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Was für den Kauf eines Effektgerätes von DOD spricht

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Was für den Kauf eines Effektgerätes von DOD spricht
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Why buy an effects unit from DOD

Wofür brauchen Sie ein Effektgerät?

E-Gitarren stehen heute vor allem für Lautstärke und kreative Sounds, die mit technischen Hilfsmitteln wie Gitarrenverstärkern und Effektgeräten erzeugt werden. Bin in die 50-er Jahre war das jedoch noch ganz anders. Ursprünglich galt nur ein möglichst echter und unverfälschter Gitarrensound als erwünscht. Auch die ersten E-Gitarren und Verstärker sollten nur den eigenen Klang des Instruments verstärken, den Klang jedoch nicht verändern. Je nach der Bauweise der Verstärker kam es aber zu einem deutlichen Effekt, wenn das Eingangssignal übersteuert wurde: Der Ton klang dann verzerrt und unnatürlich, für die damaligen Toningenieure ein echter Alptraum.

Bald machten sich jedoch die ersten Musiker diesen eigentlich unerwünschten Effekt zu Nutze und schufen auffällige, verzerrte Gitarrensounds. Als einer der Vorreiter des verzerrten Gitarrenspiels gilt dabei Willie Kizart, der bei den Aufnahmen für die Band "Ike Turner and the Kings of Rhythm" auf einem alten und beschädigten Verstärker spielte. Der dabei entstehende verzerrte Sound sollte später zum Vorbild für Künstler wie Chuck Berry und Jimi Hendrix werden. Heute sind verzerrte Gitarren aus der Rockmusik nicht mehr weg zu denken, Genres wie Heavy Metal würden ohne diesen Sound gar nicht existieren. Mittlerweile gibt es viele Hersteller, die sich auf Effektgeräte für E-Gitarren spezialisiert haben. Je nach Gerät und Einstellung treiben diese Effektgeräte die typische Gitarrenverzerrung auf die Spitze und ermöglichen Ihnen eine große Freiheit bei der Definition Ihres Gitarrensounds. Zu den traditionsreichsten Herstellern gehört dabei die amerikanische Firma DOD Electronics.

Die Vorteile der Effektgeräte von DOD Electronics

Seit der Veröffentlichung der ersten Effektgeräte von DOD Electronics spalten die Geräte Gitarristen auf der ganzen Welt in zwei Lager. Einerseits legte der Hersteller bei der Entwicklung der verschiedenen Sounds große Kreativität an den Tag, einige Modelle genießen bei enthusiastischen Gitarristen heute einen Kultstatus. Andererseits waren die Effektgeräte ursprünglich auf ein Publikum von Amateuren und Semiprofis zugeschnitten, die schnelle und extreme Sounds für wenig Geld benötigen. Mit den hochpreisigen Geräten der Konkurrenz konnten die Produkte von DOD Electronics eher nicht mithalten, auch boten die Einstellungsmöglichkeiten an den einzelnen Effektpedalen dem Nutzer nur wenig gestalterischen Spielraum. Auf der anderen Seite zeigten sich die Vorteile der Geräte jedoch vor allem im Low-Fi-Bereich. Teure Effektgeräte schöpfen ihr Potenzial in der Regel nur bei einer sehr hohen Lautstärke auf der Bühne oder unter Studiobedingungen aus, die DOD Electronics Effekte machen sich dagegen schon auf Zimmerlautstärke deutlich bemerkbar.

Bei den meisten Produkten von DOD Electronics handelt es sich um klassische Effektpedale, die zwischen Gitarre und Verstärker geschaltet werden. Über einen Fußschalter können Sie den Effekt ein- und ausschalten, die Regler an der Stirnseite bestimmen den Sound. Die einfache Bedienung und die drastischen Effekte machen die DOD Electronics Produkte deshalb besonders bei Einsteigern sehr beliebt, die über keine teuren Verstärker mit integrierten Effekten verfügen. Die limitierten Gestaltungsmöglichkeiten beim Sound sorgen zudem auf der anderen Seite für eine leichte Bedienung.

Mittlerweile wissen aber auch viele professionelle und insbesondere experimentelle Musiker die Effektgeräte zu schätzen. Diese verwenden die Geräte in der Regel nicht alleine, sondern in Kombination mit einer Reihe weiterer Effekte und Modulatoren. Die krassen DOD Electronics Effekte sorgen in diesem Setup für ausgefallene Akzente, die vor allem im Noise-Bereich zum Einsatz kommen.

