Was man beim Kauf von Briefmarken aus Großbritannien beachten sollte

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Was man beim Kauf von Briefmarken aus Großbritannien beachten sollte

Großbritannien – Mutterland aller Briefmarken

Briefmarken zu sammeln gehört noch immer zu den am weitesten verbreiteten und populärsten Hobbys unserer Zeit. Nach wie vor ist die Lust am Tauschen und Sammeln hochwertiger Postwertzeichen ungebrochen. Seit über 150 Jahren ziehen die kleinen Klebemarken Sammler und Interessierte in ihren Bann – ob als Wertanlage oder der puren Sammel-Leidenschaft wegen haben Briefmarken nach wie vor einen hohen Stellenwert.
Der Ursprung dieser leidenschaftlichen Faszination findet sich in Großbritannien, das quasi als Mutterland aller Briefmarken gilt. 1840 erschien hier die erste Marke der Welt, die berühmte „One Penny Black“. Verziert mit dem Konterfei der damals 21-jährigen Queen Victoria, startete die kleine Marke im britischen Königreich einen bis heute ungebrochenen Siegeszug und revolutionierte das Postwesen für alle Zeiten. Die Zahl der Sammler stieg in den Jahrzehnten kontinuierlich an und noch heute ist das Briefmarkensammeln ein weitverbreitetes Hobby. Schon Kinder und Jugendlich erliegen der Anziehungskraft der Postwertzeichen und ein wahrer Sammler erinnert sich noch gerne an seine ersten Marken zurück. Das Internet bietet umfassende Möglichkeiten zum Kauf hochwertiger Briefmarken zu Sammelzwecken. Im folgenden Ratgeber erhalten Sie einige Tipps und Hinweise, um beim Kauf von Briefmarken aus Großbritannien auf Nummer sicher zu gehen.

Die One Penny Black – erste Marke der Welt und Sammlerstar

Als die One Penny Black 1840 auf den Markt kam, veränderte sie das Wesen der Postzustellung grundlegend. Seither gehört die Briefmarke zu jeder Wurfsendung dazu und ist kaum wegzudenken. Auch wenn mittlerweile Barcodes und maschinelle Aufkleber immer häufiger eingesetzt werden – an eine echte Marke kommt nichts heran. Und gerade weil die One Penny Black für einen so wichtigen Schritt im Alltagsleben der Menschheit steht, ist sie bei Sammlern ein begehrtes und viel gelobtes Objekt der Begierde. Auch im Internet erhalten Sie die One Penny Black und können, je nach Händler, sogar mehrere Exemplare ersteigern. Das weltweite Angebot der One Penny Black verschmälert sich aufgrund der hohen Beliebtheit des Postwertzeichens zunehmend. Gerade jene Marken, hinter denen Sammler leidenschaftlich her sind, werden schnell gefälscht und im Handumdrehen als wertloses Plagiat auf den Markt gebracht. Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, die weltweit erste Briefmarke aus Großbritannien in Ihre Sammlung mit aufzunehmen, sollten Sie darauf achten, dass einige Merkmale vorhanden sind. Gerade, wenn Sie Ihre Briefmarkensammlung gerne durch Einkäufe im Internet vervollständigen, sollten Sie Ihre Augen offen halten.

Merkmale der One Penny Black

Die echte One Penny Black ist ungezähnt. Das Porträt der englischen Königin Victoria prangt in deren Mitte und im oberen Rand liest sich die Inschrift POSTAGE. Am unteren Rand lässt sich der Nominalwert, also ONE PENNY ablesen. Typisch für Briefmarken aus Großbritannien ist das Fehlen der Landeskennung. Dies wurde schon mit der One Penny Black eingeführt. Sie können also sicher sein, dass Ihre Marke echt ist, wenn sich darauf keinerlei explizite Informationen zum Herkunftsland finden lassen. Die One Penny Black ist gummiert, geschnitten perforiert und im Stahldruckverfahren, dem Stichtiefdruck, hergestellt worden. In der linken und der rechten unteren Ecke finden Sie bei jeder originalen One Penny Black eine Buchstabenkennung, die die Position der Marke auf dem Druckbogen kennzeichnete. Seriöse Händler bescheinigen Ihnen die Echtheit einer One Penny Black gerne mit einem Zertifikat, zögern Sie also nicht, danach zu fragen.

