Was Sie beim Kauf eines CD-Players & -Recorders beachten sollten

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Was Sie beim Kauf eines CD-Players & -Recorders beachten sollten

Ein CD-Player gehört zur Grundausstattung der meisten Haushalte. Als Teil einer Hi-Fi-Anlage wirkt er mit Stereo-Receiver und Lautsprecheranlage zusammen. Als tragbaren Discman nutzt man ihn, um unterwegs Musik zu hören. Als Multifunktionslösung verwendet man ihn zusammen mit Radio und Kassettendeck zuhause und im Garten.

Im Folgenden erfahren Sie, worauf es beim Kauf von CD-Playern zu achten gilt. Hinweisen zur Anwendung gehen Informationen über Aufbau und Funktionsweise voraus. Ein Abschnitt widmet sich den Möglichkeiten, die Ihnen ein CD-Rekorder eröffnet.

Wie funktioniert ein CD-Player?

Zum Verständnis der Funktionsweise muss man sich den Aufbau einer CD vor Augen halten. Die Informationen sind auf einer Datenspur angeordnet, die sich spiralförmig von innen nach außen erstreckt. Die Informationen sind in Form von Erhöhungen (Lands) und Vertiefungen (Pits) repräsentiert. Man kann sie mit bloßem Auge nicht erkennen. Sie stellen indirekt binäre Codes dar. Ein Übergang von einer Vertiefung zu einer Erhöhung stellt eine 1 dar. Kein Übergang steht für eine 0. Der CD-Player tastet die Oberfläche ab und wandelt die Informationen in verschiedene elektrische Signale um.

Aus welchen Bestandteilen besteht ein CD-Player?

In den folgenden Abschnitten erhalten Sie einen genaueren Einblick in die Funktionsweise der Geräte. Die Ordnung folgt den drei wichtigsten Bestandteilen Laufwerk, Lasersystem und Elektronik. Nutzen Sie die Informationen dieser kurzen Einführungen, um Vor- und Nachteile einzelner Geräte bei der Auswahl differenzierter beurteilen zu können.

Das Laufwerk

Das Laufwerk hat die Aufgabe, die CD zu laden und abzutasten. In ihm ist ein Motor integriert, der die CD-Lade öffnet. Sobald sie zusammen mit der CD wieder eingefahren ist, wird der Datenträger in Verbindung mit dem Antriebsteller gebracht. Dies geschieht durch Erhöhung des Tellers oder durch Absenkung der CD. Der Antriebsteller enthält die Abtasteinheit.

Ein Gleichstrommotor versetzt die CD in Bewegung. Die Geschwindigkeitsregulierung erfolgt durch die integrierte Elektronik. Auf sie wird in späteren Abschnitten eingegangen. Die Abtasteinheit tastet die Informationsspur auf der CD von innen nach außen ab. Es gibt zwei verschiedene Arten dieses Vorgangs. Bei der ersten erfolgt das Abtasten linear, bei der zweiten als Schwenkbewegung. Ermöglicht wird diese durch ein Magnetfeld.

Moderne Geräte verdanken ihre Unempfindlichkeit gegenüber Erschütterungen einem System, bei dem der Abtaster auf zwei Führungsstangen verschoben wird. Ein Galvanometerantrieb sorgt für die Feinpositionierung der Linse. Er bewegt sie hierzu auf und ab. Da seine Masse gering ist, kann er Unebenheiten der CD und Abweichungen beim Rundlauf teilweise wieder ausgleichen.

Das Laser-Abtastsystem

Die wichtigsten Bestandteile des Systems sind eine Kunststofflinse, ein Laser, ein Strahlteiler und ein Fotoempfänger. Der Strahlteiler führt den Laserstrahl zur Linse. Darüber hinaus empfängt er das von der CD reflektierte Licht und bündelt es auf dem Fotoempfänger. Die Dioden auf seiner Oberfläche sind nach einer festen Ordnung positioniert. Sie können so Daten- und Steuersignale aufnehmen.

Ein Beispiel für ein Laser-Abtastsystem ist das Dreistrahlsystem. Das Licht des Lasers wird auf drei Strahlen aufgeteilt, die spezifische Aufgaben übernehmen. Der erste Strahl liest die Daten, die sich auf der CD befinden, und steuert die Fokussierung. Die anderen beiden Strahlen gewährleisten die korrekte Spurführung. Die meisten CD-Player funktionieren auf Grundlage des Dreistrahlsystems.

