Was ist Virtual Reality?

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Virtual Reality (VR) ist eine künstlich am Computer generierte Abbildung einer realen oder irrealen Welt. Mit Hilfe spezieller Hardware können Personen über Sinneseindrücke diese künstliche Realität wahrnehmen und in ihr agieren. Eng verknüpft ist Virtual Reality mit den VR-Brillen, die über nahe am Auge befindliche Bildschirme ein dreidimensionales Bild zeigen. Das dargestellte Bild wird entsprechend den Bewegungen des Trägers in Echtzeit angepasst.

Virtual Reality — kurz vor dem Durchbruch in den Massenmarkt

Schon immer fasziniert den Menschen der Gedanke, künstliche Realitäten zu schaffen, in die der Mensch eintauchen und in denen er agieren kann. Mit dem enormen technischen Fortschritt im Bereich der Computertechnik scheint dieser Traum nun erstmals wahr zu werden. Virtual-Reality-Anwendungen und die hierfür erforderliche Hardware, die VR-Brillen, stehen kurz davor, den Durchbruch in den Massenmarkt zu schaffen. Zwar gab es bereits in den 80er und 90er Jahren Versuche mit sogenannten Head-Mounted-Displays erste Eindrücke einer virtuellen Welt zu vermitteln, doch konnte sich diese Technik mangels Ausgereiftheit und aufgrund des hohen Preises und der Größe der Geräte nicht durchsetzen. Inzwischen ist die Technik soweit fortgeschritten, dass sich mit relativ günstigen und bequem zu tragenden Geräten beeindruckende Virtual-Reality-Effekte erzielen lassen. Prinzipiell können Virtual-Reality-Brillen aus Pappe mit zwei optischen Linsen und einem Smartphone erstaunliche Ergebnisse liefern. Selbst mit einfachen Geräten entsteht ein Gefühl des Eintauchens in die künstliche Realität und echter Präsenz.

Anwendungsmöglichkeiten der Virtual Reality

Ein wesentlicher Treiber der virtuellen Realität ist die Computerspiele-Industrie. Mit Hilfe von VR-Brillen und speziellen Eingabegeräten wie Datenhandschuhen können Spieler tiefer denn je in das Spielgeschehen eintauchen und Teil der Handlung werden. Auch andere Multimediabereiche wie die Filmbranche, Sport- und Konzertveranstalter oder Verlagshäuser sind an der VR-Technik stark interessiert. So ist es denkbar, sich mit Hilfe einer VR-Brille bei einem Musikkonzert oder einem Film direkt zwischen den Akteuren und Künstlern zu bewegen.
Touristikveranstalter hoffen mit virtueller Realität den Kunden schon vor dem Besuch des Urlaubsortes oder des Hotels einen wirklichkeitsnahen Eindruck der Lokation zu vermitteln. Auch die Automobilbranche investiert derzeit erhebliche Beträge in die Virtual Reality und möchte Fahrzeuge schon vor dem Kauf für Interessenten erlebbar machen. Selbstverständlich lässt sich die virtuelle Realität auch in anderen Branchen und Verkaufsszenarien wie zum Beispiel in der Möbelbranche erfolgversprechend einsetzen. Ebenfalls große Erfolgsaussichten räumt man der Virtual Reality im Bildungssektor, in der Architektur, der Nachrichtenbranche und für Einrichtungen wie Museen ein. Die Liste der möglichen Anwendungsbereiche für die virtuelle Realität kann fast unbegrenzt fortgesetzt werden. Denn auch in der Industrie, in der Fertigung, Entwicklung und in der Produktion sowie in der Medizin werden in den nächsten Jahren zahlreiche neue VR-Anwendungen die Arbeitswelt revolutionieren.

Technische Umsetzung der Virtual Reality — VR-Brillen

Die Basis jeder virtuellen Welt bildet zunächst ein leistungsfähiger Rechner, der die künstliche Wirklichkeit in Echtzeit generiert und direkt auf die Interaktion des Benutzers reagiert. Aufgrund der Leistungsfähigkeit moderner Prozessoren handelt es sich bei diesen Rechnern nicht mehr nur um teure, professionelle Server. Denn inzwischen sind normale PCs oder selbst Smartphones in der Lage, solche Welten in erstaunlicher Qualität in Echtzeit zu erschaffen. Oft sind diese Rechner direkt in der VR-Brille integriert. Die vom Rechner gelieferten Bilder werden an das Display der Brille übergeben und durch stereoskopische Projektion mit je Auge leicht versetzter Perspektive wiedergegeben. Die Brillen bedecken das komplette Sichtfeld der Träger und sorgen für eine dreidimensionale, sehr echt wirkende Wiedergabe der künstlichen Realität. Um sich in der virtuellen Welt zu bewegen, erfassen die Brillen die Bewegungen des Kopfes oder des kompletten Trägers im Raum und passen das wiedergegebene Bild entsprechend an. Das Agieren in der künstlichen Welt erlauben Sensoren an den Händen oder spezielle Kameras, die die Gesten der Personen erkennen und zur Interpretation an das System weitergeben. Auch haptische Rückmeldungen aus der virtuellen Welt lassen sich über spezielle Handschuhe oder andere Vorrichtungen realisieren.
VR-Brillen sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die Auswahl reicht von einfachen Pappbrillen, in die sich ein Smartphone einstecken lässt, über Brillen mit eigenem Display und eigenen Sensoren zur Erfassung von Bewegungen oder Positionen im Raum bis hin zu komplexen Brillen, die direkt mit VR-Räumlichkeiten und Peripheriegeräten abgestimmt sind und ein sehr realistisches Interagieren ermöglichen.

VR-Apps für die virtuelle Realität per Smartphone

Wer sich heute einen ersten Eindruck von Virtual Reality verschaffen möchte, kann dies mit Hilfe einer günstigen VR-Brille, wie zum Beispiel Google Cardboard, dem Smartphone und kostenlos erhältlichen VR-Apps tun. Das Smartphone wird einfach in die Pappbrille eingelegt und übernimmt die Aufgaben der stereoskopischen Darstellung, der Berechnung der virtuellen Welt und der Erfassung der Kopfbewegungen. Zahlreiche VR-Apps, mit denen sich künstliche Welten recht beeindruckend anzeigen lassen, sind sowohl für Android- als auch für iOS-Smartphones verfügbar. Sie können wählen zwischen virtuellen Achterbahnfahrten, virtuellen Adventure Games oder Demoprogrammen wie zum Beispiel "Within". Auch Google liefert mit der "Cardboard"-App zahlreiches Anschauungsmaterial für die virtuelle Realität. Mit der "Cardboard Kamera"-App können Sie sogar selbst per Smartphone-Kamera die Wirklichkeit als dreidimensionale VR-Welt festhalten.

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