Was ist bei der Auswahl von Büchern und DVDs zu Europameisterschaften zu beachten?

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Was ist bei der Auswahl von Büchern und DVDs zu Europameisterschaften zu beachten?

Europe at its best – Sport auf unserem Kontinent

Europa ist der Kontinent, auf dem die meisten Sportarten erfunden worden sind. Das ist sicherlich auch ein Grund dafür, warum Sport die Menschen in Europa in hohem Maße begeistert, fasziniert und polarisiert. Es ist dabei eigentlich völlig gleichgültig, ob es sich um eine Großveranstaltung wie ein Weltmeisterschafts-Turnier handelt oder um ein Kreis-Relegationsspiel. Das Kribbeln auf und unter der Haut stellt sich nicht nur in den großen Stadien ein. Es sind die großen Emotionen, die die Menschen in Bewegung versetzen. Echte Spannung kommt in erster Linie deswegen auf, weil Erfolg oder Misserfolg selbst bei ungleichen Konkurrenzen nicht berechenbar sind. Konkurrenz im Sport bedeutet heutzutage für viele Menschen das größte Potenzial der Unterhaltung. Und selbstverständlich sind es die großen Wettbewerbe wie Welt- und Europameisterschaften, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Informationen zum Thema Europameisterschaften, die die Menschen nicht nur in unserem Land ganz besonders interessieren, können aus zahlreichen EM-Büchern oder DVDs zu diesem Thema bezogen werden.

Europameisterschaft, was passiert da eigentlich?

Eine Europameisterschaft, die gewöhnlich kurz als EM bezeichnet wird, ist ein auf europaweiter Ebene ausgetragener sportlicher Wettbewerb für einzelne Sportler oder Nationalmannschaften. Meist werden Europameisterschaften wie ein Turnier ausgetragen und vom entsprechenden Weltverband organisiert. Um an dem abschließenden Turnier teilnehmen zu können, müssen die Bewerber in aller Regel eine Qualifikation bestehen. Diese Qualifikation für die jeweilige Europameisterschafts-Endrunde erwirbt der teilnehmende Sportler oder die Mannschaft meist in nationalen oder kontinentalen Wettbewerben. Die Bezeichnung Europameisterschaften im Plural wird für Wettkämpfe benutzt, bei denen mehrere Gewinner in verschiedenen Disziplinen, Geräte- oder Gewichtsklassen ermittelt werden. Beispiele hierfür sind das Ringen, Reiterwettkämpfe oder das Rudern. Die am Ende siegreichen einzelnen Sportler oder Mannschaften erhalten den Titel eines Europameisters, der vom europäischen Sportverband der entsprechenden Sportart verliehen wird. Entsprechende Konkurrenzen im Vereinssport werden als Europapokal-Wettbewerbe bezeichnet.

Europameisterschaften in den verschiedenen Sportarten

Der Europameisterschafts-Wettbewerb, der hinsichtlich des Zuschauerinteresses wohl die größte Bedeutung hat, ist die Fußball-Europameisterschaft des europäischen Fußballverbandes UEFA. Die große Attraktivität des Fußballs basiert auf der Kombination von Kampf, Taktik und Technik, die dieser Sport in sich vereint. Ebenfalls große Publikumswirksamkeit in allen europäischen Ländern besitzen die Handball- oder Leichtathletik-Europameisterschaften.

Darüber können auch die Basketball-Europameisterschaften und die Tischtennis-Europameisterschaften auf viele Fans setzen. Neben diesen finden regelmäßig Europameisterschaften in den Disziplinen American Football, Badminton, Gewichtheben, Handball, Hockey, Leichtathletik, Volleyball und Rugby statt.

Die wichtigste EM: Fußball-Europameisterschaft als besonderes Event

Das wichtigste Fußballturnier auf unserem Kontinent für Nationalmannschaften, bei dem alle vier Jahre der aktuelle Europameister ausgespielt wird, ist die Fußball-Europameisterschaft der Männer, die ganz offiziell UEFA Euro genannt wird. Veranstalter und Organisator ist der europäische Fußballverband UEFA. Das Endrunden-Turnier, das alle vier Jahre in einer vierwöchigen Veranstaltungsreihe ausgetragen wird, ist für viele Zuschauer eines der bedeutendsten Sportereignisse – direkt nach den Fußball-Weltmeisterschaften. Sieger der letzten Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine war die Nationalmannschaft Spaniens, Austragungsort der Endrunde der nächsten EM wird im Jahr 2016 Frankreich sein.

Die UEFA Euro ist der höchste europäische Wettbewerb für Fußball-Nationalmannschaften und wird von der Union of European Football Associations (UEFA) ausgetragen. Die EM des Jahres 2016 wird zwischen 24 Endrundenteilnehmern in Frankreich ausgetragen. 1960 wurde die EM erstmals noch unter den Namen Europapokal der Nationen ebenfalls in Frankreich ausgetragen. Sieger war damals die Sowjetunion. Rekordeuropameister sind Deutschland (in den Jahren 1972, 1980 und 1996) sowie Spanien (in den Jahren 1964, 2008 und 2012) mit jeweils drei Titeln.

Austragungsmodus der Fußball-Europameisterschaften

An einer Fußball-EM nehmen seit 1996 insgesamt 16 Mannschaften teil, die sich zuvor in der EM-Qualifikationsrunde durchgesetzt haben. Die Teams werden in vier Gruppen mit je vier Teilnehmern aufgeteilt. Jede Mannschaft bestreitet, da innerhalb einer Qualifikationsgruppe jede Mannschaft gegen jede antreten muss, drei Gruppenspiele. Die ersten beiden Mannschaften jeder Abschlusstabelle jeder Gruppe ziehen in das Viertelfinale ein. Ab diesem Zeitpunkt wird das Turnier im Modus des K.-o.-Systems weiter geführt. Dies bedeutet, dass der Verlierer jeden Spieles ausscheidet. Das sogenannte kleine Endspiel um den dritten Platz zwischen den Verlierern der Halbfinals wurde letztmalig 1980 ausgetragen.

Ab 2016 bei der Europameisterschaft in Frankreich werden anstelle von 16 Mannschaften in 4 Gruppen insgesamt 24 Mannschaften in 6 Gruppen zu dem Endrundenturnier antreten. Neben den erst- und zweitplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich auch die insgesamt vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale, das es bei den Turnieren mit 26 Teilnehmern gar nicht gab.

Geschichte der Fußball-Europameisterschaften

Die Historie der Fußball-Europameisterschaften begann 1960 und 1964 mit Endrunden, an denen jeweils lediglich vier Mannschaften teilnehmen konnten. Die Qualifikation einschließlich des Viertelfinales fand in den Heimatländern der teilnehmenden Teams im K.-o.-Modus in Hin- und Rückspielen statt. Im jeweiligen Gastgeberland wurden erst das Halbfinale und das Finale ausgetragen. Das Gastgeberland selbst musste sich damals allerdings im laufenden Wettbewerb für das Halbfinale ebenfalls noch qualifizieren.

Die Europameisterschaften der 70er und 80er Jahre

Bei den folgenden Wettbewerben der „UEFA Euro“ 1968 in Italien, 1972 in Belgien und 1976 in Jugoslawien, gab es für die Qualifikationsspiele acht Gruppen. Die jeweiligen Gruppenersten spielten in den Viertelfinalbegegnungen durch Hin- und Rückspiel vier Teilnehmer einer Endrunde aus, die wie in den beiden Vorgängerturnieren ausgetragen wurde. Ab der Europameisterschafts-Endrunde in Italien 1980 war der Gastgeber für das auf acht Mannschaften erweiterte Final-Turnier automatisch qualifiziert. Die übrigen sieben Endrundenteilnehmer wurden durch Qualifikationsgruppen ermittelt, die dann zusammen mit der Mannschaft des Gastgebers in zwei Endrunden-Gruppen eingeteilt wurden. Die jeweiligen Gruppenersten trugen das Finale aus, die Gruppenzweiten spielten um den dritten Platz. Die Turniere 1984 in Frankreich, 1988 in der Bundesrepublik Deutschland und 1992 in Schweden fanden ebenfalls mit acht Endrundenteilnehmern statt. Um die Finalisten zu ermitteln, wurden dabei Halbfinalspiele zwischen den Erst- und Zweitplatzierten der beiden Gruppen durchgeführt. Das Spiel um den dritten Platz, das 1980 zum letzten Mal ausgetragen wurde, wurde ersatzlos gestrichen.

Die UEFA wächst

Als zu Beginn der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Auflösung Jugoslawiens die Zahl der Mitglieder der UEFA deutlich angewachsen war, wurde es notwendig, die Zahl der Endrunden-Teilnehmer zu erhöhen. Da auch die Vermarktung des Fußballs einen immer größeren Stellenwert errang, wurde ab der EM-Endrunde 1996 in England ein Turnier mit 16 Teilnehmern in vier Gruppen und einem K.-o.-System ab dem Viertelfinale gespielt. Je nach Teilnehmerzahl und zu vergebenden Endrundenplätzen – 15 bei Turnieren mit einem Gastgeberland, 14 bei Turnieren mit zwei Gastgeberländern – wurden in unterschiedlich vielen Qualifikationsgruppen mit möglichen Relegationsspielen der Gruppenzweiten durchgeführt.