Britische Briefmarken im Allgemeinen

Briefmarken aus Großbritannien weisen als markantestes Merkmal die fehlende Länderkennung auf. Je nach Ära ziert das Konterfei des damaliges Herrschers bzw. der damaligen Herrscherin die Marke und bestimmt damit wesentlich das Erscheinungsbild. Der Nominalwert ist, ebenfalls abhängig vom jeweiligen Zeitalter, markant sichtbar oder am Rand abzulesen.
Briefmarken aus Großbritannien werden in der Regel in die Herrschaftszeiten der jeweiligen Staatsoberhäupter unterteilt. So erhalten Sie Marken aus der Zeit von Königin Victoria (1840–1892), von King Edward VII (1902–1913), König George V (1913–1935), König Edward VII (1936), King George VI (1937–1951) und Queen Elizabeth II (seit 1952). Je nach Herrscher finden sich Details und Merkmale, die für Ihre Ära als markant gelten.
Besonders unter der aktuell regierenden Königin Elizabeth II finden sich die ersten hervorstechenden Briefmarken-Serien, die neben dem Antlitz der Herrscherin auch landestypische Motive aufweisen. Sehr beliebt sind die Sondereditionen, die meist einem bestimmten Thema gewidmet sind. So erschien 1975 eine Sonderedition zum zweihundertsten Todestag von Jane Austen oder von 1999–2001 die Millennium-Serie und das „Millennium Project“. Diese besonderen Marken werden, unter vielen anderen, sehr gerne gesammelt und finden sich auch bei renommierten Händlern im Internet immer wieder. Lassen Sie sich in jedem Fall die Echtheit der jeweiligen Marken bestätigen.

Echtheit und Qualität von Briefmarken aus Großbritannien

Gerade als Sammler von Briefmarken ist Echtheit die mitunter wichtigste Komponente beim Kauf von Postwertzeichen. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie einen Beleg bzw. Nachweis über die Echtheit der Marken erhalten oder bei einem Fachmann ausstellen lassen.
Bei gestempelten Marken sollte man prüfen können, ob die Abstempelung echt ist. Sowohl Datum als auch Ort der Abstempelung sollten in diesem Falle abzulesen sein. Oft spricht man bei gestempelten Marken auch von Gefälligkeitsstempelungen. Hier wurde die Marke nicht als Postwertzeichen mit einer Wurfsendung auf den Weg gebracht, sondern am Postschalter gestempelt. Diese Gefälligkeitsstempelungen gelten als echt, sofern Sie im Gültigkeitszeitraum der Marke ausgeführt wurden. Mitunter kann es aber je nach Marke und Ort der Stempelung passieren, dass diese Briefmarken mit niedrigeren Preisen bewertet werden. Bei jedem Zweifel ob der Echtheit einer Marke sollten Sie sich beim Händler oder Verkäufer rückversichern und gegebenenfalls einen Fachmann aufsuchen, der Ihre Briefmarke aus Großbritannien prüft und Ihnen ein entsprechendes Zertifikat ausstellen kann. Da britische Postwertzeichen ungezähnt sind, sollten Sie darauf achten, dass die Marken unbeschädigt und die Ränder gleichmäßig geschnitten und glatt sind. Bei gestempelten Marken sollte die Abstempelung sauber und weder verlaufen noch verwischt sein und das Motiv nicht komplett verdecken oder verfremden. Gerade weil Postwertzeichen aus Großbritannien mitunter kleine Bemaßungen aufweisen, sollten Sie darauf achten, dass sowohl das Markenbild als auch der Stempel gut zu erkennen und von ordentlicher Qualität sind.
Grundsätzlich gilt, dass besonders alle Marken aus der Zeit nach 1950, der Regierungsphase von King George VI, absolut fehlerfrei sind, um von einem tatsächlichen und lohnenden Sammlerwert sprechen zu können. Marken aus früheren Zeiten können unter Umständen einige Fehler aufweisen, was daran liegt, dass gerade zu Kriegszeiten die Herstellung und der Druck von Briefmarken schwierig war, weil bestimmt Materialien fehlten oder die Maschinen mangelhafte Drucke ausführten.

