Was für den Kauf eines Effektgerätes von Ibanez spricht

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Was für den Kauf eines Effektgerätes von Ibanez spricht

Der Name Inbanez ist spätestens seit Ende der 1980er Jahre in der Musikwelt ein Begriff, denn 1987 entwickelte der japanische Produzent die siebensaitige E-Gitarre. Sie verfügte über eine zusätzliche H-Saite. In den Instrumentenbau stieg das Unternehmen Hoshino Gakki, dem die Marke Ibanez gehört, im Jahr 1935 ein. Heute werden E-Gitarren und E-Bässe in hoher Qualität und in allen Preisklassen produziert. Die Effektgeräte aus dem Hause haben einen hervorragenden Ruf unter Gitarristen. Was daran liegt, dass die Geräte den Klang nicht digital nachbilden, sondern der Effekt wird wie „früher“ analog erzeugt. Bei eBay können Sie sehr verschiedene Effektgeräte von Ibanez erwerben. Welche Effekte sie hervorbringen können und was die hervorstechenden Merkmale sind, wird im Folgenden erläutert.  

Die 9er-Serie von Ibanez – klassische Effektgeräte neu aufgelegt

Bei der 9er-Serie von Ibanez handelt es sich um klassische Effektpedale, d. h., jedes Pedal hat einen festen Effekt. Dabei ist diese Serie etwas Besonderes, denn sie existiert seit 20 Jahren und wurde seitdem nur in Details verändert. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Gitarre genauso klingen zu lassen „wie damals“, wobei Sie nicht den hohen Preis für ein Originalgerät von damals bezahlen müssen.  

Tube Screamer, Distortion und Overdrive – 9er Effektgeräte von Ibanez

Egal ob Tube Screamer, Distortion oder Overdrive, bei all diesen Effekten handelt es sich im Grunde genommen um denselben Basis-Effekt, und zwar den des Verzerrers. Zu Beginn der elektronischen Gitarren und ihres Einsatzes in der Unterhaltungsmusik ließen die Musiker ihre Verstärker an der Leistungsgrenze laufen, um den Effekt eines verzerrten Tones zu bekommen. Dieser Effekt ist beispielsweise bei Megafonen sehr häufig. Sie verstärken zwar die Stimme, aber dabei wirkt sie schnarrend und kratzig. Für Gitarren im Rock oder Metal ist dieser Effekt unersetzlich, denn er macht genau den Sound, welchen man gemeinhin als rockig empfindet. Auch im Blues wird mit dem Effekt gearbeitet, wobei man hier in der Regel die schwächste Form der Verzerrung, den Overdrive, nutzt. Bei diesem Effekt bleibt der eigentliche Gitarrensound klar zu erkennen und wird lediglich durch den Effekt um Obertöne erweitert, was ihn akustisch weicher, härter oder auch voller wirken lässt. Beim Effekt Distortion geht es darum, den Klang der Gitarre fast bis zur Unkenntlichkeit ihres Originalsounds zu verzerren. Nur so kommt der typische Metal-, Punk- oder Rockcharakter zustande. Beim Tube Screamer werden die Mitteltöne übersteuert, was ebenfalls gerade im Blues sehr beliebt ist. Außerdem können mittels dieses Effektes Gitarristen dafür sorgen, dass sich im Mix mit der Band die Gitarre immer durchsetzt. Der Effekt wird meist in drei Parametern eingestellt: Volumen der Verzerrung, Stärke der Verzerrung und Klang der Verzerrung, d. h., ob eher die Höhen, Tiefen oder Mitten betont werden. Je nach Konstruktion des Effektgerätes klingt es unterschiedlich. Um den passenden Sound zu finden, sollten Sie ruhig ein wenig mit den Geräten experimentieren. Vergleichen Sie die Distortion-Geräte und hören Sie selbst, welches Ihren Klangwünschen am nächsten kommt. Bekannte Effektgeräte dieser Serie sind der TS9 - Tube Screamer und der TS9B - Tube Screamer Bass Overdrive für den Bass sowie der JD9 - Jet Driver Distortion  und der TS808 - Tube Screamer.  

