Was Sie beim Kauf eines Stereo-Receivers beachten sollten

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Was Sie beim Kauf eines Stereo-Receivers beachten sollten

Egal ob Stereoanlage für den Musikliebhaber oder hollywoodtaugliche Heimkinoanlage mit fettem Surroundklang – ein guter Receiver ist stets Ausgangspunkt für guten Sound und all die Komponenten, die an ihn gekoppelt sind. Receiver sind Audio- und Spannungsverstärker, welche die eintreffenden Signale regulieren, verändern und den entsprechenden Gerätschaften zuweisen. Es gibt sie, je nach Preislage und Funktionsweise mit unterschiedlicher Ausstattung und Besonderheiten. Vieles davon ist auch abhängig von Ihrem höchst individuellen Klang- und Nutzungsempfinden. Im Folgenden bekommen Sie daher einen Überblick über die gegenwertigen Optionen und Möglichkeiten im Bereich der Stereoreceiver.

Grundsatzentscheidungen – lieben sie es lieber kompakt oder aufwendig?

Bevor Sie sich an den Kauf ihrer Anlage wagen, müssen Sie sich über deren grundsätzliche Klangausrichtung und den Aufbau im Klaren sein. Lieben sie es lieber handlich und ohne viel Umstände, dann sind Kompakt-Stereoanlagen sicher die beste Wahl. Komplettsysteme, in denen alle Komponenten beim Kauf bereits integriert sind, weisen keine Kompatibilitätsprobleme auf und sind in der Regel 'ready to go'. Gerade bei multimedialen Surround-Systemen ist dies von Vorteil. Wenn Sie allerdings Wert auf individuell ausgesuchte Komponenten legen, so können sie den Receiver und die angeschlossenen Geräte auch unabhängig voneinander holen. Diese Variante ist etwas kostenintensiver und erfordert mehr technisches Know-How, erlaubt aber eine möglichst individuelle Gestaltung der Anlage.

Moderne 5.1.-Anlagen werten den traditionellen Stereosound außerdem auf. Ein integrierter Mehrkanalton-Decoder wandelt den 2-Kanal-Ton in ein 5.1. Signal um. Das Verfahren nennt sich Dolby ProLogicII und auch wenn der Klang nicht ganz an das eines vollausgereiften Surroundsystems herankommt, so wertet es ihn in jedem Fall auf.

Ideale Wahl für Musikhörer - klassische Stereo-Receiver als Kompakt-Anlage oder im Tower

Wenngleich die neuen Surround-Modelle und AV-Receiver in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die Wohnzimmer vieler Menschen gehalten haben, ist die klassische Stereoanlage noch längst nicht aus der Mode. Gerade unter Musikliebhabern erfreuen sich Stereoanlagen wieder gestiegener Beliebtheit, gerade unter Musikliebhabern. Das hängt auch damit zusammen, das Musikdateien primär für Stereoanlagen konzipiert sind. Mit entsprechend guten Lautsprechern können Sie somit einen optimalen Klang herausholen. Einige der neueren Typen bieten hierbei auch HDMI-Ausgänge, optionale Anschlüsse für weitere Boxen oder Subwoofer, 3D-Sound oder besitzen Anschlussplätze für mp3-Player oder USB-Speichermedien. Auch integrierte Equalizer zur Aussteuerung und Anpassung des Audio-Outputs können Teil des Receivers sein. Zu den führenden Herstellern in dem Sektor zählen:

  • Philips
  • Kenwood
  • Marantz
  • Sony
  • Onkyo
  • Denon
  • Yamaha

Ein Klassiker: die Kompaktanlage

Die klassische Kompaktanlage beinhaltet alle Geräte in einem Gehäuse inklusive einer einheitlichen Bedienoberfläche. Die Lautsprecher sind wahlweise ebenfalls Bestandteil des Gehäuses oder können extern angeschlossen werden. Die Alternative zu diesem „All-in-one“-System stellt der sogenannte Hi-Fi-Tower da. Bei diesem werden die einzelnen Elemente übereinander gebaut. Diese Elemente können ein separater Radiotuner, ein Kassettendeck sowie ein CD-Laufwerk oder Plattenspieler sein. Auch eine Andockstation für mp3-Player und Smartphones ist denkbar. Diese Variante ist platzaufwendiger, bietet ihnen aber individuelle Anordnungsmöglichkeiten. Eine dritte und noch relativ neue Variante stellen sogenannte digitale Minimalanlagen dar. Dabei dient der Computer oder ein Streaming Client als Quelle, wahlweise werden an diesen aktive Lautsprecher oder D/A-Wandler angeschlossen.

Stereo, Surround oder kabellos – über die Wahl der richtigen Lautsprecher

Die Wahl der passenden Lautsprecher für Ihren Stereoreceiver ist nicht nur für einen guten Klang entscheidend. Sie hat auch sehr einfache Gründe, da sie über die Anschlüsse an ihrem Verstärker entscheiden. Der klassische Stereoreceiver bietet Ausgänge für zwei Lautsprecher, wahlweise über zwei Cinchkabel oder einen Klinkeausgang. Größere Stereoboxen greifen auf Ersteres zurück, während modernere Kompaktanlagen auf 2.1.-Basis häufig auf einen Klinkestecker besitzen. Bei dieser Variante ist der Subwoofer oft direkt an die Lautsprecher gekoppelt. Sollten sie eine Bassbox in Erwägung ziehen, testen Sie vorher die Anschlussmöglichkeiten, da es hier bei älteren Receivern meist an den entsprechenden Anschlüssen mangelt.

AV-Receiver für Surroundanlagen

Planen Sie Surroundsound, beispielsweise mit einem heutzutage standardisierten 5.1.-System, so scheint es vermutlich ratsamer, auf einen vielseitigen AV-Receiver umzusteigen. 'A' steht in diesem Fall für „Audio“, 'V' für „Video.“ Er transportiert und digitalisiert gleichzeitig Audio- und Videosignale, an ihn werden neben den Boxen und Audiogeräten auch Fernseher, Videoausgabeprodukte oder auch Computer angeschlossen. Häufig können Sie einen solchen AV-Receiver auch direkt als Komplettsystem mit jeweils bis zu fünf Boxen und einem Subwoofer kaufen. Individualisten können sich die einzelnen Elemente auch nach eigenem Belieben zusammenstellen, sollten dabei aber auf die Kompatibilität achtgeben.

Flexible Klanglösung – Funklautsprecher werden zusehends zur leistungsstarken Alternative im Wohnzimmer

Kabellose Funkboxen stellen eine weitere, noch vergleichsweise junge, Option in dem Sektor. Sie erhalten ihr Signal über einen speziellen Sender. In manchen Modellen ist dieser schon in den Lautsprechern eingebaut. Häufig benötigt er allerdings eine separate Box, welche an das Fernsehgerät oder den Stereoreceiver angeschlossen wird. Achten Sie daher darauf, dass der Receiver einen Anschluss für den Sender bietet. Das Signal wird wahlweise analog, ähnlich eines UKW-Senders, verbreitet oder auch digital. Letztere Variante funktioniert mittels Bluetooth oder WLAN. Digitale Quellen sind dabei stets störungsfreier als analoge. Diese können schon bei kleinsten Empfangsstörungen und Hindernissen an Signalstärke verlieren. Digitale Signale haben darüber hinaus auch eine größere Reichweite, als analoge. Gerade WLAN-Funk kann dabei ausreichen, um eine ganze Wohnung zu bedienen.

Funkboxen besitzen einen integrierten Verstärker und funktionieren wahlweise mit einem angeschlossenen Stromkabel oder Akku und Batterien. Letzteres ist vor allem bei kompakteren Modellen üblich. Informieren Sie sich im Vorfeld über das Leistungsverhältnis der Boxen und ob sich die Akkus gegebenenfalls austauschen lassen. Funklautsprecher können sowohl auf Stereobasis aufgebaut werden, als auch Teil eines 5.1.-Systems sein.

Die platzsparende Alternative - moderne Kompakt-Stereoanlagen stecken voller Möglichkeiten

Wenn viele Menschen an Stereoanlagen denken, dann sehen sie vor ihrem geistigen Auge riesige Aufbauten, hochkomplexe Elektronik und erhöhten finanziellen Aufwand. Das dies heutzutage längst nicht mehr der Fall ist zeigen Kompakt-Stereoanlagen, welche alle Geräte und Funktionen in einem Gehäuse vereinen. Sie stellen eine preisgünstige Alternative da, die darüber hinaus bei weitaus weniger Platzaufwand ähnliche Leistung bringen kann. Je nach Preiskategorie bieten die Geräte unterschiedliche Funktionen. CD-Player und Radio-Tuner gehören hierbei zum Standard, während klassische Komponenten wie Plattenspieler und Kassettendeck zusehends aus dem Angebot verschwinden. Achten Sie beim Kauf einer Kompaktanlage darauf, ob eine der folgenden zusehends aus dem Angebot. Folgende Optionen weisen bereits viele Kompaktanlagen heutzutage auf:

  • USB-Schnittsteller oder Kartenleser. Diese Option ermöglicht das direkte Abspielen von digitalen Musikdateien, ohne dass diese im Vorfeld auf eine CD gebrannt werden müssen. Informieren Sie sich allerdings im Vorfeld, welche digitalen Formate ihr Gerät unterstützt.
  • CD-Player sollten darüber hinaus auch nicht nur gekaufte Audio-CDs abspielen, sondern auch in der Lage sein, wiederbeschreibbare oder gebrannte CD-Rohlinge zu erkennen und abzuspielen. Auch das Lesen von mp3-CDs stellt heutzutage keine Seltenheit mehr da. Der Vorteil bei diesem Format ist, dass - abhängig von der Daten-Komprimierung – bis zu zehn Stunden Musik wiedergeben werden können.
  • Einige Geräte bieten bereits spezielle Dockingstationen für iPhone oder iPod. Alternativ gibt es häufig auch spezielle AUX-Line-In-Kabel, an welchen sich externe Audioquellen, wie mp3-Player, Discman oder Laptops problemlos anschließen lassen.
  • Ganz neue Modelle verfügen darüber hinaus auch schon vereinzelt über integrierte Festplatten oder eine WLAN-Option. Dies ist für den Empfang digitaler Radiokanäle oder diverser Online-Musikstreaming-Dienste von Vorteil, allerdings ist die Zahl der Modelle, welche dies anbieten, noch recht überschaubar.

Viele Aspekte befinden sich offenkundig noch in der Entwicklungsphase. Doch es sieht so aus, als würden die Kompakt-Stereoanlagen immer stärker zu Allroundtalenten werden. Es ist anzunehmen, dass das Design zusehends kompakter wird, die Leistungsfähigkeit darunter aber nicht leidet. Dennoch erreichen die integrierten Lautsprecher noch nicht vollständig den Klang ihrer großen Kollegen.

Fazit

Vor dem Kauf sollten Sie sich intensiv mit den eigenen Prioritäten und Hörgewohnheiten auseinanderzusetzen. Vielleicht benötigen Sie deshalb am Ende keinen Hi-Fi-Tower, sondern sind mit einer kompakten Anlage zufriedener. Die folgenden Aspekte gilt es in jedem Fall zu berücksichtigen:

  • Stellen Sie fest, wie wichtig Ihnen guter Klang ist und worauf Sie bei diesem Wert legen.
  • Prüfen Sie die Leistungsstärke aller Komponenten. Ein guter Stereoreceiver sollte mindestens soviel Leistung bringen wie die Boxen, gern auch mehr, in jedem Fall aber 100 Watt. Je nachdem, wie viele Geräte Sie mit der Anlage koppeln wollen, desto höher muss dieser Wert angesetzt sein. Testen Sie daher gerade die Lautsprecher im Vorfeld auf ihrer Höchstbelastung.
  • Prüfen sie, ob der Receiver ausreichend Anschlüsse besitzt, um alle von Ihnen gewünschten Geräte an diesen zu koppeln.
  • Wägen sie stets komplette Stereosysteme gegenüber Einzelkomponenten ab. Mit ersterem vermeiden Sie Kompatibilitätsprobleme und kommen oft kostengünstiger. Die
  • Testen Sie die angeschlossenen Lautsprecher im Vorfeld auf ihre Maximallautstärke. So erkennen Sie schnell, ob die Lautsprecher ihren Ansprüchen genügen. Leistungsgrenzen und Stromverbrauch sind wichtige Aspekte.
  • Bedenken Sie stets die Platzkomponente. Kompakt-Stereoanlagen sind zwar kleiner als ihre professionelleren Kollegen, die Boxen benötigen dennoch eine gewisse Stellfläche. Allerdings ist nicht jede Wohnung auch für ein solches System ausgerüstet. Funkboxen stellen hier ebenfalls eine gute Alternative da, da sie auf das Legen von Kabeln nicht angewiesen sind.
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