Was Sie über Schlafsäcke wissen müssen!

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10 Punkte Check: Schlafsäcke

Bei anspruchsvollen Touren ist ein guter Schlafsack ein wichtiger Aspekt für einen reibungslosen Ablauf. Nach einer schlechten Nacht schwindet am Tag die Konzentrationsfähigkeit , was fatale Fehler zur Folge haben kann. Wenn man im Freien übernachten möchte, muß man sich eben felsenfest auf seine Ausrüstung verlassen können! Daher haben wir hier ein paar wichtige Fakten zusammengestellt, welche Ihnen bei der Auswahl des neuen Schlafsackes behilflich sein sollen.


1.    Kapuze


Ein Schlafsack erreicht seine volle Wärmeleistung nur, wenn man seine Kapuze bis auf eine kleine Öffnung zuziehen kann. Der Stirnwulst, eine extra gefüllte Kammer entlang des Schnürzugs, steigert den Tragekomfort und schützt Stirn, Nase und Wangen.


2.    Wärmekragen


Wer die Kapuze lieber offen lässt, sollte darauf achten, dass der Schlafsack mit einem breiten, dicht gefütterten Wärmekragen ausgestattet ist. Dieser legt sich wie ein Schal um den Hals und verhindert, dass warme Luft aus der Schlafhöhle heraus und kalte hineinströmt.


3.    Abdeckleiste


Der Reißverschluss ist ein potenzielles Schlupfloch für Kälte. Deswegen muss hinter dem Reißverschluss eine Abdeckleiste „dicht machen“. Je dicker und breiter sie ausfällt desto besser. Versteifungen verhindern, dass der Reißverschluss-Schieber sich im Material verklemmt.


4.    Reißverschluss

Reicht der Reißverschluss bis zu den Füßen, kann man den Schlafsack aufklappen und als Decke verwenden. Ein 2-Wege-RV ist daher ebenfalls nützlich.


5.    Fußteil

Es muss so geräumig sein, dass die Füße und Zehen nicht die Füllung zusammendrücken. Das kann zu unangenehmen Kältebrücken führen.


6.    Innenmaterial

Hier kommt nur Nylon (Polyamid) oder Polyester in Frage. Baumwolle ist zu schwer und trocknet extrem langsam – auf Tour fatal.


7.    Außenmaterial

Auch hier kommt vor allem Polyamid oder Polyester zum Einsatz. Eine Imprägnierung, Mikrofaser-Gewebe oder ein beschichteter Stoff schützen vor Kondensfeuchtigkeit oder verschütteten Getränken.


8.    Länge

Lieber zu lang als zu kurz. Bei einem zu kleinen Modell drücken Sie sonst die Füllung an Füßen und Kopf zusammen und verschlechtern die Wärmeleistung des Schlafsacks. Viel zu groß sollte er aber auch nicht sein, sonst muss zu viel tote Luft erwärmt werden.


9.    Schnitt

Leute mit bewegtem Schlaf brauchen etwas breitere Schlafsäcke. Sonst wird die Füllung mit Ellenbogen, Gesäß oder Knien zusammengeknüllt. Wer mit Enge keine Probleme hat, ist mit körperbetont geschnittenen Schlaftüten besser bedient: Sie sind schneller aufgewärmt und wiegen weniger als die weiter geschnittenen Modelle.


10.  Konstruktion

Bei Schlafsäcken für Temperaturen unter 5 Grad Celsius kommen nur Thermokonstruktionen ohne durchgesteppte Nähte in Frage. Achten Sie auch auf eine gleichmäßige Verteilung der Füllung zwischen Ober- und Unterseite, sonst entstehen kalte Stellen beim Drehen.

11. Anti-Rutsch Gürtel

Ein Anti-Rutsch Gürtel am unteren Teil des Schlafsackes verhindert das Selbstrutschen des Sackes von der Unterlage. Weiterhin kann dies ein praktisches Detail beim "Notschlaf" auf einer ungeraden Fläche sein!

12. Kompressionssack

Ein guter Kompressionssack erleichtert wesentlich das Einpacken des Schlafsackes. Nachdem der Schlafsack in den Kompressionssack "gestopft" (wegen Bruchstellen nicht zusammenlegen) wurde, kann das Volumen mittels Kompressionszuggürtel auf ein Minimum verringert werden. Dies ist ein wichtiger Fakt bei der Kalkulation der gesamten Ausrüstung!


 

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