Was beim Kauf von Heckklappen, Kofferraumklappen und Heckklappendämpfern zu beachten ist

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Was beim Kauf von Heckklappen, Kofferraumklappen und Heckklappendämpfern zu beachten ist

Um Transportgut in einem Auto mitzuführen, ist ausreichend Platz erforderlich. Diesen bietet der Kofferraum. Der zumeist im hinteren Bereich des Autos gelegene Stauraum erlaubt die Aufbewahrung von vielen verschiedenen Gütern. Damit diese sicher vor Witterungseinflüssen und mechanischer Beschädigung geschützt sind, muss er gut verschließbar sein. Heck- und Kofferraumklappen sind hierfür unerlässlich.

Die robusten Türen sind permanenter Belastung ausgesetzt. Hin und wieder kann es daher geschehen, dass man wegen Rostbefall oder Beulen eine Klappe ersetzen muss. Im vorliegenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Auswahl von Kofferraum- und Heckklappen. Der Aufbau wird dabei ebenso erläutert wie häufige Problemfelder und Pflegehinweise. Mit den Heckklappendämpfern wird ein wichtiges Zubehörteil vorgestellt. Bei der Auswahl passender Geräte nutzen Sie die Informationen als erste Orientierungshilfe.

Aufbau und Ausstattung des Kofferraums

Der Innenraum eines Autos besteht aus drei Teilen, dem Motorinnenraum, dem Fahrgastraum und dem Kofferraum. Letzterer befindet sich bei den meisten Modellen im hinteren Teil des Fahrzeugs. Bei einigen Sportwagen ist er der Fahrgastkabine vorgelagert. Der Position des Antriebs entsprechend bezeichnet man die Anordnung als Heckmotor.

Der Kofferraum dient der Aufbewahrung von Transportgütern wie Koffern oder Taschen. Man gibt sein Volumen in der Einheit Liter an. Das Berechnungsverfahren stammt vom Verband der Automobilindustrie. Die meisten PKW haben ein Ladevolumen von etwa 250-500 Liter. Klappt man die Rückbänke um, kann der gewonnene Platz zusätzlich zum Transport von Ladung genutzt werden. Der Platzgewinn beträgt bis zum Vierfachen des Ausgangswerts.

Man unterscheidet zwei Arten von Kofferräumen, den offenen und den geschlossen. Bei der ersten Variante besteht die Möglichkeit, den Laderaum durch Herunterklappen der Rückbänke zu betreten. Beim geschlossenen Kofferraum ist dies nicht möglich. Er kann allenfalls durch eine kleine Öffnung erreicht werden.

Der Kofferraum kann nicht nur zum Transport von Gütern verwendet werden. Man nutzt ihn darüber hinaus zur Unterbringung von Hi-Fi-Anlagen oder zur Montage einer zusätzlichen Sitzreihe.

Die Kofferraumausstattung

Kofferräume sind in den meisten Fällen mit Nadelvlies oder Tufting-Teppich verkleidet. Zum Schutz der Verkleidung nutzt man Kofferraumwannen (auch Laderaumwannen oder Kofferraumschalen). Dabei handelt es sich um Schalenformen, die vor Beschädigungen und Verschmutzungen schützen. Der Vorteil besteht darin, dass sich der Aufwand für Pflege und Reinigung erheblich verringert. Der Wert des Fahrzeugs bleibt dadurch länger erhalten. Der erhöhte Rand des Schutzes sorgt dafür, dass sich Flüssigkeiten und Schmutz nicht auf dem Kofferraumboden ausbreiten können. Es gibt Ausführungen mit unterschiedlich hohen Rändern. Man nutzt Polyethylen und Hartplastik. Die Reinigung ist entsprechend einfach. Anti-Rutsch-Matten verhindern, dass sich Gegenstände zu sehr auf dem Boden des Kofferraums bewegen.

Welche Möglichkeiten gibt es zum Verschluss des Kofferraums?

Man unterscheidet zwei verschiedene Varianten, Kofferraumdeckel und Heckklappen. Der Kofferraumdeckel ist so konzipiert, dass man ihn von oben oder hinten öffnen kann. Bei Fahrzeugen mit einem Stufenheck ragt er unter der Heckscheibe hervor.

Heckklappen sind vorrangig bei Kombinationskraftwagen und Fahrzeugen mit einem schrägen Heck verbaut. Der Unterschied zum Kofferraumdeckel besteht darin, dass man über eine Heckklappe in den Innenraum des Fahrzeugs gelangen kann. Im Gegensatz zu diesem schließt sie die Heckscheibe mit ein. Bei Fahrzeugen mit einer Heckklappe wird diese als Tür gezählt. Man stößt in der Werbung aus diesem Grund oft auf die Begriffe Drei- bzw. Fünftürer.

Welche Aufgabe haben Heckklappendämpfer?

Unter der Bezeichnung Heckklappendämpfer fasst man alltagssprachlich verschiedene Bauarten von Gasdruckfedern zusammen. Teilweise wird die Bezeichnung Heckklappenlifter verwendet. Sie sind in die Karosserie von Fahrzeugen integriert. Ihre Funktion besteht darin, das Öffnen und Schließen der Heckklappe zu erleichtern. Es genügt lediglich ein Druck auf den Öffnungsknopf des Hecks, damit der Dämpfer die Klappe automatisch ausfährt. Er hält sie selbstständig offen.

Bei der Auswahl eines Heckklappendämpfers müssen Sie auf die richtigen Ausmaße und Gewichtsverhältnisse achten. Dabei spielt die Masse der Heckklappe eine ebenso wichtige Rolle wie die Position der Fixierungspunkte und die Bewegungseigenschaften der Klappe. Je nach Voraussetzungen kann es notwendig sein, mehrere Dämpfer zu verwenden.

Die Haltbarkeit von Heckklappendämpfern ist begrenzt

Mit der Zeit lässt der Druck des Gases nach. Dieses Nachlassen geht mit einer schwindenden Federkraft einher. Die Klappe wird dann nicht mehr im geöffneten Zustand gehalten. Da das Gas nicht nachgefüllt werden kann, ist es in diesem Fall notwendig, die Dämpfer auszutauschen.

Auf ebay finden Sie viele Heckklappendämpfer von verschiedenen Autoherstellern. Vertreten sind unter anderem:

  • Mercedes Benz
  • Nissan
  • Daewoo
  • Chevrolet
  • Peugeot

Worauf ist beim Kauf eines Heckklappendämpfers zu achten?

Eine wichtige Frage kann direkt zu Beginn geklärt werden. Sie benötigen für die Montage des Dämpfers keine Erlaubnis von der Zulassungsstelle, sondern können nach dem Erwerb direkt einbaut und verwendet werden.

Bedenken Sie beim Kauf, dass die Dämpfer an den Seiten der Kofferraumöffnung angebracht werden. Sie benötigen in jedem Fall zwei Stück. Achten Sie bei der Produktbeschreibung auf die im Lieferumfang enthaltene Anzahl. Bei einigen Angeboten ist nur ein Dämpfer enthalten. Sie müssten in diesem Fall zwei Pakete bestellen.

Worauf ist beim Kauf einer neuen Heckklappe zu achten?

Die meisten Klappen sind herstellerspezifisch. Sie müssen ein Modell kaufen, das an Ihr Auto passt. Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass alle wichtigen Informationen angegeben sind. Hierzu zählt unter anderem eine Teilenummer. Mit dieser können Sie sicher feststellen, ob die Heckklappe zu Ihrem Fahrzeug passt. Auf ebay finden Sie Heckklappen von allen wichtigen Herstellern. Hierzu zählen:

Achten Sie auf Zustand und Baujahr

Überprüfen Sie vor dem Kauf genau die Beschaffenheit der Klappe. In ungünstig konstruierten Falzen kann sich dauerhaft Wasser ansammeln. Dies führt wiederum zu Rost, einem der Hauptgründe für den Austausch einer Heckklappe. Beulen und Kratzer sind weitere häufige Gründe, die den Ausbau und die Ersetzung einer Heckklappe erforderlich machen.

Beachten Sie beim Kauf auch das Baujahr der Klappe. Es spielt neben Modell- und Plattformbezeichnung eine wichtige Rolle. Bei unterschiedlichen Jahrgängen verändern sich mitunter die Montagepunkte der Dämpfer für die Heckklappe. Es kann unter Umständen notwendig werden, die Scharniere umbauen. Möglicherweise passen sie nicht von Haus aus.

Wie schützen Sie Ihre Heckklappe effektiv vor Rost?

