Was ist beim Kauf von Wandfarbe zu beachten?

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Was ist beim Kauf von Wandfarbe zu beachten?

Farbe und Lacke erhalten Sie in einer riesigen Auswahl unterschiedlicher Produkte. Bei den meisten Menschen sorgt dies regelmäßig für Verwirrung – besonders, wenn Sie auf der Suche nach einer möglichst günstigen Lösung mit hoher Qualität sind. Was Sie beim Kauf von Wandfarbe beachten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

 

Aus welchen Bestandteilen sind Wandfarben zusammengesetzt?

Wandfarben werden unter dem Oberbegriff Dispersionsfarbe verkauft. Dies ist nicht, wie oft vermutet, eine spezielle Art der Wandfarbe, sondern beschreibt lediglich den Verarbeitungsprozess: Damit eine Farbe die Wand deckt, muss sie dispergieren, das heißt, sie muss sich „fein verteilen“ bzw. „zerstreuen“.

Damit das geschieht, bestehen Wandfarben sowie Lacke aus drei Hauptbestandteilen: den Pigmenten, die der Farbe die Färbung verleihen, einem Bindemittel, das die Pigmente nach dem Aushärten der Farbe zusammenhält, und einem Lösungsmittel, das sie vor der Verarbeitung voneinander trennt. Wenn eine Farbe aushärtet, verdunstet das Lösungsmittel, und das Bindemittel kann die Farbpigmente ungestört miteinander verbinden: Die Farbe ist trocken. Die verschiedenen Produkte unterscheiden sich lediglich in der Art der verwendeten Bindemittel, Pigmente und Lösungsmittel.

 

Der Standard für Wandfarben: Dispersionsfarben mit Kunstharz und ihre Qualitätsunterschiede

Das häufigste Bindemittel in Wandfarben ist Kunstharz. Es handelt sich dann um eine sogenannte Alkydharzfarbe. Manche Hersteller verwenden auch andere Stoffe, die gesundheitsschonender sind. Das Bindemittel ist ein entscheidender Faktor für die Qualität einer Wandfarbe, gehört allerdings auch zu den teuersten Bestandteilen. Die günstigen Produkte enthalten also entweder minderwertige Kunstharze oder schlicht zu wenige davon. Das Ergebnis ist eine Farbe, die eine schlechte Widerstandskraft hat. Manche Produkte hinterlassen daher bereits bei leichtem Kontakt mit der Jacke weiße Abdrücke auf dem Stoff.

Der zweite Faktor für eine qualitativ hochwertige Dispersionsfarbe sind die verwendeten Pigmente sowie ihre Anzahl. Auch diese Zutat in Wandfarben ist sehr teuer und wird bei günstigen Produkten daher vernachlässigt. Die Wirkung ist simpel: Je weniger und je mangelhaftere Pigmente enthalten sind, desto geringer ist die Deckkraft. Die gute Nachricht für Ihren Einkauf ist, dass die Hersteller versprechen, was sie halten. So gibt es vier Klassen, die das Deckvermögen von Farben beschreiben. Klasse I bezeichnet das höchste Deckvermögen, ist teurer, dafür aber deutlich effizienter. Der Kauf einer guten und teuren Wandfarbe lohnt sich also und erspart Ihnen viel Arbeit.

 

Weitere Faktoren beim Farbenkauf: das Lösungsmittel, die Abriebfestigkeit und die Verträglichkeit für die Gesundheit

Neben Dispersionsfarben auf Basis von Kunstharz gibt es sogenannte Latexfarben. Hierbei wird Kautschuk als Bindemittel verwendet, das eine besonders hohe Abriebfestigkeit der Farbe verspricht. Selbst Wasser kann diesen Farben nichts anhaben. Erhältlich sind sie von allen bekannten Herstellern wie Alpina, Düfa oder Schöner Wohnen. Für Innenräume ist diese Farbe nur bedingt geeignet, da die Wände durch die Farbe schlechter „atmen“ können. Wenn Sie auf der Suche nach einer ökologischen Farbe sind, dann sollten Sie insbesondere auf das Lösungsmittel achten: In Produkten mit dem „Blauen Engel“ ist dies in der Regel Wasser. Zudem verzichten Wandfarben von Ökomarken wie Auro auf weitere bedenkliche Chemikalien wie Konservierungsstoffe.

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