Was Sie beim Onlinekauf von Lilien beachten sollten

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Was Sie beim Onlinekauf von Lilien beachten sollten

Die Lilie ist eine sehr beliebte Pflanze. Doch gibt es auch bei dieser Pflanze einige Dinge, die bei der Pflanzung, Zucht und Pflege zu beachten sind. Dieser Ratgeber informiert über die verschiedenen Arten und bietet zahlreiche hilfreiche Tipps zum Umgang mit einer Lilienpflanze. Eine Lilie kann jeden Garten mit ihren schönen Blüten bereichern, aber ihr können auch Gefahren drohen. Die folgenden Tipps sollen dazu beitragen, eine ansehnliche Lilienpracht im Garten hervorzubringen.

Herkunft und Verbreitung der Lilienarten

Zu der Gattung der Liliengewächse zählt man heute um die 110 verschiedene Arten. Lilien zählen zu den ausdauernden und aufrecht wachsenden Pflanzen. Da sie oft durch auffällige Blüten geschmückt sind, sind diese Pflanzen unter Botanikern sehr beliebt. Aber auch bei anderen Menschen finden sie Wohlgefallen und werden als Zierpflanzen geschätzt. In manchen Ländern allerdings finden die Lilien auch als religiöse Symbole oder als Lebensmittel und Heilpflanzen ihre Anwendung.
Es wird davon ausgegangen, dass die Pflanzenart der Lilien ihren Ursprung in der Region um den Himalaya hat. Von dort ausgehend sind sie heute auf allen Kontinenten der nördlichen Halbkugel zu finden. Die Lilien bevorzugen allerdings die klimatisch gemäßigten Zonen der Erde. So ist ihr hauptsächliches Verbreitungsgebiet in China und Japan zu suchen. Hier kommen rund 100 Arten der Lilien her. Aber auch in Nordamerika, Europa und dem Kaukasus sind sie zu finden.

Die verschiedenen Liliengattungen

Die Lilie ist eine Pflanze, die aus der Zwiebel wächst. Wer also eine Lilie sucht, die er von Beginn an begleiten möchte, muss nach einer Lilien-Zwiebel Ausschau halten. Eine Lilie kann, je nach Art, bis zu 3 m hoch werden. Sie sind meist als sogenannte Horste in waldigen oder waldnahen, aber auch küstennahe Regionen zu finden, denn sie bevorzugen feuchte und kühle Standorte sowie leichten Schatten.
Es gibt aber auch Arten, die in höheren Gebirgslagen wachsen. Einige wenige bevorzugen sogar den Bergregenwald in Asien. Als Boden bevorzugt diese Pflanzenart leicht alkalische oder leicht saure Substrate, sie meiden hingegen sehr saure oder sehr alkalische Böden. Aber auch hier gibt es einige wenige Ausnahmen wie etwa die Art Lilium pomponium oder Lilium catesbaei. Während erstere einen sehr stark alkalischen Boden bevorzugt, mag letztere einen sehr sauren Boden. Zudem unterscheiden sich Lilien in ihren Vegetationsperioden und der Witterungsempfindlichkeit. So gibt es mehrjährige Exemplare, frostharte oder winterharte Pflanzen, aber auch sehr exotische Exemplare, die heißes und feuchtes Klima bevorzugen.

Nutzen der Lilienpflanzen

Einige Arten der Lilie sind selten oder sogar gefährdet. So versuchen Botaniker mit einer kräftigen Zucht dem Aussterben einiger Arten entgegenzutreten. Doch bevorzugen einige Arten derart spezifische Standorte, dass eine Zucht beinahe unmöglich scheint. Andere Arten hingegen sind weit verbreitet, unter anderem auch deswegen, weil sie vielerorts in Gärten, Parkanlagen oder Wohngebieten angepflanzt wurden. Hier werden einige Pflanzen manchmal von Pilzen, Viren oder anderen Bakterien befallen, was sie nachhaltig schädigt. Andererseits haben die Lilien aber auch eine Funktion als Futterpflanze in Europa. Denn sie ernähren die kleinen Lilienhähnchen, eine rote Käferart.

Lilien als Heilpflanzen

Doch sollten die Lilien vor solcherlei Bedrohungen geschützt werden, da sie von uns in vielerlei Hinsicht genutzt werden können. So dienen sie vielen Menschen als Heilpflanzen. In China etwa werden die Lilien gegen Blutkrankheiten, chronischen Husten und Schlaflosigkeit eingesetzt. Zudem wird die Lilie in Salben und Tinkturen verarbeitet, da dieser Pflanze eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt wird. Des Weiteren wird sie gegen Verspannungen und Verbrennungen eingesetzt.

Lilien als Lebensmittel

Zudem wird die Lilie auch als Lebensmittel geschätzt. Bei den meisten Arten von Lilien sind alle Teile bis auf den Stamm essbar. Vor allem in China baut man manche Lilienarten speziell für den Gebrauch in der Küche an. Die Zwiebeln dieser Pflanze werden entweder getrocknet oder frisch verzerrt, aber vereinzelt auch gekocht, gedämpft oder gebacken.

