Was sollten Eltern bei der Flaschenreinigung für Babys beachten?

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Was sollten Eltern bei der Flaschenreinigung für Babys beachten?

Bekommt das Baby die Flasche, sollten Eltern von Anfang an auf die Hygiene achten. Beim Stillen ist es recht einfach: Hat das Baby genug getrunken, schließt die Mutter ihren Still-BH und muss sich um Reinigung und Sterilisation keinerlei Gedanken machen. Beim Fläschchengeben ist das anders.

Erst ausspülen, dann Fläschchen sterilisieren

Nachdem sich das Baby satt getrunken hat, sollten die Milchreste in der Flasche gleich im Anschluss ausgespült werden. Ansonsten bilden sich schnell hartnäckige Rückstände, die dann mit einer speziellen Flaschenbürste entfernt werden müssen. Doch das Ausspülen alleine reicht nicht für die Reinigung aus. Jedes Fläschchen und jeder Sauger sollten unbedingt mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Das kann bei mindestens 65 Grad Celsius in der Spülmaschine geschehen oder bei niedrigerer Temperatur in der Handspüle. Denken Sie auch an den Portionslöffel und die Milchpumpe, wenn Sie Milch abpumpen. Auch dieses Zubehör muss nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Um ganz sicherzugehen, empfiehlt sich das Auskochen bzw. Sterilisieren von Flasche, Sauger und Co, denn erst dann ist alles keimfrei. Auch wenn sich das etwas übertrieben anhören mag: Gerade in den ersten Monaten sind Babys anfällig für Keime und Bakterien. In den ersten sechs Lebensmonaten sollten Eltern deshalb besonders auf Sauberkeit und Hygiene achten. Werden Fläschchen und Sauger nicht richtig gereinigt, können Magen-Darm-Infekte die Folge sein. Besondere Vorsicht empfiehlt sich bei frühgeborenen Babys. Da diese noch recht anfällig für Krankheiten sind, sollten Eltern hier in besonderem Maße auf die Sterilisation des Trinkzubehörs achten.

So funktioniert die Reinigung von Flaschen und Saugern

Es gibt verschiedene Methoden, um Flaschen und Sauger richtig sauber zu machen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Trinkutensilien sofort nach dem Gebrauch zu reinigen, damit die Milchreste gar nicht erst antrocknen können. Ist das doch einmal passiert, können die Reste mit Hilfe einer Flaschenbürste und heißem Wasser entfernt werden, nachdem die Flasche zunächst gründlich ausgespült wurde.

Babyflaschen können Sie auf unterschiedliche Weise reinigen. Ganz klassisch mit Flaschenbürste, Wasser und Spülmittel oder - wenn die Flaschen spülmaschinenfest sind - in der Spülmaschine. Auch den Sauger sollten Sie gründlich saubermachen. Das Trinkloch muss immer frei sein. Nachdem Sie das Trinkzubehör gereinigt haben, sterilisieren Sie es im Anschluss. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Elektrisches Dampfsterilisieren

Wenn Sie sich für das elektrische Dampfsterilisieren entscheiden, brauchen Sie einen Vaporisator. Hier gibt es verschiedene Modelle, die auf dem gleichen Prinzip beruhen. Die Flaschen und Sauger werden – meist mit der Öffnung nach unten – in das Gerät hineingestellt und dann mit heißem Wasserdampf desinfiziert. In der Regel können die gereinigten und desinfizierten Flaschen und Sauger für kurze Zeit in dem Gerät aufbewahrt werden und bleiben auf diese Weise länger steril. Wenn Sie auch Teile von Milchpumpen desinfizieren wollen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass diese hitzebeständig sind. Wenn der Desinfektionsvorgang zu Ende ist, sollten Sie den Deckel des Gerätes vorsichtig öffnen. Durch den austretenden heißen Dampf könnten Sie sich sonst verbrennen. Das Desinfizieren geht in einem Vaporisator recht schnell und dauert insgesamt meist rund zehn Minuten.

