril.

Die elektrische Sterilisation mit Wasserdampf

Das Funktionsprinzip eines elektrischen Dampfsterilisators ähnelt den Geräten, die in Krankenhäusern und Kliniken zum Einsatz kommen. Babyflaschen, Sauger oder Schnuller werden mit der Öffnung nach oben in dem Gerät positioniert. Insgesamt nimmt diese Form der Sterilisation zwischen 10 und 15 Minuten in Anspruch plus die Zeit, die zum Abkühlen erforderlich ist. Auch hier darf nur dafür vorgesehenes Babyzubehör verwendet werden. Bei den Einzelteilen von Milchpumpen ist ebenfalls Vorsicht geboten. Viele Modelle vertragen die hohen Temperaturen nicht.

Die Sterilisation mit einem elektrischen Dampfsterilisator hat den Vorteil, dass das Babyequipment nahezu drei Stunden steril bleibt. Grundvoraussetzung ist, dass das Gerät fest verschlossen bleibt.

Elektrische Dampfsterilisatoren und Vaporisatoren

Oftmals werden die Begriffe Dampfsterilisatoren und Vaporisatoren synonym verwendet. Das ist nicht korrekt, da es zwischen beiden Geräten deutliche Unterschiede gibt. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass beide zur Beseitigung von Keimen, Bakterien oder Viren eingesetzt werden.

Beim Sterilisator erfolgt dieser Prozess mithilfe von Wasserdampf oder durch das Aufbauen eines Drucks. Elektrische Dampfsterilisatoren werden auch als Autoklave bezeichnet. Sie kommen in der Medizin zur Sterilisation von Instrumenten oder Operationsbesteck zum Einsatz. Im Privatgebrauch dienen die Geräte zur Sterilisation und Desinfektion von Babygeschirr, Zubehör oder kleineren Spielsachen.

Diese Funktionen hat auch der Vaporisator. Allerdings dient das Gerät zusätzlich anderen Zwecken.

Der elektrische Dampfsterilisator

Ein elektrischer Dampfsterilisator desinfiziert sehr umweltschonend mit Wasser. Chemikalien sind nicht notwendig. Das Funktionsprinzip basiert entweder auf dem Erzeugen von Wasserdampf oder Druck.

Der elektrische Dampfsterilisator dient nur zur Desinfektion und kompletten Keimbefreiung von Gegenständen.

Damit dies zuverlässig geschieht, werden die Babysachen mindestens zwanzig Minuten einer Temperatur von mehr als 121 Grad Celsius ausgesetzt. Der Überdruck muss bei einem Bar liegen. Es gibt multifunktionale elektrische Dampfsterilisatoren. Manche Geräte eignen sich zur Erwärmung von Gläschen oder anderer Babykost. Diese Vielseitigkeit macht die Sterilisatoren zu praktischen Alltagshelfern für Eltern.

Eine weitere Variante ist die Desinfektion in einem sogenannten Heißluftsterilisator. In ihm sollten die Teile über einen Zeitraum von 30 Minuten einer Temperatur von Minimum 180 Grad Celsius ausgesetzt sein. Diese kostengünstigeren Geräte sind noch einfacher in der Handhabung. Zudem nutzen sie keinen Wasserdampf oder sind nicht vom Druckaufbau abhängig.

Der Vaporisator

Das Wort vaporisieren stammt aus dem Lateinischen und bedeutet verdampfen. Ein Vaporisator dient somit der Sterilisation von bestimmten Instrumenten und Dingen wie Babyfläschchen oder Schnullern. Ursprünglich hat ein solches Gerät jedoch die Aufgabe, bestimmte Wirkstoffe zu verdampfen. In der Regel handelt es sich hierbei beispielsweise um Heilkräuter wie Kamille, Eukalyptus, Lavendel oder Salbei.

Die Geräte besitzen einen Mechanismus, der eine Temperaturregulierung ermöglicht. So werden die Substanzen nur soweit erhitzt, um die gewünschten Inhaltsstoffe freizusetzen.

Die Wärme zum Verdampfen wird auf verschiedene Art und Weise erzeugt. Einerseits kann der Prozess auf dem Erhitzen einer Flüssigkeit basieren. Andererseits kann die Erwärmung auf der Grundlage zugeführter Luft erfolgen. Es gibt auch Geräte, die gänzlich ohne Erhitzen Dampf erzeugen.

Bei Modellen für den Mikrowellengebrauch sollten keine Teile aus Metall in das Gerät gelegt werden.

Die richtige Reinigung von Milchflaschen

Fast jedes Baby besitzt ein oder mehrere Fläschchen, die nach dem Gebrauch gereinigt werden müssen. Hygienische Sauberkeit ist von großer Bedeutung für die Gesundheit des Nachwuchses.

Richtig sterilisieren

Damit die Sterilisation den gewünschten Effekt erzielt, sollten Babyflaschen, Schraubverschlüsse, Schnuller oder Sauger vor dem Vorgang gründlich von Rückständen befreit werden. Hierfür eignen sich am besten spezielle Flaschenbürsten. Bei der Reinigung der Sauger sollten Eltern kontrollieren, dass das Loch für den Milchaustritt nicht verunreinigt ist. Normalerweise müssen Sauger aus Silikon nicht besonders vorgereinigt werden. Sauger aus Latex hingegen schon. Das geschieht mit einem speziellen Salz. Dafür wird ein wenig über den Sauger gestreut. Anschließend reiben Mama oder Papa das Zubehörteil vorsichtig zwischen den Fingern.

Nach der Sterilisation müssen die Teile vollkommen trocken sein und keinerlei Rückstände aufweisen. Hat das Sterilisationsgut offensichtliche Beschädigungen der Oberfläche oder Risse, sollten sie umgehend entsorgt und ersetzt werden.

Richtig Reinigen

Die Säuberung von Babyequipment in der Spülmaschine ist nicht zu empfehlen. Der Reiniger der Spülmaschine kann zu einem rasanten Verschleiß der Teile führen. Wer dennoch nicht auf den Einsatz des Geschirrspülers verzichten möchte, sollte einige Dinge beachten.

Eltern sollten zur Reinigung der Fläschchen und Sauger das heißeste Spülmaschinenprogramm auswählen. Die minimale Temperatur beträgt 70 Grad Celsius. Erst ab dieser Temperatur werden Keime, Bakterien und Viren wirksam bekämpft. Wer sich nicht sicher ist, sieht am besten in der Bedienungsanleitung des Geschirrspülers nach. Einige Geräte besitzen ein spezielles Waschprogramm für Babyzubehör.

Die Säuberung mit besonderen chemischen Reinigungstabletten ist eher kritisch zu sehen. Insbesondere Plastikflaschen werden dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bürstenreinigung hinterlässt sehr oft Kratzer – der bevorzugte Tummelplatz gesundheitsschädlicher Keime.

Wie lange müssen Babysachen sterilisiert werden?

Das regelmäßige Sterilisieren sollte in den ersten acht Monaten unbedingter Standard sein. In diesem Zeitraum ist das Immunsystem der Kleinen noch nicht ausreichend gestärkt. Sie können sich leicht Infektionen zuziehen. Im Krabbelalter ist das kontinuierliche Sterilisieren nicht mehr erforderlich. Allerdings sollten Babyfläschchen, Sauger, Schnuller und alle anderen kleinen Babyteile weiterhin turnusmäßig ausgiebig gesäubert werden. Das kann problemlos in der Spülmaschine geschehen oder im einfachen Wasserkocher.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden