Was ist beim Kauf von Schnurzählern, Tiefenzählern, Leuchtködern und Anglermessern zu beachten?

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Was ist beim Kauf von Schnurzählern, Tiefenzählern, Leuchtködern und Anglermessern zu beachten?

Das A und O: die Ausrüstung

Der erfolgreiche Fischfang hängt entscheidend von der Ausrüstung eines Anglers ab. Bei der Zusammenstellung seines Equipments steht der Petrijünger einem unglaublich vielfältigen Angebot gegenüber. Das macht es nicht einfach, aus dem Sortiment das Richtige zu finden. Dieser Ratgeber stellt Ihnen einige Geräte vor und verrät, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Der Schnurzähler

Der Schnurzähler leistet dem Angler beim Fischen wertvolle Dienste. Mit diesem Gerät kann der Angler die genaue Angeltiefe bestimmen. Ein Schnurzähler ist ein sinnvolles Hilfsmittel, wenn das Echolot im Mittelwasser einen Schwarm Fische signalisiert. Der Angler hat somit die Möglichkeit, genau an dieser Stelle seine Angel auszuwerfen.

Die Funktionsweise eines Schnurzählers

Das Prinzip hinter einem Schnurzähler ist schnell erklärt. Das Gerät wird mithilfe eines Clips direkt an der Angel angebracht. Die Angelschnur läuft durch den Schnurzähler. Es gibt mechanische und digitale Modelle. Einige Schnurzähler ermitteln Werte im zweistelligen Bereich. Andere Geräte zeigen Tiefen von 0 bis 999 Metern an. Für welchen Schnurzähler sich der Angler entscheidet, hängt vom Gewässer und dessen Tiefe ab. Damit sich der Angler auf die ermittelten Werte verlassen kann, sollte auf einen hochwertigen Schnurzähler eines Markenherstellers zurückgegriffen werden.

Der Tiefenmesser

Ein Tiefenmesser kommt generell beim Angeln in der Tiefsee zum Einsatz. Somit weiß der Angler ganz genau, in welcher Tiefe die Fische anzutreffen sind.

Ein Tiefenmesser wird via Clip an der Angelrute montiert. Anschließend spannt der Angler die Angelschnur ein. Es gibt auch Angeln, die bereits beim Kauf über einen Tiefenmesser verfügen.

Vor dem Erwerb eines separaten Tiefenmessers muss der Angler die Dicke seiner Angelrute kennen. Das ist wichtig, damit das Messgerät später nicht von der Angel fällt. Ob er sich für ein mechanisches oder digitales Modell entscheidet, ist von den individuellen Vorlieben des Petrijüngers abhängig. Manche Tiefenmesser lösen selbstständig die Angelschnur. Bei anderen gibt der Angler per Hand die Schnur frei.

Vor- und Nachteile bei Tiefenmessern

Der Einsatz von Tiefenmesser bietet Vor-, aber auch Nachteile. Das Gerät ermöglicht die nahezu exakte Bestimmung, in welcher Wassertiefe sich die Tiere aufhalten. Er ist als Zubehörteil erhältlich und kann mit mehreren Angelrollen verwendet werden. Allerdings ist der Tiefenmesser für das Angeln in verhältnismäßig flachen Gewässern eher ungeeignet – auch wenn Hersteller mit Tiefenangaben von 0 bis 999 Metern werben. Zusätzlich kommt es immer wieder vor, dass sich die Angelschnur in dem Gerät verheddert. Für den Angler ist es sehr zeitraubend und mühsam, die Angelschnur wieder fachgerecht aufzuwickeln.

Messer für Angler

Gute Messer sind fester Bestandteil jeder Ausstattung beim Angelsport. Die Klinge der Messer sollte rostfrei sein. Der Griff eines Anglermessers sollte sich auch mit nassen Händen gut handhaben lassen. Zudem empfiehlt sich ein Futteral für das Messer. Einige Angler besitzen Messersets, die sich in einem Koffer befinden. Neben unterschiedlichen Messergrößen enthält so ein Set in der Regel auch einen Schleifstab. Anderen Petrifreunden reicht ein Anglermesser.

Eine Sonderform stellt das schwimmende Anglermesser dar. Es verfügt über eine etwa 12 Zentimeter lange Klinge aus Stahl und wird mithilfe einer speziellen Sicherheitsscheide am Gürtel befestigt.

Das Filetiermesser

Das sogenannte Filetiermesser sollte jeder Angler besitzen. Es eignet sich hervorragend zum Ausnehmen der Fische, da sich die Filets unkompliziert und sehr genau von der Fischhaut trennen lassen. Die Länge der Klinge beträgt etwa 15 Zentimeter. Sie ist flexibel und besteht aus Stahl. Dank der Elastizität des Messers kann der Angler auch schwierige Stellen erreichen. Ein Filetiermesser sollte sehr scharf sein. So lassen sich auch kleinere Fische besser auftrennen. Für größere Beute empfiehlt sich ein Messer mit sogenanntem Wellenschliff. Das verhindert ein Zerreißen des nicht ganz so zarten Filets. Der Griff eines guten Filetmessers besitzt eine rutschfeste Oberfläche. Die dazugehörige Messerscheide sorgt für einen sicheren Transport des Anglerutensils. Die Filetiermesser von Profianglern verfügen über eine Sicherheitsscheide mit integriertem Messerschleifer.

Es gibt passend zu den Filetiermessern spezielle Schutzhandschuhe. Sie bestehen aus einem Edelstahlgewebe mit Kunststoffbeschichtung. Der Handschuh verhindert, dass sich der Angler beim Ausnehmen des Fisches verletzt.

Das Damastmesser

Das Damastmesser hat seinen Ursprung in Japan. Als Vorlage dienten die sogenannten Damaszener-Schwerter der Samuraikämpfer. Diese Waffen wurden aus 1. 000fach gefälteltem Stahl gefertigt. Die Damastmesser für Angler verfügen über einen ganz besonderen Schliff. Damit lassen sich auch die glibberigen Bestandteile des Fisches problemlos bearbeiten.

Die Eigenschaften eines Damastmessers

Ein Damastmesser ist ein Messer für Freunde des Angelsportes, die besonders großen Wert auf hochwertige Verarbeitung und Qualität legen. Es wird in Handarbeit gefertigt. Der Messergriff besteht aus äußerst seltenen Materialien wie beispielsweise masurischer Eiche oder Wüsteneisenholz. Die Klinge eines Damastmessers ist scharf und sehr widerstandsfähig. Das wird erreicht, indem zwei Stahlsorten sie bei hohen Temperaturen und mithilfe eines enormen Drucks an die 300 Lagen hergestellt wird. Dadurch ist die Messerklinge trotz ihrer beispielhaften Schärfe auch noch sehr elastisch. Im Anschluss an das Härten des Stahls kommt das Ätzen. Bei diesem Vorgang entstehen aufgrund der unterschiedlichen Stahlvarianten unterschiedliche Muster. Jedes Messer besitzt ein anderes, weshalb sich ein Damastmesser auch bei Sammlern großer Beliebtheit erfreut. Gleichzeitig handelt es sich bei der auffälligen Musterung um ein Qualitätsmerkmal.

Ein Damastmesser büßt auch durch intensiven Gebrauch nichts an Schärfe ein. Allerdings haben Damastmesser einen Nachteil gegenüber anderen Anglermesser: Sie können Rost ansetzen. Zudem müssen sie in regelmäßigen Abständen von Hand geölt werden.

Worauf es beim Kauf eines Anglermessers ankommt?

Die Bandbreite an Anglermessern ist groß. Insbesondere das Internet bietet Angelfreunden ein reichhaltiges Sortiment an Anglermessern und Messersets. Damit jeder Petrijünger auch das für ihn passende Anglermesser findet, sollte er die Preise und damit verbundene Qualität genau vergleichen. Ein Messer mit breiter Klinge leistet das nicht. Je elastischer ein Anglermesser ist, um so exakter kann der Petrifreund die Richtung seines Schnittes korrigieren. Die Beute wird immer vom Kopf zum Schwanz hin filetiert, weshalb die Klinge zudem leicht federnd und biegsam sein muss.

Dabei spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle: die Schärfe, die Härte der Stahlklinge und deren Flexibilität. Je dünner und elastischer eine Messerklinge ist, desto besser fühlt der Angler, ob er die Gräten am Fischrücken durchtrennt oder ob er daran vorbeischneidet. Darüber hinaus zählen die Rostfreiheit, Schärfbarkeit und die Sicherheit beim Transport zu den wichtigen Auswahlkriterien. Für eine gute Handhabung des Anglermessers sollte es über einen ergonomisch geformten, rutschfesten Griff verfügen. Ein Modell mit speziellen Fingermulden liegt besonders gut in der Hand.

