Was blubbert denn da? Süßer Tee mit weichen Perlen: Das ist Bubble Tea

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Was blubbert denn da? Süßer Tee mit weichen Perlen: Das ist Bubble Tea

Seit etwa zwei Jahren ist vor allem in den deutschen Großstädten ein neues Getränk zu finden, das die hiesigen Trinkgewohnheiten gleich in mehrerlei Hinsicht auf den Kopf stellt. Bubble Tea heißt der Exportschlager aus Asien, zu Deutsch in etwa „Blubbertee“. Er ist bunt, süß und vor allem voll von kleinen Kügelchen, den Bubbles, die je nach Sorte verschiedene Geschmacksrichtungen und Konsistenzen aufweisen können. Doch woher genau kommt diese blubbernde Süßigkeit? Und wie kann man sie selbst für die nächste Party zubereiten?

 

In Asien längst ein alter Hut: die Ursprünge des Bubble Tea

Wie viele andere Trends auch kommt der Bubble Tea aus Asien, genauer gesagt aus Taiwan. Dort wurden schon in den 1980er-Jahren erfrischende Getränke auf der Basis von schwarzem oder grünem Tee verkauft, die mit unterschiedlich schmeckenden Sirups oder auch gesüßter Milch variiert wurden. Dass die kalten Teegetränke in Taiwan so beliebt sind, liegt auch an der Qualität des Wassers, das grundsätzlich nur abgekocht genießbar ist.

 

Der originale Bubble Tea: der Perlen-Milch-Tee aus Taiwan

In den 1990ern kam man in Taiwan auf die Idee, den süßen Teegetränken kleine „Perlen“ hinzuzufügen, die sonst in verschiedenen Süßspeisen verwendet werden. Diese Perlen bestehen aus Tapioka, einer pflanzlichen Stärke, die aus Maniokwurzeln gewonnen wird. Wenn man Tapioka-Perlen kauft, sehen sie aus wie ungekochte Erbsen. Werden sie jedoch lange genug gekocht, so nehmen sie eine gummibärchenartige Konsistenz und eine dunkle Farbe an. Perlen heißen auf Chinesisch „zhen zhu“, Milch oder Sahne heißt „nai“ und Tee „cha“. Der Name des originalen Bubble Teas lautet also zhen zhu nai cha oder Perlen-Milch-Tee. Er ist auch heute noch so zu haben, und Sie sollten diesen „Prototypen“ unbedingt einmal probieren.

 

Bunter, fruchtiger, süßer: So schmeckt Bubble Tea bei uns in Deutschland

Ausgehend von der ursprünglichen Variante wurden nun zahlreiche neue Rezepte für den Bubble Tea entwickelt. Anstelle der Tapioka-Perlen werden heutzutage auch gern sogenannte Boba-Perlen verwendet. Diese bestehen aus einer dünnen, geleeartigen Haut aus Alginat, die mit flüssigem Fruchtsaft gefüllt wird. Auf diese Weise lassen sich die Bubbles im Mund zerdrücken, was das fruchtige Geschmackserlebnis noch intensiviert. Wegen der hiesigen Witterungsverhältnisse wird der Bubble Tea bei uns, anders als in Taiwan, auch heiß verkauft.

 

Und so können Sie Bubble Tea ganz einfach selbst machen

Selbermachen ist ganz leicht: Alles, was Sie für die Herstellung Ihres eigenen Bubble Tea benötigen, finden Sie problemlos bei eBay: Transparente Becher, breite Strohhalme zum Aufsaugen der Bubbles, verschiedene Sirups und je nach Wunsch Boba- oder Tapioka-Perlen. Die Grundlage für das Getränk bildet ein nicht allzu starker schwarzer oder grüner Tee, den Sie am besten vollständig erkalten lassen. Geben Sie nun die Perlen Ihrer Wahl sowie etwas Sirup oder gesüßte kalte Milch hinzu und mischen Sie das Ganze mithilfe eines klassischen Cocktail-Shakers (ein Blender oder Mixer würde die Bubbles zerstören) gut durch. Anschließend auf Eiswürfeln servieren – fertig.

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