Da das Lasersystem das empfindlichste Bauteil ist, treten die meisten Defekte in diesem Bereich auf. Die meisten Probleme äußern sich in dem Umstand, dass CDs nicht mehr richtig eingelesen werden. In Reparaturwerkstätten versucht man zunächst, die Linse zu reinigen. Ist dies nicht die Ursache des Fehlers, muss die gesamte Abtasteinheit ausgetauscht werden. Weitere Bauteile, die Schaden nehmen können, sind die Zahnstangen des Abtastsystems, die Magnetspulen, Potenziometer zur Lasereinstellung, Laser- und Fotodioden.

Die Elektronik

Die Elektronik des CD-Players umfasst vier Elemente, die Stromversorgung, die Steuerelektronik, die Servosteuerung und die Signalverarbeitung. Erfahren Sie im Folgenden alles Wichtige über Aufbau und Funktionsweise.

Die Stromversorgung

Die notwendige Betriebsspannung wird über die Stromversorgung zur Verfügung gestellt. Man nutzt hierzu Schaltnetzteile und Netztransformatoren. Sie sind so konstruiert, dass sie sich gegenseitig möglichst wenig beeinflussen. Dies ist besonders im analogen Hi-Fi-Bereich von Bedeutung. Nur die richtige Abschirmung verhindert das Eindringen störender Signale in die Verarbeitungskette wirkungsvoll. Hierzu zählen nicht zuletzt die Einflüsse von digitalen Bauteilen und Servosteuerung.

Die Steuerelektronik

Der zweite Bereich der Elektronik umfasst die Steuerelemente. Sie übernehmen alle Funktionen, die zur Bedienung des CD-Players notwendig sind. Mikrocontroller ermöglichen die Nutzung der Tastatur, den Anschluss von Fernbedienungen, die Displayanzeige und die Funktion des Laufwerks.

Die Servosteuerung

Der dritte Bestandteil ist die Servosteuerung. Sie umfasst drei Regelkreise mit jeweils eigener Funktion. Der erste bestimmt, mit welcher Drehzahl die CD angetrieben wird. Der zweite Regelkreis ist für die Steuerung des Lasers (Fokus) verantwortlich. Der dritte positioniert ihn (Tracking).

Eine flexible Verstellbarkeit ist notwendig. Je weiter der Fokus des Lasers sich auf der CD nach außen bewegt, desto langsamer dreht sie sich. Damit wird gewährleistet, dass zu jeder Zeit die gleiche Datenmenge abgetastet wird. Durch die Zwischenspeicherung der Daten in einem Puffer werden Geschwindigkeitsbeschränkungen ausgeglichen. Treten Unterbrechungen auf, erfolgt in dieser Zeit ein Rückgriff auf den Zwischenspeicher.

Der Regelkreis, der den Fokus steuert, erhält seine Informationen aus den Dioden der Abtasteinheit. Erkennt er Fehler in der Fokussierung, sendet er ein Korrektursignal aus, das die Laserdiode herabsenkt.

Der dritte Regelkreis bezieht die notwendigen Informationen ebenfalls von den Dioden der Abtasteinheit. Er korrigiert Fehler in der Spurhaltung. Bei der Abtastung der spiralförmigen Spur steigt die Abweichung stetig an. Übersteigt sie einen Schwellenwert, korrigiert der Regelkreis die Position mittels Zahnstangenantrieb. Die Korrektur erfolgt alle paar Sekunden.

Verarbeitung des Signals

Der erste Schritt der Signalverarbeitung besteht in der Auswertung und Verstärkung der elektrischen Signale, die von den Fotodioden im Abtaster aufgenommen werden. Die dabei entstehenden digitalen Datenströme werden in einem Puffer zwischengespeichert. Die Drehzahl des Antriebsmotors ist abhängig vom Füllstand des Speichers. Fehlerkorrektur und Datenextraktion erfolgen im Anschluss.

Für die hochwertige Wiedergabe der Daten sorgen Filter, die über Bits auf der CD aktiviert werden. Ein Digital-Analog-Umwandler bereitet das Signal für den Ausgang vor.

Zur Übertragung stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. An Hi-Fi-Anlagen nutzt man überwiegend Koaxialkabel mit Cinch- oder BNC-Steckern. Eine optische Übertragung mit TOSLINK-Kabeln ist ebenfalls möglich. Der Vorteil besteht in einer verlustfreien Übertragung zu anderen Geräten.

