Was man beim Kauf von Literatur über Briefmarken beachten sollte

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Was man beim Kauf von Literatur über Briefmarken bei eBay beachten sollte 
Das Sammeln seltener Briefmarken ist eine Leidenschaft, die seit jeher Sammler rund um den Globus begeistert und auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Ihren Ursprung hatte die sogenannte Philatelie kurz nach der Ausgabe der ersten Briefmarke der Welt, der sogenannte One Penny Black, um 1840 in Großbritannien. Durch die Einführung von immer weiteren Marken verbreitete sich das Briefmarkensammeln auch in anderen Ländern. Und heute noch beschäftigen sich zahlreiche Personen mit den kleinen bunten Schätzen. Wer sich über besondere Exemplare oder Sammlungen aus verschiedenen Epochen informieren möchte, findet hierzu ein umfangreiches Angebot an Literatur, die sich mit der Thematik der Philatelie beschäftigt und auf die im Folgenden eingegangen werden soll.

Briefmarkensammeln – mehr als ein Hobby

Für viele Philatelisten ist das Sammeln der Briefmarken mehr als ein Hobby: Die äußerst facettenreichen Sammelgebiete eröffnen enorme Chancen für die Schnäppchenjäger unter den Briefmarkensammlern. Mit einem fundierten Fachwissen auf einem oder mehreren Spezialgebieten und einem ausgeprägten Ehrgeiz können die Sammler oft wahrhaftige Schätze finden. Tauschen mit anderen Sammlern macht hierbei auch Sinn, da der Käufer einer größeren Sammlung so manches für ihn überflüssiges Material erwirbt, das er bei Gelegenheit gegen ein gewünschtes Exemplar eintauschen kann.
Ein besonderes Glücksgefühl entsteht, wenn Sammler eine wertvolle Marke aus einem günstig erworbenen Nachlass ergattern. Darüber haben Sammler auch Spaß daran, eine Länder- oder Motivsammlung unter mehr oder weniger großen Bemühungen komplettieren zu können. Andere wiederum sammeln sämtliche Druckvarianten einer besonderen Ausgabe einer Briefmarke.
Für viele Newcomer der Philatelie steht es im Fokus, Briefmarken einfach aufgrund der interessanten Abbildungen zu sammeln, die oft ganz spezielle Kunstwerke im Miniaturformat sind. So sind im Laufe der Zeit auch die sogenannten, besonders beliebten Motivsammlungen entstanden. Unter solchen Gesichtspunkten werden dann Themengebiete wie Autos, Staatsführer, Gebäude, Vögel, Schiffe, Säugetiere, Blumen oder Eisenbahnen und vieles mehr gesammelt.

Geschichten und Geschichte des Briefmarkensammelns

Die Anfangsjahre der Philatelie, Sammler der ersten Stunde

Die ersten Sammler, die in den ersten Jahren der Philatelie dieses Hobby begründeten, legten üblicherweise sogenannte Generalsammlungen an, die vereinfacht ausgedrückt sämtliche Briefmarken der Erde umfassten. Dies wäre heutzutage, bei der unüberschaubaren Anzahl der unterschiedlichsten Postwertzeichen, völlig undenkbar. Die Pioniere der Philatelie besaßen in den Anfangsjahren noch keine Utensilien oder Möglichkeiten der Archivierung der kleinen Papierstückchen. Briefmarkenalben gab es damals noch nicht, was den Nachteil mit sich brachte, dass die Marken durch unsachgemäße Lagerung vielfach beschädigt oder gar unbrauchbar gemacht wurden.

John Edward Gray, der erste Briefmarkensammler

Als erster Philatelist der Erde gilt der Engländer John Edward Gray, der neben vielen anderen Dingen die ersten Briefmarkenverzeichnisse aufgebaut und publiziert hatte. Er selbst hatte den Mythos über sich verbreitet, dass er bereits Briefmarken, nämlich Steuer- und Stempelmarken aller Art, gesammelt hatte, bevor überhaupt Postwertzeichen existierten. Gray kaufte bereits am Tag der Einführung der ersten Briefmarke in Großbritannien mehrere Exemplare dieser Marke. Schon damals geschah dies mit der Intention, diese nicht zu ihrer Bestimmung nach zu verwenden, sondern sie aufzubewahren.

Erste Formen der Aufbewahrung der Briefmarken

Die ersten Briefmarkenalben der Erde erschienen um 1860 in Frankreich. Das erste kommerziell vermarktete Album wurde in Paris angeboten. Es handelte sich dabei um eine einfache Mappe in einem Ledereinband. Im Inneren der Mappe war auf der jeweils einen Seite ein leerer Bereich vorgesehen, in den eine bestimmte Marke eingeklebt werden konnte. Die jeweiligen gegenüberliegenden Seiten informierten über die Marke und das Land, aus dem diese stammte. Wie zu dieser Zeit üblich, konnten in das Album alle bis zu diesem Zeitpunkt erschienen Briefmarken der Welt eingefügt werden. Ein großer Nachteil für diese Alben war, dass die Briefmarken direkt in das Album geklebt werden mussten. So waren Schäden an den Postwertzeichen unvermeidlich, besonders dann, wenn diese einzeln entnommen werden sollten. Daher waren zahlreiche Philatelisten auf der Suche nach einer schonenderen Art und Weise der Aufbewahrung ihrer Schätze. Allerdings fand sich eine praktikablere Lösung erst im Jahr 1881.
Wie bereits erklärt, entstanden die ersten Kataloge für Briefmarken bereits 1861: Parallel entwickelten der Franzose Berger-Levrault und der Brite Dr. John Edward Gray die ersten Briefmarkenverzeichnisse. Die ersten Briefmarkenvereine wurden nahezu zur gleichen Zeit gegründet. In diesen Verbindungen konnten die Philatelisten mit Gleichgesinnten ihre Kenntnisse und ihre Erfahrungen austauschen und ebenfalls Briefmarkenbörsen veranstalten.
In den darauf folgenden Jahren setzte sich bei den Philatelisten der Briefmarkenfalz als System zur Befestigung ihrer Postwertzeichen durch. In den Briefmarkenalben wurde dieses Prinzip ebenfalls übernommen. Im Übrigen wurden auch immer wieder neue Varianten auf den Markt gebracht. Heutzutage werden die Briefmarkenfalze nicht mehr in den Briefmarkenalben verwendet, da diese die Gummierung der Postwertzeichen verletzten. Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts lösten Klemmtaschen und anderen Möglichkeiten der Archivierung die Falze ab.
Die Philatelisten haben auch immer versucht, in ihren Alben eine thematische Ordnung zu schaffen, wobei ihnen die Produzenten der Briefmarkenalben zum Teil mit vorgedruckten Feldern helfen konnten. Neben der thematischen Zuordnung, Wertbestimmung und Archivierung durch Computerprogramme bieten auch viele Fachbücher den Philatelisten Hinweise und Anleitungen zum Sammeln von Postwertzeichen.

Bücher zum Thema Philatelie mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die große Attraktivität der Philatelie spiegelt sich auch im Literaturbereich wider. Die ersten Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigen, sind die philatelistischen Kataloge. Neben Briefmarkenkatalogen gibt es auch Kompendien für Postkarten und Briefe, die oft mit Preisangaben versehen waren. Sammler bevorzugen diese Werke, weil sie Informationen über die Sammelgebiete sowie wichtige Anhaltspunkte für die Preise der einzelnen Marken geben können. Als Pionier der philatelistischen Literatur gilt der Straßburger Buchhändler Oscar Berger-Levrault, der 1861 mit seiner Liste oder einem Katalog als überhaupt Erster dieser Art, die zugleich erste Literatur in diesem Bereich produzierte. Dieses Werk trug den Titel „Beschreibung der bis jetzt bekannten Briefmarken“ und war ein Briefmarkenverzeichnis. Schon einige Jahre darauf wurden die ersten kommerziellen Briefmarkenkataloge herausgegeben. Große Bedeutung für das Basiswissen besitzen philatelistische Fachlexika. Diese liefern Definitionen und kompakte Hinweise zu den elementaren Begriffen, die für Neulinge, erfahrene Sammler und Experten relevant sind. 1923 wurde das erste umfassende deutschsprachige Lexikon unter dem Namen „Großes Lexikon der Philatelie“ von Alexander Bungerz veröffentlicht.
Im deutschsprachigen Raum entstehen mehrere neue Bücher aus dem Bereich der Philatelie. Neben einer großen Zahl von Werken zu mehr oder weniger speziellen Themen wie einzelnen Epochen, Staatsgebieten oder Motiven, gibt es eine ganze Reihe von philatelistischen Fachjournalen. In Deutschland gesellen sich zu einigen allgemeinen Fachzeitschriften noch weitere Magazine von Arbeitsgemeinschaften, die auf ihrem Fachgebiet für die Sammler große Bedeutung besitzen. Beispiele für Bücher über das Briefmarkensammeln sind:

„Briefmarken sammeln für Anfänger“, Falken-Verlag, 1994

Dieses Buch hilft Neulingen, die erste Sammlung nach ihrem eigenen Geschmack anzulegen, und zeigt ihm, worauf beim Kauf, beim Tausch und bei der Aufbewahrung der Marken zu achten ist. Das Buch erklärt in einem übersichtlichen Stichwortverzeichnis die wichtigsten Fachbegriffe der Philatelie.

„GAME - Briefmarken-Katalog Deutsches Reich mit Kolonien und Gebieten“, Verlag PHILOTAX, 2010

Der Katalog besticht durch die große Menge von Informationen und der zahlreichen Bilder zu den einzelnen Ausgabenbereichen. Der Vorzug des Kataloges ist es, die kleinsten Abweichungen darzustellen, die in detaillierten Abbildungen unterstützend erklärt werden.

Vatikan-Briefmarken-Jahrbuch 2001: „Vaticano 2001“, Vatikan Verlag, 2001

Die Verwaltung des Vatikanstaates präsentiert den Band „Vaticano 2001“, der alle philatelistischen Ausgaben des Jahres enthält. Darüber hinaus beinhaltet das Buch die Ganzsachen sowie den Nachdruck aller Sonderstempel, die innerhalb dieses Zeitraums von der Vatikanischen Post verwendet wurden. Die Sonderstempel anlässlich der Papst-Reisen werden ausführlich vorgestellt.

„Echt oder falsch - das ist hier die Frage. Ein Fälschungs(erkennungs)-Lexikon“, von Wolfgang Maassen, 2003

In diesem Buch werden nicht nur die berühmtesten Fälschungen, sondern auch die unsauberen Manipulationen der modernen Fälscher präsentiert. Dank vieler Farb-Detailaufnahmen gelingt es auf einzigartige Weise, nahezu sämtliche bekannten Methoden der Verfälschung, der Ganzfälschungen, der Verschönerungen sowie der Reparaturen ans Licht zu bringen, damit der kundige Sammler diese bereits im Vorfeld selbst bestimmen kann.
 
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