Was ist beim Kauf von Nadeln für Nähmaschinen zu beachten?

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Was ist beim Kauf von Nadeln für Nähmaschinen zu beachten?

Nähmaschinennadeln unterscheiden sich in Form, Art der Verwendung und Stärke. Für jede Maschine und jeden Stofftyp finden Sie mit dem folgenden Ratgeber das richtige Werkzeug.

 

Nähmaschinennadeln sind das Produkt einer langen Entwicklung

Die Vorgänger der Nähnadeln waren aus Fischgräten, später aus Knochen und Horn gefertigt. Obwohl im 14. Jahrhundert Nadeln aus Eisen bestanden, änderte das am Prinzip des Werkzeugs nichts: Unabhängig vom Material bestimmen Schaft und Öse das Führen und Arretieren des Fadens. Speziell konzipierte Nähmaschinennadeln entwickelten sich mit der industriellen Herstellung von Kleidung. Die eingespannte Nadel nimmt den Unterfaden auf und verkettet ihn mit dem Oberfaden zu einer festen Naht. Die heute im Handel erhältlichen Nadeln arbeiten nach diesem Prinzip.

 

Nähmaschinennadeln unterscheiden sich in Form und Art der Verwendung

Nähmaschinennadeln bestehen aus einem Kolben, der in einen Schaft übergeht. Die Übergangsstelle trägt die Bezeichnung Konus. Es folgt bis zur Nadelspitze nach dem Schaft die Öse, durch die der Faden läuft. Der Kolben der Nadel sitzt fest in der Nähmaschine, sodass nur der Schaft aus der Verankerung herausragt. Die Form des Kolbens kann flach oder rund sein. Umgangssprachlich mündet die unterschiedliche Ausführung in Nähmaschinennadeln mit Rundkolben oder Flachkolben. Die Art der verwendeten Nadel hängt vom Typ der Nähmaschine ab. Diesen sollten Sie vor  dem Kauf einer Nadel kennen. Gebräuchlich sind Maschinen, in die Nadeln mit Flachkolben passen. Sie tragen die Bezeichnung 130 / 705. Auf Rundkolbennadel befindet sich die Markierung 287 WH oder 1738 A.

 

Die Nadelstärke bezieht sich immer auf den Durchmesser des Schafts

Wichtig sind ebenfalls Angaben über den Durchmesser des Schafts. Die Stärken variieren beträchtlich. Der Schaft und die Öse sind für die Größe des Einstichlochs im Stoff verantwortlich. Das Augenmerk liegt beim Nähen darauf, kleine Löcher im Stoff zu hinterlassen. Die Stärke 55 bezieht sich auf einen Schaftdurchmesser von 0,55 Millimetern. Nähmaschinennadeln gelangen als Set in den Handel. Sind Nadeln mit verschiedenen Stärken zusammengefasst, stehen zwei Angaben auf der Verpackung.

 

Mit unterschiedlich robusten Nadeln ist jeder Stoff zu verarbeiten

Neben System und Schaftdurchmesser sind Buchstaben oder farbige Markierungen auf der Nadel zu finden. Angaben wie 130 / 705 H stehen für eine Flachkolbennadel für universelle Stoffe. Diese Nadeln tragen keine farbliche Ringmarkierung unterhalb des Kolbens. Verschiedene Stoffe erfordern unterschiedliche Nadelspitzen. Nähmaschinennadeln für Jeansstoffe besitzen eine runde Spitze mit verstärktem Schaft. Dazu tragen sie einen blauen Ring und die Bezeichnung H-J. Robuste Nadeln sind mit den Kurzzeichen H-LL versehen. Sie tragen einen braunen Kolbenring und kennzeichnen Nähmaschinennadeln für Leder. Über die Art der zu einzusetzenden Nadeln informiert die Gebrauchsanweisung Ihrer Nähmaschine. Für Jeansstoff können Sie Nadeln mit der Bezeichnung 130 / 705 H und der Stärke 70 verwenden. Einige Nähmaschinen gestatten das Arretieren einer Zwillingsnadel. Sie ist geeignet, eine gleichmäßige Doppelnaht zu nähen.

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