Was Sie über Lackschutzfolien wissen sollten

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Was Sie über Lackschutzfolien wissen sollten

Der Lack eines Wagens schützt die Karosserie vor äußeren Einflüssen und erzeugt ein optisches Gesamtbild. Einige Teile des Wagens stehen unter ständiger Belastung, beispielsweise durch Steinschläge oder Salzablagerungen im Winter. Am meisten davon betroffen sind die Stoßstangen, Schweller und andere bodennahe Teile. Schäden am Lack sind nicht nur unschön anzusehen, sie mindern auch den Wiederverkaufswert des Wagens. Gleichzeitig können Flüssigkeiten und Schmutz an die Metallteile des Wagens gelangen und ihn rosten lassen. Die Reparatur und Ausbesserung von Lackschäden kann sehr teuer werden.

Ein anderer Punkt ist die Sichtbarkeit dieser Schäden. Ausbesserungen sind unter bestimmten Lichtverhältnissen immer zu erkennen. Für einen optimalen Lackschutz sorgen spezielle Folien und Schutzfilme. Sie sind besonders flexibel und dehnbar, sodass sie sich den verschiedenen Autoteilen anpassen. Die höchstmögliche Transparenz dieser Folien sorgt dafür, dass der Fahrzeuglack sichtbar und die Farbe ungetrübt bleibt. Eine andere Variante bieten die farbigen Schutzfolien. Sie verhindern nicht nur Lackschäden, sondern geben dem Wagen ein vollkommen neues Aussehen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die verschiedenen Formen der Folien und ihre Einsatzbereiche. Außerdem zeigen wir, wie Sie die Folien am besten an Ihrem Wagen anbringen.

Was sind Lackschutzfolien und wie funktionieren sie?

Lackschäden mindern den Wert eines Fahrzeugs und sollten vermieden werden. Während die Unterseite des Fahrzeugs mit einem speziellen Unterbodenschutz resistent bleibt, gibt es spezielle Lackschutzfolien für die restlichen Teile der Karosserie. Im Vergleich zu Lackkorrekturen oder der Neulackierung verschiedener Teile sind die Folien deutlich günstiger. Sie bieten einen zuverlässigen Schutz gegen die Witterung, Salzeinflüsse oder Steinschläge. Gleichzeitig verhindern die Folien unschöne Kratzer am Lack, die beispielsweise beim Einparken entstehen können. Es gibt eine Vielzahl von Herstellern dieser Folien. Dabei sind die meisten Produkte aus Polyurethan gefertigt. Es handelt sich um einen sehr strapazierfähigen Kunststoff, der in vielen Bereichen zum Einsatz kommt. Speziell für Fahrzeuge lassen sich die Folien genau auf die Verwendung zuschneiden. Damit passen sie sich den verschiedenen Bauteilen an. Eine weitere Nutzung ist bei Motorrädern möglich. Die Maschinen sind ebenso der Witterung und Steinschlägen ausgesetzt. Mit farbigen Lackschutzfolien bekleben Sie ein Fahrzeug komplett neu oder setzen stilvolle Akzente. Die Qualität spielt beim Kauf eine wichtige Rolle. Günstige Folien sind nicht UV-beständig und können unter Sonneneinstrahlung vergilben. Die hochwertigen Folien namhafter Hersteller haben dieses Problem nicht mehr. Sie sind resistent gegen die Sonneneinstrahlung und durch ihre Transparenz auf einem Fahrzeug nahezu unsichtbar. Selbst nach mehreren Jahren bleibt diese Transparenz erhalten. Zum Einsatz kommen die Lackschutzfolien als Steinschlagschutz für:

  • Schweller
  • Türen
  • Stoßfänger
  • Radkästen
  • Motorhaube

Doch nicht nur Steinschläge können den Fahrzeuglack beeinträchtigen. An der Griffmulde der Türen oder der Ladekante zum Kofferraum entstehen häufig Kratzer. Auch die Türkante und den Türeinstieg können Sie mit einer Lackschutzfolie vor mechanischen Schäden absichern. Zur optischen Aufwertung des Fahrzeugs greifen viele Nutzer zu Folien in Carbon-Optik. Sie sind mit einer leichten Struktur versehen und kommen häufig bei Ladekanten oder Türeinsteigen zum Einsatz. Nahezu alle Folien sind zu Selbstmontage geeignet.

