Was beim Kauf von Schließzylindern, Türschlössern, Türscharnieren und Schlosssätzen wichtig ist

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Was beim Kauf von Schließzylindern, Türschlössern, Türscharnieren und Schlosssätzen wichtig ist

Hochwertiges Eigentum muss geschützt werden. Das betrifft das Innenleben des Autos genauso wie die Wohnungseinrichtung. Zur Sicherung verwenden Sie ein Bauteil, das so selbstverständlich geworden ist, dass man sich kaum noch Gedanken darüber macht, das Türschloss. Ausgeklügelte Technik hindert Unbefugte am Eindringen in Ihren Privatbereich.

Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich ausgiebig mit der Funktionsweise von Schlössern. Dabei wird auch auf praktische Zusatzfunktionen eingegangen, die den Einbruch merklich erschweren oder unmöglich machen. Bei der Auswahl eines geeigneten Modells können Sie sich daran orientieren. Praktische Hinweise zum pfleglichen Umgang mit Schlössern runden die kurze Einführung ab.

Weitere Bauteile, mit denen sich die folgenden Abschnitte beschäftigen, sind Türscharniere. Sie ermöglichen das einfache Öffnen jedes Schlosses. Auch in diesem Bereich erhalten Sie neben Hinweisen zur Funktionsweise und einem Überblick über die unterschiedlichen Ausführungen Pflegehinweise.

Das Zylinderschloss

Bei einem Schließzylinder handelt es sich um den zentralen Teil des Zylinderschlosses. Um die Funktionsweise des Autoschlosses zu verstehen, folgt ein kurzer Überblick über allgemein wichtige Aspekte.

Ein Großteil der modernen Zylinderschlösser ist als Einsteckschloss konzipiert. Man fügt sie seitlich in die Tür ein. Die Befestigung erfolgt mit Schrauben. Der Schließzylinder wird separat in der Öffnung des Schlosses fixiert.

Wie funktioniert ein Zylinderschloss

Der von außen sichtbare Teil ist das Gehäuse aus Metall. Es hält alle Teile des Schlosses zusammen. Es gibt unterschiedliche Gehäuse. Die Länge hängt von der Einbautiefe ab. Man unterscheidet grundlegend ein- und zweiseitige Schlösser. Zweiseitige Schlösser können von beiden Seiten auf- und zugeschlossen werden. Bei der einseitigen Variante ist auf einer Seite zum Beispiel ein Knauf zum Öffnen vorhanden. Das prominenteste Anwendungsbeispiel des zweiseitigen Modells ist das übliche Wohnungsschloss. In Autos verbaut man einseitige Schlösser. Achten Sie beim Einbau immer darauf, dass es zu keiner Seite übersteht.

Im Innern des Gehäuses befindet sich der Kern, der mit der Kupplung verbunden ist. Der Kern wird durch mehrere Stifte gehalten und von zwei Federringen am Herausfallen gehindert. Es ist nur dann möglich, ihn zu drehen, wenn sich alle Stifte in der richtigen Position befinden.

Die Kupplung hat die Aufgabe, das Öffnen des Zylinders von beiden Seiten zu ermöglichen. Bei einseitigen Schlössern ist dieses Bauteil nicht vorhanden. Man unterscheidet zwei Arten, Schiebe- und Kippkupplungen. Bei Zylinderschlössern verwendet man die erste Variante. Sie besteht aus zwei Flügelteilen, die gegeneinander gedreht werden können. Sie passen genau in einen Freiraum im Kern. Im Bart des Schlüssels befinden sich Aussparungen, die diesem Freiraum genau entsprechen. Bei eingeführtem Schlüssel kann sich deshalb nur eine Hälfte der Kupplung frei drehen. Die andere Hälfte stellt eine Verbindung zwischen dem Kern und dem Schlüsselbart her. Durch diese Verbindung erfolgt die Öffnung des Schlosses.

Welche Aufgabe haben die Stifte?

Die Stifte sind sehr wichtige Teile des Schlosses. Sie sind in einer Reihe auf Federn angeordnet. In normalen Schlössern gibt es fünf Stifte. Jeder von ihnen besteht aus zwei Bestandteilen, einem Kern- und einem Gehäusestift. Sie sind übereinander angeordnet. Für die Funktionsweise des Schlosses ist der Zwischenraum zwischen ihnen wichtig. Der Kern des Schlosses lässt sich erst dann drehen, wenn jeder Zwischenraum sich auf der richtigen Position befindet. Man bezeichnet die Gesamtheit aller Positionen als Sicherlinie. Sie ist bei jedem Schloss verschieden.

Es gibt nicht nur gerade Stifte. Zusätzliche Umformungen erschweren unbefugtes Eindringen. Neben Stiften in Pilzformen gibt es Ausführungen mit Einkerbungen. Stifte in Hantelform verkeilen sich, wenn von einem Unbefugten Druck auf den Kern des Schlosses ausgeübt wird.

Wie funktioniert das Schließen des Schlosses?

Jeder Schlüssel besteht aus drei Bestandteilen: Reide, Halm und Schließung. Die Reide ist der Teil, an dem man den Schlüssel festhält. Der Halm ist die glatte Oberkante. Als Schließung bezeichnet man die spezifische Zahnung an der Unterseite des Schlüssels. Die Zähne sind so ausgeschnitten, dass sie jeden Stift auf die richtigen Positionen der Sicherlinie drückt.

Neben dem Herunterdrücken der Stifte hat der Schlüssel eine weitere Funktion. Er schiebt die Kupplung in die Aussparung des Kerns. Das ist notwendig, damit sich der Schlüssel drehen lässt. Schlüssel fertigt man mit der Maschine. Die Stifte werden per Hand in den Zylinder eingesetzt.

Sicherheitseinrichtungen eines Schließzylinders

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie alles Wichtige über besondere Schutzfunktionen hochwertiger Schlösser. Auf die Aufsperrsicherheit und Gefahrenfunktionen wird dabei ebenfalls eingegangen.

Kern- und Aufbohrschutz

Die wichtigste Aufgabe, die das Schloss am Auto übernimmt, ist der Schutz vor unbefugtem Zugriff. Die Zylinder müssen entsprechend hohen Belastungen standhalten können. Man darf sie weder aufbrechen noch aufbohren können. Hierzu ist ein spezieller Aufbohrschutz integriert. Es gibt zwei verschiedene Varianten. Die erste ist der mechanische Aufbohrschutz. Dabei erschweren bestimmte Materialien wie Hartmetalle das Aufbohren. Neben den Eigenschaften des Materials spielt auch die Form des Schlosses eine Rolle. Es ist möglich, den Zylinder so zu konstruieren, dass Einbruchswerkzeuge sich verharken oder abbrechen.

Die zweite Möglichkeit ist ein elektronischer Aufbohrschutz. Er ist für Autos besonders gut geeignet. Um das Schloss herum wird ein elektrischer Leiter angebracht. Dieser verdeckte Leiter kann aus Folie oder Draht bestehen. Die Stromschleife ist mit einer Alarmanlage verbunden. Versucht jemand, das Schloss unbefugt zu öffnen, wird der Strom unterbrochen und die Alarmanlage aktiviert.

Eine weitere Manipulation, gegen die das Schloss geschützt sein muss, ist das Herausziehen des Zylinders. Hierfür nutzt man Ziehschutz und Kernziehsperre. Beim Ziehschutz handelt es sich um eine Abdeckung des Zylinders. Sie enthält eine Scheibe aus Stahl, die beim Abschließen des Schlosses mitgedreht wird. Mit dieser Einrichtung wird verhindert, dass Einbrecher den Zylinder aus dem Schloss herausziehen können. Die Kernziehsperre verhindert das Herausziehen des Schlosskerns.

Die Aufsperrsicherheit

Mit dem Begriff ‚Aufsperrsicherheit’ bezeichnet man den Widerstand, den ein Zylinder im Falle eines unberechtigten Öffnungsversuchs leistet. Dies betrifft unter anderem die Einwirkung mit Sperrwerkzeugen wie einem Dietrich. Die Aufsperrsicherheit wird von den Herstellern mit zusätzlichen Einrichtungen wie parazentrischen Schlüsselprofilen, variierten Stiftformen und Elementen wie Aufbohrschutzeinrichtungen erhöht. Achten Sie beim Kauf darauf. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen können den Produktbeschreibungen entnommen werden.

Bei modernen Schlössern wird die Sicherheit durch mechatronische Schließzylinder erhöht. Elektronik und Batterie stecken dabei im Innern des mechanischen Schlüssels. Beim Einstecken wird eine elektrische Verbindung zum Schloss hergestellt. Dabei kommt es zur Übermittlung eines Codes. Wird er anerkannt, kommt es zum Öffnen des Schlosses.

