Was Sie beim Onlinekauf eines Mammutbaums beachten sollten

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Was Sie beim Onlinekauf eines Mammutbaums beachten sollten

Die Mammutbäume zählen zu den größten Bäumen der Erde, von diesen mächtigen Bäumen geht etwas Besonderes aus, nicht nur, weil einige Bäume immense Höhen erreichen können. Als wertvoller Baumbestand sind sie in zahlreichen Parkanlagen sowie in den Wäldern Europas vertreten. Unterschieden wird zwischen dem Küsten-Mammutbaum, dem Riesen-Mammutbaum sowie dem Urwelt-Mammutbaum.

Wissenswertes über den Mammutbaum

Mammutbäume sind Nadelbäume, sie zählen zu den Zypressengewächsen und sind eine Unterfamilie der Cupressaceae. Zur Unterfamilie Sequoioideae gehören drei Gattungen, von denen zahlreiche weitere Arten ausgestorben sind. Zur Gattung Sequoia gehört als einziges lebendes Exemplar der Küsten-Mammutbaum, der Riesen-Mammutbaum bildet die Gattung Sequoiadendron und der Urwelt-Mammutbaum zählt zur Gattung Metasequoia.

Alle Mammutbäume sind zudem Pyrophyten, dabei handelt es sich um Pflanzen, die sich an ein Feuer anpassen, sie werden durch Feuereinwirkung direkt oder indirekt gefördert. Die faserige und dicke Borke schützt diese Bäume beim Waldbrand. Zudem öffnen sich die Zapfen der Mammutbäume erst nach einem Waldbrand, danach keimen die Samen in der nährstoffreichen Ascheschicht. Meistens erreichen die Mammutbäume ein hohes Alter, die ältesten Bäume sind über 3000 Jahre alt. Der Stammdurchmesser dieser Bäume beträgt über zehn Meter, zudem wachsen sie extrem in die Breite, die großen Bäume wiegen über 2400 Tonnen.

Erstmals wurden die Mammutbäume Mitte des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa gepflanzt. Noch heute zählen sie zu den seltenen Parkbäumen, gehören aber zum regulären Bestand der Baumschulen. Diese in Europa angebotenen Mammutbäume vertragen frostige Temperaturen.

Küsten-Mammutbäume und Riesen-Mammutbäume

Auf Reisen in die Nationalparks im kalifornischen Nevada können zahlreiche immergrüne Riesen-Mammutbäume besichtigt werden. Einige dieser beeindruckenden Exemplare sind über achtzig Meter hoch, der Durchmesser beträgt über elf Meter. Viele dieser Bäume besitzen deutliche Brandnarben, wird der Baum beim Waldbrand nicht zu stark beschädigt, verheilen die Narben wieder. Dadurch, dass alle anderen Bäume durch den Brand vernichtet wurden, können die Samen des Riesen-Mammutbaums in der Asche ungestört keimen.

Ebenfalls zu den immergrünen Nadelbäumen gehört der Küsten-Mammutbaum oder Küsten-Sequoia, bekannt sind diese Bäume auch unter dem Namen “Californian Redwood”. Der Stamm dieses Mammutbaums ist schlanker, der Durchmesser beträgt etwa sieben Meter, sie erreichen allerdings Höhen über einhundert Meter. Bei dem höchsten Baum der Welt handelt es sich um einen Küsten-Mammutbaum im Redwood-Nationalpark in Kalifornien, er ist über 115 Meter hoch. Die Krone dieser Bäume ist schlank und pyramidenförmig, die kräftigen Äste wachsen waagerecht. Auch diese Bäume erhalten ein hohes Alter von über sechshundert Jahren, als höchstes Alter wurde anhand der Jahresringe ein Alter von 2200 Jahren festgestellt. Der Küsten-Mammutbaum liebt feuchtes Klima und wächst nur an einem Küstenstreifen des Pazifiks in den US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Nordkalifornien.

Mammutbäume in Deutschland

In Deutschland wurden erste Riesen-Mammutbäume im Jahr 1858 gepflanzt. Beeindruckend sind besonders Alleen mit Urwelt-Mammutbäumen. Eine solche kann beispielsweise auf der Insel Mainau besichtigt werden.

