Was Sie beim Kauf von Insektenschutz berücksichtigen sollten

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Was Sie beim eBay-Kauf von Insektenschutz berücksichtigen sollten

Wenn der Sommer kommt und Insekten lästig werden

Jeder freut sich auf den Sommer, gar keine Frage. Für die meisten Menschen ist er die schönste Zeit des Jahres. Besonders nach einem langen Winter ist es herrlich, endlich wieder die Sonne genießen zu können, Jacke und Mantel im Schrank zu lassen. Doch mit den steigenden Temperaturen werden leider auch die Insekten zunehmend aktiver und lästiger. Wer da am Abend die Fenster für eine kühle Brise öffnen will, merkt schnell, wie sich Mücken und anderes Getier einfinden. Da ist der Juckreiz nach einem Insektenstich oft nur das kleinste Übel. Dabei liegt es nicht einmal unbedingt am noch eingeschalteten Licht, das die Insekten anlocken könnte. Es ist vielmehr der menschliche Schweiß, der besonders weibliche Mücken – und diese sind es, die stechen – ködert. Sie sind dazu in der Lage, die Milchsäure, die zu einem großen Teil beim Schwitzen abgesondert wird, über eine große Distanz hinweg wahrzunehmen. Die Mücke braucht diese Proteine, um sich fortzupflanzen. Da sich aber nicht nur eine einzige weibliche Gelse, wie Stechmücken in Österreich auch genannt werden, in einem Schwarm aufhält, bringt es nichts, sie einzeln erschlagen zu wollen. Einen wirklich sicheren Insektenschutz im Haus bietet das klassische Fliegengitter. Aber auch elektronische Fallen können durchaus wirksam sein. Hier ein paar Varianten dazu:

Fliegengitter im Alurahmen als Bausatz

Ein Fliegengitter im Alurahmen ist sicherlich eine der einfachsten und sichersten Möglichkeiten, Fliegen und andere Insekten von den Wohnräumen fernzuhalten. Gleichzeitig ist die Montage denkbar einfach. Der Vorteil ist, dass die Alustangen und innen liegenden Kederleisten beliebig gekürzt werden können. Die so gekürzten Leisten werden dann lediglich mit vorgefertigten Winkeln verbunden, sodass kein Gärungsschnitt auf einen Neunzig-Grad-Winkel erforderlich ist. Auf diese Rahmen werden dann die entsprechend zugeschnittenen Netze montiert. Diese sind in der Regel aus Fieberglas gefertigt und somit äußerst witterungsbeständig, sodass ihnen auch ein kräftiger Regenguss nichts anhaben kann. Auf diese Weise können auch Rahmen für Fenster gefertigt werden, die nicht einer Normgröße entsprechen. Die 10 bis 15 Minuten, die für den Zusammenbau eines Rahmens benötigen werden, sind dabei gut angelegt. Denn nach Beendigung der Arbeit haben Sie einen Insektenschutz, der zum einen passgenau und zum anderen ständig perfekt gespannt ist. Gleichzeitig lässt er sich aber auch mit ein paar Handgriffen wieder entfernen, etwa, wenn Sie Pflanzen in außen angebrachten Blumenkästen gießen wollen.
Beim Kauf der Materialien sollten Sie bedenken, dass eine Eisensäge und eine Feile benötigt werden. Idealerweise sollte auch eine Gärungsvorrichtung zur Verfügung stehen, die einen geraden Schnitt beim Sägen garantiert. Sollten Sie diese Dinge nicht im Haus haben, stöbern Sie auf eBay nach entsprechenden Werkzeugen. Die meisten angebotenen Alurahmen werden mitsamt einer leicht verständlichen Bauanleitung geliefert. Ist diese jedoch bei gebrauchten Produkten einmal nicht dabei, finden Sie im Internet zahlreiche Videos, in denen der Zusammenbau Schritt für Schritt erklärt wird.

Moskitonetze für die Tür

Relativ neu als Insektenschutz für die Tür zur Terrasse oder Balkon sind Fliegengitter mit Magneten. Hier werden jeweils zwei Vorhänge verwendet, die mithilfe von Klettverschlüsse am Türrahmen befestigt werden. Die Öffnung in der Mitte wird mit insgesamt 18 kleinen Magneten versehen, die sich beim Hindurchgehen öffnen und anschließend wieder selbstständig schließen. Ein solch „magisches Moskitonetz“, wie es von einigen Herstellern bezeichnet wird, hat den Vorteil, dass Sie selbst mit einem Tablett in den Händen keine Griffe betätigen müssen, sondern ungehindert passieren können. Gleichzeitig haben Insekten keine Chance einzudringen, da der Schutz sich sofort wieder schließt. Auch für Hundebesitzer ist dieser Türvorhang eine ideale und preiswerte Alternative zur fest eingebauten Zwischentür als Insektenschutz. Denn oftmals steht doch gerade im Sommer die Tür zum Garten offen, und mit einem magnetgesicherten Moskitonetz kann der Vierbeiner weiterhin raus- und reinlaufen, ohne den Insektenschutz zu zerstören. Zeigt Ihr Hund am Anfang etwas Scheu, das neue Hindernis zu passieren, locken Sie ihn ein paar Mal durch das Magnetgitter, bis er merkt, dass hier zwar ein optischer, aber kein wirklicher Widerstand vorhanden ist.

Insektenschutzrollos

Eine der flexibelsten Möglichkeiten, lästige Insekten fernzuhalten, ist das Insektenschutzrollo. Es wird ähnlich montiert und angepasst wie die Fliegengitter mit Alurahmen – nur mit dem Unterschied, dass Sie es jederzeit herauf- und herablassen können. So ist kein lästiges Ein- und Ausbauen nötig, um sich schnell einmal aus dem Fenster zu lehnen und im Garten nach den Kindern zu schauen. Auch hier sind die Einsatzmöglichkeiten variabel, und die Rollos können sowohl in Holz-, Metall- wie Kunststoffrahmen integriert werden. Dabei kann das Rollo von Innen wie von Außen bedient werden. Im Vergleich zu den fest fixierten Fliegengittern sind sie zwar etwas teurer, aber meistens sind es ja auch nur ein oder zwei Fenster, an denen so viel Flexibilität vonnöten ist, sodass sie für weitere Fenster andere Alternativen wählen können. Darüber hinaus bieten die Fliegenrollos den Vorzug, dass sie zum Winter hin nicht abmontiert werden müssen, um den Blick nach draußen freizugeben und das allmählich spärlich werdende Tageslicht einzulassen.

Moskitonetze – fertig oder zum Selberbauen

Wer in den Wohnräumen gut auf einen Insektenschutz verzichten kann, weil etwa – wie es häufig auf dem Land der Fall ist – keine lästigen Fliegen herumschwirren, der sucht meist zumindest für den Schlafraum doch Schutz vor nervigen Mücken in der Nacht. Hier bietet sich optimal ein Moskitonetz zum Befestigen an der Decke an. In der richtigen Aufmachung verleiht es dem Schlafzimmer sogar noch ein zusätzliches romantisches Flair und sorgt für einen ruhigen und erholsamen Schlaf ohne Plagegeister. Hier ist in der Regel auch kein Zuschneiden oder Sägen vonnöten, die extrem leichten Netze werden vielmehr lediglich mit einem Haken montiert. Je nach Modell reichen diese dann über das Bett hinaus bis auf den Boden oder werden unter der Matratze festgesteckt. Aufgrund ihres geringen Gewichtes eigenen sie sich auch optimal für den Urlaub. Schnell sind sie im Koffer verstaut, und man ist besonders in den Tropen oder in Unterkünften in Ufernähe bestens gegen nächtliche Blutsauger gefeit. Denn gerade in südlicheren Gefilden sind die kleinen Biester oftmals nicht nur lästig, sondern können auch schwere Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. Selbst im Süden Deutschlands und in der Schweiz sind in den letzten Jahren Tigermücken gesichtet worden, die das Fieber übertragen können.

Die einfachste Lösung, um offene Fenster vor dem Eindringen von Insekten zu schützen, sind selbst geschneiderte Netze, die es als Meterware zu kaufen gibt und die mit selbstklebenden Klettbändern befestigt werden. Hier sollten Sie beim Zuschneiden lediglich darauf achten, dass sie einerseits nicht zu knapp bemessen sind, damit sie nicht ständig abrutschen, und andererseits auch nicht zu groß, um eine optimale Spannung zu gewährleisten. Für Dachfenster gibt es solche Varianten sogar mit extra Eingriffen für die Hebel zum Öffnen und Schließen der Luken.

Elektronische Insektenfallen

Kennen Sie das? Sie sitzen bei herrlichem Wetter auf Terrasse oder Balkon, genießen ein Stück Kuchen – und sogleich wollen zahlreiche Wespen daran teilhaben? Für diese Fälle hält der Handel elektrische Insektenvernichter parat. Diese Geräte arbeiten fast völlig geräuschlos und eigenen sich auch für den Einsatz im Schlafzimmer, da sie nicht nur Wespen, sondern auch andere Insekten vernichten. Angezogen werden die Tiere durch ein spezielles, meist bläulich-violett schimmerndes Glimmern, das bestimmten Wellen des Lichtspektrums entspricht. Bei der Berührung mit dem Gerät werden die Insekten umgehend durch einen Stromschlag getötet. Für Haustiere und Kinder ist das Produkt jedoch völlig harmlos, da das Metall, das den Stromschlag leitet, außen mit einem Kunststoffgitter geschützt ist.
Die meisten Geräte dieser Art verfügen über einen Auffangbehälter für die toten Insekten. Sie können somit leicht entfernt werden. Da es sehr unterschiedliche Insektenfallen auf elektronischer Basis gibt, sollten sie beim Kauf des Artikels darauf achten, welche Reichweite vom Hersteller angegeben ist, damit Sie auch wirklich einen ausreichenden Schutz in Heim und Garten haben. Eine Montage ist bei den Fallen nicht notwendig, sie werden lediglich an eine Steckdose angeschlossen oder mit einem Akku betrieben. In einigen Fällen ist allerdings eine Aufhängung an der Decke empfehlenswert, weil für ein optimales Funktionieren eine Höhe von 180 Zentimetern angegeben ist.

Ameisenköder – was Sie darüber wissen sollten

Zu einer regelrechten Plage in der Küche können sich Ameisen entwickeln. Oftmals reicht ein Obstbaum vor dem Fenster aus, damit sich draußen eine Kolonie entwickelt. Angezogen durch Zucker und andere Duftstoffe aus der Küche finden die Ameisen dann auch schnell den Weg durch das Fenster oder auch durch Mauerritze. Hilfreich können hier sogenannte Ameisenköder sein. Sie funktionieren prinzipiell recht einfach. Sie bestehen aus kleinen runden Dosen, in denen sich eine für Mensch und Haustiere ungefährliche Dosis einer Chemikalie auf der Basis von Sodium befindet. Selbst, wenn Sie barfuß laufen und Spuren des Giftes in den Wohnräumen verteilen, geht von der Chemikalie keine Gefahr für Sie aus. Dennoch sollten Sie die Behälter vor Kindern sicher aufbewahren, damit sie nicht mit einer Süßigkeit verwechselt werden und so etwa eine größere Dosis in den Körper gelangen kann. Vermischt mit einer Zuckerlösung lockt der Köder die Ameisen an, die in so in ihren Bau transportieren. Erst dort wird er von ihnen gefressen, weshalb sie in der Küche selten tote Tiere finden werden. Sie sollten jedoch darauf achten, dass sie für die Ameisen keine zusätzlichen Nahrungsquellen in der Nähe der Dose aufbewahren, sodass sie sich hauptsächlich aus dieser bedienen.

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