Was bringen Adaptive-Diversity-Empfänger für Wireless Monitoring?

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Was bringen mir Adaptive-Diversity Empfänger für Wireless Monitoring?

In der Tontechnik ist das Monitoring eine der wichtigsten Teilaufgaben. Hier wird die Beschallung des Tonraumes, der Bühne oder jedes anderen Veranstaltungsortes überwacht, der Tontechniker hat alle wichtigen Parameter im Blick. Wie effektiv das Monitoring vorgenommen werden kann und ob alle Informationen für die Überwachung tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt davon ab, wie die Audio-Gerät miteinander verbunden sind. Das Wireless Monitoring bietet hier neue Möglichkeiten, da auch solche Geräte überwacht werden können, mit denen keine Kabelverbindung besteht.

Das bedeutet Monitoring

Bei Musikaufnahmen, der Studioproduktion und in Livesituationen etwa während eines Konzerts sind Sie darauf angewiesen, die wichtigsten Parameter der Musik im Blick zu haben und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Dazu gehört vor allem die Steuerung der Dynamik bzw. die Kontrolle des Pegels, damit es nicht zu Übersteuerungen oder anderen negativen klanglichen Phänomenen kommt.

Doch nicht nur die Tontechniker im Tonstudio profitieren vom Monitoring bei der Verarbeitung des aufgenommenen Materials, auch den Musikern selbst bieten sich viele Vorteile. So können sie dank des Monitorings ihr eigenes Spiel kontrollieren und so Anpassungen schneller vornehmen. Das Monitoring wird dabei umso wichtiger, je größer der Aufnahme- oder Veranstaltungsort ist, da die Musiker sich hier nur noch schlecht hören können. Auf großen Konzertbühnen etwa ist es unerlässlich, dass über das Monitoring eine zusätzliche Beschallung eingerichtet wird, bei der die hohen Lautstärken aus der Umgebung durchdrungen werden können. Sänger haben so zum Beispiel wieder die Möglichkeit, sich selbst zu hören.

Um solche Monitoring-Systeme einrichten zu können, ist es in der Regel notwendig, dass am Veranstaltungsort oder im Aufnahmeraum an strategischen Stellen zusätzliche Lautsprecher eingerichtet werden. Das bringt es mit sich, dass auch zusätzliche Kabel verlegt werden müssen, was je nach den örtlichen Gegebenheiten schwierig sein kann. Besonders umständlich ist das Monitoring per Lautsprecher jedoch dann, wenn der Sänger oder Instrumentalist sich auf einer großen Bühnen ständig in Bewegung befindet, so dass eine optimale Beschallung nicht jederzeit gewährleistet werden kann. In diesen Fällen bietet Ihnen das Wireless-Monitoring eine interessante Alternative.

Das kann Wireless Monitoring leisten: ein Überblick

Der wesentliche Vorteil des Wireless-Monitorings ist darin zu sehen, dass das Monitoring-System mobil ist. Statt sich auf stationäre Lautsprecher zu verlassen, trägt der Musiker das Monitoring-System stets bei sich und wird auf diese Weise flexibler. Das ist gerade dann von entscheidendem Vorteil, wenn der Musiker lange Laufwege auf der Bühne zurücklegen muss, wenn er die größtmögliche Bewegungsfreiheit benötigt oder einfach dann, wenn in Hinblick auf die Durchhörbarkeit des eigenes Spiels oder Gesangs keine Kompromisse eingegangen werden können.

Das Wireless-Monitoring wird in Verbindung mit In-Ear-Kopfhörern eingesetzt, die besonders leicht tragbar sind. Die Ohrhörer sind auch optisch sehr unauffällig und haben damit den Vorteil, dass das Publikum nichts vom Monitoring bemerkt. Die In-Ear-Kopfhörer haben eine besonders kleine Bauform und lassen sich so problemlos an der Kleidung befestigen, ohne dass sich für den Künstler Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit ergeben würden. Die Ohrhörer weisen vor allem aber auch Vorteile in Hinblick auf Klangstörungen auf. So wird bei diesem System die gefürchtete Rückkopplung vollständig vermieden, da das Mikrofon nicht den von den Monitorlautsprechern sonst wiedergegebenen Gesang auffangen kann. Vorzuziehen ist das In-Ear-Monitoring auch deshalb, weil der Klangeindruck für die Musiker konstant bleibt, unabhängig davon, ob auf der Bühne oder in einem Probenraum gespielt wird. Hier hat das klassische Monitoring den entscheidenden Nachteil, dass der Klang für die Musiker sich im Live-Einsatz drastisch von dem unterscheiden kann, was vorher geprobt wurde.