Zusätzliche Gefahrenfunktion

Ein gewöhnlicher Schließzylinder kann nicht gedreht werden, wenn von der anderen Seite ein Schlüssel eingesteckt ist. Eine Gefahrenfunktion erlaubt die Betätigung des Schlosses auch in diesem Fall. Damit wird ein versehentliches Aussperren vermieden. Einen weiteren Vorteil bietet diese Bauweise bei Notfällen wie Bränden. Helfer können die Tür aufschließen, wenn sich bewegungsunfähige Personen im Innern befinden. Um auch bei dieser Methode die notwendige Sicherheit vor Missbrauch zu gewährleisten, kann man die Zusatzfunktion auf einzelne Gefahrschlüssel beschränken.

Schlosssätze für Ihr Auto

Auf ebay finden Sie viele Angebote, mit denen Sie Ihr Auto rundum schützen können. Ein Schlosssatz enthält dabei alle notwendigen Teile. Im Lieferumfang sind zwei bis vier Türgriffe und Dichtungen dafür enthalten. Weiterhin gehören ein Kofferraumschloss mit Schließzylinder, ein Zündschloss, ein Schließzylinder für den Tankdeckel und mehrere Schlüssel dazu.

Beim Kauf eines Schlosssatzes müssen Sie darauf achten, dass er mit Ihrem Fahrzeug kompatibel ist. Wichtig sind dabei Hersteller, Modell und Fahrzeugtyp. Informieren Sie sich hierzu im Bedarfsfall beim Hersteller.

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Was tun, wenn das Schloss eingefroren ist?

Im Winter sehen sich Autofahrer häufig mit einem Problem konfrontiert, gegen das die besten Sicherheitsvorkehrungen nicht schützen. Das Schloss ist eingefroren. Die gebräuchlichste Variante ist Türschlossenteiser. Im Winter sollten Sie immer mehrere Fläschchen vorrätig haben. Er enthält Alkohol. Dieser Stoff lässt Eis schmelzen. Am einfachsten ist es, ihn direkt in das Schloss zu sprühen. Seien sie dabei vorsichtig und achten Sie darauf, dass nichts zurückspritzt. Müssen Sie noch die Scheiben kratzen, tun Sie dies im Anschluss. Der Enteiser braucht eine gewisse Zeit, um einzuwirken.

Im Falle eines eingefrorenen Schlosses können Sie auch zuerst das Schloss auf der Beifahrerseite probieren. Möglicherweise funktioniert es noch.

Türscharniere für Ihr Auto

Scharniere sind die flexiblen Gelenkstellen, die das Öffnen und Schließen der Autotür ermöglichen. Man bezeichnet sie auch als Türband. Um das Gewicht der Tür lange Zeit halten zu können, müssen Scharniere besondere Anforderungen erfüllen. Die Hauptbelastungen, die auf sie wirken, sind Last und Bewegungskraft. Ein gutes Scharnier hat einen möglichst hohen Freiheitsgrad. Darunter fasst man die Anzahl der möglichen Bewegungen zusammen.

Es gibt verschiedene Arten von Scharnieren. Hierzu zählen Profilstahlscharniere, Druckguss- und Blechscharniere. Auch geschmiedete Scharniere werden in Autotüren verbaut. Besonders haltbar sind Ausführungen mit Pulverbeschichtung.

Wie Sie Scharniere reinigen und pflegen

Zur Pflege der Scharniere verwenden Sie Fett und Kriechöle. An schwer zugänglichen Stellen empfiehlt sich die Verwendung von Sprühdosen. Mit einem Sprühhalm verteilen Sie das Schmiermittel damit auch auf schwer zugänglichen Flächen.

Schmieren Sie Ihre Scharniere nicht erst, wenn Sie anfangen zu quietschen. Eine regelmäßige Pflege sollte das Schmieren alle 6 Monate enthalten. Der Schmierung sollte immer eine gründliche Reinigung vorangehen. Mit der Zeit können Sie Flugrost ansetzen. Zur Vorbeuge können Sie Hohlraumwachs verwenden. Zur Reinigung selbst können Sie die gleichen Mittel wie zur Motorraumpflege benutzen. Nutzen Sie zum Auftragen einen gewinkelten Pinsel. Die Metallteile sollten Sie mit Isolierband abdecken. Es können sonst schnell Kratzer auf den Scharnieren entstehen. Nach dem Auftragen lassen Sie das Mittel einwirken. Ist dies geschehen, waschen Sie es mit Druckwasser ab. Nach der Trocknung tragen Sie Öl und Fett auf.

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