Was für den Kauf eines Effektgerätes von Jim Dunlop spricht

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Was für den Kauf eines Effektgerätes von Jim Dunlop spricht

Dunlop Manufacturing wurde 1964 in den USA gegründet. Das Unternehmen, das besser als Jim Dunlop bekannt ist, hat seinen Sitz in Benicia. Die Firma ist Spezialist für Gitarren- und Basszubehör. Effektpedale aus dem Hause Dunlop wie das Dunlop Cry Baby gehören zu den Klassikern in der Musikwelt.
Im Gegensatz zu anderen Herstellern setzt Dunlop auf analoge Effekte und Effektpedale. Die verfügbare Palette reicht von einfachen Verzerrern über Wah-Wah bis hin zu Modulatoren. Aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung des US-amerikanischen Herstellers kann von einer entsprechend hohen Qualität der Effektgeräte ausgegangen werden. Regelmäßig erhalten die Produkte Auszeichnungen von Fachzeitschriften und Bestnoten in Tests.
Um Sie beim Kauf des richtigen Effektgerätes im Fachhandel oder bei eBay zu unterstützen, werden im Folgenden die Produktserien und deren Effekte beschrieben.

MXR – Effektgeräte von Jim Dunlop

Verzerr-Effektgeräte von Jim Dunlop

Der Verzerr-Effekte wurde früher dadurch erreicht, dass man den Verstärker übersteuerte. Allerdings musste er dafür an der Leistungsgrenze gefahren werden und für ein leises Üben musste man auf diesen Effekt verzichten. In den 1960er Jahren kamen dann schließlich Verzerrer-Effekte auf den Markt, sodass man den Amp nicht mehr an die Leistungsgrenze bringen musste.
Verzerr-Effekte werden in Overdrive und Distortion sowie Fuzz unterschieden. Beim Overdrive werden dem Ton noch Obertöne hinzugemischt und der Klang wird dadurch aufgerauter und voller. Der eigentliche Sound der Gitarre bleibt bei diesem Effekt erhalten. Der Overdrive-Effekt ist besonders beliebt beim klassischen Blues. Distortion hingegen führt zum typisch rockigen oder Metallklang der Gitarre. Hierbei wird der Sound eines extrem starken Übersteuerns realisiert und der eigentliche Klang der Gitarre ist kaum noch wahrnehmbar. Man hört nur noch das raue Schnarren und Kratzen des Effektes.
Ein Distortion-Effekt der besonderen Art ist das Fuzz. Hier wird das Verzerren auf die Spitze getrieben, was zu einem sägenden, aggressiven Klang führt. Ein sehr bekanntes und den Sound vieler Klassiker bestimmendes Pedal ist das Distortion Plus. Lediglich zwei einfache Parameter – Stärke der Distortion und Output – machen es selbst Anfängern einfach, den Effekt zu steuern.
Dabei ist der Klang dieses Gerätes unerreicht und macht von Blues bis Hard Rock alle Spielarten möglich. Um sehr vollklingende und auch im Frequenzbereich veränderbare Verzerr-Effekte realisieren zu können, empfiehlt sich das Custom Badass 78. Neben den Reglern Output und Distortion finden Sie hier auch einen für den Ton, der die Tiefe bzw. Höhe des Effektes beeinflusst.
Für harte Spielarten ist der Fullbore Metal die richtige Wahl. Neben Reglern, um den Effekt und dessen Klang einzustellen, besitzt es außerdem ein Noise-Gate. Damit können Sie das Rauschen, was besonders bei einem stark eingestellten Effekt auftritt, unterdrücken.

Delay-Effektgeräte von Jim Dunlop

Der Echo-Effekt ist einer der beliebtesten in der Musikszene, denn er erlaubt mit einem einfachen Mittel unterschiedliche Stimmungen in die Musik zu bringen. Das Carbon Copy Analog Delay erzeugt ein warmes, reichhaltiges, analoges Echo. Dabei kann es eine maximale Delay-Zeit von 600 ms realisieren. Neben der Einstellmöglichkeit von Delay-Zeit, Mix sowie der Anzahl der Echowiederholungen sorgt der Taster auf der Gehäuseoberseite dafür, dass das Echo während des Spiels variiert werden kann. Hierdurch klingt das Echo sehr „organisch“ und „schwebt“ durch den akustischen Raum.