Die Geschichte der Effektgeräte von DOD Electronics

Die Firma DOD Electronics wurde 1974 von David Oreste Di Francesco gegründet, dessen Initialen dann auch Pate für das Akronym "DOD" standen. Bereits wenige Jahre später wurde die Firma an Harman International verkauft, einen bekannten Hersteller von Musikinstrumenten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Effektgeräten, bei denen je nach Einstellung verschiedene Sounds erzeugt werden, liefern die bekanntesten Effektgeräte von Electronics einen bestimmten Sound, der sich meist an einer konkreten Musikrichtung orientiert. Dieser Sound kann dann über die Regler am Gerät angepasst und verfeinert werden.

Mittlerweile werden nur noch wenige Effektgeräte unter dem Label DOD Electronics hergestellt. Teilweise wurden die Effekte von der Firma DigiTech unter der Produktlinie DOD fortgeführt, wobei DOD hier nicht mehr für die Initialen des Erfinders steht, sondern für "Division Of DichiTech". Dennoch stehen die Geräte bei Gitarristen nach wie vor hoch im Kurs, vor allem bei eBay bieten Sammler die gebrauchten Effektgeräte an, die heute nicht mehr neu produziert werden.

Die bekanntesten Effektgeräte von DOD Electronics

Die größten Erfolge konnte der Hersteller mit Effekten feiern, die einen ganz bestimmten Sound lieferten. In der Regel orientierten sich diese Sounds an den härteren Genres der Rockmusik, insbesondere Hard Rock und Grunge. Dieser vordefinierte Sound wurde von etablierten Gitarristen oft als "Sound aus der Dose" belächelt, dennoch finden nach wie vor viele Musiker Gefallen an den extremen und auffälligen Effekten.

Das Grunge Pedal

Das Grunge Effektpedal war der unangefochtene Bestseller von DOD Electronics und machte die Effektgeräte auch außerhalb der USA populär. Das erste Modell mit der Bezeichnung FX69 wurde 1993 veröffentlicht, als amerikanische Grungebands "Nirvana", "Soundgarden" und "Pearl Jam" sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befanden. Die enorme Popularität dieser Bands führte dazu, dass viele Gitarristen den extrem übersteuerten Gitarrensound imitieren wollten, was mit diesem Pedal leicht möglich war. Weitere Bekanntheit erlangte das Effektgerät, als Kurt Cobain es bei mehreren Live Auftritten als "Müll" bezeichnete und ins Publikum warf. DOD Electronics nutzte die Aufmerksamkeit dieser Negativwerbung jedoch zum eigenen Vorteil und konnte die Verkäufe erheblich steigern.

Im Gegensatz zu den bis dahin gängigen Effektpedalen, verzichtete das FX69 auf beschreibende Bezeichnungen der einzelnen Regler wie "Volume", "Gain" und "Distortion". Stattdessen wurden die Drehknöpfe mit "Low", "Butt", "Face" und "Grunge" beschriftet. In der Bedienungsanleitung wurden Einstellungsbeispiele für verschiedene Sounds gegeben, die sich an bekannten Bands oder Songs der Grunge-Ära orientierten. So bezieht sich eines dieser Beispiele auf den "Nirvana" Song "Territorial Pissings".

Das FX69 gilt heute als eines der bekanntesten und erfolgreichsten Effektpedale überhaupt. Mittlerweile wird es nicht mehr hergestellt und ist auch nur noch sehr schwer und zu hohen Preisen erhältlichen. Der ebenfalls nicht mehr produzierte Nachfolger FX69B, der 1998 veröffentlicht wurde, wird von Sammlern jedoch nach wie vor regelmäßig bei eBay angeboten.

Die Buzz Box

Mit der Buzz Box versuchte DOD Electronics 1994, den großen Erfolg des Grunge Pedals zu wiederholen. Erneut orientierte sich der Sound stark am damals sehr populären Grunge-Rock. Diesmal stand jedoch der Gitarrensound der "Melvins" Pate für den Klang, die als großes Vorbild von Kurt Cobain und "Nirvana" gelten. Die Buzz Box erzeugt eine sehr extreme und übersteuerte Verzerrung, DOD bewarb diesen Sound mit dem Slogan "Es ist nicht kaputt, es soll so klingen". Die Regler unterteilen sich in "Heavy", "Bass", "Saw" und "Thrust".

Die Buzz Box imitierte auch die damals sehr populäre Blues Box, trieb deren Eigenschaften jedoch ins Extreme. Heute wird die Buzz Box nicht mehr hergestellt, gebrauchte Exemplare werden unter Sammlern bei eBay nach wie vor gehandelt und gehören zu den begehrtesten und teuersten der Effektgeräte von DOD Electronics.

Der Gonkulator Modulator

Das Effektpedal Gonkulator Modulator gehört wohl zu den extremsten Effekten in der ohnehin nicht mit auffälligen Sounds geizenden Produktpalette von DOD Electronics. Veröffentlicht wurde das Gerät Anfang des Jahres 1996, als Alternative Rock Bands wie "Sonic Youth" sehr populär waren. Der Gonkulator Modulator funktioniert als Ringmodulator und verfremdet den typischen Gitarrensound sehr stark. Die Töne erhalten dadurch eine sphärische und schwebende Note, die vor allem in der experimentellen Rockmusik häufig verwendet wird. Zwar wird der Gonkulator Modulator heute nicht mehr hergestellt, sein ausgefallener Sound macht das Effektgerät aber bei Sammlern sehr beliebt. Dementsprechend werden die Modelle auch regelmäßig bei eBay angeboten und gehören dort zu den teuersten Sammlerstücken der DOD Serie.

Wie bei den meisten anderen Effekten seiner Produktpalette setzt DOD Electronics auch beim Gonkulator Modulator auf Fantasienamen zur Beschreibung der einzelnen Regler. In diesem Fall lauten die Bezeichnungen "Suck", "Smear", "Gunk" und "Heave". Ende 1996 wurde eine alternative Version des Effekts veröffentlicht die zusätzlich zu diesen Bezeichnungen die eigentlichen Funktionsbeschreibungen der Regler ausweist.

Das Death-Metal-Pedal

1994 widmete DOD Electronics dem populären Heavy Metal Subgenre Death Metal ein eigenes Effektpedal. Da dieser Musikstil in der Regel mit sehr tief gestimmten Gitarren gespielt wird, waren viele der damaligen Distortion-Effekte nicht in der Lage, bei solchen Stimmungen einen klaren Gitarrensound zu erzeugen. Das Death-Metal-Pedal von DOD Electronics war dagegen speziell für tief gestimmte Gitarren optimiert und konnte auch mit einem E-Bass verwendet werden. Als einziges Effektpedal von DOD Electronics verfügt das Death Metal über drei Equalizer, dafür verzichtete der Hersteller auf einen eigenen Regler für die Distortion.

Stattdessen wird mit dem Regler "R.I.P." nur der Level gesteuert, während die Regler "Guts", "Pain" und "Scream" für die drei Equalizer stehen. Der Sound ist stark an den verzerrten Gitarren der Bands "Napalm Death" und "Cannibal Corpse" orientiert. 1998 veröffentlichte DOD Electronics einen gleichnamigen Nachfolger zu diesem beliebten Metal-Effektgerät, das im Unterschied zum Vorgänger nicht in China, sondern in den USA hergestellt wurde.

Das FX-17 Wah/ Volume Pedal

Bereits 1987 brachte DOD Electronics mit dem FX-17 ein Wah-Pedal auf den Markt, das sich deutlich von den Modellen anderer Hersteller unterschied. Bereits der Sound unterschied sich erheblich von den klassischen CryBaby-Pedalen, die unter anderem durch Jimi Hendrix populär wurden. Das FX-17 klingt wesentlich moderner und extremer. Das auffälligste Feature war jedoch die Möglichkeit, das Pedal entweder als Wah oder als Volume-Pedal zu nutzen. Für beide Funktionen waren bis zur Veröffentlichung des FX-17 zwei verschiedene Pedale nötig, DOD Electronics vereinte beide Pedale erstmals in einem Gerät.

Bei der Konstruktion verzichtete der Hersteller auf bewegliche Teile, wodurch das Pedal sehr robust ist und noch heute bei eBay in gutem Zustand gehandelt wird. Darüber hinaus sorgten seine kompakten Abmessungen zu einer großen Popularität bei Live-Musikern, die das FX-17 zum ersten Verkaufsschlager für DOD Electronics machte.

Darauf sollten Sie beim Kauf gebrauchter Effektgeräte von DOD achten

Die meisten Effektgeräte von DOD werden heute nicht mehr produziert. Bei eBay finden Sie die populärsten Modelle dieser Effekte jedoch nach wie vor. Die Preise richten sich dabei in erster Linie nach dem Sammlerwert, also der Verbreitung und der Popularität der verschiedenen Geräte. Grundsätzlich sind die Pedale von DOD sehr gut und robust verbaut, deshalb weisen selbst Modelle aus den 80er und sogar 70er Jahren in der Regel keine schwerwiegenden Mängel oder Schäden auf, hier gilt es jedoch, die Produktbeschreibung genau zu studieren.

Effekte wie das Grunge-Pedal oder der Death-Metal-Effekt, die in hoher Stückzahl produziert wurden, können Sie bei eBay oft zu echten Schnäppchenpreisen erwerben. Die selteneren Effekten, insbesondere die Buzz Box und den Gonkulator Emulator werden dagegen in der Regel zu Preisen gehandelt, die deutlich über dem ursprünglichen Verkaufspreis liegen.

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