Was man über Lederpolster wissen sollte

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Was man über Lederpolster wissen sollte

Lederpolster – Wissenswertes über Lederarten und Lederpflege

Statistisch betrachtet ist etwa ein Drittel aller in Deutschland verkauften Sitzmöbel mit Lederpolstern versehen. Je nachdem, wie groß die Möbelgarnitur ausfällt, werden bis zu sechs oder sieben Häute für die Lederpolster benötigt. In unserem Ratgeber beschäftigen wir uns dabei nur mit Rindsleder, weil dies überwiegend in der Möbelproduktion verwendet wird. Grundsätzlich muss man feststellen, dass es kein einheitliches Möbelleder gibt. Hier wird immer von sehr vielen unterschiedlichen Lederarten ausgegangen, die sich durch ihre Vorbehandlung extrem voneinander unterschieden können. Basis ist und bleibt aber jeweils die Rinderhaut, bei der verschiedene Gerbverfahren und Herstellungsprozeduren sehr unterschiedliche optische und haptische Effekte erzeugen. Neben dem natürlichen Leder wird in der Möbelproduktion auch Kunstleder verwendet, das in der Optik kaum von Naturleder zu unterscheiden ist. Da jede Lederart sowohl ihre Vor- als auch Nachteile hat, wird unser Ratgeber eine hilfreiche Unterstützung sein. Lernen Sie hier vieles, worauf Sie beim Kauf von Lederpolstern achten sollten.

Herstellungsverfahren für Lederpolster

Um das natürliche Leder für eine Verarbeitung vorzubereiten, muss es gegerbt werden. Das Gerben dient der Konservierung der natürlichen Tierhäute und führt dazu, dass die Elastizität gewahrt bleibt. Je nach Verwendungsart wird Möbelleder auf zwei unterschiedliche Arten gegerbt. Sollen Lederpolster für Bezüge von Sesseln oder Sofas hergestellt werden, erfolgt eine sogenannte Chromgerbung. Hier werden Chromsalze eingesetzt, die das Leder besonders weich machen, damit es sich zum einen gut verarbeiten lässt, zum anderen ein angenehmes Sitzgefühl erzeugt. Für Stühle, bei denen die Lederpolster eher härter ausfallen sollen, wird unter Umständen auch mit natürlichen Gerbstoffen eine sogenannte Lohgerbung vorgenommen. Dickleder muss nach dem Gerbvorgang auf jeden Fall zusätzlich gewalkt werden, damit es verarbeitungsfähig wird. Nach dem Gerben erfolgt die Färbung des Leders, entweder durch wasserlösliche Anilinfarben oder durch Deckfarben, die aufgesprüht werden. Bei der letzten Behandlung, dem sogenannten Finish, erhält das Leder seinen natürlichen Glanz. Außerdem werden damit eine höhere Abriebfestigkeit und eine stärkere

Unempfindlichkeit gegen Wasser und Flecken erreicht.

Unterschiedliche Möbelstücke mit verschiedenen Lederpolstern

Bei der Wohnungseinrichtung kann man Lederpolster für die unterschiedlichsten Einrichtungsgegenstände wählen. Ob es eine gesamte Wohnzimmergarnitur in hochwertigem Naturleder sein soll oder ein einzelner Sessel, bei eBay finden Sie eine erste Übersicht, wie variationsreich Lederpolster gestaltet sein können. Aber nicht nur im Wohnbereich, auch bei der Einrichtung von Esszimmern, Essplätzen in der Küche, Arbeitszimmern oder Partybereichen sind Lederpolster eine gute Wahl. Stühle, Sitzbänke, Barhocker oder der hochwertige Bürostuhl, mit Lederpolstern erhält man hochwertige Einrichtungsgegenstände und Sitzmöbel, die bei richtiger Pflege lange natürlich schön bleiben. Im Möbelbereich werden unterschiedliche Arten von Lederbezügen für Polster eingesetzt. Zu den bekanntesten Lederarten gehört das Glattleder, das häufig mit einer Farbschicht optisch aufbereitet wird. Eine weitere attraktive Art der Lederpolstergestaltung ist Anilinleder, das schon beim Herstellungsprozess durchgefärbt ist und eine hohe Farbechtheit gewährleistet. Lederpolster gibt es darüber hinaus auch aus Rauleder, Nubuk- oder Büffelleder. Weniger geeignet für die Produktion hochwertiger Sitzmöbel mit Lederpolster ist das sogenannte PU-Leder. Hier wird Spalt- oder Fettleder mit einer PU-Schicht überzogen. Was sich zunächst recht haltbar anhört, hält aber leider nicht, was es verspricht. Bei stärkerer Beanspruchung wird das PU-Leder rasch optisch unattraktiv. Außerdem ist es nahezu luftundurchlässig und führt dazu, dass man besonders bei wärmeren Temperaturen extrem schwitzt, wenn man auf PU-Lederpolstern sitzt.