Flanger, Chorus und Delay – 9er Effektgeräte von Ibanez

Ebenfalls kaum aus der Gitarrenklangwelt wegzudenken sind die Effekte Flanger, Chorus und Delay. Delay gehört dabei sicherlich zu den bekanntesten Effekten, denn es handelt sich dabei um ein Echo. Je nachdem wie die Einstellung der Delayzeit, der Anzahl der Echowiederholung und der Stärke des Echos ist, können Sie damit interessante Effekte erreichen. Beispielsweise ist es möglich, den Effekt so einzustellen, dass es klingt, als würde eine zweite Gitarre spielen, oder Sie geben dem Ton eine ungeheure Tiefe oder eine anschmiegsame Präsenz. Das AD9 ist in der 9er Serie zuständig für diesen Effekt und setzt dabei auf die Qualitäten eines analogen Delays. Das FL9 ist ein Flanger-Effektgerät. Dieser Effekt spaltet den Ton der Gitarre zunächst auf und setzt ihn dann zeitversetzt zusammen. Hierdurch entsteht ein synthetischer, spaciger oder psychedelischer Klang. Das CS9 ist ein Chorus-Effektpedal. Mit seiner Hilfe wird ein zweiter Ton dem Originalton hinzugefügt. Jedoch ist dieser zweite Ton nicht identisch mit dem ersten, sondern klingt etwas anders und ist zeitlich versetzt. So entsteht ein chorischer, vielstimmiger Eindruck. Bei CS9 handelt es sich übrigens um einen Stereo Chorus, der Ihrem Spiel dadurch noch mehr Größe und Volumen im akustischen Gesamtbild gibt.  

Wah-Wah-Effektgeräte von Ibanez

Das WH10 ist der Klassiker schlechthin unter den Ibanez-Effekten. Der lautmalerisch beschriebene Wah-Wah-Klang kommt dadurch zustande, dass die Resonanzspitze des Tons im Frequenzspektrum hin und her verschoben wird. So scheint der Ton zu jaulen und zu jammern, je nachdem wie stark Sie den Effekt einsetzen. Die Steuerung der Effektstärke geschieht über das Pedal. Es ist vergleichbar mit einem analogen Joystick, das bedeutet, je stärker es gedrückt wird, desto mehr verschieben Sie die Resonanzspitze und der Effekt wird stärker. Gerade im Blues und Funk war dieser Effekt sehr beliebt. Heute wird er auch im Pop eingesetzt. Ein weiteres Wah-Wah-Effektgerät ist der Weeping Demon oder WD7. Bei diesem Gerät wird das Wah-Wah bis auf die Spitze getrieben und der Gitarre werden wahrhaft dämonische Klänge entlockt. Eine Besonderheit beim WD7 ist die Auto-Switch-Funktion. Sie beendet den Effekt, wenn Sie den Fuß vom Pedal nehmen. Dabei können Sie einstellen, wie schnell das Verklingen des Wah-Wahs geschehen soll. Außerdem lässt sich über den parametrischen Equalizer die Frequenz des anzuhebenden Bereichs einstellen. Mit ein wenig Übung wird es so auch möglich, Effekte die wie Phaser oder Flanger klingen zu generieren.  

Flanger in Höchstform – das AF2 Effektgerät von Ibanez

Unter der Regie von Paul Gilbert entstand das AF2. Dieser Flanger kann alle klassischen Flanger-Effekte erzeugen und die Töne zum Schweben, Schwanken und Vibrieren bringen. Auch eine Modulation in Richtung Chorus ist mit dem Gerät möglich. Effektvoll ist der Düsenjet-artige Sound, welcher richtig im Song platziert, garantiert für viel Aufmerksamkeit im Publikum sorgt. Zu den bekannten Flanger-Effekten kommt noch einer hinzu, den Paul Gilbert entwickelte. Er heißt Taxi Take Off oder Airplane-Moniker. Dieser wirkt sehr fremdartig, denn die Tonhöhe geht bei diesem immer auf und ab. So genügt es, wenn Sie nur einen Ton anschlagen. Der Effekt sorgt dann von allein dafür, dass Ihre Gitarre jault und jammert oder wie eine Sirene klingt. Sicherlich ist dieser Effekt nicht für jeden Song geeignet, aber er lädt zum Experimentieren auf der Bühne oder im Studio ein.  

Der besondere Overdrive – Tube King Effektgerät von Ibanez

Der Tube King von Ibanez wurde das erste Mal 1995 der Öffentlichkeit präsentiert. In der jetzigen Generation arbeitet das Effektgerät mit einer Anode, die unter Hochspannung steht und damit den originalen, warmen Röhrensound auch auf solid-state Verstärker bringen kann. Der Tube King kann natürlich nicht nur den beliebten Overdrive-Effekt erzeugen. Auch die für die härteren Gangarten der Musik wichtigen Distortion-Effekte werden mit ihm problemlos hergestellt. Da das Gerät analog mit Röhre arbeitet, ist der Klang entsprechend wärmer und voller. Gerade Fans klassischer Rock- und Blues-Musik wissen diesen Umstand zu schätzen. Damit Sie den Effekt voll unter Kontrolle haben, ist es möglich, ihn im Klang über den integrierten Equalizer zu regeln. Weiterhin sind die Stärke der Verzerrung sowie die Effektlautstärke einstellbar.  

Echo in Höchstform im Effektgerät: der Echo Shifter von Ibanez

Mit dem Echo Shifter verbindet Ibanez digitale Einstellmöglichkeiten mit dem analogen Echo-Klang. Hierzu können Sie an dem Gerät nicht nur die gewünschte Anzahl der Echowiederholung einstellen, die Verzögerungszeit oder die Stärke des Echos, sondern auch Modulation und Oszillation des Echos sind justierbar. Beispielsweise ist es mit Modulation möglich, das Echo in der Tonhöhe schwanken zu lassen, sodass es einen fast bedrohlichen Eindruck oder auch psychedelischen Klang erzeugt. Durch Oszillation wird das Echo vervielfältigt und scheint durch den Raum zu laufen. Es kann sich verstärken oder abschwächen, je nachdem wie stark Sie das Feedback einstellen. Auch ein spaciger Rhythmus lässt sich auf diese Art erzeugen. Sehr innovativ ist die TAP-Funktion. Mit dieser können Sie die Delay-Zeit einfach festlegen. Berühren Sie mit dem Fuß den Schalter und nach der Zeit, die das Echo haben soll, berühren sie wieder den Schalter. Nun ist die Zeit festgelegt. Sie können mit dieser Methode im Spiel jederzeit die Echozeit anpassen, was sich gerade für rhythmische Echos sehr gut eignet.  

Analoge Effekte von Ibanez versus digitale Geräte

Alle Ibanez-Effektgeräte arbeiten analog. Sie stellen also den Effekt so her, wie er zur Zeit seiner Erfindung realisiert wurde. Digitale Effektgeräte simulieren den Klang des Effektes. Dazu wurde der ursprüngliche analoge Effekt mathematisch analysiert und schließlich in eine Software umgesetzt. Dadurch können viele unterschiedliche Effekte in einem Gerät untergebracht werden und Multi-Effekten steht nichts im Weg. Analoge Geräte haben diesen Vorteil nicht. Weiterhin erzeugen analoge Geräte oft ein leichtes Brummen oder Rauschen bei der Effekterzeugung. Bei digitalen Effekten kann das einfach vermieden werden. Außerdem sind digitale Effektgeräte meist wesentlich preiswerter als analoge Geräte. Aus diesen Gründen greifen viele Musiker zu digitalen Effekten. Nichtsdestotrotz haben analoge Effektgeräte ihre Daseinsberechtigung. Sie simulieren nicht den Effekt, sondern sie sind der Effekt. So werden nur diese genau und authentisch wie der Effekt klingen, denn das Original ist immer besser als die Nachbildung im Computer. Weiterhin zeugt das manchmal als nachteilig empfundene Brummen und Rauschen von Originalität. Außerdem entstehen beim analogen Gerät kaum wahrnehmbare Variationen des Effektes einfach aufgrund der Bauteile und ihres Zusammenspiels. Sie arbeiten sozusagen „unsauberer“ als digitale Effekte, was aber dazu führt, dass sie für das menschliche Ohr wärmer und echter klingen. Am Ende liegt es an Ihnen, für welche Art von Effekt Sie sich entscheiden oder ob Sie gar digital und analog miteinander kombinieren.

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