Was Sie beim Onlinekauf einer Iris beachten sollten

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Was Sie beim Onlinekauf einer Iris beachten sollten

Die Schwertlilie, auch unter ihrem lateinischen Namen Iris bekannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Iridaceae, der Schwertliliengewächse. Die schöne Blume mit ihren auffälligen Blüten wird sowohl als Zierpflanze als auch als Schnittblume sehr geschätzt. Das krautige und dabei ausdauernde sowie widerstandsfähige Gewächs bildet je nach Sorte entweder Rhizome oder Knollen aus. In diese zieht sich die Pflanze über die kalte Jahreszeit zurück, um im nächsten Frühjahr wieder in voller Schönheit zu erstrahlen. Trotz ihres Namens, der sich von der griechischen Regenbogengöttin Iris ableitet, gehört die Schwertlilie nicht zur Familie der Liliaceae, der Liliengewächse.

Schwertlilien – artenreich, bunt und wunderschön

Von den zweihundert bis zweihundertachtzig bekannten Arten der wunderschönen Iris stammt die überwiegende Zahl aus den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre, hinzukommt eine Vielzahl unterschiedlichster Züchtungen und Sorten, die von anderen Kontinenten den Weg nach Europa gefunden haben. Aus gärtnerischer Sicht lässt sich die Schwertlilie jedoch nur in zwei Hauptgruppen unterteilen, die Zwiebel-Iris sowie die Rhizom-Iris. Über Rhizome, umgangssprachlich auch Wurzelstöcke genannt, verfügen alle Staudenarten. Zur Gruppe der Rhizom-Iris gehören die hübsche Bart-Iris, die bartlose Iris sowie die Evansia-Iris, die statt eines Bartes einen aufrechten Kamm besitzt und deshalb den Zusatznamen Kamm-Iris trägt.

Die mehrheitliche Zahl der Schwertlilien ist winterhart. Grundsätzlich liebt die Rhizom-Iris sonnige Standorte, wobei es Arten gibt, die nur auf sehr feuchten Böden gut gedeihen. Die Zwiebel-Iris hingegen benötigt generell einen sonnigen Standort, allerdings in der Wachstumsphase in einer sehr feuchten Umgebung, damit sie sich zu ihrer vollen Schönheit entwickeln kann. Staunässe mögen beide Gruppen nicht, wobei die Zwiebel-Iris schlechter damit klarkommt als die Rhizom-Iris.

Bart-Iris – das Lieblingskind der Gärtner

Die beliebteste Schwertlilie unter Gärtnern ist die Bart-Iris. Sie entstand ursprünglich aus mehreren Arten von Schwertlilien. Die Ursprungskreuzung beinhaltet sowohl die Iris pallida als auch die Iris variegata sowie einige asiatische Irisarten. Das Sortiment dieser ansehnlichen Pflanze hat sich inzwischen zu solch einem Umfang entwickelt, dass selbst Pflanzenkenner kaum noch den Überblick behalten. Zur Erleichterung der Orientierung wird die Bart-Iris inzwischen in drei Gruppen unterteilt, die sich an der Wuchshöhe und der Blühzeit orientieren. Allerdings stellt die Iris Barbata keine eigene Art dar, sondern bildet eine Gruppe der Kultursorten.

Die drei Gruppen der Bart-Iris – für jeden Garten die passende Pflanzenhöhe

Iris-Barbata-Elatior, die hohe Bart-Iris, hat ihre Hauptblühzeit im Mai. Diese elegante Schwertlilie erreicht eine Höhe von deutlich über siebzig Zentimetern und wird auch gerne als Schnittblume verwendet.

Mit einer Wuchshöhe zwischen vierzig und siebzig Zentimetern bewegt sich die Iris-Barbata-Media, die mittelhohe Bart-Iris, zwischen der Iris-Barbata-Elatior und der Iris-Barbata-Nana. Sie blüht in dem Zeitraum April bis Mai und eignet sich ebenfalls als Schnittblume.

Der Zwerg innerhalb der Gruppe Iris-Barbata ist die Iris-Barbata-Nana. Sie wird lediglich fünfzehn bis dreißig Zentimeter hoch und blüht ab Mitte April. Das zierliche Gewächs macht sich ausgesprochen gut als Balkonpflanze und begeistert mit seiner Farbvielfalt.

Eine einfache Faustregel für diese Zierpflanzen besagt, dass die kleinwüchsigste Schwertlilie am frühsten blüht und die größte Sorte ihre Blütenpracht als letzte im Jahr entfaltet.

Bart-Iris – tausend Möglichkeiten für eine lange Farbenpracht

Mit einer geschickten Kombination aus Iris-Barbata-Nana, Iris-Barbata-Media und Iris-Barbata-Elatior lässt sich die Blütenfülle von April bis Juni erhalten, der Duft einiger Sorten wirkt betörend und zieht nützliche Insekten in den Garten. Die wuchtige Bart-Iris mit ihrer Farbenpracht wirkt besonders schön als Inselgruppe, kann aber auch als kleines Grüppchen zwischen anderen Blumen einen interessanten Effekt herrufen. Die Form der Blüten reicht über das gesamte Spektrum von glattrandig bis gerüscht. Auch der Schnitt der Hängeblätter ist vielfältig, einfach nach unten geschlagen, abgespreizt oder elegant herabhängend. Es gibt inzwischen Züchtungen, die regenfest sind, sodass die Schwertlilien auch nach einer längeren Regenperiode noch immer ihre Schönheit besitzen.