So verhalten sich Lederpolster aus Glattleder mit Farbbeschichtung

Das hervorstechendste Merkmal von Glattleder mit einer aufgetragenen Farbschicht ist die Tatsache, dass Flüssigkeit nicht in das Leder eindringen kann, sondern von der Oberfläche abperlt. Das bedeutet, dass die Gefahr der Fleckenbildung auf dem Leder relativ gering ist. Vorausgesetzt natürlich, Flüssigkeiten oder Flecken erzeugende Substanzen werden sofort gründlich entfernt. Glattleder mit Farbeschichtung ist extrem pflegeleicht. Allerdings kann es hier im Laufe der Zeit zu Ausbleichungen kommen, die aber bei einem natürlichen Werkstoff wie Leder völlig normal sind und die bei anderen, offenporigen Lederarten sehr viel schneller und großflächiger entstehen können. Neben der Resistenz gegen Feuchtigkeit ist Glattleder mit Farbversiegelung auch unempfindlich gegen Fettflecken. Grundsätzlich sagt man, dass dunkleres Leder einfacher zu handeln ist als helle Lederpolster. Besonders, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, scheint es deshalb sinnvoll, eher auf dunklere Lederpolster setzen.

Anilinleder – offenporiges Glattleder in der Möbelproduktion

Anilinleder hat im Gegensatz zum Glattleder mit Farbversiegelung, eine offenporige Oberfläche. Um hier Lederpolster in unterschiedlichen Farben anbieten zu können, wird das Rohmaterial durchgefärbt. Die offenen Poren führen dazu, dass Feuchtigkeit in das Leder eindringen und dunkle Verfärbungen hinterlassen kann. Anilinleder ist also deutlich empfindlicher gegen äußere Einflüsse als Glattleder mit einer Oberflächenversiegelung. Zwar werden die Lederpolster grundsätzlich imprägniert, diese Imprägnierung nutzt sich allerdings mit der Zeit ab. Dadurch wird Anilinleder mehr und mehr anfällig gegen Flecken aller Art. Das Leder lässt sich auch nicht unkompliziert abwischen und derzeit gibt es auf dem Markt noch kein geeignetes Mittel, um hartnäckige Flecken aus Anilinleder zu entfernen. Lederpolster aus Anilinleder sind auch UV-empfindlich. An Stellen, wo sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, bleichen sie sehr schnell aus. Ähnlich empfindlich zeigen sich um Beispiel Lederpolster, die aus Nubuk-, Velours- oder Büffelleder hergestellt werden. Diese Lederarten sind bei der Materialbeschreibung zwischen Rau- und Glattleder angesiedelt und sind ebenfalls offenporig und UV-empfindlich. Aber Anilinleder hat auch einen ganz großen Vorteil. Dieses Leder ist angenehm warm bei einem direkten Hautkontakt und spricht damit die haptischen Sinne des Besitzers extrem stark an.

Ist die Stärke des Leders ein Qualitätsmerkmal für Lederpolster?

Wenn man allein von der Reißfestigkeit des Möbelleders ausgeht, ist natürlich die Stärke des Leders bedeutsam für die Haltbarkeit. Dickes Leder reißt wesentlich seltener als dünnes, sogenanntes Spaltleder. Die Stärke des Leders hat darüber hinaus einen großen Einfluss auf die Faltenbildung und das Entstehen von sogenannten Sitzmulden. Auch hier gilt, je dünner das Leder ist, umso rascher können Sitzfalten und Mulden entstehen. Beides hat jedoch keinen Einfluss auf die Qualität der Lederpolster im Allgemeinen. Wie lange Lederpolster halten, hängt vielmehr mit optischen Einflüssen zusammen. Trockenbrüche, Flecken, die sich nicht mehr entfernen lassen, Abriebspuren oder großflächige Ausbleichungen kommen sowohl bei dickem als auch bei dünnem Leder vor. Pluspunkte sammelt hier eindeutig das Glattleder mit einer Farbbeschichtung, weil es resistent gegen Flecken ist und sich mit geeigneten Mitteln preiswert reinigen und aufbereiten lässt. Bei Lederpolstern von Markenherstellern ist es also nicht unbedingt notwendig, der Stärke des Leders eine größere Bedeutung beizumessen. Wer sich beim Möbelkauf jedoch für preiswerte Angebote entscheidet, sollte hier schon darauf achten, dass bei den Lederpolstern dickes Leder verwendet wurde. Sogenanntes Dickleder weist eine Stärke von mehr als zwei Millimetern aus. Durch moderne Methoden beim Gerben und Walken wird auch Dickleder angenehm weich und geschmeidig.

