Was Sie vor dem Kauf von Bremsscheiben für Ihren Traktor wissen sollten

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Was Sie vor dem Kauf von Bremsscheiben für Ihren Traktor wissen sollten

Zu den wichtigsten Geräten im Bereich Agrar- und manchmal auch im Forstwesen zählen wohl die Traktoren. Mit einem Traktor, auch Schlepper genannt, können nicht nur Lasten transportiert und gezogen werden, sondern auch landwirtschaftliche Maschinen wie zum Beispiel Pflüge, Saatmaschinen, Düngerstreuer, Eggen oder Drillmaschinen benutzt werden. Traktoren gelten deshalb als universelle Zugmaschinen, die nahezu jeden Tag im Einsatz sind. Ein Ausfall dieses wichtigen Arbeitsgeräts kann aus diesem Grund erhebliche Folgen haben, da meist mehrere Arbeitsprozesse dadurch behindert werden können. Dies gilt sowohl für den Agrar- als auch für den Forstbetrieb. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass Ihr Arbeitsgerät zu jedem Zeitpunkt in einem tadellosen Zustand ist. Nur so kann vermieden werden, dass Defekte und Mängel den Arbeitsablauf nicht beeinträchtigen. Eine unregelmäßige und schlampig durchgeführte Wartung kann zudem dazu führen, dass Defekte übersehen werden. Dies kann wiederum zur Folge haben, dass Folgeschäden und tiefer greifende Beschädigungen entstehen und so hohe Kosten verursacht werden. Eine regelmäßige und sorgfältige Wartung Ihres Traktors kann darüber hinaus indirekt nicht nur Kosten sparen, sondern auch zur Sicherheit beitragen. Unfälle auf der Arbeit sind nicht selten auf schlecht gewartete Maschinen zurückzuführen. Daher gibt es jede Menge Werkzeug und Ersatzteile für die Wartung von Traktoren und anderen Land- und Forstwirtschaftsmaschinen.

Achten Sie bei der Wartung auf die richtigen Werkzeuge und Ersatzteile

Welche Komponenten bei einem Traktor regelmäßig gewartet werden müssen, kann pauschal nicht gesagt werden. Schließlich ist die Grundausstattung von Traktor zu Traktor verschieden. Zu den Komponenten, die bei einem Traktor regelmäßig inspiziert und gewartet werden müssen, zählen zum Beispiel der Motor sowie die Bremsanlage. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Wartung ist das richtige Werkzeug und die Verwendung der richtigen Ersatzteile. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es sich dabei um einen Kleintraktor oder um einen größeren Schlepper handelt. Selbstverständlich gilt es beim Kauf von Ersatzteilen bestimmte Prämissen zu berücksichtigen. Letzten Endes kann die Verwendung von falschen Ersatzteilen oder von Ersatzteilen mit schlechter Qualität unter Umständen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Aus diesem Grund werden Ersatzteile für Traktoren in der Regel in sicherheitsrelevante Komponenten und in verhältnismäßig unproblematische Komponenten eingeteilt. Zu den sicherheitsrelevanten Ersatzteilen bei einem Traktor gehören zum Beispiel Rahmenteile, das Fahrwerk, Vorrichtungen für den Anhänger, Teile der Lenkung, spezifische Schutzeinrichtungen, die Antriebsteile sowie Komponenten der Bremse, wie beispielsweise die Scheibenbremsen.

Ersatzteile für Traktoren können darüber hinaus in Ersatzteile von einem Erstausrüstungsanbieter, von einem OEM-Anbieter sowie von einem Nachbauteilanbieter gegliedert werden. Bei sicherheitsrelevanten Ersatzteilen sollte in der Regel immer auf Originalteile zurückgegriffen werden. Die Qualitätsunterschiede zwischen Original- und Nachbauteilen sind zum Teil beträchtlich. Bei Nachbauteilen wird oftmals an den Entwicklungskosten gespart, was unter Umständen dazu führen kann, dass qualitative Mängel entstehen, die dem Laien nicht ohne Weiteres ersichtlich sind. Eine schlechte Qualität kann nicht nur die Sicherheit erheblich beeinträchtigen, sondern auch zu einem höheren Verschleiß führen. Der zu Anfang erhoffte Spareffekt durch ein vermeintlich günstiges Ersatzteil bleibt somit aus. Vor allem bei Komponenten rund um das Bremssystem muss der Aspekt der Sicherheit immer die höchste Priorität haben. Wenn Sie vorhaben, Bremsscheiben für einen Traktor zu kaufen, sollten Sie sich auf jeden Fall genau mit der Thematik beschäftigen, um einem Fehlkauf vorzubeugen.