Auskochen im Topf

Babyflaschen können Sie auch ohne ein spezielles Gerät sterilisieren. Reinigen Sie die Fläschchen und geben Sie sie dann in einen Topf mit kochendem Wasser. Insgesamt zehn Minuten sollten die Flaschen in dem sprudelnd kochenden Wasser verbleiben. Den Topf sollten Sie nur zum Auskochen der Babyflaschen verwenden. Achten Sie darauf, wenn Sie die Flaschen aus dem Topf nehmen, dass Sie diese ganz vorsichtig anfassen, da sie direkt nach dem Sterilisieren noch sehr heiß sind.

Sterilisatoren für die Mikrowelle

Statt der bekannten Vaporisatoren gibt es inzwischen auch Dampfsterilisatoren, die Sie in der Mikrowelle verwenden können. Diese kosten in der Anschaffung zumeist weniger als die herkömmlichen Dampfsterilisatoren und brauchen lediglich wenige Minuten, bis die Flaschen und Sauger sterilisiert sind.

Worauf Sie beim Kauf von Fläschchen und Zubehör achten sollten

Bei der vielfältigen Auswahl ist es gerade für frisch gebackene Eltern nicht so einfach, sich für ein bestimmtes Fläschchen oder einen Sauger zu entscheiden. So sind Babyflaschen aus Kunststoff oder Glas erhältlich, die Sauger gibt es aus Latex oder Silikon. Alle haben ihre jeweiligen Stärken.

Fläschchen aus Kunststoff

Vor dem 1. Juni 2011 haben sich viele Eltern gescheut, ihren Kindern Milch aus Plastikfläschchen zu geben. Das lag daran, dass vor diesem Stichtag auch in Deutschland noch Babyflaschen verkauft wurden, die BPA-haltig waren. Seit diesem Datum wurde eine entsprechende EU-Verordnung umgesetzt, sodass diese Flaschen heute nicht mehr im Handel erhältlich sind. Die heutigen Flaschen werden aus Polyamid oder Polypropylen hergestellt: Beide sind sehr hochwertige Kunststoffe, bei denen Eltern keine Angst mehr vor einer Gefahr durch Plastikflaschen haben müssen. Die Babyflaschen aus Kunststoff sind in vielen Größen, Formen und Farben erhältlich. Sie sind besonders leicht und auch, wenn sie einmal versehentlich vom Tisch fallen, gehen sie nicht zu Bruch. Das ist besonders für Eltern wichtig, deren Kind bereits beginnt, die Flasche selbst in die Hand zu nehmen. Gerade in der Anfangszeit fallen die Flaschen öfter einmal auf den Boden. Ein kleinerer Nachteil mag sein, dass die Flasche beim Aufprall leichte Kratzer bekommen kann. Allerdings ist das eher ein kosmetisches Problem, denn auch von außen verkratzte Flaschen können noch weiterverwendet werden. Sind die Kratzer allerdings zu tief, sollte die Flasche ausgetauscht werden. Das gilt auch, wenn sich im Inneren der Babyflasche Kratzer bilden. Hier könnten sich Keime und Bakterien ansiedeln.

Flaschen aus Glas

Babyflaschen sind auch aus Glas erhältlich. Sie sind geschmacks- und geruchsneutral und haben eine hohe Hitzebeständigkeit. Zudem zerkratzen sie nicht so leicht. Allerdings sind sie zerbrechlich. Für Babys, die ihre Flasche noch nicht richtig halten können, sind sie daher weniger geeignet. Dafür bieten sich spezielle Trinklernflaschen an. Ältere Babys hingegen kommen gut mit Glasflaschen zurecht. Haben die Glasflaschen größere oder kleinere Splitterbrüche, sollten sie ausgetauscht werden.

Welche Sauger sind für Babys geeignet?