Britische Marken auf Briefen – unterschätztes Sammelgut

Viele Sammler legen großen Wert darauf, dass ihre Marken sauber ausgeschnitten in einem Album abgelegt werden können. Dabei wird die philatelistische Wertigkeit von komplett erhaltenen Briefen oft unterschätzt. Spezielle Brief-Kataloge geben Auskunft über den Wert und die Bedeutung von frankierten und gut erhaltenen Briefstücken. Wichtig dabei ist, dass der Brief „gelaufen“ ist, also tatsächlich auf dem Postweg zugestellt wurde. Hierbei finden sich dann nämlich mitunter Vermerke des Zustellers oder Auskünfte darüber, wann und zu welchem Zweck in welcher Höhe die Frankierung vorgenommen wurde. Hier sind auch Mischfrankaturen attraktiv, was bedeutet, dass mehrere verschiedene Marken auf einem Brief angebracht wurden. Als historische Dokumente sind solche Briefe wertvoll, da hier einiges aus der entsprechenden Zeitepoche ablesbar ist. Gerade bei Briefen aus Großbritannien können auch das Papier des Briefumschlags, die Art und Weise der Abstempelung oder die Art des Zustellervermerks interessant sein.

Briefmarken aus Großbritannien im Internet kaufen – wichtige Hinweise

Briefmarken aus Großbritannien online einzukaufen bietet Ihnen viele Vorteile. Sie sind völlig unabhängig von Sammlerbörsen oder Ladenschlusszeiten und können ganz in Ruhe stöbern. Auch die gezielte Suche nach bestimmten Postwertzeichen aus Großbritannien können Sie so um einiges entspannter und dennoch sehr effektiv angehen. Der Kontakt zu Händlern oder Sammlern ist über das Internet ebenfalls einfach und schnell. Sie sollten aber trotzdem einige wichtige Aspekte nicht vergessen.
Es ist beispielsweise wichtig, dass Sie einen ordentlichen optischen Eindruck der Marke erhalten, bestenfalls in Form von Fotografien, die die Marke im Ganzen, aber auch im Detail zeigen. So können Sie vor dem Kauf schon einschätzen, ob die Marke echt ist und in welchem Zustand sie angeboten wird. Auch sollten Sie auf dem Foto die tatsächlich zu verkaufende Marke sehen. Einige Händler oder Verkäufer locken Sammler mit Briefmarken-Abbildungen aus Katalogen. Beugen Sie bösen Überraschungen vor und fragen Sie bei fehlenden Fotografien getrost beim Anbieter nach. Alle wichtigen Angaben zur Marke, wie zur Zeitepoche, dem Markenwert etc., sollten vorhanden sein.
Bei der Lieferung sollten Sie Ihre neuen Briefmarken aus Großbritannien noch einmal gründlich prüfen. Die Angaben, die im Angebot gemacht wurden, sollten der gelieferten Marke entsprechen. Echtheitsbelege und Zertifikate sollten beiliegen und ebenfalls im Original übermittelt werden. Wenn Sie die Echtheit, die Qualität oder den Wert einer Marke anzweifeln, sollten Sie nicht zögern, einen Fachmann mit der Prüfung des Postwertzeichens zu betrauen. Übermitteln Sie beim Onlineshopping stets all Ihre persönlichen und sensiblen Daten nur über einen gesicherten Server und geben Sie in privaten Nachrichten keine Informationen zur Zahlung weiter. Erkundigen Sie sich vorab über alle Zahlungs-, Liefer- und Umtauschbedingungen des Händlers oder Verkäufers.

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