Die Bremsanlage gilt als kompliziertes System für spezielle Anforderungen

Das Bremssystem eines Traktors gilt im Vergleich zu anderen Fahrzeugen als komplex, da es spezielle Anforderungen erfüllen muss. So ist die Bremsanlage eines Schleppers in aller Regel so konzipiert, dass nicht nur beide Seiten gleichzeitig gebremst werden können, sondern auch nur eine Seite abgebremst werden kann. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die Lenkung bei langsamer Fahrt zu unterstützen. So sind zum Beispiel sehr enge Wendekreise möglich, was für die Arbeit auf dem Feld oder auf engem Terrain eine für Traktoren unerlässliche Eigenschaft ist. Die Betätigung dieser zweiteiligen Bremse kann auf verschiedenste Weise erfolgen. Im Normalfall wird diese Bremse mit einem zweiteiligen Bremspedal betätigt. Alternative Systeme arbeiten automatisch oder an das Lenkrad gekoppelt. Diese spezielle Betriebsbremse muss jedoch so konstruiert sein, dass auf öffentlichen Straßen ohne Einschränkung gleichmäßig, das heißt auf beiden Seiten ausgewogen, gebremst werden kann. Im Normalfall werden in Schleppern Bremsen mit hydraulischer Unterstützung eingebaut. Bei kleineren und langsameren Schleppern findet man in seltenen Fällen jedoch auch pneumatische Systeme. Die Anhänger werden hingegen in aller Regel mit Druckluft, die über einen Leitungsbremsanschluss zugeführt wird, gebremst.

Zu den wesentlichen Teilen einer Bremsanlage gehören zum Beispiel die Haupt- und Radbremszylinder, die ALB-Ventile, die Bremsbeläge und die Bremsscheiben. Bremsen zählen generell zu den Baugruppen eines Traktors, bei denen sämtliche Komponenten nach Möglichkeit perfekt aufeinander abgestimmt sein sollten. Aus diesem Grund ist oftmals eine Kompatibilität mit Teilen, die von diesem Standard abweichen, nicht gegeben. Ein falsch ausgewähltes Ersatzteil oder eine unsachgemäße Reparatur kann deshalb dazu führen, dass die Bremswirkung nicht hundertprozentig gegeben ist. Ein Nachlassen der Bremswirkung kann bei falsch verbauten Teilen auch erst nach einer unbestimmten Zeit eintreten. Aus diesem Grund sollten bei Bremskomponenten wie Bremsscheiben nur Originalteile verwendet werden. Zudem sollte die Reparatur oder der Austausch der Bremsscheiben in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden.

Ersatzbremsscheiben für die unterschiedlichen Bremskonzepte

Traktoren warten mit den unterschiedlichsten Bremskonzepten auf. Aus diesem Grund ist die Beschaffung der richtigen Ersatzteile, wie zum Beispiel Bremsscheiben, kein einfaches Unterfangen. Generell können Bremsen bei Traktoren in Trommelbremsen und in Scheibenbremsen eingeteilt werden. Beide Konstruktionen haben ihre Vor- und Nachteile. Unter einer Trommelbremse versteht man eine sogenannte Radialbremse, bei der, wie der Name schon sagt, die Bremsbeläge radial auf eine Fläche, in diesem Fall auf die Innenseite der Bremstrommel, wirken. Oftmals werden Trommelbremsen bei Traktoren mit einer schwächeren Leistung und damit geringerer Höchstgeschwindigkeit eingesetzt. Zu den wesentlichen Vorteilen zählen die Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz sowie eine niedrige Bedienkraft. Die Gleichmäßigkeit der Bremsleistung lässt jedoch zu wünschen übrig.

