Was Sie beim Kauf von Snowboardhelmen beachten sollten

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Was Sie beim Kauf von Snowboardhelmen beachten sollten

Sicherheit geht vor. Besonders oder gerade beim Profisport. Umso mehr Geschwindigkeit und Adrenalin im Spiel ist, desto mehr Wert sollten Sie auch auf Sicherheit und Schutz legen. Das Snowboarden macht dabei keine Ausnahme. Der Wintersport erfreut sich seit Jahren ungebremster Beliebtheit. Längst hat er sich dabei aus dem Nischendasein vergangener Zeiten hinaus zu einem beliebten Breitensport entwickelt, welcher heute von Tausenden von Menschen auf der Welt mit viel Leidenschaft und Intensität ausgeübt wird.

Da ist neben der richtigen Fahrtechnik und dem sportlichen Geschick auch das entsprechende Equipment entscheidend. Das fängt natürlich mit der Wahl des entsprechenden Snowboards an und hört bei den Snowboardschuhennicht wirklich auf. Wer sich professionell und in der Freizeit auf die Pisten dieser Welt stürzen möchte, der kommt um richtige Kleidung und Zubehörteile nicht herum. Aber vor allem ist Schutz in diesem Sektor ein nicht zu unterschätzendes Element. Ein guter Helm ist dabei unabdingbar, wenn es ums Snowboarden geht. Der folgende Ratgeber gibt Ihnen daher eine Übersicht über die gängigsten Helm-Modelle, aber auch andere Komponenten, welche Sie beim Snowboarden benötigen.

Darum sind Snowboardhelme so wichtig

Fahren ohne Helmist beim modernen Snowboarden längst keine Option mehr. Zu schnell und risikofreudig ist der Sport, gerade wenn Sie noch nicht der absolute Vollprofi sind, wenn es um die Ausübung dieser Sportart geht. Gerade auf den vollen Pisten der Hochsaison kreuzen sich die Abfahrtswege verschiedener Wintersportler, sodass auch das Unfallrisiko teils erheblich steigt. Daher sind Helme unabdingbar, genauso aber wie auch andere Schutzmaßnahmen, welche Sie beim Aufprall schützen. Während Anfänger bei den ersten Gehversuchen auch sicher erst einmal zu einem klassischen Fahrradhelm greifen können, empfiehlt es sich, bei regelmäßigen Fahrten auf jeden Fall zu einem professionellen Helm zu greifen. Unterschieden wird dabei zwischen zwei typischen Bauarten:

  • Halbschalenmodelle. Sie sind flexibler und leichter zu tragen, bedecken allerdings nur den Kopf und nicht den Unterkiefer. Das macht sie in Sachen Schutz weniger genau.
  • Vollschalenmodelle. Sie hingegen umschließen auch den Unterkiefer und bieten passenderen Schutz für das ganze Gesicht. Allerdings sind diese Modelle auch weniger flexibel und müssen beispielsweise immer vollständig abgenommen werden, sollten Sie während des Fahrens etwas trinken oder essen wollen.

Achten Sie auf die folgenden Faktoren bei der Auswahl des Helmes

Unabhängig von der Bauweise müssen Sie bei Snowboardhelmen bestimmte Kriterien beachten, welche einen Einfluss auf Komfort und Funktionsweise des Helmes haben. Dazu zählen:

  • Beschaffenheit des Materials
  • Polsterung
  • Passgenauigkeit
  • Kälteschutz
  • Prüfnorm
  • Preislage

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Herstellern, welche sich auf unterschiedliche Helmtypen spezialisiert haben. Zu den Wichtigsten gehören:

Was sie über Aufbau und Materialbeschaffenheit wissen sollten

Der normale Snowboardhelm besteht aus einer gefüllten Kunststoffschale, die sehr robust ist. Achten Sie drauf, dass das Material stoß- und durchstichfest ist und noch ausreichend Platz für eine Dämpfung bietet. Während klassische Modelle eine Styroporpolsterung besaßen, die in der Innenseite der Helmschale angebracht war, wird heutzutage die sogenannte „Immold"-Bauweise bevorzugt. Dabei befindet sich die Schäumung direkt innerhalb der Außenschale. Das gibt dem Helm nicht nur mehr Tragekomfort, sondern macht ihn auch leichter. Auch die Festigkeit wird so verbessert.

