Was man beim Kauf von Parkett beachten sollte

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Was man beim Kauf von Parkett beachten sollte

Wie Sie Ihren Parkettboden auswählen

Einen Raum mit einem Parkettboden auszulegen ist keine besonders schwere handwerkliche Aufgabe, man sollte allerdings die eine oder andere Sache beachten und sich vorher Gedanken machen, welche Art von Parkett man verlegen möchte. Vor allem beeinflusst die Art des gewählten Holzes die Optik des Raumes nachhaltig. Parkett kann aus vielen verschiedenen Holzarten gefertigt werden, bei Fachhändlern haben Sie oft die Wahl zwischen zehn oder mehr Hölzern. Sehr hell und freundlich wirken die traditionellen, europäischen Parkette aus Birke, die zum Beispiel in ein Kinderzimmer passen. Antik und entspannend, ja fast schon nostalgisch, sind die exotischen Parketthölzer wie Wenge aus Afrika oder Teak aus Asien. Auch diese finden oft Verwendung als Parkettböden und eignen sich für ein Lesezimmer oder das Wohnzimmer.

Eine Investition für die Zukunft - die Vorteile eines Parkettbodens

Was Sie ebenfalls bedenken sollten: Ein Parkettboden ist eine Anschaffung für die Zukunft. Die Nutzungsdauer eines guten Parkettbodens ist deutlich länger als die eines Teppichbodens, was die höheren Anschaffungskosten wiederum relativiert. Außerdem ist ein Parkettboden pflegeleichter und Schmutz lässt sich leichter entfernen. Ein Parkett ist sehr nachsichtig, was zum Beispiel ein verschüttetes Glas Rotwein angeht. Bei einem weißen Teppich bedeutet solch ein Unfall in vielen Fällen einen Totalschaden. Hat man sich dazu entschieden, einen Holzfußboden aus Parkett anzuschaffen und will diesen in Eigenregie verlegen, sollte man sich zunächst einen entsprechenden Ratgeber besorgen. Das Verlegen von Parkettböden wurde in zahlreichen Handwerkermagazinen und sogar Fachbüchern, die Sie auch bei eBay finden, thematisiert. Danach steht der eigentlichen Auswahl des Parkettbodens  nichts mehr im Wege.

Holz ist Holz - oder doch nicht? Die verschiedenen Arten von Parkett

Es gibt sehr viele unterschiedliche Varianten von Parkett, die jeweils Vor- und Nachteile haben sowie andere Anforderungen und Eigenschaften besitzen. Ein Parkett ist erst einmal ein Fußbodenbelag aus Holz, der aus mehreren Teilen zusammengesetzt wird. Er ist leicht zu reinigen und bei richtiger Pflege relativ unempfindlich gegen Schmutz und Wasser. Die Auswahl online und in Fachmärkten ist schier endlos und viele Verbraucher greifen oft zu den günstigsten Angeboten, auch weil einige Parkettböden ein kleines Vermögen kosten können.

Laminat- oder Holzparkettboden?

Laminatböden bestechen durch sehr günstige Preise. Und obwohl sie aussehen wie ein Parkettboden, sind sie dies bei Weitem nicht. Ein Laminat besteht aus Holzfasern und ist mit einer Schicht Melaminharz versiegelt. Das, was man als Holzmuster sieht, ist in Wirklichkeit bedrucktes Papier, das sich unter der Melaminharzschicht befindet. Ist diese Schicht, die meistens sehr dünn ist, einmal beschädigt, kann der entstandene Schaden am Muster nicht mehr repariert werden. So etwas kann sehr leicht passieren, zum Beispiel durch unachtsames Möbelrücken oder Abnutzung im Flur durch Schuhe.
Reine Holzparkettböden lassen sich, je nachdem wie dick die Nutzfläche ist, mehrfach abschleifen und wieder neu versiegeln. Danach ist der Boden wie neu und etwaige Beschädigungen sind von der Oberfläche verschwunden. Dieses sollte man vor dem Kauf unbedingt beachten, denn so kann das offensichtlich günstige Laminat schnell zur teureren Alternative werden, wenn nach kürzester Zeit hässliche Beschädigungen auftreten, die sich nur durch das Erneuern der betroffenen Platten beheben lassen.