Darauf sollten Sie bei der Pflege von Lederpolstern achten

Echtes Leder ist ein Naturprodukt und benötigt deshalb auch eine spezielle Pflege. Ihren Wert erhalten Lederpolster durch das angenehm weiche Material und die hohe Elastizität. Außerdem verfügt Leder über einen natürlichen Luftaustausch, der nicht von der Außentemperatur abhängig ist. Damit tragen Lederpolster zu einer natürlichen und gesunden Wohnumgebung bei. Je sorgfältiger und regelmäßiger Lederpolster gepflegt und gereinigt werden, umso langlebiger zeigen sie sich. Normalerweise genügt es, die Lederpolster regelmäßig abzustauben. Auch ein feuchtes Tuch kann zur Lederreinigung verwendet werden. Es sollte allerdings grundsätzlich darauf geachtet werden, dass das Leder nicht durchfeuchtet wird. Das kann zu unschönen Verdunkelungen führen, insbesondere dann, wenn die Lederpolster aus offenporigem Material bestehen. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass für Lederpolster keine lösungsmittelhaltigen Reinigungssubstanzen verwendet werden. Spezielle Lederpflegemittel, wie man sie zum Beispiel für Lederbekleidung oder Schuhe und Stiefel verwendet, werden für Lederpolster nicht benötigt. Der sparsame Gebrauch von Neutralseife kann allerdings bei der Reinigung hilfreich sein. Wer Nubukleder gewählt hat, sollte für die Reinigung eine spezielle Bürste verwenden. Außerdem darf nie gegen die Patina angebürstet werden. Im Zweifelsfall ist es sinnvoller, die Reinigung hochwertiger Lederpolster einem Fachbetrieb zu überlassen.

Lederpolster verleihen auch Stühlen ein elegantes Design

Nicht nur Polstermöbel gewinnen durch Lederpolster, auch Esszimmerstühle erhalten dadurch eine edle Optik. In Verbindung mit massivem Naturholz entsteht so eine rustikale Atmosphäre. Lederpolster für Stühle werden häufig mit Ziernägeln aus Messing oder mit attraktiven Steppnähten angeboten. Wenn Sie also die Neueinrichtung Ihres Esszimmers planen, können Sie durchaus mit Leder bezogene Stühle ins Auge fassen. Aufgrund der Pflegeleichtigkeit und der Unempfindlichkeit werden Lederpolster für Stühle überwiegend aus Glattleder mit einer Farbbeschichtung angefertigt. Im Essbereich ist die Gefahr einer Fleckenbildung ungleich größer als im Wohnbereich.

Auch Möbel mit Lederpolstern können online gekauft werden

Neben dem Möbelkauf im Fachgeschäft oder in Möbelmärkten hat sich der Onlinekauf inzwischen stark durchgesetzt. Die Möglichkeit, bequem am heimischen PC die neuen Einrichtungsgegenstände aussuchen zu können, überzeugt nicht nur junge Käufer. Inzwischen bestellen Kunden aus allen Altersgruppen Möbel auch in Onlineshops oder bei eBay. Wenn Sie sich dazu entscheiden, Möbel mit Lederpolstern im Internet zu kaufen, vergleichen Sie die Transportkostenpauschalen der einzelnen Anbieter. Sie können sich deutlich auf den Gesamtpreis auswirken. Außerdem sollten Sie immer die Liefer- und Zahlungsbedingungen einsehen und darauf achten, dass alle ihre persönlichen Daten geschützt bleiben. Wenn Sie diese Grundvoraussetzungen für einen Onlinekauf berücksichtigen, werden Sie keine bösen Überraschungen erleben, und Ihre Möbel werden Ihnen innerhalb der angegebenen Lieferfristen direkt ins Haus geliefert. Mithilfe unseres Ratgebers sind Sie nun auch gewappnet für die Auswahl von Lederpolstern für die unterschiedlichsten Raumeinrichtungen.

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