Wichtig für den Helm ist dabei auch, dass es eine spezielle Halterung für Snowboardbrillen gibt. Außerdem sollte eine ausreichende und variabel zu verstellende Belüftung vorhanden sein. Besonders bei längeren Snowboardausflügen ist dieser Faktor sehr entscheidend. Sie tragen den Helm dann oft sehr lange bei wechselnden Temperaturen und konstanter körperlicher Anstrengung. Eine wichtige Komponente, welche Sie beim Kauf des Helmes berücksichtigen sollten, ist die Prüfnorm. Die wird sowohl bei Ski- als auch Snowboardhelmen als CE EN 1077 bezeichnet. Zusätzlich gibt es die Bezeichnung A für Vollschalenhelme und B für Halbschalenhelme. Die Norm testet die Helme hinsichtlich Stoßdämpfung, Abrutschsicherheit des Kinnbandes sowie dem allgemeinen Abstreifverhalten. All diese Faktoren sollten am Ende Einfluss auf Ihre Kaufentscheidung haben.

Gut gepolstert ist halb gewonnen – darum ist das Innenfutter so wichtig

Beinahe genauso wichtig, wie die Außenhülle ist die richtige Polsterung des Helmes. Sie ist für den sicheren Halt und den entsprechenden Tragekomfort wichtig. Und diese Komponente ist keinesfalls zu vernachlässigen. Der funktionstüchtigste Helm der Welt nützt Ihnen herzlich wenig, wenn er nicht angemessen auf Ihrem Kopf sitzt. Achten Sie auf eine gute Verarbeitung des Innenfutters und eine gewisse Scheuerfestigkeit des Stoffes und ob dieser sehr atmungsaktiv ist. Auch sollte der Stoff - genauso wie das Isolationsmaterial - sehr gut Wärme speichern. Gerade, wenn Sie den ganzen Tag an der kalten Winterluft verbringen, ist dies sehr wichtig, insbesondere in Verbindung mit einem intelligenten Lüftungssystem.

Sitzt, passt und hat Luft – warum der Tragekomfort des Helmes entscheidend ist

Da der Snowboardhelm ihr ständiger Begleiter und Beschützer auf der Piste ist, sollte der Aspekt eines guten Tragekomforts keinesfalls unterschätzt werden. Nur wenn die Kopfbedeckung gut sitzt, wird auch das Fahrvergnügen nicht beeinträchtigt.

Zur Ermittlung der benötigten Größe messen Sie am besten ihren Kopfumfang an der breitesten Stelle, also über Kopf und Ohren. Dieser Richtwert entspricht dann auch ungefähr Ihrer Helmgröße. Die Helm-Hersteller benutzen dafür genormte Größen, welche meist in einer Kombination mit Buchstaben auftritt. Sollten Sie also ein Kopfumfang von rund 57, 58 cm besitzen, dann wird die für Sie passende Größe als 57/58 M angegeben.

Die Verschlussmechanismen des Helmes müssen dabei gut greifen und sich auch jederzeit wieder problemlos öffnen lassen. Viele moderne Helme besitzen daher auch einen Notfallknopf, welcher die Riemen schnell und unkompliziert öffnet. Ein guter Test für die Passgenauigkeit ist, wenn Sie versuchen den Helm bei geschlossenen Kinnriemen über Ihren Kopf zu ziehen. Das sollte nicht mehr möglich sein. Ein kurzes Wackeln nach dem Aufsetzen ist als Test auch nicht so ganz verkehrt.

Berechnen Sie allerdings beim Anprobieren des Helmes auch stets die Schneebrille mit ein, welche Sie während des Fahrens tragen werden. Diese nimmt ebenfalls entsprechenden Platz ein und sollte sich mit der Form der Kopfbedeckung vertragen. Prinzipiell gilt: je intensiver und schneller Sie boarden, desto fester sollte ihr Helm dabei auch sitzen. Im Zweifelsfall sollten Sie das Modell immer eine Nummer kleiner wählen, anstatt dass er zu lose auf Ihrem Kopf sitzt. Es gilt, eine gute Balance zwischen robustem Auftreten und richtigem Gewicht zu finden. Allzu leicht sollte der Helm dabei nämlich nicht sein, damit er immer noch genug Widerstand im Falle eines Aufpralls zeigt. Zu schwer sollte der Helm allerdings auch nicht sein, da er sonst zu sehr die Nackenmuskulatur belastet.