Samen, Setzlinge oder Jungpflanzen

Die Samen der Mammutbäume keimen normalerweise im Frühling, deshalb ist die Aufzucht aus Samen etwas komplizierter. Die kalte Jahreszeit muss zuerst simuliert werden, da die Samen über eine Keimhemmung verfügen. Dadurch wird verhindert, dass die Keimlinge direkt nach dem Abfall im Herbst mit dem Wachsen beginnen, der Verlust an Keimlingen wäre zu groß. Die Samen werden für etwa zwei Wochen in einen Kühlschrank und danach für zwölf bis 24 Stunden in raumwarmes Wasser gelegt. Jetzt werden die Samen in einen Aufzuchttopf mit Aufzuchterde gesteckt und locker mit Erde bedeckt. Die Erde sollte feucht, aber nicht zu nass sein, etwa zwei bis fünf Wochen beträgt die Keimdauer.

Einfacher ist das Setzen von Jungpflanzen, sie benötigen einen nährstoffreichen feuchten Boden. Bis zum dritten Jahr wächst der Riesen-Mammutbaum im Innenraum, allerdings sollte er nicht in der Nähe einer Heizung stehen. Praktisch ist es, wenn zur Aufzucht ein Gewächshaus zur Verfügung steht. Nach drei Jahren ist der Baum winterhart und kann in den Garten gepflanzt werden. Zu Beginn ist es wichtig, auf einen ausreichenden Schutz der Wurzeln zu achten und ihn langsam an kühlere Temperaturen zu gewöhnen. Mammutbäume mögen eine schattige und halbschattige Lage, der Boden sollte nährstoffreich und feucht sein. Problemlos überstehen die Mammutbäume ab dem zweiten Winter Temperaturen bis minus 30 Grad. Damit sind sie für unsere Breiten gut geeignet, denn es wird kaum einmal kälter.

Urwelt-Mammutbaum als Bonsai

Entdeckt wurde der Urwelt-Mammutbaum als lebendes Fossil erst im Jahr 1941 in einer Bergregion in China, er zählt zur Gattung Metasequoia und ist die einzige lebende Art dieser Gattung. Der Urwelt-Mammutbaum ist sommergrün, er erreicht eine Wuchshöhe um 35 Meter teilweise wird er bis zu 50 Meter hoch. Der Stammdurchmesser in Brusthöhe liegt zwischen einem und zwei Metern, die Krone ist pyramidenförmig. Bis zum Boden tragen die frei stehenden Bäume Äste, sie können bis zu 420 Jahre alt werden.

Seitdem der Urwelt-Mammutbaum entdeckt wurde, gibt es ihn als Zierbaum in Gärten und Parks weltweit. Zudem zählt der Urwelt-Mammutbaum zu den schnell wachsenden Baumarten, so wächst er auch im neu angelegten Garten schnell zu einem stattlichen Baum heran. Er liebt warm-humides Klima und sonnige Lagen, sollte vor starkem Wind geschützt sein, er ist bis zu minus 32 Grad frosthart. Nach einer rotbraunen Herbstfärbung wirft diese Konifere ihr Laub an, bevor er erneut beginnt, grün zu werden.

Beliebt ist der Urwelt-Mammutbaum als Bonsai. Einzeln oder in Gruppen wachsen die klein gehaltenen Bäume in Schalen, sie zählen zum Freilandbonsai. Jeder kann die Pflanzen selbst aus Samen ziehen, allerdings werden auch Stecklinge oder Jungpflanzen angeboten. Ebenfalls gibt es mehrjährige Bonsai-Pflanzen im Angebot.

Anbau und Pflege der Mammutbäume

Der Gärtner sollte beim Pflanzen eines Mammutbaums berücksichtigen, dass die schnell wachsenden Bäume über 30 Meter hoch werden. Jährlich wachsen die Bäume zwischen 50 bis einhundert Zentimeter, in einem großen Garten sind sie ideale Schattenspender. Der Mammutbaum zählt zu den pflegeleichten Bäumen, die Monate September und Oktober sind zum Pflanzen geeignet. Gut für den Riesen-Mammutbaum sowie den Urwelt-Mammutbaum sind geschützte schattige und halbschattige Lagen, der Küsten-Mammutbaum kann auch direkte Sonne vertragen.

Außerdem benötigen sie viel Wasser, während der Sommermonate dürfen die Wurzeln nicht austrocknen. Stecklinge und Jungpflanzen werden in den ersten drei Jahren als Topfpflanzen gehalten, erst wenn sie einen Stamm haben, können sie ins Erdreich gepflanzt werden. Speziell in den ersten Lebensjahren sollten die Mammutbäume regelmäßig ein- oder zweimal im Frühling Düngergaben erhalten. Die Mammutbäume sind bis minus 30 Grad kälteresistent, allerdings ist es ratsam, junge Bäume durch einen Winterschutz vor Schnee und Eis zu schützen. Die Wurzeln werden dazu mit Rindenmulch abgedeckt und der Stamm in Bodennähe mit Bast umwickelt.

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