Scheibenbremsen werden generell bei Fahrzeugen mit einer höheren Höchstgeschwindigkeit eingesetzt. Dazu zählen zum Beispiel auch leistungsstärkere Traktoren. Zu den wesentlichen Komponenten einer Scheibenbremse zählen in der Standardversion eine auf der Radnabe befestigte Bremsscheibe sowie ein Bremsklotz mit Bremsbelag, der auf einem Bremssattel angebracht ist. Um eine Verzögerungswirkung herzustellen, druckt der Bremsklotz mit dem Bremsbelag auf die Scheibe. Im Rahmen dieses Vorgangs wird die kinetische Energie aufgrund der Reibung in Wärme umgewandelt. Aus diesem Grund werden Bremsen während der Betätigung sehr heiß und können unter Umständen zum Überhitzen neigen. Diese Wärme muss sinnvoll abgeleitet werden, um eine einwandfreie Funktion gewährleisten zu können. Der Einfluss der Geschwindigkeit auf die benötigte Bremsenergie ist nicht linear, sondern überproportional. Je größer die Bremsscheiben eines Traktors sind, desto mehr kinetische Energie kann in Wärmeenergie umgewandelt werden. Aus diesem Grund wächst mit dem Gewicht und vor allem mit der Höchstgeschwindigkeit eines Fahrzeugs auch die Größe der Bremsanlage und damit der Bremsscheiben. Der sogenannte Bremsenverschleiß wird dabei durch die Reibung verursacht. Da die Reibung sowohl am Bremsbelag als auch an der Bremsscheibe entsteht, setzt sich auch der Bremsstaub aus diesen beiden Komponenten zusammen. Die Abnutzung des Bremsbelags ist in der Regel geringer als die Abnutzung der Bremsscheibe. Die Reibung kann durch spezielle technische Maßnahmen beeinflusst werden, um einem übermäßigen Verschleiß und einer extremen Hitzeentwicklung entgegenzutreten.

Beim Traktor können Scheibenbremsen in Sattelscheibenbremsen und Vollscheibenbremsen unterteilt werden. Die Vollbremsscheiben können wiederum in Trocken- und Nassscheibenbremsen gegliedert werden. Traktorenbremsscheiben gibt es sowohl für diverse Sattelscheibenbremsen als auch für unterschiedliche Vollscheibenbremsen.

Wissenswertes über Traktorbremsscheiben für Sattelscheibenbremsen

Für Sattelscheibenbremsen gibt es spezielle Bremsscheiben, die bestimmten Anforderungen entsprechen müssen. In aller Regel sind Sattelbremsen als sogenannte Teilbremsscheiben konzipiert. Bei einer Teilbremsscheibe wird, wie der Name schon sagt, nur ein Teil der Bremsscheibenfläche zum eigentlichen Bremsen genutzt. Die Reibfläche ist dementsprechend gering. Durch die kleine Reibfläche können punktuell hohe Temperaturen entstehen. Aus diesem Grund sind Sattelscheibenbremsen bei größerer Belastung meist mit einer Kühlung versehen. Wird die Kühlung nicht gewährleistet, so kann der Abrieb extrem erhöht werden, was einen frühzeitigen Austausch der Verschleißkomponenten notwendig machen kann. Bremsscheiben für Sattelscheibenbremsen unterscheiden sich zum Beispiel im Durchmesser. Der Aus- und Einbau einer Bremsscheibe für Teilscheibenbremsen ist weniger zeitaufwendig als der Austausch einer Bremsscheibe einer Vollscheibenbremse.

Zu beachten beim Kauf von Traktorbremsscheiben für Vollscheibenbremsen

Unter einer sogenannten Vollscheibenbremse versteht man eine Bremse, bei der nahezu die ganze Bremsscheibe als Reibfläche genutzt wird. Durch die große Kontaktfläche kann die Temperatur beim Bremsen im Gegensatz zur Teilscheibenbremse relativ niedrig gehalten werden. Dieser Umstand macht eine Kühlung nicht zur absoluten Notwendigkeit. Durch die große Masse bleibt die Scheibe zudem sehr lange temperaturstabil, was für die Robustheit dieses Systems spricht. In der Regel besteht eine Vollscheibenbremse immer aus mehreren Scheiben. Der Aufbau einer solchen Bremse hat viel Ähnlichkeit mit einer Mehrscheibenkupplung. Selbstverständlich gibt es für diese Bremsenanlagen auch spezielle Bremsscheiben, die unter anderem in puncto Material auf diese Systematik ausgerichtet sind. Bei den Vollscheibenbremsen für Traktoren wird wiederum zwischen den luftgekühlten Trockenscheibenbremsen sowie zwischen den Nassscheibenbremsen unterschieden. Für beide Varianten gibt es spezielle Bremsscheiben. So gibt es bei Traktoren zum Beispiel Vollscheibenbremsen, bei denen das Öl während des Bremsvorgangs aufgesprüht wird, um die Reibung und damit die Hitzeentwicklung zu minimieren. Unter einer Nassscheibenbremse versteht man in der Regel eine Bremse, bei der die Bremsscheibe in einem Ölbad läuft. Auf diese Weise wird die ohnehin schon gute Hitzestabilität der Vollscheibenbremse weiter erhöht. Darüber hinaus wird der Verschleiß weiter minimiert. Der Aus- und Einbau einer Bremsscheibe bei einer Vollscheibenbremse ist in der Regel sehr zeitaufwendig.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden