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Was man über Prozessoren unbedingt wissen sollte

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Was man über Prozessoren unbedingt wissen sollte
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Einkaufsratgeber für Prozessoren (Intel Core 2, AMD Phenom und andere)

Computerbegeisterte wissen womöglich bereits um die Vor- und Nachteile der Prozessoren unterschiedlicher Hersteller. Je nach Geschmack und Arbeitsweise greifen sie zu Intel, AMD oder auch weniger bekannten Produkten. Dieser Ratgeber soll auch technisch interessierten Laien dabei helfen, sich in der komplizierten Welt von Prozessoren und Co. zurechtzufinden und den für ihre Bedürfnisse geeigneten auswählen zu können.

Die Geschwindigkeit des PCs hängt zunächst maßgeblich vom Prozessor ab. Es ist also eine Grundbedingung beim Kauf, dass man sich für einen schnellen und effektiven Prozessor entscheidet. Damit Sie genau das passende Herzstück für Ihren PC finden, nutzen Sie schlichtweg die nachfolgenden Informationen.

Notebook oder Komplett-PC – macht das einen Unterschied?

Sowohl beim Komplett-PC als auch beim Notebook ist es nicht das Äußere, das über die Leistungsfähigkeit entscheidet, sondern die Hardware im Inneren. Eine der wichtigsten Positionen nimmt dabei der verwendete Prozessor ein. Informieren Sie sich vor dem Gerätekauf über Prozessoren (Intel Core, AMD Phenom und andere), damit der Computer anschließend so funktioniert wie Sie es sich vorstellen. Beachten Sie auf jeden Fall die technischen Details in der Produktbeschreibung.

Faktoren, die die Qualität und Leistungsfähigkeit des Prozessors bestimmen können

Viele Käufer, die wenige oder keine umfassenderen Fachkenntnisse aufweisen können, orientieren sich ganz einfach an der angegebenen Taktzahl. Je höher sie ist, desto höher sei die Rechengeschwindigkeit. Grundsätzlich ist das richtig, aber dennoch ist nicht jeder Prozessor für alle Aufgaben wirklich geeignet. Es muss differenziert werden.

Es hängt also davon ab, wofür der heimische Rechner benutzt wird. Schriftverkehr und ähnliche Alltagsaufgaben verlangen keine besonderen Voraussetzungen. Für Video- und Fotobearbeitungen, Datenbanklösungen und häufiges Surfen im Internet sollte die Rechenleistung des Prozessors aber deutlich höher ausfallen. Die erste Grundlage für die richtige Prozessorwahl ist also der beabsichtigte Einsatzzweck des Computers.

Die Hauptlieferanten für gute Prozessoren heißen Intel und AMD

Intel und AMD bieten Prozessoren für jedes Einsatzgebiet an. Darüber hinaus gibt es weitere Hersteller, die Prozessoren entwickeln. Bei weniger bekannten Anbietern sollte ganz genau darauf geachtet werden, für welche Arbeitsleistungen der jeweilige Prozessor entwickelt wurde. Dass man das Rad nicht jedes Mal neu erfinden kann, beweisen Intel und AMD. Die Prozessoren dieser Hersteller sind sich relativ ähnlich und weisen nur im Detail Unterschiede auf.

Das Problem beim Kauf von Prozessoren liegt darin, dass der Anwender die Unterschiede kaum selbst feststellt. Auch preislich sind nur selten Unterschiede zwischen den arrivierten Herstellern festzustellen.

Der Stromverbrauch – nicht nur eine Frage des Geldes

Ein Prozessor verbraucht Strom. Energiekosten gehören zu den Kosten, die in jedem Haushalt einen großen Teil des Budgets verschlingen. Bei einem Prozessor geht es hinsichtlich des Stromverbrauchs aber nicht nur um die Kosten, sondern auch um die Geräuschentwicklung. Je höher der Stromverbrauch ausfällt, umso mehr Wärme erzeugt der Prozessor. Dies wiederum führt dazu, dass größere und aufwendigere Kühlmöglichkeiten benötigt werden. Je höher die Umdrehungsgeschwindigkeit der Lüfter sein muss, umso mehr wird der Geräuschpegel ansteigen. Wer also eine leise Arbeitsumgebung bevorzugt, sollte einen Prozessor mit geringem Stromverbrauch wählen. Bei einem Notebook kommt noch hinzu, dass ein Prozessor mit weniger Strombedarf den Akku schont, weil die Ladeintervalle länger sind als bei Prozessoren mit hohem Stromverbrauch.

Prozessor und PC – eine Frage der Kompatibilität

Ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Prozessors ist das Mainboard. Hier befindet sich der Steckplatz für den Prozessor und dieser muss natürlich mit dem gewählten Produkt korrespondieren. Intel, AMD und andere Hersteller verwenden hier in der Regel unterschiedliche Sockel, sodass die Prozessoren nur auf Mainboards aus eigener Herstellung passen. Auch auf die verwendeten Chipsätze muss geachtet werden, allerdings nur, wenn man den Computer aus Einzelteilen selbst zusammenbauen möchte.

Der Intel Core-Prozessor

Im Jahr 2006 wurde mit dem Intel Core eine neue 32-Bit-Prozessorversion für Notebooks eingeführt. Der bisher für Intel stehende Markenname „Pentium“ wurde durch den Intel Core-Prozessor abgelöst. Es gibt Versionen mit einem CPU-Kern (Core Solo) und mit zwei CPU-Kernen (Dual Core). Etwa fünf Jahre später folgte dann die Intel Core-i-Serie, die nun auch in einer 64-Bit-Version zur Verfügung steht. Moderne Intel Core-Prozessoren benötigen entsprechende Sockel auf dem Mainboard. Der Sockel mit der Produktbezeichnung 775 (Sockel T) erlaubt das Betreiben von Intel Core-Prozessoren mit 32 und 64 Bit. Außerdem können über diesen Sockel auch die Nachfolgerversionen des Intel Core 2 Duo oder Quad mit bis zu vier Prozessorkernen angeschlossen werden. Detaillierte Leistungsmerkmale für den Sockel 775 finden Sie in der Produktbeschreibung. Geeignet für die neue Mikroarchitektur der Sandy Bridge-Serie sind Intel Core-i-Prozessoren mit der Sockelbezeichnung 1155.

Prozessoren von AMD

So wie Pentium ein Synonym für Intel ist, wurde AMD mit seinen Athlon-Prozessoren bekannt. Die modernen X2-Prozessoren des Athlon 64 benötigen jedoch andere Sockel als die Intel Core-Prozessoren. Ab der Modellversion F muss somit auf der Hauptplatine ein AM2-Sockel vorhanden sein. Auch die Version AM2+ lässt sich für Athlon-Prozessoren von AMD verwenden, zeigt aber eine moderne Technologie und arbeitet mit der Software HyperTransport 3.0. Damit ist theoretisch eine Datenübertragungsfrequenz von mehr als 40 Gigabyte pro Sekunde möglich. Sie sollten dabei jedoch eines wissen: Nutzbar ist diese Geschwindigkeit nämlich nur, wenn sowohl der Prozessor als auch das Mainboard die Plus-Version des AM2-Sockels unterstützen.

Für die Nachfolgeversion AM3 müssen AMD Phenom oder Phenom II-Prozessoren verwendet werden. Dieser Sockel unterstützt zum Beispiel auch DDR3-Arbeitsspeicher. Im November des Jahres 2007 betrat AMD dann mit dem AMD-Phenom-Prozessor erneut den Markt. Beim AMD Phenom handelt es sich um einen sogenannten Mehrkernprozessor für den Einsatz in Desktop-Computern. Er wurde von AMD hauptsächlich aus dem Grunde entwickelt, um eine wettbewerbsfähige Alternative zu den Intel Core-Prozessoren anbieten zu können. Welche Unterschiede zwischen AMD und Intel bestehen, erfahren Sie durch den direkten Vergleich der Produktbeschreibungen.

