Was man über Stoffpolster wissen sollte

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Was man über Stoffpolster wissen sollte

Unterschiedliche Materialien und ihre Qualitätsmerkmale

Wenn Sie sich für den Kauf einer neuen Polstergarnitur entscheiden, sollten Sie über die wichtigsten Qualitätsmerkmale der unterschiedlichen Sitzpolsterbezüge informiert sein. Schließlich kommt hier eine nicht unerhebliche Investition zustande, bei der man sicher sein sollte, dafür auch eine gute Qualität zu erhalten.

Rat und Tat für den Kauf von Polstermöbeln

Unser Ratgeber begleitet bei der Kaufentscheidung mit wichtigen Tipps und Hinweisen, damit Sie lange Freude an Ihren neuen Möbeln haben werden. Viel Wissenswertes über Bezugsstoffe und Polsterungen für Sitzpolster aller Art haben wir hier zusammengetragen. Natürlich geben wir auch Tipps und Hinweise zur richtigen Pflege. Als Bezugsstoffe für Sitzpolster kommen Naturfasern oder Kunstfasern infrage. Sie haben auch die Möglichkeit, sich für Mischgewebe zu entscheiden. Dabei gilt der Grundsatz, synthetische Gewebe oder Mischfasern sind in der Regel strapazierfähiger und weniger schmutzempfindlich als reine Naturfasern.
Auch bei der Reinigung und Pflege zeigen sich synthetische Stoffpolster eher unkompliziert. Die Haltbarkeit von Bezugsstoffen für Sitzpolster wird nach unterschiedlichen Faktoren bewertet. Zum einen kommen hier die sogenannten Scheuertouren als Bewertungskriterium zum Tragen. Bei Flachgeweben sollte dieser Wert mindestens bei 10.000, bei Veloursgeweben mindestens bei 20.000 liegen. Der Lichtechtheitswert wird in Stufen von 1 bis 6 angegeben, wobei 6 für die beste Bewertungsstufe steht. Auch die Reibechtheit, die fünf unterschiedliche Stufen umfasst, ist ausschlaggebend für die Stoffqualität. Je höher der Wert, umso unwahrscheinlicher ist es, dass der Stoff bei Reibung abfärbt oder Farbstoffe aus der Kleidung aufnimmt. Viele Hersteller von hochwertigen Stoffpolstern geben in der Materialbeschreibung an, ob der Stoff auf Knötchenbildung geprüft wurde. Eine gute Bewertung in dieser Kategorie ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal, das bei der Auswahl neuer Stoffpolster berücksichtigen werden kann. Unbedingt hilfreich ist ein Blick in die erweiterten Herstellerangaben.
Wie unterschiedlich im Design und in der Optik die verschiedenen Stoffpolster sein können, zeigt ein Klick auf eBay. Hier finden Sie beim Onlinekauf im Bereich Möbel und Wohnen neue Polstergarnituren, Sessel, Sofas oder andere Sitzmöbel mit Stoffpolstern ganz nach Ihrem Geschmack.

Neue Stoffpolster sollten auf jeden Fall umsichtig behandelt werden

Bei den Naturfasern für Stoffpolster hat der Käufer die Wahl zwischen Wolle, Baumwolle oder Leinen. Zu den Mischgeweben zählt hier auch Filz, der aber zu 90 Prozent aus reiner Wolle besteht. Polstergarnituren, die Sitzpolster mit einem Filzbezug haben, können sich etwas problematisch in der Pflege zeigen, falls Tiere im Haushalt leben. Die raue Oberfläche von Filz hält Tierhaare fest. Eine solche Garnitur muss also häufiger gesaugt oder gebürstet werden als Sitzpolster, die über eine glatte Oberfläche verfügen. Mikrofaserbezüge für Sitzpolster können sowohl aus natürlichen als auch aus synthetischen Fasern bestehen.

Einflüsse auf die Sitzmöbelpolster

Welche unterschiedlichen Variationen und Materialkombinationen es bei Sofas und Sesseln gibt, kann in der Rubrik über Sofas und Sessel nachgelesen werden. Wenn eine neue Polstergarnitur aufgestellt wird, sollte auf eine ausreichende Entfernung zu Heizkörpern geachtet werden. Außerdem wirkt sich eine permanente Bestrahlung durch Sonnen- oder Kunstlicht unter Umständen negativ auf die Lichtechtheit der Sitzpolster aus. Auch die unter den Sitzbezügen befindliche Polsterung kann unter Temperaturstaus oder ständigem UV-Licht leiden. Grundsätzlich sollte man nach dem Kauf einer neuen Garnitur den Sitzplatz regelmäßig wechseln. Beim Aufstehen empfiehlt es sich, den Stoff zum Rand hin glatt zu ziehen und dabei auch etwas Druck auszuüben. So werden unschöne Faltenbildungen verhindert. Das Wechseln des Sitzplatzes während der sogenannten Einsitzphase trägt dazu bei, dass sich die Sitzpolster gleichmäßig ausdehnen und so keine Verformungen oder unerwünschte Sitzmulden entstehen.

Reinigung und Pflege von Sitzpolstern aller Art

Jede Polstergarnitur braucht Pflege. Um die allgemeine Verschmutzung und Abnutzung zu reduzieren, ist ein regelmäßiges Abbürsten oder Absaugen der Sitz- und Rückenpolster notwendig. Das ist übrigens auch bei empfindlichen Stoffbezügen möglich. Es sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Saugkraftleistung nicht zu hoch eingestellt ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Oberstoff vom Unterstoff löst. Für Veloursstoffe empfiehlt es sich, eine weiche Polsterdüse mit Borsten zu verwenden, während für Flachgewebe die normale Polsterdüse jedes herkömmlichen Staubsaugers ausreicht. Damit Ihre Sitzpolster aus Velours nach der Reinigung optisch schön aussehen, sollte der letzte Sauggang immer in der Strichrichtung des Stoffs erfolgen. Schmale Fugenbürsten eignen sich gut zum Reinigen der Zwischenräume zwischen den einzelnen Elementen. Sollten sich auf den Sitzpolstern Druckstellen zeigen, können diese mithilfe einer Bürste, die in alle Richtungen des Flors eingesetzt wird, beseitigt werden. Bei hartnäckigeren Druckstellen verwendet man ein handelsübliches Dampfbügeleisen. Die eingedrückten Stellen werden vorsichtig und aus einer Entfernung von mindestens 15 Zentimetern bedampft und anschließend in alle Richtungen gebürstet. Auch ein Fön kann eine gute Hilfe sein, um unschöne Druckstellen im Stoffflor zu beseitigen. Ein Fusselrasierer entfernt kleine Knoten, die sich allerdings in der Regel nur bei reinen Naturfaserbezügen mit einem hohen Wollanteil zeigen.

Besondere Pflegemaßnahmen für besondere Sitzpolster

Es gibt Stoffe, die eine besondere Art von Pflegemaßnahmen benötigen. Wenn Ihre Polstergarnitur über Sitzpolster mit einem Mikrofaserbezug verfügt, verwenden Sie am besten einen Schwamm und destilliertes Wasser. Destilliertes Wasser löst den Schmutz besser als Leitungswasser und hinterlässt keine unschönen Wasserränder. Auch ein mithilfe eines Dampfreinigers oder Dampfbügeleisens angefeuchtetes und angewärmtes Mikrofasertuch ist für die Reinigung und Pflege von Sitzpolstern aus Mikrofaser hervorragend geeignet. Auf jeden Fall sollte nach jedem Reinigungsvorgang mit einem trockenen Tuch nachgearbeitet werden. Wenn sich hartnäckige Flecken zeigen, kommt man oft nicht ohne ein Reinigungsmittel aus. Hier muss besonders bei Mikrofaserbezügen darauf geachtet werden, dass es sich um ein tensidfreies Reinigungsmittel handelt. Tenside führen dazu, dass die feinen Microfasern auf der Oberfläche verkleben.
Ein tensidfreier Reiniger hingegen ist auch dazu geeignet, rasche Wiederverschmutzungen zu verhindern. Wenn Sitzpolster aus Wolle, Baumwolle oder Synthetikstoffen großflächig gereinigt werden müssen, kann man mit Trockenshampoo arbeiten. Sprühen Sie das Trockenshampoo nicht direkt auf die Sitzpolster, sondern auf einen angefeuchteten Schwamm. Lassen Sie die Sitzpolster komplett durchtrocknen und saugen Sie die Reste einfach ab. Es gibt allerdings auch Stoffe, die Sie auf gar keinen Fall selber reinigen sollten. Flachgewebe, die aus Seide, Leinen oder Viskose bestehen und nicht über eine besondere Fleckenschutzausstattung verfügen, sollten von einem Fachbetrieb für die Polsterreinigung professionell gesäubert werden. Hier kann auch eine Fleckenschutzausstattung aufgebracht oder erneuert werden.