Lilien als Zierpflanzen

Am verbreitetsten ist der Gebrauch der Lilien als Zierpflanzen. Seit den 1930er Jahren gelten Lilien als Zuchtpflanzen. In den USA, Großbritannien und den Niederlanden führte dies zu einer enormen Lilien-Industrie. Als Gartenpflanzen sind vor allem die Tiger-Lilie, die Madonnen-Lilie oder die Königslilie beliebt.
Die Zwiebelpflanze Lilie ist sehr populär. Sie ist als Beetpflanze in einer Gruppe niedriger Beetrosen, Beetblumen oder auch zwischen hohen Stauden geeignet. Aber auch vor Hecken oder immergrünen Gehölzen macht sich eine Lilie sehr gut. Viele lassen sie aber einzeln in einem Kübel stehen. Auch dies ist durchaus möglich.

Pflanzung und Pflege von Lilien

Die meisten Arten von Lilien kann man je nach Wunsch im Herbst oder auch im Frühjahr pflanzen. Eigentlich sind alle Lilienarten auf gut dränierten Böden zuverlässig winterhart. Deshalb tendieren Gärtner immer mehr zur Pflanzung im Frühjahr. So haben die Gärtnereien im Frühjahr die größte Auswahl zu bieten. Für Hobbygärtner empfiehlt sich der folgende Tipp: Pflanzen Sie Ihre Lilienzwiebeln von März bis Mai immer mit zehntägigem Abstand voneinander in die Erde ein. Durch die verzögerte Bepflanzung kommen die Triebe der Pflanzen erst nach und nach aus der Erde. Damit ist gewährleistet, dass Sie sich während des gesamten Sommers an den schönen Blüten der Lilien erfreuen können.

Die Lagerung

Auch bei der Lagerung dieser Pflanzen gibt es einiges zu beachten. Denn die Lilien haben Zwiebeln mit überlappenden Schuppen, welche je nach Art locker oder auch fest sein können. Im Unterschied zu Narzissen, Zierlauch oder Tulpen besitzen sie keine feste Außenhaut. Deshalb sollten Lilien nicht über einen längeren Zeitraum hinweg frei und ungeschützt gelagert werden. Entgegen der gängigen Vermutung sind Lilien trotz ihrer Schönheit doch ziemlich pflegeleicht und robust. Wenn man die besonderen Ansprüche dieser Art von Pflanzen beachtet, sollte man keine Probleme mit ihnen haben. Bei entsprechender Behandlung der Pflanzen werden die Bemühungen schon ziemlich bald von Erfolg gekrönt sein.

Der beste Standort

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn sich der Wurzelbereich der Lilienpflanze im Schatten befindet. Dies kann erreicht werden, indem man sie in die Nähe von Bodendeckern, sehr niedrigen Stauden oder auch Sommerblumen pflanzt. Denn das Blattwerk dieser Pflanzen schützt die Zwiebeln der Lilien vor der direkten Einstrahlung der Sonne und damit vor starker Erwärmung.

Zunächst sollte man nach einem geeigneten Standort suchen, der den oben beschriebenen Ansprüchen gerecht wird. Mit einer kleinen Schaufel oder einem Pflanzer speziell für Zwiebeln kann man nun im Blumenbeet ausreichend tiefe Löcher graben. In diese Löcher sollte man bei tonigen oder lehmigen Böden zunächst eine Dränageschicht einarbeiten wie etwa mit grobem Kies. Als Pflanztiefe eignet sich etwa der doppelte Durchmesser der Zwiebel. Dies gilt übrigens auch bei allen anderen Zwiebelblumen.

Auch wenn kein eigener Garten zur Verfügung stehen sollte, muss man trotzdem nicht auf den Kauf einer Lilienpflanze verzichten. Denn sie eignen sich zudem auch besonders gut für die Pflanzung in einen Kübel. Hier sollte man aber darauf achten, für einen sehr guten Wasserabzug zu sorgen. Dies ist sehr wichtig, da die Lilien zwar eine feuchte Umgebung mögen, doch kommen sie leider mit Staunässe nicht zurecht. In kleinen Gruppen angepflanzt, sind die Lilien auch in Kübeln ein echter Hingucker. Empfehlenswert ist es, einen Blumenkübel jeweils mit mindestens drei Zwiebeln der Lilie zu bestücken. Es eignen sich besonders die kleineren Sorten der Lilie mit maximal siebzig Zentimetern Höhe für den Kübel wie etwa die orangerote Avignon, die goldgelbe Cordelia, die rosa Le Rève oder die weiß-rosa Marco Polo. Und auch die noch kleineren Arten mit maximal vierzig Zentimetern Höhe wie die dunkle Mona Lisa eignen sich für den Kübel sehr gut.

Die Düngung

Ab und an sollten Lilie mit neuen Mineralien und Nährstoffen versorgt werden, weshalb sie gedüngt werden sollten. Hier empfiehlt sich ein Volldünger, der organisch oder mineralisch ist und einen nur geringen Anteil von Stickstoffteilen hat. Dies sollte die Grunddüngung im ausgehenden Winter darstellen. Der Dünger wird dazu ganz einfach auf die Pflanzstelle gestreut. Nach dem Austrieb der Pflanze sollte man etwa zweimal bis zur Zeit der Blüte mit Flüssigdünger nacharbeiten. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanze nicht mit dem flüssigen Dünger überbraust werden sollte, sondern lediglich am Boden gedüngt werden sollte.

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