Das tragbare Empfängergerät beim In-Ear-Monitoring wird auch als Bodypack bezeichnet und lässt sich deutlich angenehmer tragen als die klassische Monitorbox. Besonders praktisch ist hier auch, dass den Musikern Regieanweisungen gegeben werden können, ohne dass diese Anweisungen vom Publikum bemerkt würden. Insgesamt wird das Monitoring damit flexibler und vielfältiger.

Bei einem gewöhnlichen Monitoring per Lautsprecher müssen zudem in der Regel hohe Pegel gefahren werden, was zu einer immensen Lärmbelästigung der Musiker führen kann. Da die In-Ear-Hörer direkt in den Gehörgang eingeführt werden, kann hier mit deutlich geringeren Pegeln gearbeitet werden, was den Stress auf der Bühne und im Probenraum reduziert.

Wie bei jedem anderen System ergeben sich jedoch auch hier spezifische Nachteile. Dazu gehört es etwa, dass sich der Raumeindruck für die Musiker verändert. Der Klang wird anders wahrgenommen, als er beim Publikum ankommt. Bewegungen und Drehungen des Musikers tragen nicht zu einer Veränderung des Klangs bei, was die Orientierung auf der Bühne beeinträchtigen kann.

Wireless-Monitoring: Ankopplung an die Tontechnik per Funk

Besonders effektiv lassen sich die In-Ear-Systeme aber erst dann einsetzen, wenn sie per Funk mit der Tontechnik verbunden werden. In-Ear-Systeme können im Prinzip auch per Kabel angeschlossen werden, hier ergeben sich jedoch vielfältige Nachteile in Hinblick auf die Bewegungsfreiheit. Funkverbindungen bieten hingegen die größtmögliche Flexibilität, sie bringen allerdings auch spezifische Nachteile mit sich. Dazu gehört es insbesondere, dass sich bei der Übertragung der Signale Aussetzer ergeben können, was im Bereich des Monitorings ein großes Problem darstellt. Die Hersteller der entsprechenden Systeme haben deshalb Technologien entwickelt, wie die Verbindungen eine maximale Stabilität und Zuverlässigkeit erhalten können. Eine dieser Technologien hört auf den Namen Adaptive Diversity und trägt dazu bei, dass Störungen bei der Beschallung der Musiker und der Tontechniker weitestgehend vermieden werden können.

Diese Vorteile bietet Adaptive Diversity

Die Technologie Adaptive Diversity trägt dazu bei, dass Störungen bei der Funkverbindung zum Monitoring-System auf ein Minimum reduziert werden können. Daraus resultiert in der Praxis ein deutlich zuverlässigerer Einsatz. Bei dieser Technologie wird das Kabel des In-Ear-Hörers als eine zweite Antenne verwendet. Hierdurch ergibt sich eine Verbesserung der Empfangsleistung, sodass Aussetzer in vielen Fällen vermieden werden können. Es ist diese Ausfallsicherheit, die Adaptive Diversity zu einer wichtigen Technologie im Bereich des Wireless Monitorings macht.

Grundsätzlich ist die Verwendung mehrerer Antennen eine Strategie, um bei der kabellosen Übertragung von Daten Interferenzen zu reduzieren. So können bei der Signalübertragung Reflexionen der Funkwellen auftreten, wenn diese auf Wände, Gegenstände oder Böden treffen. Eine Interferenz entsteht dann, wenn aufeinandertreffende Funkwellen sich gegenseitig auslöschen, das Signal wird hierdurch abgeschwächt. Bei der Verwendung mehrerer Antennen hingegen wird die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass wenigstens eine der Antennen von der Auslöschung des Signals nicht betroffen ist. Hierbei handelt es sich um eine zuverlässige Strategie, um Signalverluste beim kabellosen Monitoring zu vermeiden.