Chorus-, Flanger-, Phaser- und Tremolo-Effektgeräte von Jim Dunlop

Mittels Chorus-Effekt geben Sie Ihrer Gitarre eine zweite Stimme. Dazu wird der Ton leicht zeitversetzt und etwas verstimmt wiedergegeben und ein chorischer Klang entsteht. Jim Dunlop hat in seiner MXR-Serie unterschiedliche Chorus-Effektgeräte. Neben dem analogen Chorus und einem Micro-Chorus-Gerät ist auch ein Stereo-Chorus erschienen, der nicht nur den Klang Ihrer Gitarre durch Stimmen erweitert, sondern die Gitarre auch im Klangbild auf den linken und rechten Stereo-Kanal ausweitet.
Auch der Gitarrist Zakk Wylde hat einem Chorusgerät seine Signatur gegeben: dem ZW38. Beispielsweise können Sie es in Kombination mit einem Distortion-Effekt verwenden, um so dem Klang noch mehr Kraft und Fülle zu geben.

Der Flanger-Effekt verleiht dem Sound etwas Sphärisches und Dynamisches. Er wird oft als „spacig“ oder „psychedelisch“ beschrieben. Um diesen Eindruck zu erreichen, wird das Ursprungssignal in zwei Signale aufgespaltet und anschließend mit zeitlicher Verzögerung wieder zusammengesetzt. Der Phaser-Effekt arbeitet nach dem gleichen Prinzip, nur dass hier die Signale phasenversetzt wieder zusammengeführt werden. Klanglich sind die beiden Effekte ähnlich und können meist gleichwertig eingesetzt werden.
Phaser und Flanger sind in unterschiedlichen Formaten in der MXR Serie erhältlich. Interessant sind hierbei die Signature Pedals, die den Effekt nach den Einstellungen bekannter Musikgrößen wiedergeben. Als Flanger ist EVH117 erschienen, der den Van-Halen-Sound in den Songs "Unchained" und "And The Cradle Will Rock" reproduziert. Für das Effektgerät Wylde Phase stand wieder der Ausnahmegitarrist Zakk Wylde Pate, damit Sie seinen Lieblingsflangersound erzeugen können.

Der Tremolo-Effekt gehört sicherlich zu den ältesten Effekten in der Geschichte der E-Gitarren-Musik. Hierbei wird die Lautstärke des Tones schnell geändert, sodass ein vibrierender, dynamischer Klang entsteht, der an das Vibrato erinnert. Das Effektgerät Stereo Tremolo - Discontinued M159 erzeugt diesen vibrierenden Ton völlig analog und gibt dem Sound dadurch die nötige Wärme.

Compressor-Effektgeräte von Jim Dunlop

Mittels Kompressor machen Sie Ihre Musik gleichlauter, das heißt, die leisen Töne werden angehoben und die lauten Töne werden runtergeregelt. Dadurch ist es möglich, die Gitarre im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten besser auszusteuern, sodass sie immer gut zu hören ist. Von Jim Dunlop sind in der MXR-Serie unterschiedliche Kompressoren erschienen. Der Dyna Comp ist beispielsweise ein klassischer Vertreter der Serie, welcher der Gitarre einen perkussiven Klang vermitteln kann.

Cry Baby – das klassische Effektgerät von Jim Dunlop

Wer an Jim Dunlop denkt, muss auch an Cry Baby denken, denn kein Effektpedal wird so mit der Marke verbunden wie das berühmte Wah-Wah. Der Wah-Wah-Effekt wurde zunächst gar nicht von Gitarristen angewendet, sondern von Bläsern. Dazu führten sie einen Dämpfer in den Schalltrichter ihrer Instrumente ein. Der Klang wurde leiser und dumpfer. Durch schnelles Bewegen des Dämpfers kam es zum lautmalerisch beschriebenen Wah-Wah. Als Effekt für die E-Gitarre kam das Wah-Wah in den 1960er Jahren auf. Eine elektronische Schaltung sorgte dafür, dass die Spitze der Resonanz in Frequenzspektrum verschoben werden konnte und das „Wah-Wah der Gitarre“ war geboren.
Die Stärke der Verschiebung variiert dabei den Effekt. Sie wird mittels Potenziometer geregelt, das wiederum direkt mit dem Fußpedal verbunden ist. Je nachdem, wie stark Sie auf das Pedal treten, wird demnach der Effekt anders klingen. Mittels Cry Baby können Sie Ihre Gitarre wahrhaft schreien, jaulen oder jammern lassen. Für viele Arten des Wah-Wah sind Effektgeräte vom Hersteller im Musikhandel oder bei eBay erhältlich, und das nicht nur für die Gitarre. Das Cry Baby 105Q Bass Wah wurde für den E-Bass konstruiert.
Es geht dabei natürlich besonders auf die tiefen Frequenzen ein, während die Effektgeräte für Gitarre in der Regel in den mittleren und hohen Frequenzen arbeiten. Erwähnt werden müssen in dieser Produktserie auch die Signature Pedale. Für deren Klang sorgten berühmte Namen wie Jimi Hendrix, Eddie Van Halen oder der Bluesgitarrist Joe Bonamassa.

