Was Sie beim Kauf einer Sonnenbank beachten sollten

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Die 10 wichtigsten Punkte, die Sie beim Kauf einer Sonnenbank beachten sollten

Mit der eigenen Sonnenbank kann man kalten Winter- oder regenreichen Sommertagen ein Schnippchen schlagen. Das künstliche Sonnenbaden entspannt, sorgt für Wohlbefinden und erfüllt zusätzlich auch den Wunsch nach gutem und gesundem Aussehen. Sonnenlicht wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel, das Nervensystem, die Haut, das Blut und den Knochenbau aus. Und eine feine Bräune zu haben ist en vogue, was die aussagekräftigen Besucherzahlen derer belegen, die regelmäßig eine Sitzung im Sonnenstudio buchen. Bereits wenige Minuten unter den Strahlen der Sonnenbank reichen in der Regel aus, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Wissenschaftler bestätigen zudem weitere Vorteile der Sonnenbank-Nutzung: Erhöhung des Vitamin-D-Gehaltes, Anregung des Immunsystems, eine vorbeugende Wirkung gegen Altersdemenz oder die Verbesserung des Blutkreislaufes. Alle diese Vorteile lassen sich mit einem Solarium bei richtiger Nutzung kontrolliert und schonend erzielen, Sonnendefizite können ausgeglichen werden. Insgesamt darf man der Sonnenbank also bescheinigen, eine durchaus vernünftige Alternative zur natürlichen Sonnenbestrahlung zu sein.

Aufbau und Technik einer Sonnenbank

Das breite Angebot an Sonnenbänken und Solarien wird von vielen Herstellern, z. B. Philips, Privileg oder Ergoline, repräsentiert. Grundsätzlich unterschieden werden dabei diese drei Varianten: Niederdruck-, Hochdruck- oder Kombigeräte. Dazu passen folgende Bestrahlungsquellen: Leuchtstoffröhren eignen sich für Niederdruckgeräte, bei Hochdruckgeräten sind Halogen-Strahler verbaut, während Kombigeräte sogenannte Hochdruckstrahler benötigen. Alle drei Gerätetypen unterliegen der gesetzlich vorgeschriebenen DIN-Norm 5050. Vom ihrem Sinn und Zweck her gesehen, dienen Sonnenbänke, man kennt sie auch unter der Bezeichnung Solarien, der Bestrahlung des Körpers mit der Hilfe von UV-Licht. Die so erzielte Bräunung hat von der Definition her in erster Linie einen kosmetischen Charakter. Sogar in der Medizin kommen diese Arten von Bestrahlungsgeräten bei der Behandlung von Hauterkrankungen in der Photo-, Helio- oder PUVA-Therapie zum Einsatz. Gut zu wissen: Um der Gefahr des Hautkrebsrisikos vorzubeugen, müssen Sonnenbänke die zwingenden Vorschriften des 2012 in Kraft getretenen Gesetzes zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung erfüllen, was natürlich der Nutzersicherheit entgegenkommt. Die Nutzfläche eines Solariums ist gesetzlich exakt definiert, das Hauptmerkmal aber ist die UV-Strahlenquelle, deren Aufbau dem Prinzip der Leuchtstoffröhre folgt. Verschiedene Filter und Reflektoren ergänzen die technische Konstruktion. In den meisten Sonnenbänken sind Röhren verbaut, die nach einem speziellen Niederdruckverfahren funktionieren und in der Lage sind, die wichtigen Anteile an UV-A- und UV-B-Strahlung zu nutzen. Der Nebeneffekt sind geringere Betriebstemperaturen, was auch zu einer verbesserten Haltbarkeit der Röhren beiträgt, wodurch auch das Kostenkapitel positiv beeinflusst wird. Sollte übrigens der heimische Platz zum Ein- oder Aufbau einer Sonnenbank nicht ausreichen, empfehlen sich Gesichtsbräuner, die zumeist auch den gesamten Oberkörper bestrahlen, als passende Alternative. Wer sich mit der genannten Gerätekonfiguration nicht anfreunden mag, kann sich auch nach einem mobilen Solarium umschauen. Beachtenswert ist der Hinweis auf die regelmäßige Überprüfung der im Solarium verbauten Filtersysteme, die bei Bedarf ausgetauscht werden müssen. Wie die Entscheidung auch ausfallen mag, beim Kauf sollte man unbedingt auf eine gültige ISO-Zertifizierung achten, idealerweise ist auch ein TÜV-Siegel vorhanden.

Der Bräunungseffekt kann beeinflusst werden

Sonnenbänke gibt es mit unterschiedlich starken UV-Röhren zwischen 80 Watt und 400 Watt, empfehlenswert wäre bei diesem Thema sicher ein kritischer Blick auf den Stromverbrauch. Je nach Röhrenart entscheiden dann die unterschiedlichen Werte in Bezug auf das Verhältnis zwischen UV-A- und UV-B-Strahlung über den gewünschten Bräunungseffekt. Überwiegt der UV-A-Anteil, wird im Ergebnis eine eher oberflächliche, aber intensive und schnelle Bräunung erzielt, die im Gegenzug aber auch wesentlich schneller verblassen kann. Ist hingegen der UV-B-Anteil höher, sollte der Sonnenbanknutzer etwas Geduld aufbringen, da die Wirkung der Bräunung erst nach und nach einsetzt, sichtbar wird und zu einem länger anhaltenden Ergebnis führt. Es ist also grundsätzlich im eigenen Interesse darüber zu entscheiden, welcher Bräunungsmethode man den Vorzug geben möchte.

Der Gesundheit zuliebe

Beim Kauf einer Sonnenbank ist nicht nur die Technik und Ausstattung des Gerätes entscheidend. Bevor man sich den bräunenden Röhren anvertraut - das Tragen einer Schutzbrille sollte grundsätzlich eine Selbstverständlichkeit sein -, müssen auch die gesundheitlichen Aspekte des künstlichen Sonnenbadens beachtet werden. So sollte ein Untersuchungstermin beim Hautarzt zur Bestimmung des Hauttyps obligatorisch sein, um Beeinträchtigungen, wie die oft zitierte vorzeitige Hautalterung, weitgehend ausschließen zu können. In Europa unterscheidet man in der Regel sechs unterschiedliche Typen von sehr hell über hellbraun-oliv bis zu dunkelbraun und schwarz. Einige Medikamente können die Haut zusätzlich für UV-Licht beeinflussen. Vor allem bei noch nicht bekannten Medikamenten sollte ein Blick in den Beipackzettel obligatorisch sein. Wer den Ratschlägen des Arztes folgt, sollte weitgehend auf der sicheren Seite sein. Ergänzend sei angemerkt, dass das Vorheizen des Solariums empfohlen wird.

Tipps und Anregungen

Der wohl wichtigste Bestandteil einer Sonnenbank sind die verwendeten Röhren. Was die Lebensdauer angeht, kann man je nach Röhrentyp und Qualität von einer Brennzeit zwischen 200 und 800 Stunden ausgehen. Wann ein Austausch ins Auge zu fassen ist, im privaten Bereich sollte die Leistung 50 Prozent nicht unterschreiten, lässt sich mit Hilfe eines dafür geeigneten allerdings relativ kostspieligen Messgerätes feststellen, ansonsten ist diese Tätigkeit eine Sache des Profis. Das Stöbern im Bereich Zubehör & Ersatzteile kann sich auch aus anderen Gründen lohnen. Ein Solarium-Kopfpolster etwa, was es beispielsweise in Kunstleder- oder Acryl-Ausführungen gibt, wird den Liegekomfort auf der Sonnenbank erhöhen, eine Zeitschaltuhr mit Akustikwarner wäre eine nicht weniger sinnvolle Anschaffung. Der Werterhaltung einer Sonnenbank hingegen dienen spezielle Solariumreiniger. Und auch das Thema Hygiene darf nicht zu kurz kommen, entsprechende Desinfektionsmittel sollten also stets griffbereit sein. Vorbauen kann man auch auf der technischen Seite. Mit einer Ersatzplatine, einem Röhrenbrenner und -starter oder den passenden Sicherungen ist man im Fall der Fälle gut gerüstet. Aber damit ist die Palette noch lange nicht erschöpft, die Ersatzliste umfasst auch Ventilatoren, Federn, Klimaanlagen, Be- und Entlüftungsdüsen der Klimaanlage und Fernbedienungen. Das räumliche Wohlbefinden lässt sich durch einen Luftbefeuchter verbessern, alternativ kommt aber auch ein moderner Raumklimaverbesserer in Frage.

Damit es der Haut gut geht

Wohlkaum jemand würde im Urlaub am Strand auf eine Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor verzichten. Dies sollte auch bei der künstlichen UV-Bestrahlung nicht anders sein. Kurzum: Hautpflege ist wichtig, sollte aber nicht die Nutzung einer normalen Sonnencreme einschließen. Eine After-Sun-Lotion, die in der Regel einen höheren Wassergehalt, aber einen geringeren Fettanteil hat, gibt der Haut nach dem Sonnenbad die notwendige Feuchtigkeit zurück. Der Markt bietet in der Zwischenzeit eine Reihe von Rezepturen an, die sich durch ihre Verwendung vor oder nach der Sonne unterscheiden, darunter auch Produkte mit einer Mischung aus hautverträglichen Alkoholen und Polyolen zum Schutz der Haut über Verdunstungskälte und Feuchtigkeitsbewahrung vor Hitze. Eine Vitalisierung des gesamten Hautbildes oder Straffungseffekte im Gesicht, am Hals oder Dekolleté verspricht eine neue Form der Solariumtechnik, mit der als innovativ bezeichneten Collagen-Licht-Therapie, bei der neu entwickelte Röhren mit Werten von rund 633 nm (Abkürzung für Nanometer) eingesetzt werden.

Abschließende Verhaltensregeln

Damit die Freude mit der Sonnenbank möglichst lange anhält, beinhaltet die folgende Tabelle noch einige zusätzliche Hinweise:

Bitte unbedingt beachten:

Hinweise

Begründung

Die Bräunungsdauer

ist grundsätzlich abhängig vom Hauttyp. Die Zeitvorgaben sollten eingehalten, ein gut lesbarer Hinweis darauf am Gerät angebracht werden. Auf die Sonnenbank verzichten müssen übrigens Menschen mit Hauttyp 1 oder bestimmten Krankheitsbildern, etwa Diabetis.

Ein Sonnenbrand

sollte unbedingt vermieden werden. Die Haut soll sich langsam und Schritt für Schritt an die UV-Strahlung gewöhnen. Weniger ist hier eindeutig mehr.

Kosmetika

und Sonnenbank passen nicht zusammen. Auf Deo, Parfum und Sonnenschutzcreme sollte vor der Bestrahlung unbedingt verzichtet werden. Nach dem Sonnenbad kann die Haut dann wieder mit Pflegeprodukten behandelt werden.

Jugendliche

müssen in der Wachstumsphase ganz auf das Solarium verzichten. Für sie besteht nämlich sonst tatsächlich ein erhöhtes Hautkrebsrisiko

Augenschutz

ist ein Muss während der Bestrahlung. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass er dem Gesicht angepasst werden kann, an den Seiten der Schutzbrille sollte kein Strahlungslicht eindringen können. Bei durchsichtigen Gläsern unbedingt auch den Verpackungshinweis 100%iger Schutz vor UV-Strahlen beachten.

Fazit

Alle Menschen benötigen Sonnenlicht, um wichtige Stoffwechselprozesse im Körper in Gang zu halten. Auch für die Vitamin-D-Produktion sind Sonnenstrahlen unabdingbar, verantwortlich für die anregende Wirkung ist UV-B-Licht. Sonnenbänke, Solarien oder Gesichtsbräuner nutzen diese Strahlungstechniken und zählen weitgehend zu den Wellness-Produkten. Dosiert und unter Beachtung einiger Grundregeln genutzt, dienen sie der eigenen Entspannung und helfen Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Mit Geräten, die dem heutigen Stand der Technik entsprechen, lassen sich einige der bekannten Risiken weitgehend minimieren. Folgen sollte man unbedingt dem Rat der Experten, bereits vor der ersten Sonnenbank-Sitzung den Hausarzt, ergänzend einen Hautarzt, zu konsultieren, und sich die regelmäßige Nutzung der Sonnenbank attestieren zu lassen. Wer ein Übermaß an künstlicher Bestrahlung meidet und sich an die Grundregeln des Bräunens unter dem Solarium hält, wird diese Wellness-Therapie mit Vergnügen genießen.

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