Was die Modelldampfmaschinen aus dem Haus Wilesco auszeichnet

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Was die Modelldampfmaschinen aus dem Haus Wilesco auszeichnet

Klein, fein und voller Leidenschaft – Modellbau erfreut sich immer noch ungebremster Beliebtheit bei Jung und Alt. Das sorgfältige Sammeln, Aufbauen und Pflegen der kleinen Abbilder ist immer noch ein beliebtes Hobby voller Faszination und Emotion. Und es macht vor kaum einem Objekt halt. Die Modellbauszene ist vital und vielseitig. Von originalgetreuen Nachbauten historischer Bauwerke, bis hin zu klassischen Schiffsmodellen oder Panzern aus dem Zweiten Weltkrieg gibt es fast nichts, was es nicht gibt.

Und auch Liebhaber historischer Objekte kommen voll und ganz auf Ihre Kosten. Dampfmaschinen bilden dabei nur eines von vielen spannenden Segmenten dar, das sowohl aus technischer, wie auch aus historischer Sicht einen interessanten Blick bietet. Dampfmaschinen sind untrennbar mit der industriellen Entwicklung der westlichen Welt verbunden, sie bestechen durch eine simple, aber raffinierte Art und Weise, Wärmenergie in Kraft umzuwandeln. Dieses einfache Prinzip begeistert weltweit auch viele Modellbauer. Kein Wunder – wer möchte nicht die faszinierende Funktionsweise der kleinen Maschinen in den eigenen vier Wänden begutachten.

Unter den unzähligen Firmen, welche in den vergangenen Jahrzehnten Modelle von Dampfmaschinen anboten und immer noch anbieten, stellt Wilesco sicher eines der wichtigsten Unternehmen dar, wenn es um den Vertrieb der Modelle geht. Doch es gibt noch viele andere. Der folgende Ratgeber soll daher helfen, Ihnen das Wesen der Modelldampfmaschinen grundlegend näher zu bringen.

Wie das Original, nur kleiner - so definiert sich ein Modell

Modelle definieren sich als maßstabsgetreue Nachbauten originaler Gerätschaften, Fahrzeuge oder anderer Objekte. Der Maßstab bildet dabei das entscheidende Kriterium, er definiert in der Regel die Kategorie und auch den Preis der Objekte. Von Modellen, die beinahe so groß sind, wie das Original bis hin zu kleinen Miniaturausgaben gibt es viele verschiedene Varianten. Bestimmte Modelltypen bevorzugen dabei auch bestimmte Maßstäbe. Es gilt im Allgemeinen, dass ein Modell umso teurer ist, je größer sein Maßstab ausfällt.

Grundsätzlich werden Modelle in Stand- und Funktionsmodelle unterteilt. Standmodelle sind dabei weniger für die aktive Anwendung geeignet, sondern ziehen Ihre Stärken eher aus deren imposanter Erscheinung in Kombination mit dem detaillierten Aufbau. Je nach Bausatz können die Modelle außerdem erst zusammengebaut werden. Es gibt dabei Bausätze, die bereits nahezu fertige Modelle liefern, andere verlangen von Ihnen ein gehöriges Maß an Geduld und Fingerfertigkeit beim Aufbau.

Während Standmodelle durch möglichst detailreichen Look bestechen, sind Funktionsmodelle von Natur aus etwas ärmer an Details. Sie sind dabei ebenfalls maßstabsgetreu, lassen sich hingegen meist aber fernsteuern und aktiv zum Spielen nutzen. Von der Gartenrennbahn bis zur Modelleisenbahn oder dem funkgesteuerten Modellflieger gibt es einige sehr populäre Varianten, für alle, die etwas mehr mit Ihrem Modell anstellen möchten. Auch bei den Dampfmaschinen sind diese sehr erfolgreich, hier veranschaulichen bereits sehr kleine Modelle das Prinzip des Dampfantriebes sehr gut.

Die Dampfmaschine – Definition und Wirkungsbereich

Grundsätzlich lässt sich jede Maschine, welche mittels Dampf angetrieben wird, als Dampfmaschine definieren. Im engeren Sinne definiert sich die Dampfmaschine dabei als eine Kolben-Wärmekraftmaschine. Mittels durch Verbrennung erzeugten Dampf, besser gesagt dessen Wärmeenergie, werden die mechanischen Kolben in Bewegung gesetzt. Die thermodynamische Arbeit wird sozusagen in mechanische umgewandelt. Diese äußere Verbrennung unterscheidet sie dabei auch von Verbrennungsmotoren. Eine Dampfmaschine nach diesem Verständnis wandelt thermodynamische Energie in mechanische Rotationsenergie um. Die Dampfzufuhr wird manuell gesteuert. Dies hat dann auch erheblichen Einfluss auf die Leistung der Maschine.