Massivparkett, Dielen und Mehrschichtparkett – Unterschiede, Vor- und Nachteile

Zunächst gilt für alle Arten von Parkett: Die Nutzschicht, die immer angegeben sein muss, entscheidet über die Qualität und Lebensdauer des Parkettbodens. Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt nach dieser Angabe suchen, denn sie bestimmt, wie oft Sie die Holzschicht abschleifen und neu versiegeln können.
Eine der beliebtesten Varianten unter den Parkettböden sind die Mehrschicht- oder Fertigparkette. Diese verwenden ein simples System zum Verlegen der Platten, wie zum Beispiel Nut-und-Feder- oder Klick-Systeme. Bei den meisten entfällt die Verleimung mit dem Untergrund und ein Abschleifen der Oberfläche nach dem Verlegen ist ebenfalls nicht notwendig. Die Nachteile bestehen darin, dass die Nutzschicht von Mehrschichtparkett meist dünner ist als bei anderen Parkettvarianten. Diese dünne Oberflächenschicht ist auf einer Trägerschicht aufgebracht. Sobald diese abgenutzt ist, entstehen unschöne Flächen ohne Holzmuster. Ebenfalls ist das Mehrschichtparkett anfällig für Feuchtigkeit, die in die Fugen eindringen kann sowie mechanische Abnutzung, bedingt durch die schwimmende Verlegung. Beides verkürzt die Lebensdauer dieses Parkettbodens.

Massivparkett und Parkettdielen halten fast ein Leben lang

An einem Massivparkett hingegen werden Sie länger Ihre Freude haben, denn dieses besteht – wie man aus dem Namen folgern kann – aus massivem Holz. Dafür ist das Verlegen arbeitsaufwendiger. Sie müssen zunächst das Parkett mit dem Boden verleimen, vorher eine Trittschalldämmung verlegen, und bevor Sie die Versiegelung aufbringen können, muss die Oberfläche abgeschliffen werden.
Die wohl langlebigste, aber auch teuerste Wahl sind die Parkettdielen. Diese können meist ohne besondere Anforderungen an das Fundament verlegt werden und können bei entsprechender Dicke auch ohne Kleber ausgelegt werden. Dielen besitzen von allen Parkettarten die dickste Nutzfläche und eignen sich somit auch für die Bereiche in Ihrem Haus, die unter starker Abnutzung leiden, wie zum Beispiel Ihren Hausflur. Nach dem Verlegen werden die Dielen mit einer Versiegelung vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt und können so faktisch ein Leben lang genutzt werden.

Korkparkett – warm und leise

Eine weitere Unterart des Parketts sind die Kork-Parkettböden. Diese unterscheiden sich von den reinen Holzparketten vor allem durch ihre Klimaeigenschaften. Während ein Holzparkett sehr kühl ist, passt sich das Korkparkett der Umgebungstemperatur an und fühlt sich beim Begehen deutlich wärmer an. Ebenfalls unterscheiden sich die beiden Parkette in der Haptik. Ein Holzparkett ist sehr glatt im Gegensatz zum Korkparkett, welches selbst nach mehrfacher Versiegelung relativ stumpf bleibt.

Vor - und Nachteile von Korkböden

Es gibt darüber hinaus mehrere verschiedene Arten von Korkböden, die nicht nur im preislichen Bereich Differenzen ausweisen. Am günstigsten sind in der Regel Korkfliesen. Diese bestehen rein aus gepresstem Korkgranulat und müssen mittels eines speziellen Klebstoffs auf einer absolut ebenen Bodenfläche angebracht werden. Wählt man Korkfliesen, die bereits über eine versiegelte Oberfläche verfügen, entfällt die nachträgliche Arbeit der Oberflächenversiegelung. Der Nachteil ist, dass die Fugen zwischen den Fliesen anfällig sind für eindringende Feuchtigkeit, die Schäden an den Korkfliesen verursachen kann. Unversiegelte Korkfliesen hingegen müssen nach dem Verkleben mit einem Korklack behandelt werden, um sie vor Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen.
Eine dritte Variante, die dem Holzparkett am ähnlichsten ist, ist das Kork-Fertigparkett. Es handelt sich hierbei um Kork, welcher auf Holzplatten befestigt ist und entweder mit Nut-und-Feder- oder einem Klick-System angeboten wird. In den meisten Fällen kommen diese Korkböden ohne Klebstoff und Versiegelung aus. Ebenfalls spart man sich bei Korkböden die ansonsten benötigte Trittschalldämmung, da der Kork selbst über positive schalldämpfende Eigenschaften verfügt. Da die Korkparkette aus Granulat bestehen, kann man während der Produktion die vielfältigsten Farbkreationen erschaffen. Bei eBay finden Sie ebenfalls eine breite Palette an farbigen Korkböden, von naturnahen Brauntönen bis hin zu exotischen Varianten wie Karibikblau oder Weiß ist alles vertreten.

Zubehör zum Parkettverlegen

Da Parkett aus Holz besteht, überträgt es dementsprechend gut den Schall. Unabdingbar ist also ein Schallschutz, der in Form einer Trittschalldämmung unter dem Parkett angebracht wird. Diese finden Sie bei eBay in verschiedenen Ausführungen und Dicken. Die dünnsten Trittschalldämmungen sind nur 1 mm dick und bieten dementsprechend weniger Schallschutz. Die dickeren Varianten mit bis zu 6 mm Material schirmen wiederum mehr Tritt- und Laufgeräusche ab. Viele Händler geben einen Dezibelwert an, der angibt, wie viel Lärm von der Trittschalldämmung absorbiert werden kann.

Am Schallschutz sollte nicht gespart werden

Sie sollten hier auf keinen Fall am falschen Ende sparen, denn wenn der Schallschutz nicht ausreichend gewählt wurde, muss man womöglich mit den Konsequenzen eines lauten Zimmers oder gar eines lauten Hauses längere Zeit leben. Ein Wechsel der Trittschalldämmung ist nicht ohne Weiteres möglich, da zuerst das gesamte Parkett wieder entfernt werden muss. Die Materialien, aus denen die Dämmungen gefertigt werden, sind sehr vielfältig. Beliebt und günstig sind Schalldämmungen aus PE-Schaum, es gibt aber auch natürliche Baustoffe wie Kautschuk oder Kork, die gleichwertige Dämmung bieten. Für Besitzer einer Fußbodenheizung gilt es beim Kauf unbedingt darauf zu achten, dass das Material der Trittschalldämmung auch für eine Verwendung in Kombination mit einer Fußbodenheizung geeignet ist, denn dies ist nicht immer der Fall.

Viele Arten von Parkett verfügen über ein Nut-und-Feder-System, mit denen man den Bodenbelag einfach und ohne weitere Hilfsmittel verlegen kann. Hat man sich jedoch für ein Parkett ohne dieses System entschieden, wird in den meisten Fällen dazu geraten, den Parkettboden zu verkleben. Diese Klebstoffe sind heutzutage völlig ungiftig und frei von Lösungsmitteln. Es gibt jedoch unterschiedliche Sorten von Klebstoffen, die jeweils nur mit dem ausgewählten Parkett harmonieren. So benötigt ein Korkboden einen speziellen Kork-Kontaktkleber.

Parkettböden versiegeln und pflegen

Die Parkettböden, die eine Versiegelung benötigen, müssen nach dem Verlegen mit dieser behandelt werden. Bevor Sie die Versiegelung aufbringen, müssen Sie etwaige Unebenheiten, die zum Beispiel bei Dielen vorhanden sind, mittels Schleifens ausgleichen. Für die eigentliche Versiegelung stehen verschiedene Werkstoffe zur Verfügung, die spezifisch für die unterschiedlichen Parkettböden geeignet sind. Für Korkböden greift man zu einem Korklack oder einem Fußbodenwachs. Parkettböden, die bereits mit Öl imprägniert sind, sollten nicht mit Lack oder Wachs behandelt werden, sondern mit dem gleichen Öl weiterhin gepflegt werden. Beachten Sie hier unbedingt die Hinweise des Herstellers, sonst können Sie Ihren neuen Parkettboden im schlimmsten Falle beschädigen oder den Farbton beeinflussen. Für Massivparkett und Holzdielen greifen Sie zu einem Parkettlack für die Versiegelung. Nun haben Sie alles zusammengetragen, was Sie über Ihren neuen Parkettboden wissen müssen und können direkt damit beginnen, bei eBay Ihr neues Traumparkett zu suchen.

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