Verschiedene Arten von CD-Playern

Geräte zur Wiedergabe von CDs kommen in verschiedenen Ausführungen vor. Verbreitet sind Multifunktionslösungen, die Radio, CD-Player und Kassettendeck beinhalten. Ein Griff an der Oberseite gewährleistet den einfachen Transport.

Das CD-ROM-Laufwerk ist ebenfalls in der Lage, Audio-CDs wiederzugeben. Damit Sie die Musik hören können, benötigen Sie eine Soundkarte, Software zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten und Lautsprecher.

Analog zum Walkman existiert auch der CD-Spieler in tragbarer Form. Man bezeichnet ihn als Discman. Für die Stromversorgung sorgen Batterien, Akkus und Netzteile. Die Ausgabe des Schalls erfolgt über Kopfhörer.

Weite Verbreitung hat der CD-Player als Teil eines Hi-Fi-Racks gefunden. Er hat als solcher ein schwarzes Gehäuse und eine Quaderform. Mit seinen Abmessungen passt er genau in einen Hi-Fi-Schrank. Beachten Sie vor dem Kauf, dass ein CD-Player dieses Typs nicht über einen integrierten Verstärker verfügt. Um ihn zu nutzen, benötigen Sie einen Stereo-Receiver und Lautsprecher.

Unter den Anbietern sind unter anderem die folgenden Hersteller vertreten:

Der CD-Rekorder

CD-Player mit einer zusätzlichen Aufnahmefunktion bezeichnet man als CD-Rekorder. Man schreibt mit ihnen Audiodateien auf CD-R und CD-RW. Sie werden einzeln oder integriert in einen CD-Player verkauft.

Die speziellen Audio-CD-RW sind grundlegend wie normale CDs aufgebaut. Man kann sie als solche verwenden. Der Unterschied besteht in einer zusätzlichen Kennzeichnung auf der Tonspur. Damit ist es nicht möglich, exakte Kopien von Audio-CDs und anderen Tonträgern zu erstellen, die schon einmal über ein Sony/Philips-Interface überspielt worden sind. Lediglich eine analoge Kopie ist möglich. Durch den Datenverlust ist die Qualität geringer als beim ursprünglichen digitalen Material.

Worauf müssen Sie beim Kauf eines CD-Players achten?

Stellen Sie sich vor dem Kauf die Frage, in welchem Umfang und in welchem Raum Sie den Player nutzen wollen. Im Bad oder in der Küche ist ein Gerät von geringeren Ausmaßen zu empfehlen. Multifunktionslösungen mit Radio, CD-Player und Kassettendeck bieten sich in diesem Fall an.

Für die leistungsstarke Wiedergabe von Musik im Wohnzimmer empfiehlt sich ein stationärer Hi-Fi-CD-Player. Bedenken Sie hierbei, dass der CD-Player nicht allein betrieben wird. In Testberichten geführte Angaben zur Klangqualität liefern nur bedingt Rückschlüsse auf die tatsächlichen Eigenschaften. Um ein objektives Bild von ihnen zu bekommen, testen Sie den Player zusammen mit Stereo-Receiver und Lautsprecheranlage an.

Lassen Sie sich dabei nicht ausschließlich von der angegebenen Leistung leiten. Eine hohe Watt-Zahl soll Lautstärke suggerieren, gibt aber letztlich nur an, mit welcher Leistung der Lautsprecher maximal betrieben werden kann. Aussagekräftiger ist der Wirkungsgrad. Er sagt aus, wie effektiv die Leistung genutzt wird. Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad liefern mit geringen Watt-Zahlen eine hohe Leistung.

Einen weiteren Faktor, den Sie in diesem Zusammenhang beachten sollten, ist die Impedanz. Sie gibt den Wechselstromwiderstand von Receiver und Lautsprecher an. Er sollte bei beiden Geräten gleich sein. Nur so ist optimale Funktionalität gewährleistet. Ist der Widerstand des Lautsprechers zu hoch, kann das Potenzial des Verstärkers nicht voll ausgeschöpft werden. Ein zu geringer Widerstand der Lautsprecher kann zu Überhitzung führen.

Die Abtasteinheit ist die häufigste Ursache für Defekte. Ziehen Sie in Betracht, dass sie nach einiger Zeit ersetzt werden muss. Damit Sie im Schadensfall nicht das komplette Gerät ersetzen müssen, informieren Sie sich vorher beim Hersteller über den Bestand an Ersatzteilen.

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