Wie bereits erwähnt, können als Dampfmaschinen im weitesten Sinnen auch alle anderen Maschinen bezeichnet werden, welche direkt oder indirekt über Dampf betrieben werden. Dazu gehören unter anderem Dampfturbinen oder dampfgetriebene Arbeitsmaschinen sowie viele andere Transportmittel. Je nach Anwendungsart der Energie werden dabei folgende Typen unterschieden:

  • Niederdruckdampfmaschine
  • Hochdruckdampfmaschine
  • Atmosphärische Dampfmaschine
  • Verbunddampfmaschine

Über die historischen Anfänge der Dampfmaschine

Die Entwicklung der Dampfmaschine ist sehr eng verknüpft mit der Geschichte der Industrialisierung in der westlichen Welt. Ohne das Prinzip der Energieumwandlung als Ausgangspunkt wären viele moderne technische Entwicklungen in dieser Form nicht denkbar gewesen. Das Prinzip ist dabei keine alleinige Erfindung der Neuzeit. Früheste Erwähnungen des Systems dampfbetriebener Mechanik finden sich bereits im ersten Jahrhundert nach Christus. An massenwirksame Anwendung war allerdings lange nicht zu denken. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden Dampfmaschinen hingegen primär zu Demonstrationszwecken erbaut, um das Prinzip des Dampfantriebs zu verdeutlichen. Eine industrielle Nutzung wurde dann erst im 18. Jahrhundert wichtig. Ein erstes Mal verwendete Thomas Newcomen eine Maschine zur Unterstützung des Bergbaus im Jahr 1712.

Doch erst sein Landmann James Watt revolutionierte mit seiner Maschinenvariante aus dem Jahre 1769 das Prinzip entscheidend. Er verlagerte den Abkühlvorgang aus dem Zylinder hinaus in einen seperaten Kondensator. Zusätzlich ermöglichte er ein abwechselndes Bedienen der beiden Kolben mit Dampf. Das führte letztendlich zu einer Effektivierung der Arbeitsleistung und die Maschinen konnten mehr Kraft erzeugen. Mit diesem Prinzip wurde die vormals gradlinige Bewegung sozusagen in eine kreisrunde umgewandelt, was den kompletten Prozess beschleunigte. James Watt war auch derjenige, welcher die Maßeinheit Pferdestärke (PS) entwickelte, um die Leistung der Maschinen allgemeingültig zu messen.

Neue Erfindungen führen zu Popularitätsschwund der Dampfmaschine

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Dampfmaschine dann langsam, aber sicher immer unverzichtbarer für die Industrie. Zuerst wurde sie primär für die Landwirtschaft und den Bergbau genutzt, Anfang des 19. Jahrhunderts kamen weitere Bereiche dazu. Einen wichtigen Anteil daran hatte die Erfindung der Hochdruckdampfmaschine. Mit ihrer Hilfe konnte der Wirkungsbereich noch zusätzlich ausgebaut werden. Egal ob Stahlindustrie oder Textilanfertigung – Dampfmaschinen wurden schnell zu einem unverzichtbaren Element der Produktionskette. Auf diese Weise sind Sie auch mitverantwortlich für den Siegeszug mechanischer Transportmittel.

Im 20. Jahrhundert sank die Popularität der Dampfmaschine durch das Aufkommen effektiverer Verbrennungsmotoren und der Elektrizität deutlich, doch ihre Prinzipien sind immer noch von großer Bedeutung. Gerade ihre emissionsarme Funktionsweise könnte zukünftig angesichts des Wunsches nach mehr nachhaltiger Energie wieder von erhöhtem Interesse für die Industrie sein.

Wilesco - die Nummer eins, wenn es um Dampfmaschinenmodelle geht

Wilhelm Schröder und Ernst Wortmann gründeten die Firma im Jahr 1912 unter dem Namen „Wilhelm Schröder GmbH & Co. Metallwarenfabrik Lüdenscheid“ in selbiger Stadt. Anfangs beschränkte sich das Unternehmen dabei auf die Produktion von Aluminiumbesteck. Nach Ende des Ersten Weltkriegs erweiterte man das Sortiment um Spielzeug für Kinder. Die ersten Modelldampfmaschinen entstanden dabei zu Beginn der 60er Jahre, darunter verschiedenes Spielzeug sowie die ab 1966 sehr populäre Dampfwalze „Old Smokey.“

Ein reichhaltiges Sortiment an dampfbetriebenen Modellen und Spielsachen machte die Firma aus Lüdenscheid in den letzten Jahrzehnten zur festen Größe. Hundert Jahre nach Firmengründung gilt Wilesco als weltgrößter Hersteller von Dampfspielzeug. Das qualitativ hochwertige Angebot umfasst dabei:

  • Dampfmaschinen (stationär, elektrisch oder mobil)
  • Dampflokomotiven
  • Dampfschiff
  • Dampfwalzen
  • Diverses Blechspielzeug (Karussells, Schaukeln etc.)
  • Kleiderhaken
  • Kleine Schaufeln für den Haushalt (z.B. für Kaffeebohnen)

Aber auch kleine Dioramen, wie eine kleine Werkstadt oder spezielle Bausätze gibt es. Der Fokus wird dabei allerdings immer auf eine detailgenaue Darstellung der technischen Rahmenbedingungen realer Dampfmaschinen gelegt.

Das aktuelle Angebot von Wilesco im Überblick

Wilescos Angebot richtet sich dabei an alle, die die Faszination Dampfmaschine in den eigenen vier Wänden im kompakten Format erleben wollen. Die kleinen Modelle sind handlich und bestechen mit edlem, fabrikfrischen Design. Zusätzlich sind diese auch noch funktionstüchtig und lassen Sie das einfache Prinzip hautnah zu Hause erleben. Das Sortiment der Firma umfasst dabei aktuell:

  • Stationäre Aufbauten. Hier können Sie das Prinzip der Dampfmaschine detailliert an kleinen fabrikähnlichen Gebäuden nachempfinden.
  • Mobile Maschinen. Hier wird das Dampfprinzip mit einem kleinen Fahrzeug verbunden. So gibt es Dampfwalzen, ein Feuerwehrauto oder einen Lastwagen. Mittels einer RC-Fernsteuerung lassen sich die Gefährte dann auch überaus bequem lenken.
  • Elektrische Dampfmaschinen gehen auf Nummer sicher und erhitzen sich mittels elektrischen Stromes.
  • Aktuell besitzt Wilesco das Dampfschiffmodell „African Queen.“ Dieser originale Nachbau eines Bootes aus dem Jahr 1910 versprüht nicht nur nostalgischen Charme, es ist auch vollständig seetauglich.
  • Auch bietet Wilesco inzwischen Dampfturbinen in seinem Sortiment an, welche die erweiterte Nachfolgevariante der klassischen Dampfmaschine darstellt.

Abschließend – so pflegen Sie Ihre Modelle gut und sorgfältig

Ein jeder Modellbausammler möchte seine kleinen Schätze gern möglichst lang erhalten. Daher empfiehlt sich stets ein ausreichender Schutz der Modelle, auch weil qualitativ hochwertiges Material einiges kostet. Seien Sie prinzipiell geduldig und feinfühlig mit dem Material, überstürzen Sie Reparaturarbeiten keinesfalls, sondern nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür. Ein guter Aufbewahrungsort sind dabei spezielle Sammlervitrinen. Diese gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen, sodass Sie auch ohne Probleme als raumverschönernde Maßnahme auch Teil Ihrer Inneneinrichtung sein können.

Auch wenn die Allgemeinheit bei solchen Sammlerleidenschaften häufig an den berühmten Hobbykeller denkt, so sind Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit dabei zu vermeiden, auch wenn viele Dampfmaschinen von der Verarbeitung her recht resistent sind. Auch extreme Temperaturschwankungen sollten vermieden werden. Starke und kontinuierliche Sonneneinstrahlung kann die Oberfläche der Modelle schädigen.

Informieren Sie sich dabei auch schon im Vorfeld über die konkreten Pflegemöglichkeiten für ihr kleines Modell. Chemische Reinigungsmittel sind dabei aber zu vermeiden. Hier empfiehlt sich viel mehr ein sorgsames Entstauben unter Zuhilfenahme spezieller Pinsel und Reinigungstücher. Das schützt die Oberfläche dauerhaft und beugt auch der Beschädigung von Kleinteilen vor.


 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden