Was Sie beim Kauf von Monitoren, Lautsprechern und Megaphonen beachten sollten

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Was Sie beim Kauf von Monitoren, Lautsprechern und Megaphonen beachten sollten

Tontechnik ist ein hochinteressantes und komplexes Gebiet. Viele Komponenten sind wichtig, damit auf der Bühne der bestmögliche Klang erzeugt wird. Nicht nur das Publikum profitiert von hochwertigen Lautsprechern. Auch die Musiker benötigen Sie, um sich bei hohen Lautstärken untereinander noch hören zu können. Im vorliegenden Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte zu den hierfür notwendigen Monitorboxen. Mit Ihnen bekommen die Musiker einen klaren Eindruck von ihrem eigenen Spiel. Lautsprecher werden ebenso betrachtet wie Modelle für den In-Ear-Gebrauch. Eine dritte Variante der Lauterzeugung wird im Schlussteil der Einführung mit den Megaphonen dargestellt. Bei der Auswahl eines passenden Geräts nutzen Sie diesen Ratgeber als Leitfaden.

Was sind Monitore?

Monitore sind Geräte, die in der Tontechnik Anwendung finden. Man beschallt mit diesen Boxen die Musiker. Notwendig ist dies, da die PA-Anlage (Public Address) nicht ausreicht, um den Ton gleichmäßig auf der Bühne zu verbreiten. Die Künstler können ihre Musik durch die Monitore besser wahrnehmen und kontrollieren. Im lauten Umfeld eines Live-Konzerts wäre es sonst schwer für sie, sich selbst zu hören. In Musikstudios greift man auf diese Technik ebenfalls zurück.

Auf der Bühne finden zwei Arten von Monitoren Anwendung, Monitorlautsprecher und In-Ear-Monitore. Der vorliegende Abschnitt informiert Sie knapp über die wichtigsten Aspekte. Auf Studiomonitore wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen.

Monitorlautsprecher

Man verwendet diese Lautsprecherart bei den meisten Live-Konzerten. Die Boxen werden vor den Musikern aufgestellt. Dadurch erhalten sie einen konkreten Eindruck davon, wie das Publikum ihre Musik wahrnimmt. Die PA selbst liefert keinen aussagekräftigen Aufschluss darüber, da Sie von den Musikern weg schallt. Mit der Monitoranlage hören sich die Musiker auch gegenseitig besser. Sie können eigene Parts von denen der Mitmusiker trennschärfer abgrenzen. Dadurch wird die musikalische Koordination auf der Bühne verbessert.

Die Monitore werden in Form sogenannter Wedges auf der Bühne aufgestellt. Diese keilförmigen Boxen stehen auf dem Boden. Sie sind etwa kniehoch und beschallen die Musiker von unten nach oben. Durch Position und Form wird gewährleistet, dass es nicht zu Rückkopplungen zwischen Mikrofon und Monitor kommt.

Ein Tontechniker in der Mitte des Publikums bedient die Monitore über ein Mischpult. Durch seine Position nimmt er die Musik genauso wahr wie die Zuhörer. Eingestellt wird die Anlage während des Soundchecks. Ein Tontechniker auf der Bühne gibt seinen Höreindruck an den zweiten Techniker am Mischpult weiter.

Worauf ist bei Kauf und Gebrauch eines Monitorlautsprechers zu achten?

Vieles gilt es, bei Kauf und Nutzung von Monitoren zu beachten. Die folgenden zwei Abschnitte geben Ihnen einen kurzen Überblick. Eine Liste etablierter Hersteller liefert Ihnen erste Anhaltspunkte bei der Auswahl der passenden Geräte.

Wodurch zeichnet sich ein guter Monitor aus?

Es gibt aktive und passive Boxen. In aktiven Modellen ist der Verstärker integriert. Sie sind entsprechend kostenintensiver als die passive Variante. Die passive Variante nutzen Sie, wenn Sie bereits über einen Verstärker verfügen. In einer Band betrifft das vorrangig den Gitarristen und den Bassisten.

Gehen Sie sicher, dass die Boxen über ein PTC Driver Protect verfügen. Dabei handelt es sich um ein Schutzelement, das vor Überlast schützt. Der Stromkreis wird dann im kritischen Fall einfach unterbrochen.

Wie viel Watt die Box haben muss, hängt von Ihrem persönlichen Bedarf ab. In Bandformationen mit lauterer Musik empfehlen sich Leistungen ab 400 Watt. Weitere wichtige Werte sind Impedanz (Wechselstromwiderstand) und Frequenz. Die Senstivity gibt den Wirkungsgrad der Box an. Das Gewicht ist ebenfalls von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die wenigsten kleinen Bands verfügen über große Transportmöglichkeiten. Entsprechend selbstständig muss das Equipment zur Bühne transportiert werden. Ein leichtes Gewicht ist unter diesem Gesichtspunkt vorteilhaft.

Monitore von hoher Qualität haben eine neutrale Klangcharakteristik. Bässe und Höhen bewegen sich in einem ausgewogenen Mittelmaß. Der Mittenbereich ist betont. Die Bässe sind im Idealfall unauffällig. Die Wichtigkeit dieses Aspekts hängt mit der Hauptaufgabe des Monitors zusammen. Er soll dem Musiker helfen, seinen Klang auf der Bühne gut wahrzunehmen und sich mit seinen Kollegen abzustimmen. Bässe sind bei dieser Aufgabe weniger nützlich. Sie grenzen sich im Bandgefüge nicht scharf genug ab.

Wasserfalldiagramm nutzen

Bei der Beurteilung eines Monitors hilft Ihnen ein Wasserfalldiagramm. Sie können daraus verschiedene für den Kauf relevante Informationen ableiten. Die Erste davon ist die Deutlichkeit des Lautsprechers. Auch erfahren Sie aus dem Diagramm, ob der Lautsprecher zu Rückkopplungen neigt. Resonanzlinien liefern Anhaltspunkte. 

Die Bandbreite des individuellen Musikempfindens ist übrigens sehr variantenreich. Eine Monitorbox, die in einem bestimmten Bandkontext passt, kann im anderen schon wieder unangemessen sein.

Darauf sollten Sie bei der Verwendung der Monitorboxen achten

Der Monitor sollte nur so laut wie nötig sein, nicht so laut wie möglich. Den Richtwert stellt das Schlagzeug dar, da es als einziges Instrument unverstärkt ist. Vorrang vor der Lautstärke hat immer die Qualität des ausgegebenen Tons. Er muss klar und durchsetzungsfähig sein. Nur so können Signale sich gut voneinander absetzen.

Bei der Aufstellung achten Sie darauf, dass sich Mikrofon und Monitor nicht überlagern. Die Keilform der Monitore ist ebenfalls wichtig. Bei der Auswahl können Sie sich an einer Faustregel orientieren. Je flacher der Winkel ist, desto kleiner kann die Bühne sein, auf der Sie spielen.

Richten Sie Monitore, andere Signalquellen und Mikrofone so aus, dass es nicht zu Übersprechen oder Feedback kommt. Unter Übersprechen versteht man das Problem, dass Signale über einen Kanal ausgegeben werden, zu dem sie nicht gehören. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Teile des Schlagzeugschalls über das Mikrofon der Sängerin mit aufgenommen werden. Ähnliche Probleme treten beim Feedback auf. Dabei gerät ein verstärktes Signal in ein Mikrofon und wird wieder verstärkt. Dieser Vorgang wiederholt sich in sehr kurzer Zeit immer wieder. Die Folge davon ist ein sehr lautes unangenehmes Pfeifen.

Über den Monitor gibt man idealerweise nur das trockene Gitarrensignal ohne Effekte aus. Für die Orientierung am Bandsound ist das völlig ausreichend. Effekte steigern zudem die Gefahr von Feedback.

Verschiedene Modelle stehen zur Auswahl

Einige namhafte Hersteller von Monitorboxen sind:

In-Ear-Monitore

Neben Lautsprechern gibt es auch Monitore, die man sich in die Ohren steckt. Man nutzt sie, da die Verwendung von Bühnenlautsprechern hohe Anforderungen an Musiker und Tontechniker stellt. Sie ersetzen die Lautsprecher in zunehmendem Maße. Ihr größter Vorteil ist die Möglichkeit des leichteren Transports. Sie nehmen weniger Platz in Anspruch und sind leichter. Auch bei großer Nähe zum Mikrofon kommt es nicht zu Rückkopplungen. Bei Lautsprechern treten sie auf, wenn das verstärkte Signal über das Mikrofon aufgenommen und noch einmal verstärkt wird. Die Bühnenarbeiter werden nicht vom Lärm zu laut aufgedrehter Monitore belästigt.

Die Verbindung der Kopfhörer mit der Tontechnik erfolgt in der Regel über Funktechnik. Dadurch ist ein erheblich geringerer Verkabelungsaufwand notwendig. Die Musiker empfangen das Signal an jedem Punkt der Bühne gleich gut. Bei Monitorboxen ist der Empfang nur unmittelbar davor gut. Im Studio und auf der Bühne entscheidet sich die Tonqualität von Lautsprecher und Kopfhörer nicht voneinander.

Die Nachteile von In-Ear-Monitoren sind marginal. Bei der Bewegung auf der Bühne verändert sich der Raumeindruck. Das hängt damit zusammen, dass sich der Ton nicht in Relation zur Bewegung verändert. Die Orientierung kann damit beeinträchtigt werden. Darüber hinaus verändert sich der Klangeindruck durch Vibrationen im Schädelknochen leicht.

Es werden unterschiedliche In-Ear-Monitoring-Systeme angeboten. Die Firmen bieten sowohl Geräte mit Kabeln als auch funkgesteuerte an. Hier ein kurzen Überblick über die wichtigsten Hersteller:

Was ist ein Megaphon?

Bei einem Megaphon handelt es sich um ein offenes Sprachrohr. Seine Trichterform ermöglicht die gezielte Aussendung von Schall. Dadurch werden Lautstärke und Verständlichkeit gewährleistet. Die Verwendung ist einfach. Der Nutzer führt das Ende mit dem geringeren Durchmesser an den Mund und richtet das offene Ende auf den Hörer. Anschließend spricht er hinein.

Hochwertige Megaphone werden elektronisch verstärkt. Hierfür sind drei Bauteile notwendig, ein Mikrofon, ein Verstärker und ein Lautsprecher. Sie sind alle in die Hülle des Megaphons integriert und befinden sich hinter dem eigentlichen Sprachrohr.

Der Wirkungsgrad von Megaphonen ist höher als bei normalen Lautsprechern. Sie weisen allerdings einen höheren Klirrfaktor auf. Darunter versteht man eine Verzerrung, die bei bestimmten Frequenzpegeln auftritt. Megaphone sind anders als normale Lautsprecher auf Sprache optimiert. Man unterscheidet stationäre von Handmegaphonen. Erstere werden in Bahnhöfen und Flughäfen genutzt, um Lautsprecherdurchsagen zu machen. Handmegaphone verfügen häufig über Extras wie eingebaute Sirenen.

In Deutschland dürfen Megaphone nicht lauter als 120 dB sein. Damit soll verhindert werden, dass Personen in unmittelbarer Nähe Hörschäden erleiden.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Megaphons achten?

Megaphone werden in einer Hand gehalten. Achten Sie aus diesem Grund auf ein geringes Gewicht. Für besseren Tragekomfort haben hochwertige Geräte einen integrierten Schultergürtel. Der Arm wird damit entlastet. Zur Grundausrüstung sollte eine Sprechfeststelltaste gehören. Sie sprechen damit, ohne permanent den Knopf drücken zu müssen. Eine Lautstärkeregelung ist ebenso wichtig. Sie sollte stufenlos ein möglichst großes Spektrum umfassen. Buchsen für den Nutzanschluss sind ebenso wichtig wie die Möglichkeit, den Lautsprecher mit einer Blockbatterie zu betreiben. Über ein Kfz-Kabel beziehen Sie Strom über den Zigarettenanzünder Ihres Autos.

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