Nicht nur der Stoff, auch die Polsterung ist wichtig

Beim Kauf einer neuen Polstergarnitur wird die Optik durch den Bezug der Sitzpolster, der Sitzkomfort jedoch durch die Polsterung beeinflusst. Hier stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Die verschiedenen Federungen bei Polstermöbeln

Als Basis dient dabei immer eine Unterfederung, für die in der Regel Holzgrundgestelle mit Federholzleisten, Federkerne, Stahlwellenfederungen oder Elastikgurte verwendet werden. Federkerne kennt die Polsterindustrie als Zylinderfederkern, Bonellfederkern oder Taschenfederkern. Im Bereich hochwertiger Sitzpolster werden überwiegend Taschenfederkerne verwendet. Hier sind die einzelnen Stahlfedern in kleine Vliessäckchen eingenäht. Eine Vlies- oder Mattenabdeckung verhindert, dass diese Unterfederung in Kontakt mit den hochwertigen Stoffpolstern kommt und dort Beschädigungen verursachen kann. Einfluss auf den Sitzkomfort hat hier auch die Härte der Federung, die generell zwischen einer legeren und einer straffen Polsterung unterscheidet. Die legere Polsterung passt sich der Körperform an und man sinkt ein wenig ein. Die straff gespannte Polsterung hat eine geringere Einsinktiefe und die gesamte Oberfläche der Sitzpolster bleibt glatt und straff. Früher wurden zum Polstern nur Naturfasern wie zum Beispiel Wolle oder Rosshaar verwendet. Seit es möglich ist, synthetische Fasern herzustellen, hat sich Schaumstoff durchgesetzt. Schaumstoffe haben eine Zellstruktur und eine niedrigere Dichte.

Kaltschaum und weitere Materialien zur Polsterung

Die einzelnen chemisch hergestellten Fasern werden fest miteinander verwoben. So entstehen entweder Platten aus Schaumstoff oder Vlies, das man in der Regel bei der Möbelproduktion als Untergrund für den Stoffbezug bei Sitzpolstern verwendet. Moderne Sitzgarnituren verfügen häufig über eine Kaltschaumpolsterung. Hier wird Polyätherschaum direkt in eine vorbereitete Form eingebracht und ausgehärtet. Darauf kommen Sitzpolster, die meist einen Schaumstoffkern haben. Hochwertige Sofas und Sessel sind in der Regel mit Wellenfedern und Taschenfederkernen ausgestattet. Im Bereich der Rückenlehen werden oft auch Elastikgurte verwendet.

Welche Unterschiede es im Bereich der Polsterung gibt, zeigt ein Blick auf die eBay-Kategorie der Sofagarnituren. Mit diesen wichtigen und kompakten Hinweisen zu den unterschiedlichen Bezugsstoffen, die Ihnen unser Ratgeber nahegebracht hat, und den Qualitätsmerkmalen der jeweiligen Federung wird es leicht fallen, sich für die passende Sitzgarnitur mit hochwertigen Sitzpolstern zu entscheiden.

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