Lackschutzfolien schützen den Wagen im Winter

Der richtige Lackschutz ist im Winter besonders wichtig. Gegen anhaltende Glätte auf den Straßen kommen Streusplitt und Salz zum Einsatz. Beide Komponenten fügen dem Lack große Schäden zu. Steinschläge sind im Winter keine Seltenheit und die gesalzene Flüssigkeit dringt schnell in Schadstellen oder Öffnungen des Wagens ein. Den besten Schutz für den Winter bieten eine geeignete Folie für die Karosserie und eine Scheibenversiegelung. Sie erhalten Optik und Wert des Wagens und beugen somit teuren Folgereparaturen vor.

Steinschlagschutzfolie oder Lackschutzfolie – wo liegt der Unterschied?

Experten entscheiden grundsätzlich zwischen Lackschutzfolien und speziellen Steinschlagschutzfolien. Einfache Lackschutzfolien sind deutlich dünner und liegen im Bereich um 80 – 100 µm. Sie kommen zum Schutz vor leichten Kratzern und gegen die UV-Strahlung zum Einsatz. Die Folie wehrt dabei die Sonneneinstrahlung effektiv ab und der Lack darunter altert nicht. Die transparenten Folien dieser Art werden so verklebt, dass sie auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Durch die geringe Dicke sind die Modelle besonders flexibel und können um jede Kante geschlagen werden. Das ist bei Steinschlagschutzfolien nicht möglich. Sie sind bis zu 300 µm dick und bieten dadurch einen optimalen Schutz vor Steinschlägen und Kratzern. Die Folien sind speziell für diese mechanischen Einwirkungen entwickelt und kommen nicht am kompletten Fahrzeug zum Einsatz. Werkstätten verwenden Sie hauptsächlich an den gefährdeten Stellen. Dazu gehören die Schweller und die Frontpartie des Wagens. Durch vorausfahrende Fahrzeuge ist hier die Gefahr für Steinschläge am größten. Da es sich um ein partielles Verkleben der Folie handelt, muss sie UV-durchlässig sein. Der Hintergrund: Der Lack unter der Folie ist der gleichen Sonneneinstrahlung ausgesetzt wie der restliche Wagen. Damit altert er ebenso mit und ist nach dem Entfernen der Folie nicht mehr zu erkennen. Die Steinschlagfolien sind beispielsweise auch für die Ladekante eines Fahrzeugs geeignet.

Haltbarkeit und Preise der Lackschutzfolie – damit müssen Sie rechnen

Lackschutzfolien sind deutlich preisgünstiger als eine Neulackierung des Fahrzeugs. Dabei richten sich die Preise stark nach der Qualität und der Dicke der Folie. Lassen Sie die Folie in einer Werkstatt vom Fachmann anbringen, kommen die Arbeitsstunden hinzu. Hier stellt sich die Frage, ob Sie die Folie selbst anbringen können. Die meisten Hersteller bieten eine ausführliche Anleitung zum Aufbringen der Folie. Mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug sparen Sie Ihr Geld. Im Hinblick auf die Haltbarkeit können Sie mit vier bis sechs Jahren rechnen. Kleine Beschädigungen auf der Folie lassen sich über die Jahre mit Politur wieder ausbessern. Sobald sich aber die ersten Ecken lösen, sollten Sie über einen Wechsel der Folie nachdenken. Die Materialien werden mit der Zeit rissig und porös und bieten dem Lack keinen ausreichenden Schutz mehr. Die Werkstatt übernimmt auch Reparaturen von größeren Schadstellen. So muss nicht die komplette Folie ausgewechselt werden.

