Was ist ein Dekubitus?

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Unter einem Dekubitus versteht man das Wundliegen oder die Entwicklung von Druckgeschwüren bei bettlägerigen Kranken oder dauernd sitzenden oder immobilen Patienten. Die Ursache hierfür ist eine mangelhafte Ernährung des Gewebes.
Die Blutgefäße, die das Gewebe ernähren sollen, werden durch zu hohen Auflagedruck des Körpers auf der Unterlage, z. B. der Matratze oder der Sitzfläche, und durch Scherkräfte komprimiert.

Die Folgen der verminderten Blutzirkulation und somit der Minderversorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sind ein Absterben des Gewebes (sog. Nekrose) und die
Bildung von Druckgeschwüren.

Um die Therapie der Wundheilung sinnvoll zu unterstützen, bedient man sich verschiedener Hilfsmittel, deren Ziel es ist, den Heilungserfolg zu beschleunigen bzw. den Patienten vor einem Fortschreiten der Wundbildung zu schützen.

Dabei bedient man sich verschiedener Wirkprinzipien. Durch die Verwendung spezieller Materialien versucht man den Auflagedruck gleichmäßiger zu verteilen und somit zu senken oder man bedient sich elektronischer Hilfe und verlagert in einem vorgegebenen Rhythmus automatisch die Auflagefläche des Patienten.

Weitere wichtige Kriterien sind zum einen eine seitliche Bewegungsfreiheit herzustellen, um dem Problem gefährlicher Scherkräfte gerecht zu werden, als auch durch die Verwendung entsprechender Materialien möglichst gute klimatische Verhältnisse zu erreichen.

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