Way Huge Electronics-Effektgeräte von Jim Dunlop

Way Huge Electronics war eine Effektgeräteschmiede, die von Joerge Tripps im Jahr 1992 gegründet wurde und die 1999 wieder schloss, als Tripp begann, für Line 6 zu arbeiten. Im Jahr 2008 ging Tripp zu Dunlop Manufacturing und die Produktlinie wurde neu aufgelegt und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Way Huge Electronics-Effektgeräte gibt es für alle Effekte. So ist beispielsweise das Way Huge Electronics 701 Aqua Puss ein vielseitig einsetzbares Echo-Gerät, genau wie das Echo-Puss Analog Delay oder das Supa-Puss Analog Delay.
Auch Overdrive-Effekte sind in der Produktlinie erschienen. Hierzu zählen das Green Rhino oder das Red Llama. Und natürlich fehlen nicht Distortion und Fuzz-Effekte, die Sie im Fat Sandwich oder im Jumbo Fuzz finden. Das Effektpedal Angry Troll boostet das Signal Ihrer Gitarre um bis zu 50 dB. So können Sie Effekte verstärken oder einfach noch mehr aus Ihrem Amp herausholen. Da dieser Booster nur sehr hochwertige Bauteile verwendet, bleibt das Signal stets sehr rauscharm.

Dunlop Electronics-Effektgeräte von Jim Dunlop

In der Produktlinie Dunlop Electronics sind vor allem Fuzz-Effektgeräte vertreten. Dieser sehr raue und sägende Verzerr-Effekt wird gerade in den harten Spielarten der Gitarrenmusik gern angewendet. Das Fuzz Face Distortion JDF2 ist ein Beispiel für diese Effektgeräte. In ihm wurden Germanium PNP Transistoren verarbeitet, die dem Effekt genau jenen Sound verleihen, wie ihn die ersten Fuzz-Geräte hatten.
Als Parameter können Sie bei diesem Gerät die Lautstärke regeln und die Effektausprägung. Aktiviert und deaktiviert wird es mittels Fußschalter. Fuzz-Effekte gibt es in dieser Produktlinie auch als Signature Pedal. Hierbei standen für den Effekt solche Größen wie Jimi Hendrix, Joe Bonamassa oder Eric Johnson Pate.

Custom Audio Electronics-Effektgeräte von Jim Dunlop

Eine sehr übersichtliche Produktlinie stellt die Reihe Custom Audio Electronics dar. Hier finden Sie Effektgeräte wie ein Wah-Wah sowie einen Booster und Overdriver wieder. Außerdem ist ein Buffer von Custom Audio Electronics erhältlich. Dieses Gerät ist kein Effekt, sondern es verhindert, dass bei langen Signalwegen und bei vielen zusammengeschlossenen Effekten Verluste auftreten.
Außerdem hat der Buffer einen regelbaren Boost integriert, der bis zu 6 dB zusätzliche Lautstärke ermöglicht. Darüber hinaus besitzt das Gerät schaltbare Lo- und Hi-Cut Filter. Mittels dieser lassen sich besonders tiefe oder hohe Frequenzen abschneiden, was beispielsweise sehr sinnvoll ist, wenn man tiefe, rumpelnde Töne, wie sie etwa durch Trittschall entstehen, ausschließen will.
Ebenfalls kein Effektgerät, aber sehr hilfreich, wenn Sie viele Effekte mit Energie versorgen wollen, ist das MC403 Power System. Es arbeitet mit einer Spannung von 115 oder 230 Volt und mit einer Frequenz von 50 bis 60 Hz. Somit ist es in vielen Stromnetzen einsetzbar und versorgt zuverlässig Ihre Effektpedale und Stompboxen mit der nötigen Energie.

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