Zusatzfunktionen und Pflege

Manche Anglermesser besitzen Zusatzfunktionen. Einige Modelle erlauben eine stufenlose Einstellung der Messerklinge. Dadurch können mit einem Messer verschieden große Fische filetiert werden. Bei anderen Anglermessern kann die Klinge komplett abgenommen werden, was die Reinigung erleichtert. Obwohl sehr gute Messer als spülmaschinenfest ausgewiesen sind, empfiehlt sich dennoch die Reinigung per Hand. So beugen Angler Flugrost vor und gehen sicher, dass die Klinge scharf bleibt.

Bei einem guten Anglermesser ist eine Sicherheitsscheide im Kaufpreis enthalten. Einige dieser Transportscheiden können gleichzeitig als Zange genutzt werden. So wird das Verrutschen der Beute beim Ausnehmen verhindert. Eine Messerscheide bietet den Vorteil, das Anglermesser sicher am Gürtel oder im Rucksack zu befestigen.

Auf dem Markt gibt es auch sogenannte Kombinationsmesser für Angler, die sich insbesondere für Einsteiger eignen. Sie besitzen ein breiteres Funktionsspektrum und überzeugen mit hohen Sicherheitsstandards. Diese Kombi-Messer leisten dem Angler nicht nur beim Filetieren des Fisches treue Dienste.

Der Leuchtköder

Mit dem Köder fängt der Angler Fische. Dabei eignet sich nicht jeder Köder für jede Fischart. Es gibt Naturköder oder künstliche Köder. Die Wahl des Köders hängt von der Art des Fisches, dem Gewässer und der individuellen Erfahrung des Anglers ab. Auch hier existiert eine unglaubliche Auswahl.

Bei Leuchtködern handelt es sich um eine spezielle Köderform, die überwiegend auf der Tiefsee zum Einsatz kommt. Auch beim Naturköderangeln steigern die leuchtenden Köder die Ausbeute. Beim Angeln mit Leuchtködern macht sich der Petrifreund einen Trick der Natur zunutze. In der tiefen See leben Fischarten, deren Fühler an ihren Enden Licht abstrahlen. Diese Leuchtpunkte wecken die Neugier der Beutefische.

Aus diesem Grund nutzen Raubfischangler fluoreszierende Gummifische, um beispielsweise Zander zu fangen. Die richtige Anwendung der Leuchtköder kann die Ausbeute eines Petrijüngers beträchtlich steigern.

Leuchtperlen zum Angeln

Neben leuchtenden Gummifischen kommen auch fluoreszierende Leuchtperlen zum Einsatz. Die Leuchtperlen verfügen über ein kleines Loch in der Mitte. Diese werden einfach mit einem Streichholz oder Feuerzeug kurz angeschmolzen. Anschließend wird diese Leuchtködervariante links und rechts vom Köderkopf angebracht. Sie empfehlen sich insbesondere beim Angeln auf Butt, Kliesche oder Scholle.

Leuchtperlen zum Angeln sind äußert preisgünstig. Die Anschaffungskosten liegen generell im Centbereich. Es gibt sich in vielen verschiedenen Farben und unterschiedlichen Größen.

Knicklichter zum Angeln

Das Knicklicht ist ein besonders beliebter Leuchtköder. Angler nutzen diese Köder in der Nacht oder bei schlechten Sichtverhältnissen. Das Knicklicht besitzt die Form eines Stabes. Im Inneren befinden eine Glas- und eine Plastikkammer. Beide sind mit unterschiedlichen Chemikalien gefüllt. Vor dem Gebrauch knickt der Angler das Röhrchen und die Kammerhüllen brechen. Die Flüssigkeiten vermischen sich und reagieren. Das Knicklicht leuchtet.

Die Knicklichter gibt es in unterschiedlichen Größen und Farben. Welches Modell zum Einsatz kommt, hängt vom Zielfisch ab. In der Regel nutzt ein Angler das Knicklicht in Kombination mit einer sogenannten Knicklichtpose. Das ermöglicht ihm die Beobachtung aus weiterer Distanz, wodurch der Angler Anbisse unmittelbar wahrnimmt.

Fazit

Bei seiner Ausrüstung sollte Angler sich nicht ausschließlich vom Preis leiten lassen. Qualität, Sicherheit und individuelle Angelvorlieben spielen eine entscheidende Rolle. In der Rubrik Angelsport bei eBay finden Freunde des Angelsports alles, was sie für die Ausübung ihres Sports benötigen.

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