Was ist der Unterschied zwischen bivalenten und monovalenten LPG Fahrzeugen?

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Was ist der Unterschied zwischen bivalenten und monovalenten LPG Fahrzeugen?

Erdgasfahrzeuge, international auch als NGV oder GNV bezeichnet, sind nicht zuletzt wegen der Umweltvorteile in Deutschland auf dem Vormarsch. Ein immer dichteres Netz an Versorgungspunkten und längere Reichweiten führen zu einer Reihe verschiedener Produktinnovationen. Unterschieden wird prinzipiell zwischen monovalenten und bivalenten LPG-Fahrzeugen. Die ersten Fahrzeugtypen erhalten ihren Antrieb ausschließlich über Flüssiggas, die zweiten können zeitgleich auf einen klassischen Benzintank zurückgreifen.

 

Der Wechsel gelingt bei einem bivalenten Antrieb auf Knopfdruck

Bivalent lässt sich zunächst mit „bi“ für „zwei“ und valent für „wertig“ übersetzen, woraus die plausible Bezeichnung „zweiwertig“ entsteht. Wie in der Einleitung erwähnt, greifen derartige LPG-Fahrzeuge auf eine Autogasanlage sowie einen Benzinantrieb zurück. Bivalente LPG-Fahrzeuge zeichnen sich in erster Linie durch eine erhöhte Gesamtreichweite aus. Verbaut wird diese Technik insbesondere bei Wagen der Kompaktklasse, hier kann bei Bedarf mittels Knopfdruck auf den Benzinantrieb gewechselt werden. Gewährleistet wird damit eine hohe Reichweite auch im außereuropäischen Ausland, wo der Ausbau von Gastankstellen oft nur schleppend verläuft und auf klassische Mittel zurückgegriffen werden muss.

 

Geringe Emissionen und bessere Steuervorschriften bei monovalenten LPG-Fahrzeugen

Monovalente LPG-Fahrzeuge sind Fahrzeuge, die ausschließlich oder zum größten Teil auf Autogas als Antriebsform zurückgreifen. Diese Form des Antriebs kommt seltener vor, da auch durch eine Aufrüstung ein Benzintank bestehen bleibt und es sich somit um ein bivalentes LPG-Fahrzeug handelt. So lassen sich auch Oldtimer mit dieser Technik ausstatten.

Bei eBay finden Sie ausgereifte Modelle von Volkswagen oder Renault. Formal handelt es sich um ein monovalentes LPG-Fahrzeug, wenn die Füllmenge des Benzintanks auf maximal 14 Liter begrenzt ist. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch sehr gute Emissionswerte aus, wenngleich es Unterschiede bei Fahrzeugen mit Verdampferanlagen gibt. Hier wird eine Betriebstemperatur im Bereich von 25 bis 35 Grad Celsius ermöglicht. Deshalb bleiben monovalente LPG-Fahrzeuge als Pkw in der Minderheit. Besonders Nutzfahrzeuge und Busse greifen jedoch auf diese Technik zurück.

 

Fazit und abschließende Bewertung der beiden Antriebsarten

Mittlerweile werden beide Antriebsarten serienmäßig angeboten, der Kunde hat dann die „Qual der Wahl“. Wird ein Fahrzeug als klassischer Ersatz zum herkömmlichen Modell gesucht, das für regelmäßige Autobahnfahrten oder Reisen genutzt wird, kommt ein bivalentes Fahrzeug in Frage. Dies ergibt sich in erster Linie durch die erhöhte Reichweite, aber auch aufgrund der schlichten Notwendigkeit, die durch einen schleppenden Ausbau im Ausland entsteht.

Monovalente Fahrzeuge mit LPG-Autogas zeichnen sich durch eine höhere Verdichtung aus, daraus resultiert ein ebenso besserer Wirkungsgrad. Gegenüber bivalenten Fahrzeugen sinkt auf diese Weise der Verbrauch. All jenen Autofahrern, die das Fahrzeug vornehmlich als Stadtmobil nutzen und auch auf steuerliche Anreize abzielen, kann diese Antriebsart empfohlen werden.

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