Die Oxidation des Metalls ist eines der häufigsten Probleme, die bei Heckklappen auftreten. Dabei ist es vergleichsweise einfach, dem Rost mit den richtigen Mitteln vorzubeugen. Wichtig ist zunächst das Vorhandensein von Ablauflöchern. Bei der Behandlung mit den falschen Mitteln kann es zur Verstopfung kommen. Wasser kann dann nicht mehr ablaufen, sammelt sich an und führt zu Rost oder einem nassen Kofferraum. Überprüfen Sie vor dem Kauf immer, dass die Löcher überhaupt vorhanden sind. In einigen Modellen gibt es sie nicht. Es ist in diesem Fall notwendig, selbst Löcher in die Seiten der Klappe zu bohren. Wasser, das sich an den Innenleisten der Klappe sammelt, kann zur Seite abfließen.

Ein weiterer Grund für Nässe im Kofferraum kann eine defekte Dichtung sein. Bedenken Sie, dass die Heckscheibe Teil der Klappe ist. Sind die Dichtungen durchlässig, dringt Wasser von außen ein. Hierfür muss nicht nur Regen verantwortlich sein. An kalten glatten Flächen wie der Heckscheibe sammeln sich größere Mengen Kondenswasser.

Praktische Hinweise zur Lackpflege

Wie alle anderen Teile des Autos sind Heck- und Kofferraumklappen mit einer feinen Lackschicht überzogen. Zum Abschluss dieses kurzen Ratgebers erhalten Sie Tipps, wie Sie den Glanz der Oberfläche möglichst lang erhalten können.

Zur Lackierung verwendet man bei vielen Autos Nitrocellulose, Kolophonium, Pulver- und Alkydharz. Man unterscheidet Ein- und Zweikomponentenlacke. Lacke des ersten Typs härten an der Luft selbstständig aus. Zweikomponentenlacke erfordern hierzu die Zugabe von Härtern. Zur Pflege von beiden Typen stehen Ihnen verschiedene Mittel zur Verfügung. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Wachs, Politur und Shampoo. Man verwendet die Mittel ergänzend zueinander. Für jeden Arbeitsschritt ist eines von ihnen besonders gut geeignet.

Autoshampoos reinigen und schützen den Lack

Zuerst verwendet man das Autoshampoo. Man reinigt damit den Autolack, macht ihn glänzend und schützt seine Oberfläche. Die Verwendung ist bei vielen Formen von Verschmutzungen angeraten. Sie beseitigen damit Schmutz-, Öl- und Kraftstoffflecken ebenso effektiv wie Insekten. Viele Autoshampoos bestehen aus Polymeren. Nach der Reinigung schützen sie den Lack mit einer Wasser und Schmutz abweisenden Versiegelung.

Achten Sie bei der Auswahl eines Shampoos darauf, dass es Aufkleber, Chrom, Vinyldächer und Gummidichtungen nicht angreift. Damit es korrekt wirkt, müssen Sie es in der richtigen Dosierung verwenden. Bei Autoshampoos handelt es sich in der Regel um Extrakte, die mit Wasser verdünnt werden. Mit 1-2 Bechern machen hochkonzentrierte Lösungen bis zu 10 Liter Wasser zu Shampoo.

Haben Sie Ihr Auto eingerieben, lassen Sie das Shampoo einwirken. Danach spülen Sie den Schaum herunter und lassen es trocknen. An den Trocknungsvorgang schließt sich das Polieren an.

Wachsen und Polieren

Mit Wachsen und Polituren veredeln und schützen Sie die Oberfläche Ihres Autos. Die Verwendung sollte wenigstens zweimal in Jahr erfolgen. Vor der Nutzung prüfen Sie mit gelbem Licht, ob noch Reste alter Wachse und Polituren vorhanden sind. Auch Kratzer erkennen Sie auf diese Weise. Nutzen Sie zur Entfernung Silikonschaber. Ist die Oberfläche eben, tragen Sie das Wachs mit einem Pad auf. Verreiben Sie es mit gleichmäßigen Kreisbewegungen. Idealerweise tun Sie dies an einem schattigen Platz. In der Sonne würde das Wachs zu schnell einziehen und ließe sich nicht mehr verreiben.

Nach dem Einwirken reiben Sie das Wachs mit einem Mikofasertuch ab. Sie können anschließend auch elektrische Poliermaschinen nutzen. Gutes Wachs erkennen Sie daran, dass es bis zu einem Jahr hält und Autowäschen übersteht.

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