Ein wichtiger Tipp: Bei Prozessoren von AMD und Intel können sich hinter derselben Modellnummer oder Modellbezeichnung unterschiedliche Techniken verbergen. Das kann unter anderem auch Einfluss auf die für den Prozessor benötigten Steckplätze, auf den Stromverbrauch und auf die Rechenleistung haben. Es ist also sinnvoll, in jedem Fall einen Blick in die jeweiligen Datenblätter zu werfen.

Die wichtigsten Leistungsmerkmale von Prozessoren

Aufschluss über die Geschwindigkeit, mit der ein Prozessor arbeitet, gibt der sogenannte Rechentakt. Der Prozessor kann seine besten Leistungen jedoch nur dann erbringen, wenn das Mainboard einen hohen Rechentakt bei allen installierten Komponenten aktiv unterstützt.

Die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird unter anderem von der Anzahl der Kerne bestimmt, mit denen der Prozessor arbeitet. Der Intel Core 2 und der AMD Phenom unterstützen beide zwei und mehr Prozessorkerne. Außerdem ist die Gestaltung des Arbeitsspeichers von hoher Bedeutung. Wenn der RAM-Controller auf mehrere Arbeitsspeichermodule gleichzeitig zugreifen kann, erhöht sich die mögliche Datenübertragungsmenge erheblich.

Ebenfalls aussagekräftig ist die Anzahl der verwandten Zwischenspeicher (Cache). Moderne Prozessoren verfügen über bis zu drei Zwischenspeicher, die nachrangig arbeiten. Der Level-1-Cache ist dabei der kleinste und schnellste. Hier befinden sich die Befehle, die für den Betrieb des Computers ständig genutzt werden. Im Level-2-Cache werden Daten aus dem Arbeitsspeicher abgelegt. Dieser Zwischenspeicher sollte also möglichst groß sein. Sind mehrere Programme aktiv, so müssen im Level-2-Cache häufig große Datenmengen zwischengelagert werden. Der Level-3-Cache ist eigentlich nur für Mehrkernprozessoren wichtig. Hier wird die Organisation des Zwischenspeichers für die einzelnen Prozessorkerne geregelt.

Tipp: Beim Kauf eines neuen Prozessors sollten Sie das Hauptaugenmerk nicht auf die Megahertzangaben für den Rechentakt legen, sondern eher auf die Anzahl der vorhandenen Rechenkerne. Wenn darüber hinaus noch Technologien wie zum Beispiel Turbo-Boost oder Hyper-Threading unterstützt werden, erwerben Sie einen Hochleistungsprozessor.

Prozessoren – vom Einsteigermodell bis zur Spitzenklasse

Für einfache Aufgaben und kleinere Spiele genügt in der Regel ein sogenannter Einstiegsprozessor mit einem Rechenkern und einem relativ kleinen Zwischenspeicher. Derartige Prozessoren gibt es bereits zu einem Preis von weniger als 50 Euro.

Die meisten Käufer entscheiden sich jedoch für einen Prozessor der sogenannten Mittelklasse. Hier sollten Sie sich umschauen, wenn Sie auch DVDs oder Blu-rays abspielen oder selbst brennen möchten und Wert auf die einfache Bearbeitung von Fotos legen. Für diese Aufgaben kommen zum Beispiel Prozessoren wie der AMD-Athlon 64 X2/X4 oder Intel Core 2 Duo oder Quad-Prozessoren infrage. Sie verfügen über einen moderaten Rechentakt und bieten im privaten Bereich sehr gute Leistungen. Der Anschaffungspreis für Prozessoren der Mittelklasse schwankt etwa zwischen 50 und 200 Euro.

Höchste Anforderungen an den Prozessor stellen zum Beispiel die professionelle Bildbearbeitung, der Videoschnitt und das Arbeiten mit 3D-Programmen. Mit Anschaffungskosten ab etwa 300 Euro ist hier allerdings auch der Preis Spitzenklasse. Komplett-PCs, die Prozessoren dieser Leistungskategorie beinhalten, sind dementsprechend meist erst ab einem Anschaffungspreis im vierstelligen Bereich erhältlich.

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