Exotische Fülle unter heimischen Schwertlilien

Zu den typischen heimischen Schwertlilienarten haben sich inzwischen auch einige Exoten gesellt, die nicht alle aus Europa stammen. So kommt eine bildschöne weiße bis blassblaue Schwertlilienart aus den Höhenlagen zwischen fünfhundertfünfzig und zweitausendeinhundert Metern in der Türkei, dem Irak und Iran sowie in Syrien und Jordanien. Diese Art gehört mit einer maximalen Wuchshöhe von vierzig Zentimetern zu den kleinwüchsigen Irissorten. Aus den USA wurden einige Pflanzen importiert, die sich im Juni zu einer blühenden Schönheit entwickeln, nur fünfundzwanzig Zentimeter hochwachsen und purpurne Blätter besitzen. Die Blütenfarben bewegen sich zwischen Goldgelb und Blasslila, können allerdings auch violett geadert oder braun sein. Diese die Sonne liebenden Pflanzen mögen es trocken und kommen in Steingärten oder als Schnittblume besonders gut zur Geltung.

Mehrjährige Schwertlilien mit besonderem Charme

Die meisten Sorten der erhältlichen Schwerlilien sind mehrjährig, es gibt jedoch auch ein- und zweijährige Arten. Unter den Stauden finden sich Exemplare, die eher an Orchideen als an einfache Schwertlilien erinnern. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Gelb bis Blau und Lila. Besonders attraktiv wirken die Sorten, deren Blüten gemustert sind oder die gewellte Ränder besitzen.

Winterhart und frosthart – ein deutlicher Unterschied

Ein nicht zu unterschätzender Unterschied besteht bei den mehrjährigen Pflanzen zwischen winterhart und frosthart. Die winterharte Iris verträgt kurzzeitig durchaus Minustemperaturen bis in den zweistelligen Bereich, kommt aber mit Dauerfrost nicht klar. Die Pflanzen eignen sich nur für Regionen, in denen lange Frostperioden eher zur Ausnahme denn zur Regel gehören. Frostharte Sorten überstehen ohne Probleme einen langen Winter mit durchgehenden Minustemperaturen. Ein tief heruntergefrorener Boden schadet ihnen nicht, sobald die Sonne die Erde wieder erwärmt und auftaut, erwacht die Iris zu neuem Leben.

Unter den Blumenzwiebeln finden sich genauso frostharte Iris-Sorten wie bei den Staudengewächsen. Der sicherste Weg, die schönen Blumen ohne Schaden durch den Winter zu bekommen, ist das Ausgraben der Knollen und Rhizome im Herbst, wenn sich die Pflanze zurückgezogen hat. In Erde oder Sand eingebettet, in einem dunklen, kühlen Keller, übersteht die Pflanze die kalte Jahreszeit problemlos. In Blumenkästen eingesetzte Schwertlilien müssen in einem strengen Winter selbst dann in den Keller, wenn es sich um frostharte Sorten handelt.

Bewässerung – das A und O für den perfekten Pflanzenwuchs

Schwertlilien benötigen bis auf wenige Ausnahmen kein Übermaß an Wasser, mögen allerdings auch keine Trockenheit. In heißen Sommern sollten die hübschen Blüher regelmäßig gegossen werden, damit sie ausreichend Kraft für ein gesundes Wachstum haben. Wer nicht die Zeit erübrigen kann, jeden Morgen mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch seine Blumen im Garten zu wässern, hat die Möglichkeit, mithilfe eines Regensystems für eine kontinuierliche und ausreichende Feuchtigkeit zu sorgen. Für Balkonkästen gibt es ebenfalls interessante Lösungen, damit die Pflanzen während eines Urlaubs oder bei Zeitmangel nicht vertrocknen.

Teich- & Bachlaufsysteme – die Iris als Flachwasser- und Randbewuchs

Neben den Standardformen der Schwertlilie existieren auch Arten, die sich als Bewuchs an Teichen und Bachläufen eignen. Diese attraktiven Pflanzen fühlen sich je nach Sorte in den Feuchtbereichen direkt am Rand bis zu einer Wassertiefe von fünf Zentimetern, in Sumpfzonen zwischen sechs bis zwanzig Zentimetern sowie im Flachwasser bis sechzig Zentimeter Wassertiefe wohl. Eine Besonderheit stellen bei den Wasserpflanzen Schwertlilien als Schwimmpflanze dar. Generell besticht die Wasser liebende Iris pseudacorus, die Sumpf-Schwertlilie, durch ihre leuchtend gelbe Farbe. Sie lockt eine Vielzahl nützlicher Insekten an und sorgt mit ihrer wunderschönen Tönung für ein lebhaftes Farbspiel im Uferbereich.

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