Die richtige Brille gehört zu jedem neuen Helm dazu

Die Snowboardbrille wird separat zum Helm gekauft, ist aber genauso wichtig. Am besten empfiehlt es sich, beide Komponenten in Kombination zu erwerben. Auf dem Markt gibt es dabei primär zwei verbreitete Bauarten. Bei Ersterem handelt es sich um ein Modell im klassischen Sonnenbrillen-Design. Diese sehr leichte Variante ist nicht nur kostengünstig, sie bietet auch alle grundlegenden Eigenschaften, welche Sie fürs Snowboarden benötigen. Dennoch ist diese Variante eher für Freizeit- und Gelegenheitsfahrer geeignet, Profis sollten hingegen direkt zu einer kompletten Schneebrille greifen. Diese besitzen ein größeres Sichtfenster, sowie einen dickeren und weitaus stabileren Gummizug und sind insgesamt robuster.

Wichtigster Bereich bei der Brille ist ihr Sichtfeld. Ein 160-Grad-Blick markiert hierbei die ideale Größe. Umso größer, desto besser, denn nur so können sie während der Abfahrt den idealen Überblick bewahren. Heutzutage sind viele Brillenmodelle auch mit einer Doppelverglasung ausgestattet, die ein Beschlagen der Scheibe verhindert. Es handelt sich dabei allerdings um kein richtiges Glas, sondern besonders bruchsicheres Polycarbonat. Auch der UV-Wert der Brille ist zu berücksichtigen.

Abschließend: ein paar Tipps zur richtigen Pflege Ihres Helmes

Ein kaputter Helm nützt niemandem etwas. Daher sollte er im Falle eines Schadens oder Unfalls auch nicht erneut benutzt werden und lieber ausgetauscht werden. Das Risiko, das er den nächsten Unfall nicht aushält, ist in diesem Fall einfach zu hoch. Die richtige Pflege des Helmes ist daher sehr entscheidend. Reinigen Sie den Helm daher nur mit einem feuchten Tuch. Bei besonders hartnäckigen Flecken kann auch Seife benutzt werden. Lassen Sie lieber die Finger von Chemikalien, wie Lösungsmittel oder Benzin. Dadurch kann die Oberfläche des Helmes beschädigt werden und die Isolationswirkung wird entscheidend eingeschränkt. Auch sollten Sie den Helm nicht dauerhaft in der Sonne liegen lassen, da die kontinuierliche Strahlung die Oberfläche ebenfalls schädigen kann.

Ein Helm kauft man dabei allerdings nie für das ganze Leben, wenngleich er natürlich relativ lange halten Soll. Je nach Hersteller wird empfohlen, den Helm aller drei bis fünf Jahre auszutauschen, egal wie gut sein augenscheinlicher Zustand auf Sie wirken mag. Durch die Witterung und Sonneneinstrahlung während des Outdoor-Betriebes kommt es in jedem Fall zu Abnutzungserscheinungen. Auch die Dämpfung funktioniert dann nicht mehr einwandfrei Gehen Sie daher lieber kein Risiko ein. Lagern Sie den Helm stets freiliegend ohne Druckeinwirkung von außen. Auch sollte er nach jeder Benutzung gut gelüftet werden. Hier ist natürliches Trocknen sehr wichtig.

Sie sollten die Wahl Ihres Helmes auch zu großen Teilen von Ihrem Fahr- und Nutzungsverhalten abhängig machen. Sollten Sie nur unregelmäßig aufs Snowboard steigen, muss es nicht gleich ein vollständiger Profi-Helm sein, hier empfiehlt sich ein günstigeres Modell. Noch günstiger ist es, sich das entsprechende Equipment zu leihen. Vom Kauf eines gebrauchten Helmes sollten Sie aber absehen, da hier die Sicherheitsbestimmungen nicht gewährt werden können.

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