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Weitere technische Merkmale von Adaptive-Diversity-Empfängern

Um dem intensiven Einsatz in der Praxis standhalten zu können, werden Ihnen die Adaptive-Diversity-Empfänger mit einer Reihe von weiteren Ausstattungsmerkmalen angeboten. So bieten einige Hersteller in diesem Bereich Ganzmetallgehäuse an, die den Empfängern eine größtmögliche Widerstandskraft verleihen. Das ist wichtig, weil in hektischen Situationen auf der Bühne Stöße und Schläge auf den Empfänger nicht immer vermieden werden können. Aus diesem Grund werden die Boxen besonders stabil konstruiert.

Um die Einstellungen der Empfänger komfortabel verändern zu können, sollten Sie zudem auf Merkmale wie leicht ablesbare Displays achten. Hier haben sich LED-Displays und ähnliche Anzeigen bewährt, die eine genügend starke Leuchtkraft haben, um auch in dunklen Bereichen der Bühne gut ablesbar zu sein. Am Empfänger müssen vielfältige Einstellungen vorgenommen werden können etwa in Hinblick auf die verschiedenen Frequenzen, auf denen die Datenübertragungen vorgenommen werden sollen.

Besonders praktisch ist es in dieser Hinsicht, wenn die Empfängerparameter mit den Sendergeräten abgeglichen werden können. Einige Geräte bieten hierfür eine automatische Synchronisation an, damit alle Teilnehmer stets auf den gleichen Frequenzen senden und empfangen. Hiermit ersparen Sie sich die manuelle Einstellung und können sofort mit der Arbeit mit den Geräten beginnen.

Auto-Lock und Anzeige des Batteriestatus

Beim Einsatz der Adaptive-Diversity-Empfänger sind es häufig die unscheinbaren Ausstattungsmerkmale, die in der Praxis den Unterschied ausmachen können. Komfortmerkmale sind bei diesen Geräten wichtig, da der Einsatz häufig in stressigen Situationen erfolgt, in denen sich die teilnehmenden Personen auf die Technik jederzeit verlassen können müssen. Wichtig ist in dieser Hinsicht die Anzeige des Batteriestatus auf dem Display. Sie sollten rechtzeitig erkennen können, ob ein Nachladen der Batterie notwendig ist, damit der Empfänger nicht im ungünstigsten Moment ausfällt. Viele Geräte bieten hierfür eigens Ladekontakte an, mit denen sich die Akkus problemlos auffüllen lassen. Ein zeitraubender Aus- und Einbau von Batterien ist dann nicht notwendig.

Damit die Einstellungen am Gerät nicht versehentlich verloren gehen, sollte zudem eine Auto-Lock-Funktion zur Verfügung stehen. Hiermit kann verhindert werden, dass sich Schalter betätigen und damit Einstellungen ändern lassen. Ebenfalls praktisch sind weitere Funktionen wie etwa die Einstellung der Balance direkt am Empfänger oder die Verwendung eines Limiters.

Wireless Monitoring im Set

Um hinsichtlich der am Wireless-Monitoring beteiligten Geräte von der größtmöglichen Kompatibilität zu profitieren, sollten Sie sich auch Monitoring-Systeme im Set ansehen. Hier können Sie Sender und Empfänger aus einer Hand kaufen, die Geräte weisen eine höchstmögliche Abstimmung aufeinander auf. Als Käufer sollten Sie bei diesen Systemen darauf achten, dass beispielsweise auch eine Verbindung des Senders mit einem Computer möglich ist. Hierzu stehen Schnittstellen wie etwa Ethernet zur Verfügung, die eine schnelle Datenübertragung erlauben. Mit einem solchen System ist es möglich, die wichtigsten Einstellungen des Senders direkt über den Computer vorzunehmen und das Wireless Monitoring damit in die sonstige softwareseitige Studioumgebung zu integrieren. Die Sender können zudem mit weiteren Funktionen wie etwa einem automatischen Scanning versehen sein. Hierbei ist das Gerät in der Lage, automatisch freie Empfangskanäle aufzufinden.

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