Auch hier gibt es eine breite Auswahl. Welche Sauger auf die Babyflasche kommen, ist meist eine individuelle Entscheidung der Eltern. Sauger aus Latex oder Naturkautschuk sind elastisch, belastbar und umweltfreundlich. Besonders geeignet sind sie für Babys, die bereits die ersten Zähne haben, denn das Material hält auch stand, wenn das Baby an dem Sauger kaut. Ebenso praktisch ist, dass Latex keinen Staub anziehen kann: Das liegt daran, dass sich das Material nicht statisch auflädt. In puncto Hygiene ist ein Latexsauger deshalb ganz weit vorne. Einen kleinen Nachteil müssen Eltern bei einem Sauger aus Naturkautschuk allerdings hinnehmen: Er hat einen eigenen Geruch und ist hitzeempfindlicher als die Sauger aus Silikon. Wird er häufiger ausgekocht, sieht er schnell unansehnlich aus. Deshalb sollte er öfter - alle vier bis sechs Wochen - ausgetauscht werden.

Silikonsauger sind geschmacksneutral und in hohem Maße temperaturbeständig. Die Oberfläche dieses Materials ist sehr glatt, sodass der Silikonsauger immer hygienisch wirkt. Doch in puncto Reißfestigkeit ist ein Sauger aus Silikon nicht ganz so standhaft wie Latexsauger. Für Babys, die noch keine Zähne haben, ist er jedoch bestens geeignet. Hat der Sauger Kratzer oder kleine Risse bekommen, sollte er in jedem Fall ausgewechselt werden. Ansonsten gilt: Silikonsauger sollten alle acht bis zwölf Wochen gegen einen neuen Sauger ausgetauscht werden.

Sauger gegen Koliken

Viele Babys haben mit Koliken zu kämpfen. Deshalb haben die Hersteller von Babyflaschen und Babysaugern neuartige Methoden entwickelt, um dem entgegenzuwirken. Wenn das Baby beim Trinken weniger Luft schluckt, bekommt es weniger Blähungen. Deshalb gibt es Flaschen und Sauger mit einer sogenannten Anti-Kolik-Wirkung: Durch ein Membransystem gelangt Luft in die Flasche, wodurch Koliken seltener auftreten. Vor jeder Kolik schützen diese Babyartikel allerdings nicht, denn Koliken können auch andere Ursachen haben. Diese sollten auf jeden Fall vom Arzt abgeklärt werden.

Welche Saugergröße für welches Baby geeignet ist

Grundsätzlich gibt es bei Saugern drei verschiedene Größen:Größe 1 für Babys von null bis sechs Monaten, Größe 2 für Babys von sechs bis 18 Monaten und Größe 3 für Kinder ab 18 Monaten. Die Größe des Saugers für das jeweilige Alter kann je nach Hersteller variieren. Am besten orientieren Sie sich immer an den Herstellerangaben, die auf der Packung stehen. Auch die Lochgrößen des Saugers sind in drei Größen untergliedert: Größe S ist für Muttermilch oder Tee geeignet, M für Folgemilch und L für Folgemilch und Brei. Da jedes Baby ein unterschiedliches Trinkverhalten zeigt, ist es immer am besten, den Sauger ganz individuell auf das eigene Baby abzustimmen. Wenn Sie merken, dass Ihr Baby mit einem Sauger weniger gut zurechtkommt, nehmen Sie einfach eine andere Größe.

Zubehör zur Reinigung online kaufen

Bei eBay finden Eltern eine vielfältige Auswahl an nützlichen Artikeln und Accessoires rund ums Baby: In der Kategorie Ernährung beispielsweise wird eine Vielzahl an Fläschchen, Saugern und Reinigungsartikeln angeboten.  Auch zur Sterilisation gibt es verschiedene nützliche Geräte, mit denen die Fläschchen und das Zubehör gründlich gereinigt werden können. Bei der Auswahl der Artikel für Ihr Baby kommt es vor allem auf die verwendeten Materialien und deren typische Eigenschaften an. Beim Einkauf sollte man deshalb neben dem Preis vor allem auf Qualität und Stabilität achten, um ein langlebiges Produkt zu erhalten.

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