Was Sie beim Kauf eines Touchscreenhandys unbedingt beachten sollten

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Was Sie beim Onlinekauf eines Touchscreenhandys unbedingt beachten sollten

Ganz gleich, ob Internet, E-Mail oder Videoanrufe: Touchscreenhandys bieten dem Anwender eine Vielzahl von Funktionen im mobilen Einsatz. Die Geräte können für die Wiedergabe von MP3 und Radio verwendet werden und lassen sich über den Touchscreen komfortabel bedienen. Als einzige Herausforderung stellt sich das schier unüberschaubare Marktangebot dar, das eine Auswahl schwierig macht. Wer die wichtigen Kriterien für den Kauf eines solchen Handys kennt, der findet sich schneller zurecht.

Überblick über das Marktangebot

Touchscreenhandys sind für viele Nutzer tägliche und unverzichtbare Begleiter. Entsprechend ausdifferenziert ist das Marktangebot, das unterschiedlichsten Bedürfnissen entsprechen möchte. Hierzu gehören etwa Handys mit hochauflösenden Kameras, Geräte mit Navigation per GPS und vielfältige Anbindungsarten an das mobile Internet. Letzteres ist über Standards wie UMTS oder LTE möglich. Wer mit dem Smartphone auch bezahlen möchte, sollte auf Unterstützung von NFC achten. Ebenso wichtig sind jedoch auch Ausstattungsmerkmale wie bruchsicheres Glas oder die Verwendbarkeit unterschiedlicher Speicherkarten.

Spezielles Glas für Kratzfestigkeit

Ein Touchscreensmartphone ist wie jedes andere Handy ohne jeden Zweifel ein Gebrauchsgegenstand. Das Gerät wird im Alltag ständig mitgeführt und muss auch kleine Stöße oder Herausfallen aus der Tasche überstehen können. Während die Elektronik bei den meisten Geräten wenig anfällig ist, ist der Bildschirm selbst häufig eine Schwachstelle. Wer hier unvorsichtig ist, der kann sein Gerät leicht beschädigen, in vielen Fällen hilft dann nur noch eine teure Reparatur oder ein Austausch. Aus diesem Grund bieten die Hersteller Geräte an, die mit einem speziellen Glas versehen sind. Solches Panzerglas kann unter verschiedenen Marketingnamen vertrieben werden, wie etwa Gorilla-Glas, erfüllt jedoch stets denselben Zweck: Der Bildschirm des Smartphones wird vor Stößen, Kratzern und anderen Beschädigungen effektiv geschützt. Wer beim Kauf eines Touchscreenhandys auf solche Ausstattungsmerkmale achtet, der kann in vielen Fällen von einer längeren Lebensdauer seines Geräts ausgehen.

Praktisch ist ein solches bruchfestes Glas auch deshalb, weil es Schutzfolien überflüssig macht. Viele Benutzer von Smartphones schützen die empfindlichen Displays mit einer Folie, sodass kleine Kratzer nicht mehr so schnell auftreten können. Bei Verwendung von Gorilla-Glas kann darauf in der Regel verzichtet werden: Kratzer können sich nur noch bei erheblicher Fremdeinwirkung im Glas bilden. Auf diese Weise bleibt auch der ästhetische Wert eines Smartphones länger erhalten.

Häufige Betriebssysteme

Eine der grundlegendsten Entscheidungen beim Kauf eines Handys ist die Wahl des Betriebssystems. Eine große Zahl der Geräte bietet hier Android, iOS oder Windows Phone an. Alle diese Betriebssysteme unterscheiden sich durch die Benutzerführung und den Funktionsumfang. Wer bereits andere Computer wie Desktop-PCs und Notebooks, Tablets und Netbooks mit den entsprechenden Betriebssystemen laufen lässt, für den könnte im Sinne einer einfacheren Synchronisation die gleiche Wahl beim Touchscreenhandy sinnvoll sein.

Die Kamera kann den Unterschied machen

Die Kamera gehört zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen eines jeden Touchscreenhandys. Die Kameras finden sich dabei nicht nur auf der Rückseite, sondern in der Regel auch auf der Vorderseite des Geräts. Zumeist sind die Telefone so konzipiert, dass die Kamera auf der Vorderseite eine geringere Auflösung als die Kamera auf der Rückseite hat. Die Frontkamera soll hierbei vor allem solchen Anwendungen wie der Videotelefonie oder dem Videochat dienen, während die Kamera auf der Rückseite für hochauflösende Fotos gedacht ist. Je nach Hersteller und Modell können die maximalen Auflösungen sehr unterschiedlich sein und von 3 bis 8 MP reichen. Höherpreisige Modelle können durchaus als ein Ersatz für eine ausgewachsene Kamera angesehen werden. Die Käufer sollten bei der Auswahl ihres Geräts darauf achten, ob die Kamera per Knopf oder über den Touchscreen ausgelöst werden soll. Nicht alle Telefone weisen hierfür eine eigene Taste an der Gehäuseseite auf, was jedoch von einigen Benutzern bevorzugt wird. Auf der sicheren Seite ist der Käufer dann, wenn beide Auslösemechanismen angeboten werden.

Nicht alle Geräte verfügen über GPS

GPS ist für Navigationsaufgaben eine große Hilfe. Das System erlaubt die präzise Standortbestimmung des Benutzers, sodass viele Apps auf dem Touchscreenhandy in vollem Umfange genutzt werden können. Viele Funktionen der Programme wie etwa die Routenfindung vom aktuellen Standort aus oder das Auffinden wichtiger Lokalitäten in der näheren Umgebung sind nur dann verfügbar, wenn ein GPS-Modul vorhanden ist. Bei vielen, aber nicht allen Handys gehört eine solche Unterstützung von GPS zum Funktionsumfang. GPS dient dabei nicht nur der Bestimmung des aktuellen Standorts, sondern auch der Bestimmung von Höhenmetern, Geschwindigkeiten und vielen anderen Informationen. Grundsätzlich erweitert das Vorhandensein eines GPS-Moduls den Funktionsumfang eines Touchscreenhandys erheblich und gehört damit zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen.

Nahfeldkommunikation: NFC

Eine der interessantesten Möglichkeiten eines Touchscreensmartphones besteht darin, dass Bezahlungen ohne Bankkarte oder Bargeld direkt vom Gerät aus vorgenommen werden können. Das ist zum Beispiel praktisch an Fahrkartenautomaten, wenn kein Kleingeld vorhanden ist, immer mehr Unternehmen bieten ihren Kunden diese Bezahlmöglichkeit an. Damit diese jedoch auch tatsächlich genutzt werden kann, muss das Smartphone NFC unterstützen. NFC steht für Near Field Communication. Es ermöglicht den kontaktlosen Austausch von Daten. Hiermit können Micropayments durchgeführt werden, die Technologie ist ein internationaler Standard und wird überall in der Welt unterstützt.

Zugriff auf das mobile Internet: UMTS, LTE und andere Standards

Ein Smartphone mit Touchscreen kann erst dann mit allen seinen Funktionen genutzt werden, wenn eine Verbindung zum Internet besteht. Aus diesem Grund werden Standards wie UMTS oder das noch schnellere LTE unterstützt. UMTS ermöglicht Datenraten von bis zu 16 Mbit pro Sekunde, mit LTE sind es theoretisch bis zu 100 Mbit. Wer auf Internetkommunikation von unterwegs Wert legt, der sollte beim Kauf auf das Vorhandensein eines entsprechenden Moduls achten. Das mobile Internet ist dann notwendig, wenn unterwegs E-Mails verschickt, Nachrichtendienste aufgerufen oder soziale Netzwerke besucht werden sollen. Günstigere Handys unterstützen lediglich GMS, EDGE und GPRS, die eher für einfache Internetkommunikationen geeignet und für Videostreams und ähnliche Anwendungen in der Regel zu langsam sind.

Verbindung mit Peripheriegeräten per Bluetooth

Häufig ist es erwünscht, dass eine temporäre Verbindung mit einem Peripheriegerät wie etwa einer Tastatur hergestellt wird. Für solche Anbindungen kabelloser Geräte an das Touchscreenhandy steht der Standard Bluetooth zur Verfügung. Hiermit können Verbindungen von Gerät zu Gerät hergestellt werden, ohne dass ein Router oder ein Gateway zwischengeschaltet werden muss. Das kann in der Praxis sehr komfortabel sein, weil die Verbindungen sich schnell und dynamisch hinzufügen und wieder trennen lassen. Bluetooth ist im Hinblick auf die Netzwerkfähigkeiten eines Smartphones damit eine gute Ergänzung zum mobilen Internet, zu WLAN und NFC und stellt damit ein wichtiges Ausstattungsmerkmal dar.

Geräte mit und ohne SIM-Lock

Wie bei allen anderen mobilen Geräten auch, kann das Vorhandensein eines SIM-Locks ein Problem beim Kauf von Touchscreenhandys sein. Verfügt das Gerät über einen SIM-Lock, können nur SIM-Karten bestimmter Telekommunikationsanbieter verwendet werden. In der Regel handelt es sich hierbei um das erste und wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines entsprechenden Geräts. Geräte ohne Vertrag weisen in aller Regel keinen SIM-Lock auf. Doch auch bei Vertragshandys muss ein SIM-Lock nicht zwingend vorliegen, im Einzelfall sollte direkt nachgefragt werden.

Speicherkarten bieten viel Platz für Fotos, Videos und Apps

Wer ein Smartphone mit Touchscreen optimal nutzen möchte, der sollte sich auch über die Speichermöglichkeiten Gedanken machen. Die internen Speicher können bei vielen Modellen individuell per SD-Karte und ähnliche Speicherarten erweitert werden. Mit diesen Karten ist es möglich, große Foto- oder Filmarchive zu speichern und zum Beispiel später auf einen PC zu laden oder umgekehrt. Ein großer interner Speicher ist auch dann wichtig, wenn umfangreiche Apps in großer Zahl installiert werden sollen. Das können zum Beispiel Spiele oder andere Anwendungen sein.

Zugang zum lokalen Netzwerk per WLAN

In einigen Fällen ist als Alternative oder ergänzend zum Internet auch ein Zugang zum lokalen Netzwerk gewünscht. Die entsprechende Verbindung wird in der Regel über WLAN bzw. WiFi hergestellt, viele Touchscreensmartphones bieten ein entsprechendes Netzwerkmodul an. Wenn es besonders schnell gehen soll, sind Dualband-Geräte zu empfehlen, die eine deutlich schnellere Datenverbindung zum Router aufbauen können. Per WLAN kann nicht nur von zu Hause, sondern auch in der Stadt in der Nähe von Hotspots auf das Internet zugegriffen werden.

Touchscreen mit Handschuhmodus

Ein Problem bei Handys mit Touchscreen besteht darin, dass diese sich nur per Fingerberührung steuern lassen, was jedoch nicht in allen Situationen möglich ist. So sind diese Displays etwa im Winter nicht ohne Weiteres zu benutzen, wenn der Anwender Handschuhe trägt. Um dieses Problem zu umgehen, bieten einige Hersteller einen Handschuhmodus an, mit dem auch Fingerberührungen durch Textilien hindurch registriert werden können.

Fazit

Bei der Auswahl eines passenden Touchscreenhandys steht die Art der täglichen Verwendung im Vordergrund. Wer bestimmte Apps nutzen möchte, der sollte darauf achten, dass die sonstigen Ausstattungsmerkmale des Geräts dazu passen. So ist etwa ein GPS-Modul sehr nützlich, wenn Navigations-Apps verwendet werden sollen. Die Haltbarkeit wiederum wird durch solche Merkmale wie Gorilla-Glas erhöht. Eine erste Eingrenzung des Marktangebots sollte aber in jedem Fall im Hinblick auf das Vorhandensein eines SIM-Locks und des gewünschten Betriebssystems vorgenommen werden.

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