Geschichte der Europameisterschaften unter verschiedenen Aspekten

Das Thema Fußball, das Menschen jeden Geschlechts, jeder Hautfarbe, aller Altersstufen oder Gesellschaftsschichten immer wieder auf's Neue begeistert, hat eine schier unglaubliche Anzahl von Geschichten, Kuriositäten und Helden hervorgebracht. Die Entstehung der Geschichten rankt sich natürlich um die Top-Ereignisse des Fußballs, so auch um die Europameisterschaften. So war die deutsche Nationalmannschaft für nahezu alle Endrunden qualifiziert, außer für die beiden ersten 1960 und 1964. Der Grund hierfür dürfte nach dem heutigen Verständnis nur schwer nachvollziehbar sein: Bundestrainer Sepp Herberger hielt das Turnier schlicht für Zeitverschwendung.

Kurioses rund um die Fußball EM

Dänemark schaffte 1998 bei der EM in Schweden ein seltenes Kunststück. Die Mannschaft wurde Europameister, ohne sich für das Turnier regulär qualifiziert zu haben. Die Dänen durften nur deswegen an der Endrunde teilnehmen, weil wegen des Balkan-Krieges der eigentliche Sieger in der Qualifikationsgruppe, Jugoslawien, vom Turnier ausgeschlossen wurde. Die italienische Mannschaft gewann das Turnier 1968 nach einer umstrittenen Münzwurfentscheidung nach dem Unentschieden im Halbfinale gegen die Sowjetunion. Im niederländischen Radio wurde vor dem EM-Endspiel 1988 gemeldet, es gebe noch 25.000 Eintrittskarten, was zur Folge hatte, dass sich unmittelbar darauf eine Karawane von holländischen Wohnwagen in Bewegung setzte, nur um 900 Kilometer später vor dem Münchener Olympiastadion festzustellen, dass das Spiel ausverkauft war.

Die Vielzahl der merkwürdigen Begebenheiten erhöht natürlich die Zahl der Bücher zum Thema Fußball-Europameisterschaften. Die unterschiedlichen Ansätze, woraus diese Bücher entstanden sind, reichen von der Historie des Turniers über die Entwicklung der Modalitäten, überwiegend statistisch geprägte Abhandlungen oder Sammlungen von kuriosen Geschichten.

Beispiele für Bücher und DVDs von Europameisterschaften

Die Bücher, die sich mit Europameisterschaften beschäftigen, lassen sich zunächst ganz grob in zwei Gruppen unterteilen. Es sind einerseits die, die sich mit Fußball, und andererseits die, die sich mit allen anderen Sportarten befassen. Innerhalb dieser beiden Unterscheidungskriterien kann auch noch eine weitere Gliederung der Bücher dahin gehend vorgenommen werden, dass manche von ihnen nur eine einzige und andere sämtliche Europameisterschaften einer Sportart behandeln. Einzelne beispielhafte Werke sind:

  • Leichtathletik Europameisterschaften 1986: Offizielle Bilddokumentation des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Copress-Verlag, 1986
  • Europameisterschaften im Amateurtanzsport, Berlin 1960 Deutschlandhalle: Programm der Europameisterschaft im Amateurtanzsport
  • Tagesprogramm 22. Europameisterschaften im Boxen 1977: Boxprogramm zur Amateur-Boxeuropameisterschaft in Halle (Saale)
  • Fußball-Europameisterschaften von 1960 bis heute, von Karlheinz Huba, Stiebner Verlag GmbH, 2011
  • Bildband Fußball-Europameisterschaft EM Euro 2012 Polen/Ukraine, von Sven Simon, Copress Verlag, 2012: Neben ausführlicheren Spielberichten der Spiele der Deutschen Nationalmannschaft gibt es zusätzlich zahlreiche Pressestimmen und Kommentare von Spielern, Trainern und anderen Akteuren. Zusätzlich liefert das Buch Detailanalysen der Mannschaften sowie Statistiken zu den einzelnen Matches und Spielern. Jede Runde wird zusammenfassend kommentiert von kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh.
  • Die Fußball-EM – Klassikersammlung 1 – Deutsche Triumphe, alle großen Spiele – Viertelfinale 1972 – England-Deutschland 1:3, DVD
  • Judo Kata Europameisterschaft 2007, DVD neu
  • EURO 1996 – England 4 Holland 1, DVD

Diese Aufzählung muss sich lediglich auf einen sehr kleinen Bereich der EM-Bücher beschränken.

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