Anleitung und Ratgeber: Autofolien selbst aufkleben

Hochwertige Autofolien besitzen keinen Kleber auf der Rückseite. Er könnte Schäden am Lack hinterlassen und ist nicht mehr ohne Rückstände zu entfernen. Werkstätten nutzen für das Anbringen dieser Folien ein Kalt-Warm-Verfahren. Somit passt sich die Folie speziell auf Rundungen und andere schwierige Stellen an. Wichtige Voraussetzung für diesen Vorgang: Der Wagen muss vorher komplett von Schmutz und Fettrückständen befreit sein. Andernfalls bleiben Rückstände unter der Folie oder sie hält nach dem Aufbringen nicht korrekt. Bereits beim Zuschneiden sind Sie auf ein Spezialwerkzeug angewiesen. Sie legen die Folie auf die gewünschte Stelle auf und übernehmen den Grobschnitt. Der Lack darf bei diesem Vorgang nicht beschädigt werden und benötigt anschließend eine umfassende Reinigung. Erst nach dem Abtrocknen darf die Folie erneut aufgelegt und angebracht werden. Bestenfalls überlassen Sie diesen Vorgang einer professionellen Werkstatt, wenn Sie nicht über die passenden Utensilien verfügen. Nur kleinere Folienteile können Sie mit einem Heißluftföhn ohne Probleme selbst anbringen und zuschneiden. Beachten Sie dabei grundsätzlich die Hinweise des Herstellers.

Farbe und Dicke – welche Lackschutzfolie ist die Richtige?

Lackschutzfolien gibt es in unterschiedlichen Stärken und in verschiedenen Farben. Eine Gliederung kann nach folgenden Folien durchgeführt werden:

Zu einer besonders preiswerten Folie gehört das PVC-Modell mit 0,2 mm Dicke. Achtung: Sehr günstige Folien sind mit einem Kleber versehen, der bei längerem Einsatz milchig werden kann. Diese Folien lassen sich nur sehr schwer ohne Rückstände wieder entfernen. Außerdem sind sie nicht gegen das Zerkratzen geschützt. Einen besonderen Vorteil zeigen matte Folien. Sie eignen sich für Fahrzeuge, die bereits Lackschäden aufweisen. Durch die matte Oberfläche fallen diese nicht mehr auf. Allerdings ist die Folie selbst auf dem Lack sichtbarer. Raue und strukturierte Flächen sollten nur mit einer klaren Folie beklebt werden. Hier darf kein mattes Material zum Einsatz kommen. Am robustesten zeigen sich die Polyurethan Folien. Sie sind besonders flexibel und dehnen sich bei der Anbringung um bis zu 300 Prozent. Wölbungen und Kanten stellen für dieses Modell also kein Problem dar. An das Auto angebracht halten Sie Steinschläge und andere Kratzer fern. Das Geheimnis der Folie: Sie gibt bei zu starker Beanspruchung nach und federt wieder zurück. Diese Variante darf auch auf rauen Teilen zum Einsatz kommen. Manche Hersteller statten die Fahrzeuge ab Werk an bestimmten Stellen mit der flexiblen und robusten Lackschutzfolie aus. Vollkommen transparent ist sie kaum vom restlichen Lack zu unterscheiden und erhält die brillanten Farben des Fahrzeugs.

Folien für Tuning und Werbung

Tuning-Begeisterte greifen gern auf eine schwarz strukturierte Folie zurück. Die Modelle sind fast alle selbstklebend und wirken edel in der Optik. Auch hier lassen sich bereits vorhandene Beschädigungen gekonnt kaschieren. Die Struktur ähnelt dem Innenbereich des Wagens und passt sich nahezu jedem Design an. Das besonders dicke Material schützt Türeinstiege und andere Stellen hervorragend vor Abrieb. Experten empfehlen nach dem Anbringen der Folie eine Versiegelung der Oberfläche mit einer farblosen Schicht aus Wachs. So setzt sich kein Schmutz in der rauen Oberfläche fest und die Folie lässt sich deutlich leichter reinigen. PVC Folien mit einer Dicke bis 0,1 mm bieten wenig Schutz, lassen sich jedoch von Laien problemlos anbringen. Hauptsächlich kommen Sie im Werbedruck zum Einsatz und müssen sich rückstandslos entfernen lassen.

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